Preisexplosion bei Energiekosten für die Bevölkerung beenden und Strom-Blackout in Deutschland verhindern

Mein Stromanbieter "stromio" informierte mich Ende Dezember 2021, dass sie rückwirkend zum 21.12.2021 meine Belieferung mit Strom wegen Insolvenz eingestellt haben. Dort hatte ich 26 C/kWh brutto bezahlt. Einen Tag später erhielt ich Post von enviaM, dass sie mich ab sofort als Grundversorger mit 54 C/kWh beliefern werden. Einen anderen als den Grundtarif konnte man mir nicht anbieten. Als ich heute mit LichtBlick einen neuen Stromanbieter (außerhalb der Grundversorgung) fand, bekam ich einen Tarif von 46 C/kWh.
Dort erfuhr ich, dass die mir von enviaM angebotenen 54 C/kWh nicht besonders hoch wären. Die Kollegin hatte in dieser Woche bereits Tarife bis 90 C/kWh vorgelegt bekommen!
Mein Auftrag für Sie: Machen Sie diesen Wucher sofort ein Ende, bevor die Stromkonsumenten revoltieren! Informieren Sie mich über die dafür beschlossenen Maßnahmen!

Wenn ich dann noch daran denke, dass in Deutschland die Versorgungssicherheit bei Strom durch die Abschaltung der Kernkraftwerke in 2023 und später der Kohlekraftwerke massiv demontiert wird, dann fehlt mir völlig das Verständnis. Wind- und Solar-Energieerzeugung sind nicht grundlastfähig. Neue Gaskraftwerke brauchen 5 Jahre Vorlaufzeit. Durch die Digitalisierung Deutschlands und durch die Elektrifizierung der Fahrzeuge in unserem Land steigt zudem der Strombedarf bereits jetzt bedeutend.
Meine Frage an Sie: Wie wird Deutschland darauf vorbereitet, die Wirtschaft und die Bevölkerung sicher und bezahlbar mit Strom zu versorgen? Senden Sie mir bitte die verbindlichen Maßnahmepläne, die genau diese Gefahren verhindern!

Anfrage eingeschlafen

Warte auf Antwort
  • Datum
    6. Januar 2022
  • Frist
    8. Februar 2022
  • 0 Follower:innen
Ulf Müller
Antrag nach dem IFG/UIG/VIG Sehr geehrte Damen und Herren, bitte senden Sie mir Folgendes zu: Mein Stromanbiete…
An Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Details
Von
Ulf Müller
Betreff
Preisexplosion bei Energiekosten für die Bevölkerung beenden und Strom-Blackout in Deutschland verhindern [#236942]
Datum
6. Januar 2022 19:54
An
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
Status
Warte auf Antwort — E-Mail wurde erfolgreich versendet.
Antrag nach dem IFG/UIG/VIG Sehr geehrte Damen und Herren, bitte senden Sie mir Folgendes zu:
Mein Stromanbieter "stromio" informierte mich Ende Dezember 2021, dass sie rückwirkend zum 21.12.2021 meine Belieferung mit Strom wegen Insolvenz eingestellt haben. Dort hatte ich 26 C/kWh brutto bezahlt. Einen Tag später erhielt ich Post von enviaM, dass sie mich ab sofort als Grundversorger mit 54 C/kWh beliefern werden. Einen anderen als den Grundtarif konnte man mir nicht anbieten. Als ich heute mit LichtBlick einen neuen Stromanbieter (außerhalb der Grundversorgung) fand, bekam ich einen Tarif von 46 C/kWh. Dort erfuhr ich, dass die mir von enviaM angebotenen 54 C/kWh nicht besonders hoch wären. Die Kollegin hatte in dieser Woche bereits Tarife bis 90 C/kWh vorgelegt bekommen! Mein Auftrag für Sie: Machen Sie diesen Wucher sofort ein Ende, bevor die Stromkonsumenten revoltieren! Informieren Sie mich über die dafür beschlossenen Maßnahmen! Wenn ich dann noch daran denke, dass in Deutschland die Versorgungssicherheit bei Strom durch die Abschaltung der Kernkraftwerke in 2023 und später der Kohlekraftwerke massiv demontiert wird, dann fehlt mir völlig das Verständnis. Wind- und Solar-Energieerzeugung sind nicht grundlastfähig. Neue Gaskraftwerke brauchen 5 Jahre Vorlaufzeit. Durch die Digitalisierung Deutschlands und durch die Elektrifizierung der Fahrzeuge in unserem Land steigt zudem der Strombedarf bereits jetzt bedeutend. Meine Frage an Sie: Wie wird Deutschland darauf vorbereitet, die Wirtschaft und die Bevölkerung sicher und bezahlbar mit Strom zu versorgen? Senden Sie mir bitte die verbindlichen Maßnahmepläne, die genau diese Gefahren verhindern!
Dies ist ein Antrag auf Zugang zu amtlichen Informationen nach § 1 des Gesetzes zur Regelung des Zugangs zu Informationen des Bundes (IFG) sowie § 3 Umweltinformationsgesetz (UIG), soweit Umweltinformationen im Sinne des § 2 Abs. 3 UIG betroffen sind, sowie § 1 des Gesetzes zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Verbraucherinformation (VIG), soweit Informationen im Sinne des § 1 Abs. 1 VIG betroffen sind. Sollte der Informationszugang Ihres Erachtens gebührenpflichtig sein, möchte ich Sie bitten, mir dies vorab mitzuteilen und detailliert die zu erwartenden Kosten aufzuschlüsseln. Meines Erachtens handelt es sich um eine einfache Auskunft. Gebühren fallen somit nach § 10 IFG bzw. den anderen Vorschriften nicht an. Auslagen dürfen nach BVerwG 7 C 6.15 nicht berechnet werden. Sollten Sie Gebühren veranschlagen wollen, bitte ich gemäß § 2 IFGGebV um Befreiung oder hilfweise Ermäßigung der Gebühren. Ich verweise auf § 7 Abs. 5 IFG/§ 3 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 UIG/§ 4 Abs. 2 VIG und bitte Sie, mir die erbetenen Informationen so schnell wie möglich, spätestens nach Ablauf eines Monats zugänglich zu machen. Kann diese Frist nicht eingehalten werden, müssen Sie mich darüber innerhalb der Frist informieren. Ich bitte Sie um eine Antwort per E-Mail gemäß § 1 Abs. 2 IFG. Ich widerspreche ausdrücklich der Weitergabe meiner Daten an behördenexterne Dritte. Sollten Sie meinen Antrag ablehnen wollen, bitte ich um Mitteilung der Dokumententitel und eine ausführliche Begründung. Ich möchte Sie um eine Empfangsbestätigung bitten und danke Ihnen für Ihre Mühe! Mit freundlichen Grüßen Ulf Müller Anfragenr: 236942 Antwort an: <<E-Mail-Adresse>> Laden Sie große Dateien zu dieser Anfrage hier hoch: https://fragdenstaat.de/a/236942/ Postanschrift Ulf Müller << Adresse entfernt >>
Mit freundlichen Grüßen Ulf Müller

Ein Zeichen für Informationsfreiheit setzen

FragDenStaat ist ein gemeinnütziges Projekt und durch Spenden finanziert. Nur mit Ihrer Unterstützung können wir die Plattform zur Verfügung stellen und für unsere Nutzer:innen weiterentwickeln. Setzen Sie sich mit uns für Informationsfreiheit ein!

Jetzt spenden!

Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
Sehr geehrter Herr Müller, haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht, mit der Sie Ihre Sorge und Ihren Unmut über…
Von
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
Betreff
AW: Preisexplosion bei Energiekosten für die Bevölkerung beenden und Strom-Blackout in Deutschland verhindern
Datum
21. Januar 2022 09:50
Status
Warte auf Antwort
image001.png
218 Bytes
image002.jpg
635 Bytes
image003.png
204 Bytes
image004.png
894 Bytes
image005.png
336 Bytes


Sehr geehrter Herr Müller, haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht, mit der Sie Ihre Sorge und Ihren Unmut über die gestiegenen Energiepreise an das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz herantragen. Uns ist bewusst, dass der derzeitige Anstieg der Energiepreise zu Mehrbelastungen für viele Verbraucherinnen und Verbraucher führt und verstehen Ihre Situation! Wir nehmen das Thema sehr ernst und beobachten die Lage an den Energiemärkten und hierbei vor allem die Preisentwicklungen an den Strom- und Gasmärkten sehr genau. Die aktuell global gestiegene Nachfrage hat bei kurzfristig nicht steigerungsfähigem Angebot besonders in den letzten Monaten zu einem übermäßig starken Anstieg der Energiegroßhandelspreise geführt, was auch einen immensen Preisanstieg im Gas- und Strom-Endkundenmarkt mit sich gebracht hat. Wie stark Endkunden von den Preisanstiegen betroffen sind, hängt dabei auch von der Beschaffungsstrategie des jeweiligen Lieferanten ab. Je längerfristiger die Beschaffung eines Lieferanten ist, umso gedämpfter und verzögerter wirkt die Entwicklung des Großhandelspreises generell auf den Endkundenpreis. Insbesondere sehr günstige Anbieter beschaffen meist kurzfristig und wurden somit besonders hart von den Preissteigerungen getroffen. Aktuell ist eine Reihe von Faktoren zusammengekommen, die die Preise für Rohstoffe und Energieträger wie Gas in vielen Ländern steigen lassen. Hierzu zählt eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Gas und Energie, weil nach dem Corona-Krisenjahr 2020 weltweit wieder die Konjunktur anzieht. Auch ein längerer und kälterer Winter 2020/2021 hat den Anstieg mit bewirkt. Hinzu kommt, dass Gasexporteure in ihrem Heimatmarkt eine gestiegene Nachfrage bedienen müssen, so dass eine geringere Menge für den Export verbleibt. Dass auch die Strompreise in Deutschland und Europa aktuell stark angestiegen sind, ist ebenfalls auf den gestiegenen Gaspreis zurückzuführen, da dieser die größte Kostenkomponente bei der Stromerzeugung mit Gaskraftwerken ist. Hinzu kommt, dass in 2021 der Anteil an erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung bedauerlicherweise aufgrund ungünstiger Windbedingungen sowie einer verhältnismäßig kühlen Witterung und einem stockenden Ausbau der Erneuerbaren Energien leicht zurückgegangen ist. Im Gegenzug stieg der Anteil an teuren fossilen Energieträgern an der Stromerzeugung. Auf einem wettbewerblichen Energiemarkt wie in Deutschland ergibt sich der Preis aus Angebot und Nachfrage. Die konkrete Gestaltung der Energieversorgungstarife liegt dabei in der Verantwortung der Versorgungsunternehmen, welche diese frei festlegen können. Verbraucherinnen und Verbraucher können sich im Gegenzug den zu ihren Bedürfnissen passenden Endkundentarif aus dem Angebot frei wählen. Der jeweilige Preis für die Belieferung wird insofern vertraglich zwischen Lieferant und Endkunde vereinbart. Die Bundesregierung hat bereits im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 Maßnahmen ergriffen, die auch in der aktuellen Situation für eine Entlastung der Endkunden sorgen. So wurde z.B. die Absenkung der EEG-Umlage aus Haushaltsmitteln des Bundes beschlossen und umgesetzt und bereits zum 01. Januar 2021 erfolgte eine Erhöhung des Wohngeldes durch eine CO2-Komponente im Kontext der Einführung der CO2-Bepreisung. Ferner wird zeitnah ein einmalig erhöhter Heizkostenzuschuss im Rahmen des Wohngelds gezahlt und die durch die CO2-Bepreisung entstehenden Mehrkosten beim Heizen sollen fair zwischen Mietern und Vermietern aufgeteilt, sowie die EEG Umlage ganz abgeschafft werden.. All dies soll zur weiteren Entlastung der Energiekunden beitragen. Ein möglicher weiterer Ausweg aus der Preisspierale ist der konsequente Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland (Wind, Solar, Wasser …) und somit eine deutlich höhere Unabhängigkeit von Energieimporten und eine starke Diversifizierung in der Fläche und bei den Energieträgern. Gerne möchten wir Ihnen versichern, dass die Bezahlbarkeit von Energie für uns von zentraler Bedeutung ist. Heizen darf nicht zu einem Luxusgut werden, das sich viele nicht mehr leisten können. Gleiches gilt für Strom und Mobilität. Daher verfolgen wir die weitere Entwicklung der Energiepreise besonders genau und prüfen, ob weiterer Handlungsbedarf besteht. Wir stehen hierzu in regem Austausch mit allen Beteiligten. Die Bundesregierung wird die Bürgerinnen und Bürger mit den steigenden Energiekosten nicht allein lassen. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck ist hierzu aktuell im Gespräch mit verschiedenen Akteuren, um zeitnah eine tragfähige Lösung zur weiteren Stabilisierung der Energiepreise herbeizuführen. Wir werden dem Anstieg der Energiepreise entgegenwirken. Wir werden Ihre Schilderungen und Argumente in die politische Diskussion aufnehmen und Sie dürfen sicher sein, dass Ihr Anliegen nicht unbeachtet geblieben ist! Lassen Sie uns noch zu Ihren Bedenken hinsichtlich der Versorgungssicherheit mit Energie (vor allem Strom) kommen. Die Gewährleistung der Versorgungssicherheit mit elektrischer Energie in Deutschland ist ein hohes Gut und umfassend gewährleistet. Dies wird auch künftig (bspw. nach Abschaltung des letzten AKW) sichergestellt werden. Hierfür arbeitet die gesamte Bundesregierung unter Beteiligung aller Akteure an zahlreichen Lösungen für die Energieversorgung der Zukunft. Dazu gehören neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland (Photovoltaik, Windenergie, Wasserkraft, Geothermie etc. – Diversität in den Technologien und in der geografischen Fläche) auch die Forschung und Entwicklung von Speichertechnologien, der Netzausbau, eine Flexibilisierung der Nachfrage, ein europäisches Strommarktdesign, sowie internationale Energiekooperationen. Zahlreiche Informationen zu allen Themen rund um die Energiewende und Versorgungssicherheit, mit Daten, Publikationen, Pressemitteilungen, Artikeln und weiterführenden Links finden Sie auf unserer Internetseite www.bmwk.de<http://www.bmwk.de> Stand heute sind in Deutschland und Europa in erheblichem Umfang Überkapazitäten regelbarer Anlagen zur Stromproduktion vorhanden. Diese werden sich mit fortschreitender Reduzierung der Stromproduktion aus Atom- und Kohlekraftwerken verringern. Im Gegenzug wird nicht nur in Deutschland der Ausbau erneuerbarer Energien konsequent vorangetrieben. Umso wichtiger ist es für die Versorgungssicherheit in allen Mitgliedstaaten Europas, dass der europäische Strommarkt weiter zusammenwächst und durch den verbesserten Austausch elektrischer Energie der „Kapazitätseffekt“ fluktuierender Erneuerbarer wie Wind und Sonne deutlich erhöht wird. Zudem gilt es - wie bereits angesprochen - auch auf Seiten der Nachfrage die Flexibilität zu erhöhen, stationäre Speicher oder – wo sinnvoll – Speicher in Interaktion mit dem Elektromobilitätsbereich gezielt einzusetzen und lediglich für den kleinen verbleibenden Rest an Stromnachfrage bspw. hochflexible, schnell regelbare Gaskraftwerke („H2-Ready“) zu nutzen. Dabei werden wir insgesamt auch unabhängiger werden von Brennstoff-, aber auch Uranimporten. Wir arbeiten ständig an der Erstellung und Weiterentwicklung von Konzepten, besonders auch im Bereich der Energiewende und des Klimaschutzes und dies unter Einbindung aller Akteure. Hier gibt es noch viel zu tun; Sie sprechen mit dem zukünftigen Energiemix und der Versorgungssicherheit auch wichtige Punkte an. Vor allem gegenläufige Interessen gilt es zu vereinen, Verfahren zu vereinfachen und zu beschleunigen, weitere - auch finanzielle - Anreize zu setzen, Technologien (weiter) zu entwickeln, Flächen zu schaffen, international zu kooperieren und auch aufzuklären, um notwendige Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien und der zukünftigen Dekarbonisierung aller Sektoren (Industrie, Verkehr, Bau, …) voranzutreiben. Es war nie wichtiger technologieoffen und mit einer gesamtgesellschaftlichen Anstrengung in eine klimaneutrale Zukunft zu blicken. Sie dürfen sich sicher sein, dass Ihre Argumente nicht unbeachtet geblieben sind! Minister Habeck hat sich einen Überblick verschafft und kürzlich eine „Eröffnungsbilanz“ gezogen. https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Presse… Auf Basis dieses Überblicks wird nun unser Programm im Detail festgelegt. Eine zeitnahe Novellierung des EEG und neue Ausbaupfade für Erneuerbare Energien spielen hier eine große Rolle! Über alle Entwicklungen halten wir Sie auf unserer Internetseite www.bmwk.de<http://www.bmwk.de> auf dem Laufenden. Bitte bleiben Sie gesund und achten auf sich und andere. Mit freundlichen Grüßen