Odenwaldschule - Universitätsöffentliche Diskussion der Thematik sexuellen Missbrauchs

Anfrage an:
Universität Kassel
Verwendete Gesetze:
Status dieser Anfrage:
Warte auf Antwort
Frist:
9. Juni 2020 - in 1 Tag, 11 Stunden Wie wird das berechnet?
Zusammenfassung der Anfrage

- schriftliche Dokumente die als Ausdruck der universitätsöffentlichen Diskussion der Thematik sexuellen Missbrauchs gelten,
- schriftliche Dokumente über die selbstreflexive Auseinandersetzung zur Zusammenarbeit mit der Odenwaldschule in den Jahren 1968 - 1985; Schulleitung durch Gerold Becker,
- schriftliche Hinweise darauf, dass die Universität bestehenden Vermutungen selbst nachgegangen wäre oder Nachforschungen durch Dritte unterstützt hätte (sexualisierter Missbrauch an der Odenwaldschule) in Bezug sowohl auf die Jahre 1968 - 1985 als auch auf die Zeit von 1999 bis 2010, als durch die Frankfurter Rundschau das Missbrauchsgeschehen an der Odenwaldschule veröffentlicht wurde,
- schriftliche Dokumente, die in Zusammenhang mit Exkursionen, Praktika und ähnlichen Formen der Zusammenarbeit von Universität Kassel und Odenwaldschule erstellt wurden.

Erläuternde Begründung (rechtlich nicht erforderlich):

Die Universität Kassel hat auf ihren Internetseiten eine Stellungnahme des Instituts für Erziehungswissenschaften (IfE) veröffentlicht, die sich selbstkritisch mit der Ehrenpromotion von Hartmut von Hentig und der eigenen wissenschaftlichen Rolle auseinandersetzt. Da allgemein bekannt ist, dass insbesondere der Fachbereich der Erziehungswissenschaften langjährig Arbeitsbeziehungen zur Odenwaldschule pflegte, sind Bekundungen zur selbstreflexiven Auseinandersetzung von öffentlichem Interesse:
- in der deskriptiven Offenlegung der Arbeitsbeziehungen,
- der analytischen Bewertung und
- den daraus gezogenen Konsequenzen.

Wenn das individuell Hartmut von Hentig zu Last gelegte Verhalten eine - in der IfE-Stellungnahme - öffentlich erklärte Verwirkung der Ehrenpromotion zur Folge hat muss es ggf. ähnliche Konsequenzen auch auf der universitären Ebene nach sich ziehen. Für ein Vertrauen der Öffentlichkeit in die Erziehungswissenschaften ist es daher von Bedeutung, von der Aufarbeitung der eigenen Rolle der Universität Kassel zu erfahren auch jenseits von Bekundungen, dies selbstkritisch wie selbstreflexiv tun zu wollen.

Diese Anfrage bezieht sich explizit auf die Veröffentlichung: https://www.uni-kassel.de/fb01/fileadmi… und will herausfinden, was die Universität jenseits der allgemeinen Auseinandersetzung mit sexualisiertem Missbrauch in pädagogischen Kontexten zur Aufarbeitung der eigenen Verwicklung unternommen hat.


Korrespondenz

  1. 31. Mär 2020
  2. Mai 2020
  3. 09. Jun 2020
Von
Alfons Kleine-Möllhoff
Betreff
Odenwaldschule - Universitätsöffentliche Diskussion der Thematik sexuellen Missbrauchs [#183750]
Datum
31. März 2020 17:40
An
Universität Kassel
Status
Warte auf Antwort — E-Mail wurde erfolgreich versendet.

Antrag nach dem HDSIG/HUIG/VIG Sehr geehrte<< Anrede >> bitte senden Sie mir Folgendes zu:
- schriftliche Dokumente die als Ausdruck der universitätsöffentlichen Diskussion der Thematik sexuellen Missbrauchs gelten, - schriftliche Dokumente über die selbstreflexive Auseinandersetzung zur Zusammenarbeit mit der Odenwaldschule in den Jahren 1968 - 1985; Schulleitung durch Gerold Becker, - schriftliche Hinweise darauf, dass die Universität bestehenden Vermutungen selbst nachgegangen wäre oder Nachforschungen durch Dritte unterstützt hätte (sexualisierter Missbrauch an der Odenwaldschule) in Bezug sowohl auf die Jahre 1968 - 1985 als auch auf die Zeit von 1999 bis 2010, als durch die Frankfurter Rundschau das Missbrauchsgeschehen an der Odenwaldschule veröffentlicht wurde, - schriftliche Dokumente, die in Zusammenhang mit Exkursionen, Praktika und ähnlichen Formen der Zusammenarbeit von Universität Kassel und Odenwaldschule erstellt wurden. Erläuternde Begründung (rechtlich nicht erforderlich): Die Universität Kassel hat auf ihren Internetseiten eine Stellungnahme des Instituts für Erziehungswissenschaften (IfE) veröffentlicht, die sich selbstkritisch mit der Ehrenpromotion von Hartmut von Hentig und der eigenen wissenschaftlichen Rolle auseinandersetzt. Da allgemein bekannt ist, dass insbesondere der Fachbereich der Erziehungswissenschaften langjährig Arbeitsbeziehungen zur Odenwaldschule pflegte, sind Bekundungen zur selbstreflexiven Auseinandersetzung von öffentlichem Interesse: - in der deskriptiven Offenlegung der Arbeitsbeziehungen, - der analytischen Bewertung und - den daraus gezogenen Konsequenzen. Wenn das individuell Hartmut von Hentig zu Last gelegte Verhalten eine - in der IfE-Stellungnahme - öffentlich erklärte Verwirkung der Ehrenpromotion zur Folge hat muss es ggf. ähnliche Konsequenzen auch auf der universitären Ebene nach sich ziehen. Für ein Vertrauen der Öffentlichkeit in die Erziehungswissenschaften ist es daher von Bedeutung, von der Aufarbeitung der eigenen Rolle der Universität Kassel zu erfahren auch jenseits von Bekundungen, dies selbstkritisch wie selbstreflexiv tun zu wollen. Diese Anfrage bezieht sich explizit auf die Veröffentlichung: https://www.uni-kassel.de/fb01/fileadmin/datas/fb01/Institut_fuer_Erziehungswissenschaft/Dateien/IfE-Stellungnahme_HvH_171018.pdf und will herausfinden, was die Universität jenseits der allgemeinen Auseinandersetzung mit sexualisiertem Missbrauch in pädagogischen Kontexten zur Aufarbeitung der eigenen Verwicklung unternommen hat.
Dies ist ein Antrag auf Aktenauskunft nach § 80 des Hessischen Datenschutz- und Informationsfreiheitsgesetzes (HDSIG) § 3 Abs. 1 des Hessischen Umweltinformationsgesetzes (HUIG), soweit Umweltinformationen im Sinne des § 2 Abs. 3 Umweltinformationsgesetzes des Bundes (UIG) betroffen sind, sowie nach § 2 Abs. 1 des Gesetzes zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Verbraucherinformation (VIG), soweit Verbraucherinformationen betroffen sind. Sollten diese Gesetze nicht einschlägig sein, bitte ich Sie, die Anfrage als Bürgeranfrage zu behandeln. Sollte die Aktenauskunft Ihres Erachtens gebührenpflichtig sein, bitte ich, mir dies vorab mitzuteilen und dabei die Höhe der Kosten anzugeben. Es handelt sich meines Erachtens um eine einfache Auskunft bei geringfügigem Aufwand. Gebühren fallen somit nicht an. Ich verweise auf § 85 HDSIG/§ 3 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 HUIG/§ 5 Abs. 2 VIG und bitte, mir die erbetenen Informationen unverzüglich, spätestens nach Ablauf eines Monats zugänglich zu machen. Ich bitte Sie um eine Antwort per E-Mail. Sollten Sie für diesen Antrag nicht zuständig sein, bitte ich Sie, ihn an die zuständige Behörde weiterzuleiten und mich darüber zu unterrichten. Ich widerspreche ausdrücklich der Weitergabe meiner Daten an Dritte. Ich möchte Sie um eine Empfangsbestätigung bitten und danke Ihnen für Ihre Mühe! Mit freundlichen Grüßen Alfons Kleine-Möllhoff Anfragenr: 183750 Antwort an: <<E-Mail-Adresse>> Laden Sie große Dateien zu dieser Anfrage hier hoch: https://fragdenstaat.de/a/183750 Postanschrift Alfons Kleine-Möllhoff << Adresse entfernt >> << Adresse entfernt >>
Mit freundlichen Grüßen Alfons Kleine-Möllhoff

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Von
Alfons Kleine-Möllhoff
Betreff
AW: Odenwaldschule - Universitätsöffentliche Diskussion der Thematik sexuellen Missbrauchs [#183750]
Datum
17. Mai 2020 23:21
An
Universität Kassel
Status
E-Mail wurde erfolgreich versendet.

Sehr geehrte<< Anrede >> meine Informationsfreiheitsanfrage „Odenwaldschule - Universitätsöffentliche Diskussion der Thematik sexuellen Missbrauchs“ vom 31.03.2020 (#183750) wurde von Ihnen nicht in der gesetzlich vorgeschriebenen Zeit beantwortet. Sie haben die Frist mittlerweile um 13 Tage überschritten. Bitte informieren Sie mich umgehend über den Stand meiner Anfrage. Mit freundlichen Grüßen Alfons Kleine-Möllhoff Anfragenr: 183750 Antwort an: <<E-Mail-Adresse>> Laden Sie große Dateien zu dieser Anfrage hier hoch: https://fragdenstaat.de/a/183750 Postanschrift Alfons Kleine-Möllhoff << Adresse entfernt >> << Adresse entfernt >>