Impfschäden bei Flüchtlingen

Anfrage an:
Paul Ehrlich Institut Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel
Verwendete Gesetze:
Status dieser Anfrage:
Information nicht vorhanden
Zusammenfassung der Anfrage
eine Übersicht der Impfschäden/Impfkomplikationen bei geflüchteten Menschen (Kinder und Erwachsene), die in Deutschland eine Injektion mit einem der von der STIKO empfohlenen Impfstoffe erhalten haben. Bitte differenzieren Sie die Darstellung nach Alter, Geschlecht, Art des Impfstoffs und Schwere des Impfschadens und stellen Sie die Entwicklung der letzten Jahre dar. Da Flüchtlinge nach Ankunft in Deutschland häufig erstmalig geimpft oder nachgeimpft werden sowie sich in den Flüchtlingsunterkünften Viren der aktiv geimpften Personen leichter übertragen können (Bsp. Masernimpfung mit aktiven Virenbestandteilen), ist mit einer überdurchschnittlichen Anzahl von Impfschäden zu rechnen, soweit diese entsprechend der rechtlichen Vorschriften korrekt gemeldet werden. Wichtig ist in der Darstellung somit auch eine Aussage der Gesundheitsämter und des Paul Ehrlich Instituts, ob die Meldung der Impfschäden durch die impfenden Ärzte gemäß Infektionsschutzgesetz zuverlässig erfolgt. Fehlende Impfschäden bei Flüchtlingen oder geringere Fallzahlen als in der Gesamtbevölkerung lassen den Verdacht zu, dass die Impfschadensmeldung nicht funktioniert. Sollten die Zahlen dafür sprechen, bitte ich auch um eine Darstellung der Maßnahmen, um die Einhaltung des Infektionsschutzgesetzes hinsichtlich des Meldeverfahrens sicherzustellen. Vielen Dank für Ihre Stellungnahme.

Korrespondenz

Von Andreas Roll
Betreff Impfschäden bei Flüchtlingen [#19864]
Datum 11. Januar 2017 22:17
An Paul Ehrlich Institut Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel
Status Warte auf Antwort

Antrag nach dem IFG/UIG/VIG Sehr geehrte Damen und Herren, bitte senden Sie mir Folgendes zu:
eine Übersicht der Impfschäden/Impfkomplikationen bei geflüchteten Menschen (Kinder und Erwachsene), die in Deutschland eine Injektion mit einem der von der STIKO empfohlenen Impfstoffe erhalten haben. Bitte differenzieren Sie die Darstellung nach Alter, Geschlecht, Art des Impfstoffs und Schwere des Impfschadens und stellen Sie die Entwicklung der letzten Jahre dar. Da Flüchtlinge nach Ankunft in Deutschland häufig erstmalig geimpft oder nachgeimpft werden sowie sich in den Flüchtlingsunterkünften Viren der aktiv geimpften Personen leichter übertragen können (Bsp. Masernimpfung mit aktiven Virenbestandteilen), ist mit einer überdurchschnittlichen Anzahl von Impfschäden zu rechnen, soweit diese entsprechend der rechtlichen Vorschriften korrekt gemeldet werden. Wichtig ist in der Darstellung somit auch eine Aussage der Gesundheitsämter und des Paul Ehrlich Instituts, ob die Meldung der Impfschäden durch die impfenden Ärzte gemäß Infektionsschutzgesetz zuverlässig erfolgt. Fehlende Impfschäden bei Flüchtlingen oder geringere Fallzahlen als in der Gesamtbevölkerung lassen den Verdacht zu, dass die Impfschadensmeldung nicht funktioniert. Sollten die Zahlen dafür sprechen, bitte ich auch um eine Darstellung der Maßnahmen, um die Einhaltung des Infektionsschutzgesetzes hinsichtlich des Meldeverfahrens sicherzustellen. Vielen Dank für Ihre Stellungnahme.
[… Zeige kompletten Anfragetext] Mit freundlichen Grüßen Andreas Roll
  1. 2 Monate, 2 Wochen her11. Januar 2017 22:17: Andreas Roll hat eine Nachricht an Paul Ehrlich Institut Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel gesendet.
Von Paul Ehrlich Institut Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel
Betreff Anfrage vom 11.01.: Impfschäden bei Flüchtlingen [#19864] Frag den Staat
Datum 3. Februar 2017 12:28
Status Anfrage abgeschlossen
Anhänge

Sehr geehrter Herr Roll, ich verweise Sie auf die Antwort unserer Kollegen vom Robert Koch-Institut unter https://fragdenstaat.de/anfrage/impf-... . Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) beurteilt nach Aktenlage den gemeldeten Verdacht einer Impfkomplikation im Hinblick auf die Nutzen-Risiko-Bewertung des Impfstoffs. Das PEI prüft somit, ob sich aus der Meldung über den Verdacht einer Nebenwirkung Signale im Hinblick auf Arzneimittelrisiken ergeben. Dabei werden die aktuellen wissenschaftlichen Veröffentlichungen und alle Verdachtsmeldungen einer Impfkomplikation berücksichtigt, die im PEI eingegangen sind, unabhängig von der Bewertung des Einzelfalls. Aus Gründen des Datenschutzes dokumentiert das PEI die Meldungen ohne Angaben personenbezogener Daten wie Namen oder Status. In der öffentlich zugänglich UAW-Datenbank (www.pei.de/db-uaw) haben Sie die Möglichkeit, eigene Recherchen und Auswertungen über die uns gemeldeten Verdachtsfälle von Impfkomplikationen durchzuführen. Auf den Meldebögen sehen Sie, welche Daten das Paul-Ehrlich-Institut abfragt. Siehe www.pei.de/meldeformulare-human<ht... Die Beurteilung von Impfschäden liegt dagegen in der Zuständigkeit der Versorgungsämter. Eine Übersicht der anerkannten bzw. abgelehnten Anträge nach IfSG §60 (Impfschadensregulierung) wird von den jeweiligen Landesbehörden geführt. Mit freundlichen Grüßen
  1. 1 Monat, 3 Wochen her3. Februar 2017 12:29: E-Mail von Paul Ehrlich Institut Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel erhalten.
  2. 1 Monat, 3 Wochen her3. Februar 2017 16:11: Andreas Roll hat den Status auf 'Information nicht vorhanden' gesetzt.