Anzahl der Behinderungen durch Impfschaden in Deutschland

Anfrage an:
Robert Koch-Institut
Verwendete Gesetze:
Status dieser Anfrage:
Information nicht vorhanden
Zusammenfassung der Anfrage

nach aktuellen Informationen des Statistischen Bundesamts werden Behinderungen im Wesentlichen durch Krankheit erworben. Nur ein sehr kleiner Teil der Behinderungen sind angeboren (Quelle: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten…).

Während die angeborenen Behinderungen seit 2013 erfreulicherweise um 13 % rückläufig sind, hat sich der Anteil der Behinderungen aufgrund von Krankheit und Impfschaden seit 2013 um 7% erhöht! Das Statistische Bundesamt weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesen Erkrankungen mit der langfristigen oder lebenslangen Folge einer Behinderung auch um Impfschäden handelt. In den Daten des Statistischen Bundesamts lässt sich allerdings nicht differenzieren, wie hoch der konkrete Anteil der Schädigungen aufgrund Impfung liegt. Es wird lediglich die Gesamtzahl angegeben. Diese Zahl alleine ist schon erschreckend hoch und die negative Entwicklung verstärkt den Bedarf an konkreten Datenangaben.

Das Paul Ehrlich Institut als oberste zuständige Bundesbehörde für die Arzneimittelsicherheit (und damit den Schutz der Bürger/innen vor Anwendungsschäden durch Arzneien und Impfstoffe) erhält nach eigener Einschätzung ihres früheren Sprechers nur von bis zu 5% der Betroffenen eine Impfschadensmeldung. Der Verdacht auf einen Impfschaden kann also aus den vorliegenden PEI-Meldungen zumindest errechnet werden, obwohl das Meldesystem nicht wirklich funktioniert. Die Meldung muss nach Infektionsschutzgesetz ISG vom Arzt verpflichtend an das PEI abgegeben werden. Andernfalls können hohe Bußgelder gegen impfende Arztpraxen erhoben werden.

Bitte teilen Sie mir mit, wie hoch der absolute und relative Anteil der Impfschäden an den Behinderungen in Deutschland liegt und wie er sich in den letzten 20 Jahren entwickelt hat.

Bitte ergänzen Sie Angaben zu der beunruhigenden Tatsache, dass die Anzahl der durch Krankheit erworbenen Behinderungen parallel zu der weiter steigenden Anzahl der verfügbaren und angewendeten Impfstoffe weiter steigt.

Es ist kein Erfolgsmerkmal einer Impfpolitik, wenn die Anzahl der dadurch ausgelösten schweren Erkrankungen mit Behinderungsfolge weiter steigt anstatt zurückgeht. Der Rückgang der Behinderungen muss ebenso das Ziel der Impfpolitik der Bundesregierung sein wie der Rückgang der Infektionserkrankungen.

Vielen Dank.


Korrespondenz

  1. 04. Okt 2018
  2. Nov 2018
  3. Dez 2018
  4. Jan 2019
  5. 11. Mär 2019
Von
Andreas Roll
Betreff
Anzahl der Behinderungen durch Impfschaden in Deutschland [#33889]
Datum
4. Oktober 2018 14:54
An
Robert Koch-Institut
Status
Warte auf Antwort — E-Mail wurde erfolgreich versendet.

Antrag nach dem IFG/UIG/VIG Sehr geehrte Damen und Herren, bitte senden Sie mir Folgendes zu:
nach aktuellen Informationen des Statistischen Bundesamts werden Behinderungen im Wesentlichen durch Krankheit erworben. Nur ein sehr kleiner Teil der Behinderungen sind angeboren (Quelle: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Gesundheit/Behinderte/Tabellen/GeschlechtBehinderung.html;jsessionid=0A2E9362AA4D0F6D9A6B6AC2F7BBC27A.InternetLive1). Während die angeborenen Behinderungen seit 2013 erfreulicherweise um 13 % rückläufig sind, hat sich der Anteil der Behinderungen aufgrund von Krankheit und Impfschaden seit 2013 um 7% erhöht! Das Statistische Bundesamt weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesen Erkrankungen mit der langfristigen oder lebenslangen Folge einer Behinderung auch um Impfschäden handelt. In den Daten des Statistischen Bundesamts lässt sich allerdings nicht differenzieren, wie hoch der konkrete Anteil der Schädigungen aufgrund Impfung liegt. Es wird lediglich die Gesamtzahl angegeben. Diese Zahl alleine ist schon erschreckend hoch und die negative Entwicklung verstärkt den Bedarf an konkreten Datenangaben. Das Paul Ehrlich Institut als oberste zuständige Bundesbehörde für die Arzneimittelsicherheit (und damit den Schutz der Bürger/innen vor Anwendungsschäden durch Arzneien und Impfstoffe) erhält nach eigener Einschätzung ihres früheren Sprechers nur von bis zu 5% der Betroffenen eine Impfschadensmeldung. Der Verdacht auf einen Impfschaden kann also aus den vorliegenden PEI-Meldungen zumindest errechnet werden, obwohl das Meldesystem nicht wirklich funktioniert. Die Meldung muss nach Infektionsschutzgesetz ISG vom Arzt verpflichtend an das PEI abgegeben werden. Andernfalls können hohe Bußgelder gegen impfende Arztpraxen erhoben werden. Bitte teilen Sie mir mit, wie hoch der absolute und relative Anteil der Impfschäden an den Behinderungen in Deutschland liegt und wie er sich in den letzten 20 Jahren entwickelt hat. Bitte ergänzen Sie Angaben zu der beunruhigenden Tatsache, dass die Anzahl der durch Krankheit erworbenen Behinderungen parallel zu der weiter steigenden Anzahl der verfügbaren und angewendeten Impfstoffe weiter steigt. Es ist kein Erfolgsmerkmal einer Impfpolitik, wenn die Anzahl der dadurch ausgelösten schweren Erkrankungen mit Behinderungsfolge weiter steigt anstatt zurückgeht. Der Rückgang der Behinderungen muss ebenso das Ziel der Impfpolitik der Bundesregierung sein wie der Rückgang der Infektionserkrankungen. Vielen Dank.
Dies ist ein Antrag auf Zugang zu amtlichen Informationen nach § 1 des Gesetzes zur Regelung des Zugangs zu Informationen des Bundes (IFG) sowie § 3 Umweltinformationsgesetz (UIG), soweit Umweltinformationen im Sinne des § 2 Abs. 3 UIG betroffen sind, sowie § 1 des Gesetzes zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Verbraucherinformation (VIG), soweit Informationen im Sinne des § 1 Abs. 1 VIG betroffen sind. Sollte der Informationszugang Ihres Erachtens gebührenpflichtig sein, möchte ich Sie bitten, mir dies vorab mitzuteilen und detailliert die zu erwartenden Kosten aufzuschlüsseln. Meines Erachtens handelt es sich um eine einfache Auskunft. Gebühren fallen somit nach § 10 IFG bzw. den anderen Vorschriften nicht an. Auslagen dürfen nach BVerwG 7 C 6.15 nicht berechnet werden. Ich verweise auf § 7 Abs. 5 IFG/§ 3 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 UIG/§ 4 Abs. 2 VIG und bitte Sie, mir die erbetenen Informationen so schnell wie möglich, spätestens nach Ablauf eines Monats zugänglich zu machen. Kann diese Frist nicht eingehalten werden, müssen Sie mich darüber innerhalb der Frist informieren. Ich bitte Sie um eine Antwort per E-Mail gemäß § 1 Abs. 2 IFG. Ich widerspreche ausdrücklich der Weitergabe meiner Daten an Dritte. Ich möchte Sie um eine Empfangsbestätigung bitten und danke Ihnen für Ihre Mühe! Mit freundlichen Grüßen Andreas Roll <<E-Mail-Adresse>> Postanschrift Andreas Roll << Adresse entfernt >> << Adresse entfernt >>
Mit freundlichen Grüßen Andreas Roll
Von
Robert Koch-Institut
Betreff
AW: Anzahl der Behinderungen durch Impfschaden in Deutschland [#33889]
Datum
8. Oktober 2018 09:35
Status
Warte auf Antwort

Gz. 1.11.05/0006#0046 Sehr geehrte Herr Roll, wunschgemäß bestätigen wir den Erhalt Ihrer Nachricht. Mit freundlichen Grüßen

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Von
Robert Koch-Institut
Betreff
WG: Anzahl der Behinderungen durch Impfschaden in Deutschland [#33889]
Datum
11. März 2019 18:33
Status
Anfrage abgeschlossen

Az. 1.11.05/0006#0046 Sehr geehrter Herr Roll, bitte entschuldigen Sie die späte Antwort. Das zuständige Fachgebiet "Impfprävention" beantwortet Ihre Anfrage wie folgt: In einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP (Drucksache 19/320 des Bundestages) heißt es: "Eine Bundesstatistik über die Zahl der Anträge und die Zahl anerkannter Impfschäden wird nicht geführt ... Die formale Anerkennung eines Impfschadens lässt keinen Rückschluss auf die Schwere der Schädigung zu, auch nicht, ob es sich um einen vorübergehenden Impfschaden oder eine Impfkomplikation mit einer bleibenden Beeinträchtigung ... handelt." Zur Erklärung: Die Prüfung und ggf. Anerkennung von Impfschäden liegen in der Zuständigkeit der Bundesländer (Hier: Die Versorgungsämter). Zur Abgrenzung hierzu: Der Verdacht auf eine Impfkomplikation ist bundesweit meldepflichtig; Verdachtsmeldungen werden durch das Paul-Ehrlich-Institut erfasst und dokumentiert (im Internet einsehbar). Bundesweite Zahlen für anerkannte Impfschäden sind zur Zeit nur aus dem Nationalen Impfplan vom 1.1.2012 (für den Zeitraum 2005-2009) verfügbar. Danach gab es in diesem 5-Jahres-Zeitraum insgesamt 169 anerkannte Impfschäden bei insgesamt 1.036 gestellten Anträgen auf Anerkennung. Angaben zu Ursachen der anerkannten Impfschäden bzw. zu Krankheitsbildern der Impfschäden selbst werden nicht gemacht (siehe oben). https://docplayer.org/20904251-National… Auf Basis der für Deutschland verfügbaren Daten für anerkannte Impfschäden lässt sich die Aufstellung des Statistischen Bundesamtes nicht kommentieren. Mit freundlichen Grüßen