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            "content": "Landtag Brandenburg                                Drucksache 5/7516 5. Wahlperiode Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage 2850 der Abgeordneten Sabine Niels Fraktion der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Drucksache 5/7235 Wortlaut der Kleinen Anfrage 2850 vom 26.04.13: Zukunft der Milchviehhaltung in Brandenburg Die Zahl der Milchviehbetriebe in Deutschland nimmt stetig ab: um zwei bis vier Pro- zent pro Jahr. So hat sich von 1990 bis 2000 die Zahl der Betriebe halbiert, obwohl der Verbrauch von Milchprodukten, vor allem Käse und Joghurt, in der EU in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen ist. Vor allem kleine Milchviehbetriebe ge- ben auf, da sie aufgrund der geringen Erlöse für ihre Milch nicht länger kostende- ckend arbeiten können. Die schwierige Situation führt dazu, dass sich immer mehr Milcherzeuger zu Genossenschaften und Erzeugergemeinschaften zusammentun, um die Rohmilch selbst weiterzuverarbeiten, gemeinsam zu vermarkten und bessere Preise am Markt erzielen zu können. Ich frage die Landesregierung: 1. Wie viele und welche Art von Milchviehbetrieben sind in Brandenburg Mitglied in einer Erzeugergemeinschaft und deren Vereinigungen? (bitte aufschlüsseln nach Betriebsform, Größenklasse, Größe der Milchviehbestände, Lage in benachteiligten Gebieten) Wie hoch ist der Anteil an der Gesamtzahl der Milchviehbetriebe? 2. Wie hat sich die Anzahl und Struktur der rinderhaltenden konventionellen und biologischen Betriebe und ihre Tierzahlen – getrennt nach Milchkuh-, Mastrinder- und Mutterkuhbeständen - in Brandenburg seit dem Jahr 2002 entwickelt? Welche räumlichen und strukturellen Schwerpunkte (Betriebsform, Größenklasse, Größe der Tierbestände, Lage in benachteiligten Gebieten) gab es dabei und wie viele Halter haben seit 1990 neue Ställe gebaut? (bitte nach Rechts- und Erwerbsform sowie Tierbestandsgröße darstellen) 3. Wie viele Kapitalgesellschaften bzw. Agrarfonds betreiben in Brandenburg Landwirtschaft bzw. Tierhaltung? 4. Wie hat sich der Umfang der Weidehaltung (Tierbestandsgröße und Weidefläche) getrennt nach Milchkuh-, Mastrinder- und Mutterkuhbeständen seit dem Jahr 2002 in Brandenburg entwickelt? (bitte nach Landkreisen aufschlüsseln) 5. Wie haben sich die Futterpreise in den letzten Jahrzehnten entwickelt und wie hat sich dies auf die Milchviehbetriebe in Brandenburg ausgewirkt? Ab welcher Höhe des Milchauszahlungspreises können nach Einschätzung der Landesregierung die landwirtschaftlichen Betriebe kostendeckend wirtschaften? Datum des Eingangs : 20.06.2013 / Ausgegeben: 25.06.2013",
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            "content": "6. Wie hoch ist der Anteil der Bio-Milch- und -rindviehbetriebe an den gesamten Brandenburger Milch- und Rindviehbetrieben? Wie hoch ist der Anteil der biologisch bewirtschafteten Grünlandfläche an der Gesamtgrünlandfläche? 7. Wie haben sich die Betriebsgewinne bei Bio-Milch- und -rindviehbetrieben im Vergleich zu den konventionellen Betrieben in den letzten Jahren entwickelt und wie kann die regionale und überregionale Vermarktung von Bio-Produkten gefördert werden? 8. Auf verschiedenen Ebenen wurden in den vergangenen Jahren zusätzliche finanzielle Unterstützungen für die Milchviehbetriebe und zur Strukturverbesserung im Milchsektor zugesagt. Mit welchen Förderprogrammen und Zielsetzungen wurden und werden die zusätzlichen Mittel vergeben und wie ist der Mittelabfluss? 9. Welche Rolle bei der Gewinnsituation der Milchviehhalter spielt nach Einschätzung der Landesregierung die Direktvermarktung, z.B. der Verkauf von Milchprodukten auf Wochenmärkten im ländlichen Raum und in den Städten Brandenburgs? Ab welcher Größenordnung können nach Einschätzung der Landesregierung Regionalmarken für Milch- und Molkereiprodukte wirtschaftlich arbeiten und wie gestaltet sich in Brandenburg die Zusammenarbeit von Milchviehbetrieben und Molkereien mit Bäckereien? 10. Welche Voraussetzungen für die Direktvermarktung von Milch- und Milchprodukten müssen gewährleistet sein, nach welchen Kriterien ist diese förderfähig und welche Entwicklungspotenziale sieht die Landesregierung diesbezüglich in der nächsten EU-Förderperiode? Namens der Landesregierung beantwortet der Minister für Infrastruktur und Land- wirtschaft die Kleine Anfrage wie folgt: Frage 1: Wie viele und welche Art von Milchviehbetrieben sind in Brandenburg Mit- glied in einer Erzeugergemeinschaft und deren Vereinigungen? (bitte aufschlüsseln nach Betriebsform, Größenklasse, Größe der Milchviehbestände, Lage in benachtei- ligten Gebieten) Wie hoch ist der Anteil an der Gesamtzahl der Milchviehbetriebe? Zu Frage 1: In Brandenburg gibt es sieben Erzeugergemeinschaften der Milchpro- duktion von denen sich vier in benachteiligten Regionen befinden. Insgesamt 185 Milchbetriebe aller Rechtsformen sind Mitglied in diesen Erzeugergemeinschaften. Das entspricht einem Anteil von 34,6% aller Milch produzierenden Betriebe im Land und bezogen auf die Gesamtmilcherzeugung liegt der Anteil bei 36%. Zu den Grö- ßenklassen bzw. Größe der einzelnen Milchviehbestände liegen keine Angaben vor, da hierzu keine Auskunftspflicht der Erzeugergemeinschaften besteht. Frage 2: Wie hat sich die Anzahl und Struktur der rinderhaltenden konventionellen und biologischen Betriebe und ihre Tierzahlen – getrennt nach Milchkuh-, Mastrinder- und Mutterkuhbeständen - in Brandenburg seit dem Jahr 2002 entwickelt? Welche räumlichen und strukturellen Schwerpunkte (Betriebsform, Größenklasse, Größe der Tierbestände, Lage in benachteiligten Gebieten) gab es dabei und wie viele Halter haben seit 1990 neue Ställe gebaut? (bitte nach Rechts- und Erwerbsform sowie Tierbestandsgröße darstellen) Zu Frage 2: In der statistischen Erfassung erfolgt keine Trennung zwischen konventionell und biologisch wirtschaftenden rinderhaltenden Betrieben. Nur im Rahmen von gesonderten Erhebungen durch das Amt für Statistik Berlin- Brandenburg werden ausgewählte Daten zur ökologischen Rinderhaltung erfasst. In",
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            "content": "der Tabelle 1 sind die verfügbaren statistischen Daten zur ökologischen Rinderhaltung zum Stand März 2010 dargestellt. Tabelle 1: Rinderhaltung in ökologisch bewirtschafteten Betrieben im Land Brandenburg Tierart                              Betriebe                         Tiere Anzahl Rinder gesamt                                     353                              58.106 dar. Milchkühe                            45                                5.846 Mutterkühe                               311                              21.965 Quelle: Amt für Statistik Aus den Tabellen 2 bis 4 ist die Entwicklung der Rinderbestände und die Struktur der Rinderhaltung           nach       Haltern      und      Bestandsgrößenklassen              für       die Gesamtrinderhaltung ersichtlich (ökologische als auch konventionelle Rinderhaltung). Der Bestand und die Anzahl Halter sind seit 2002 rückläufig. Tabelle 2: Entwicklung der Rinderbestände im Land Brandenburg in 1.000 Stück 1      1      1       1     1 2002     2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 Rinder gesamt                  613,0 601,2 586,1 575,1 561,0 573,1 587,5 580,2 570,3 556,1 551,3 relativ zu 2002       100,0 98,1 95,6 93,8 91,5 93,5 95,8 94,6 93,0 90,7 89,9 dar.: Milchkühe                178,7 178,6 174,0 170,2 162,0 165,1 167,0 160,9 158,9 157,6 158,8 Mastrinder             43,5     39,3 37,3 36,0 35,9 37,9 42,8 42,6 41,1 38,7 38,8 Ammen- u. Mutterkühe 95,3               92,6 92,2 90,6 91,4 95,0 96,1 95,8 96,8 95,8 93,2 1 Quelle: Amt für Statistik; ab Mai 2008: Auswertung des Herkunftssicherungs- und Informationssystems für Tiere (HIT) Tabelle 3: Struktur der Rinderhaltung nach Haltern 1        1          1         1          1 2001     2003     2008     2009       2010      2011       2012 Rinder              Halter          3.376    3.084    4.801    4.733      4.596     4.504      4.379 gesamt              Tiere           649.389 614.337 588.965 586.647 580.654 564.745 557.243 2 192,4     199,2    122,7    123,9      126,3     125,4      127,3 Tier/Betrieb Milch-              Halter          969      899      827      815        808       774        755 kühe                Tiere           189.597 181.472 166.959 165.589 161.244 159.259 159.165 2 195,6     201,9    201,9    203,2      199,6     205,8      210,8 Tier/Betrieb Andere Kühe Halter                  2.028    1.894    2.626    2.610      2.627     2.598      2536 Tiere           102.506 93.374 96.540 95.892 97.554 96.725 94.302 2 50,6      49,3     36,8     36,7       37,1      37,2       37,2 Tier/Betrieb 1 Quelle: Amt für Statistik; ab Mai 2008 Auswertung des Herkunftssicherungs- und Informationssys- tems für Tiere (HIT), daher geänderte Methodik, die Halterzahl/Tierzahl ist mit der der Vorjahre inhalt- 2 lich nicht gleichzusetzen; ab Mai 2008 Tiere /Haltung 1 Tabelle 4: Struktur der Rinderhaltung nach Bestandsgrößenklassen Größen-        Halter                                Tierbestand klasse 2       2                                               2 2001    2003   2010     2011   2012   2001   2003     2010     2011    2012 2                      2        2 Anz. Tiere %           %      %        %      %      %      %        %        %       % Rinder gesamt 1 - 99       64,3    62,7   73,3     73,6   74,7   7,5    7,5      8,9      9,2     9,6 100 - 199      10,9    11,1   8,7      8,3    7,5    8,0    8,0      9,9      9,6     8,7 200 - 299      6,1     6,6    4,7      5,0    4,8    7,6    8,1      9,1      9,7     9,5",
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            "content": "Weidehaltung von Milchkühen auf Betriebsflächen im Jahr 2009 Anzahl Betriebe mit Milchkühen                                                         700 darunter mit Weidehaltung                                                    300 Anzahl Milchkühe gesamt                                                             160.800 darunter mit Weidegang                                                     24.600 Quelle: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Wirtschaftsbereiche/LandForstwirtschaftFischerei/Landwirtschaftszaehlung2010/Tabe llen/9_4_WeidehaltungMilchkuehe.html Frage 5: Wie haben sich die Futterpreise in den letzten Jahrzehnten entwickelt und wie hat sich dies auf die Milchviehbetriebe in Brandenburg ausgewirkt? Ab welcher Höhe des Milchauszahlungspreises können nach Einschätzung der Landesregierung die landwirtschaftlichen Betriebe kostendeckend wirtschaften? Zu Frage 5: Die Futterpreise sind in den letzten Jahren gestiegen, wie aus der nach- stehenden Tabelle ersichtlich. Entwicklung der durchschnittlichen Einkaufspreise für Futtermittel Quelle: www.bmelv-statistik.de, Hrsg. Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Veränderungen bei den Futterkosten wirken sich immer direkt auf die Wirtschaftlich- keit der Milchviehhaltung aus. Die Wirtschaftlichkeit hängt jedoch von vielen weiteren Faktoren ab, zumal die Futtermittelpreise mit den Veränderungen anderer Betriebs- mittelpreise sowie den Erzeugerpreisen für tierische und pflanzliche Produkte korre- lieren. Im Bundesdurchschnitt lag 2012 der Milchauszahlungspreis bei 32 Cent je kg Milch. Ob ein Milchpreis auskömmlich ist oder nicht, hängt entscheidend vom Ma- nagement und von der Effektivität der Produktion ab. Aus den Wirtschaftsergebnis- sen landwirtschaftlicher Unternehmen Brandenburgs für das Wirtschaftsjahr 2010/2011 geht hervor, dass in den Brandenburger Betrieben für eine rentable Pro- duktion ein Milchpreis von mindestens 33,15 Cent erforderlich war. Frage 6: Wie hoch ist der Anteil der Bio-Milch- und -rindviehbetriebe an den gesam- ten Brandenburger Milch- und Rindviehbetrieben? Wie hoch ist der Anteil der biolo- gisch bewirtschafteten Grünlandfläche an der Gesamtgrünlandfläche? Zu Frage 6: Als Datenquelle steht die Sondererhebung des Amtes für Statistik Berlin- Brandenburg aus dem Jahr 2010 zur Verfügung. Danach gab es insgesamt 2.572 Betriebe mit Rinderhaltung in Brandenburg. 353 Unternehmen beschäftigten sich mit ökologischer Rinderhaltung. An den gesamten Brandenburger Milch- und Rindviehbetrieben beträgt der Anteil dieser Ökobetriebe 13,7%. Als Grünland wird hier das Dauergrünland betrachtet. Von den insgesamt 275.337 ha Dauergrünland in BB wurden 46.359 ha ökologisch bewirtschaft. Das ergibt einen Anteil von 16,8% des Dauergrünlandes.",
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            "content": "Frage 7: Wie haben sich die Betriebsgewinne bei Bio-Milch- und -rindviehbetrieben im Vergleich zu den konventionellen Betrieben in den letzten Jahren entwickelt und wie kann die regionale und überregionale Vermarktung von Bio-Produkten gefördert werden? Zu Frage 7: Als Datengrundlage zur Darstellung der Betriebsgewinne Bio-Milch-und Rindviehbetriebe / konventionelle Milch- und Rindviehbetriebe dienen die vorliegenden Buchführungsergebnisse aus dem Testbetriebsnetz sowie der Auflagenbuchführung. Unternehmergewinne vergleichbarer Betriebe Gewinn (€/haLF) Betriebsform           Wirtschaftsjahr       Ökologische Betriebe Konventionelle Betrie- be Betriebe Haupterwerb   2009/10               3                    16 2010/ 11              33                   131 Juristische Personen   2009/ 2010            28                   - 45 2010/ 2011            -26                  38 Laut Situationsbericht des Deutschen Bauernverbands 2012/2013 haben konventio- nelle Milchviehalter im Vergleich zum Vorjahresergebnis Einbußen hinnehmen müs- sen. Höheren Erzeugerpreisen für Milch und für Rinder standen erhebliche Mehrauf- wendungen bei Futtermitteln und Energie durch erhebliche Kostensteigerungen in diesem Bereich gegenüber. Bei ökologischen Milchviehbetrieben sind die Einfluss- faktoren auf das Ergebnis ähnlich wie bei konventionellen Betrieben. Zwar schwankt der Preisabstand von Ökomilch zu herkömmlicher Milch in den Jahren, es ist aber ein untrennbarer Zusammenhang zwischen der Entwicklung des Biomilchpreises und dem konventionellen Milchpreis zu verzeichnen. 2012 lagen die Bio-Milchpreise aber unter dem Durchschnitt von 2011. Hinzu kommt, dass Ökobetriebe bei Milch 78 % des Leistungsniveaus der jeweils konventionellen Bewirtschaftungsform erreichen. Die etwas höheren Erzeugerpreise kompensieren diese Ertragseinbußen derzeit nicht. Die regionale und überregionale Vermarktung kann über den Brandenburger Verband „pro agro“ befördert werden, der zur Zielstellung die Unterstützung aller Ak- teure des ländlichen Raumes bei der Herstellung, Vermarktung und dem Absatz von Produkten und Dienstleistungen der Agrar- und Ernährungswirtschaft hat. Möglich sind auch Erzeugerzusammenschlüsse nach dem Agrarmarktstrukturgesetz, um das Angebot zur besseren Vermarktung zu bündeln. Frage 8: Auf verschiedenen Ebenen wurden in den vergangenen Jahren zusätzliche finanzielle Unterstützungen für die Milchviehbetriebe und zur Strukturverbesserung im Milchsektor zugesagt. Mit welchen Förderprogrammen und Zielsetzungen wurden und werden die zusätzlichen Mittel vergeben und wie ist der Mittelabfluss? Zu Frage 8: Im Verfahren der Förderung einzelbetrieblicher Investitionen in landwirt- schaftlichen Unternehmen wurden für die Begleitung der Umstrukturierung des Milchsektors zusätzlich finanzielle Mittel aus der Modulation im Rahmen des Health Check sowie aus dem EU- Konjunkturpaket zur Verfügung gestellt. Bisher sind da-",
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            "content": "von 32,5 Mio. € finanziell gebunden. Der Mittelabfluss wird bis zum Ende der Förder- periode gewährleistet. Frage 9: Welche Rolle bei der Gewinnsituation der Milchviehhalter spielt nach Einschätzung der Landesregierung die Direktvermarktung, z.B. der Verkauf von Milchprodukten auf Wochenmärkten im ländlichen Raum und in den Städten Brandenburgs? Ab welcher Größenordnung können nach Einschätzung der Landesregierung Regionalmarken für Milch- und Molkereiprodukte wirtschaftlich arbeiten und wie gestaltet sich in Brandenburg die Zusammenarbeit von Milchviehbetrieben und Molkereien mit Bäckereien? Zu Frage 9: Um Milch als Erzeuger selbst zu verarbeiten und zu vermarkten bedarf es der Vergabe einer Direktvermarktungsquote durch das zuständige Hauptzollamt. In Brandenburg betrifft dieses 18 Betriebe mit einer Gesamtquote von 1.029.022 kg. Davon nur zwei Betriebe, die mehr als 100.000 kg Milch direkt vermarkten. Der Anteil der Direktvermarktung an der Gesamtmilcherzeugung in Brandenburg beträgt 0,01%. Die Direktvermarktung von Milch besitzt damit eine untergeordnete Rolle. Hauptgrund       sind    die    hohen    lebensmittelhygienischen    Anforderungen. Größenordnungen für das wirtschaftliche Arbeiten von Regionalmarken wurden bisher nicht analysiert. Verschiedenen Untersuchungen stellen jedoch heraus, dass andere Faktoren wie z.B. Finanz- und Personalausstattung, starke Partnerschaften insbesondere im Vertrieb, regionale Unterstützung, nachhaltige Regionalentwicklung, Wahrung der Regionalmarken als naturschützendes Instrument für den Erfolg einer Regionalmarke       viel    entscheidender   sind.    Zur     Zusammenarbeit    von Milchviehbetrieben und Molkereien mit Bäckereien liegen keine statistischen Daten vor. Frage 10: Welche Voraussetzungen für die Direktvermarktung von Milch- und Milchprodukten müssen gewährleistet sein, nach welchen Kriterien ist diese förderfähig und welche Entwicklungspotenziale sieht die Landesregierung diesbezüglich in der nächsten EU-Förderperiode? Zu Frage 10: Die Voraussetzungen zur Direktvermarktung von Milch- und Milchprodukten werden nach der Lebensmittelhygiene-Verordnung geregelt. Im Zentrum stehen strengste Hygienebestimmungen zum Schutz der Verbraucher und zur Gewährleistung der hohen Produktqualität. Über die Richtlinie des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft über die Gewährung von Zuwendungen für einzelbetriebliche Investitionen in landwirtschaftlichen Unternehmen können Maßnahmen in der Verarbeitung und Direktvermarktung gefördert werden. Die Fördermaßnahme wurde im Förderzeitraum 2007 bis 2013 für Milch- und Milchprodukte kaum in Anspruch genommen. Der Bedarf für die nächste EU- Förderperiode wird auch als sehr gering eingeschätzt.",
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