Reststoffe in Klärschlamm

Anfrage an:
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Verwendete Gesetze:
Status dieser Anfrage:
Anfrage erfolgreich
Zusammenfassung der Anfrage

es ist bekannt, dass Diclofenac ziemlich häufig in Klärschlamm gefunden wird.
Gibt es Zahlen, wie hoch diese Zahlen sind?
Im Idealfall ortsbezogen


Korrespondenz

Von
<< Anfragesteller/in >>
Betreff
Reststoffe in Klärschlamm [#6186]
Datum
6. April 2014 14:16
An
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Status
Warte auf Antwort

Antrag nach dem IFG/UIG/VIG Sehr geehrte Damen und Herren, bitte senden Sie mir Folgendes zu:
es ist bekannt, dass Diclofenac ziemlich häufig in Klärschlamm gefunden wird. Gibt es Zahlen, wie hoch diese Zahlen sind? Im Idealfall ortsbezogen
Dies ist ein Antrag auf Aktenauskunft nach § 1 des Gesetzes zur Regelung des Zugangs zu Informationen des Bundes (IFG) sowie § 3 Umweltinformationsgesetz (UIG), soweit Umweltinformationen im Sinne des § 2 Abs. 3 UIG betroffen sind, sowie § 1 des Gesetzes zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Verbraucherinformation (VIG), soweit Informationen im Sinne des § 1 Abs. 1 VIG betroffen sind Ausschlussgründe liegen m.E. nicht vor. M.E. handelt es sich um eine einfache Auskunft. Gebühren fallen somit nach § 10 IFG bzw. den anderen Vorschriften nicht an. Sollte die Aktenauskunft Ihres Erachtens gebührenpflichtig sein, bitte ich, mir dies vorab mitzuteilen und dabei die Höhe der Kosten anzugeben. Ich verweise auf § 7 Abs. 5 IFG/§ 3 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 UIG/§ 4 Abs. 2 VIG und bitte, mir die erbetenen Informationen unverzüglich, spätestens nach Ablauf eines Monats zugänglich zu machen. Sollten Sie für diesen Antrag nicht zuständig sein, bitte ich, ihn an die zuständige Behörde weiterzuleiten und mich darüber zu unterrichten. Ich bitte um eine Antwort in elektronischer Form (E-Mail) gemäß § 8 EGovG. Eine Antwort an meine persönliche E-Mail-Adresse bei meinem Telekommunikationsanbieter FragDenStaat.de stellt keine öffentliche Bekanntgabe des Verwaltungsaktes nach § 41 VwVfG dar. Ich behalte mir vor, nach Eingang Ihrer Auskünfte um weitere ergänzende Auskünfte nachzusuchen. Ich bitte um Empfangsbestätigung und danke Ihnen für Ihre Mühe. Mit freundlichen Grüßen, Antragsteller/in <<E-Mail-Adresse>>
Mit freundlichen Grüßen << Anfragesteller/in >>
  1. 4 Jahre, 7 Monate her6. April 2014 14:16: << Anfragesteller/in >> hat eine Nachricht an Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gesendet.
Von
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Betreff
Reststoffe in Klärschlamm
Datum
30. April 2014 12:54
Status
Anfrage abgeschlossen
Anhänge

Sehr geehrter Herr Antragsteller/in, vielen Dank für Ihre Anfrage über das Portal "fragdenstaat". Zur Beantwortung Ihrer Frage ("es ist bekannt, dass Diclofenac ziemlich häufig in Klärschlamm gefunden wird. Gibt es Zahlen, wie hoch diese Zahlen sind? Im Idealfall ortsbezogen.") kann ich Ihnen Folgendes mitteilen: Diclofenac als häufig eingesetztes Schmerzmittel ist in der Regel sowohl im Abwasser als auch im Klärschlamm nachzuweisen. Eine bereits im Jahr 2002 veröffentlichte Studie der Landesanstalt für Umweltschutz ("Vorkommen von Pharmaka und Hormonen in Grund-, Oberflächenwässern und Böden in Baden- Württemberg," Projekt-Nr. U 33-00.01) hatte zum Ergebnis, dass Diclofenac in 23 Proben von 26 Kläranlagen in Baden- Württemberg nachgewiesen werden konnte. Soweit der Nachweis möglich war, lagen die Konzentrationen bei weniger als 10 Mikrogramm je Kilogramm Klärschlamm- Trockenmasse (kg KS- TM) bis zu 160 Mikrogramm je kg KS-TM. Gemäss einer Zusammenstellung der Wissenschaftsbehörde der Europäischen Kommission (JRC; Unterlage ist als pdf- Datei beigefügt) wurde bei 58 in die Auswertung einbezogenen Klärschlämmen in Europa bei 81 % Diclofenac nachgewiesen. Die Spanne der Klärschlammbelastungen lag bei dieser Auswertung zwischen 1,3 Mikrogramm je kg KS- TM und 429 Mikrogramm je kg KS- TM. Regelmässige Untersuchungen auf Klärschlammbelastungen durch Diclofenac werden nicht durchgeführt, so dass weder dem Bundesumweltministerium noch dem Umweltbundesamt Angaben über die Diclofenac- Belastungen der Klärschlämme einzelner Kläranlagen vor Ort vorliegen. Viele Grüsse - Kind regards Claus Bergs Dr. Claus-Gerhard Bergs Referat WR II 4 Bundesmin. für Umwelt, Naturschutz, Bau u. Reaktorsicherheit Postfach 120629 53048 Bonn Fon 022899-3052583 Fax und Voicemail 0228 99 10 305 2583 Mailadresse seit Januar 2014: <<E-Mail-Adresse>>
  1. 4 Jahre, 6 Monate her30. April 2014 12:56: E-Mail von Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit erhalten.
  2. 4 Jahre, 6 Monate her30. April 2014 15:39: << Anfragesteller/in >> veröffentlichte einen Anhang bei der Anfrage Reststoffe in Klärschlamm.
  3. 4 Jahre, 6 Monate her1. Mai 2014 01:06: << Anfragesteller/in >> hat den Status auf 'Anfrage erfolgreich' gesetzt.