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"content": "Landtag Brandenburg Drucksache 4/4594 4. Wahlperiode Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage Nr. 1707 des Abgeordneten Peer Jürgens Fraktion der Linkspartei.PDS Landtagsdrucksache 4/4343 Ausgründungen an Hochschulen Wortlaut der Kleinen Anfrage Nr.1707 vom 30.03.2007: Hochschulen sollen neben Lehre und Forschung als Hauptaufgabenfeld auch inso- fern praxisorientiert arbeiten, als dass aus den gewonnenen Erkenntnissen in eini- gen Fachrichtungen direkt oder indirekt wirtschaftlicher Nutzen gezogen werden kann. Neben der Patentverwertung kann der Bereich Ausgründungen hierfür als In- diz gelten. 1. Wie viele Unternehmen oder Institute wurden in den Jahren 2004 und 2006 aus den Brandenburgischen Hochschulen ausgegründet bzw. gegründet (bitte nach Hochschulen aufschlüsseln)? 2. In welche Fachbereiche / Sparten / Branchen sind diese Ausgründungen ein- zuordnen (bitte nach Hochschulen aufschlüsseln)? 3. Inwiefern haben sich die Ausgründungen direkt im Umfeld der Hochschule an- gesiedelt? 4. In wie vielen Fällen fanden die Ausgründungen durch a) einen oder mehrere ProfessorInnen b) ein Team von ProfessorInnen, Studierenden und/oder DoktorandInnen/ wissenschaftlichen MitarbeiterInnen c) Studierende statt? 5. Wie viele dieser Ausgründungen existieren noch bzw. können als Erfolg be- zeichnet werden? 6. Welche Probleme gibt es nach Kenntnis der Landesregierung im Vorfeld, während und nach der Ausgründung? Datum des Eingangs: 14.05.2007 / Ausgegeben: 22.05.2007",
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"content": "7. Wie werden Ausgründungen nach Kenntnis der Landesregierung von den Hochschulen initiiert und gefördert? 8. Wie fördert die Landesregierung Ausgründungen aus Hochschulen? 9. Wie bewertet die Landesregierung generell diese Form der wirtschaftlichen Aktivität aus den Hochschulen heraus? Namens der Landesregierung beantwortet die Ministerin für Wissenschaft, For- schung und Kultur die Kleine Anfrage wie folgt: Frage 1: Wie viele Unternehmen oder Institute wurden in den Jahren 2004 und 2006 aus den Brandenburgischen Hochschulen ausgegründet bzw. gegründet (bitte nach Hoch- schulen aufschlüsseln)? zu Frage 1: Der Landesregierung liegen Angaben zu Gründungen aus Hochschulen vor, die jähr- lich bei den Hochschulen abgefragt werden. Es ist allerdings festzuhalten, dass für die Gründer weder eine Meldepflicht, noch eine spezifische Pflicht zur Erhebung die- ser Daten besteht. Die Hochschulen können nur die Zahlen und Angaben nennen, die ihnen bekannt geworden sind. Von daher sind die der Landesregierung vorlie- genden Zahlen über Gründungen aus Hochschulen nicht vollständig und im strengen Sinne statistisch nicht belastbar. Die Zahl der Gründungen aus den Hochschulen, insbesondere von Studierendenden und Alumni, dürfte höher sein, als die der von den Hochschulen an das MWFK gemeldeten Gründungen. Die der Landsregierung vorliegenden Zahlen geben aber gleichwohl gute Anhaltspunkte über Entwicklungen und Tendenzen im Bereich der Gründungen aus Hochschulen. Für den Zeitraum 2004 bis 2005 wurden aus den Brandenburgischen Hochschulen 250 Gründungen gemeldet. Die Angaben für 2006 liegen noch nicht vor. Gründungen der Hochschulen: Hochschule Gründungen 2004 - 2005 Universität Potsdam 69 Europa-Universität Viadrina 25 Brandenburgische Technische Universität Cottbus 33 Hochschule für Film und Fernsehen 8 Technische Fachhochschule Wildau 54 Fachhochschule Potsdam 16 Fachhochschule Brandenburg 29 Fachhochschule Eberswalde 14 Fachhochschule Lausitz 2 Gesamt: 250",
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"content": "Frage 2: In welche Fachbereiche / Sparten / Branchen sind diese Ausgründungen einzuord- nen (bitte nach Hochschulen aufschlüsseln)? zu Frage 2: Nach Branchen und Hochschulen aufgeschlüsselt ergibt sich für die der Landesre- gierung bekannten Gründungen der Jahre 2004 und 2005 folgende Übersicht: Branche UP EUV BTU HFF TFHW FHP FHB FHE FHL gesamt Architektur / Baugewerbe 3 1 4 Biotechnologie / Life 1 1 Sciences Design 7 1 8 Dienstleistung / Handel 22 22 16 44 3 15 11 133 Freie Berufe 28 28 Informations- und 10 2 11 8 2 9 1 43 Kommunikationstechnik Kultur 1 1 Medien 6 1 8 2 2 1 20 Medizin / -technik 3 3 Materialwirtschaft 1 1 1 3 Umwelttechnik / Energie 1 1 1 3 Verkehrstechnik / Mecha- 2 1 3 tronik gesamt 69 25 33 8 54 16 29 14 2 250 Frage 3: Inwiefern haben sich die Ausgründungen direkt im Umfeld der Hochschule angesie- delt? zu Frage 3: Der weit überwiegende Teil der Gründungen aus Hochschulen wird im Land Bran- denburg realisiert, in der Regel auch im näheren Umfeld bzw. am Hochschulort. Von den 250 gemeldeten Gründungen aus Hochschulen der Jahre 2004 und 2005 erfolg- ten 195 in Brandenburg, 31 in Berlin und 3 in anderen Bundesländern. Zu 21 Grün- dungen wurden keine Angaben zum Ort der Niederlassung gemacht. Frage 4: In wie vielen Fällen fanden die Ausgründungen durch a) einen oder mehrere ProfessorInnen b) ein Team von ProfessorInnen, Studierenden und/oder DoktorandInnen / wis- senschaftlichen MitarbeiterInnen c) Studierende statt?",
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"content": "zu Frage 4: Die der Landesregierung vorliegenden Angaben lassen diese Differenzierung nicht zu. Die übermittelten Informationen legen es jedoch nahe, dass die meisten Grün- dungen von Absolventinnen und Absolventen erfolgt sind. Der Landesregierung ist allerdings auch bekannt, dass es in den beiden Jahren auch einzelne Gründungen gab, an denen ProfessorInnen zum Teil gemeinsam mit Dokto- randInnen und wissenschaftlichen MitarbeiterInnen beteiligt waren. Frage 5: Wie viele dieser Ausgründungen existieren noch bzw. können als Erfolg bezeichnet werden? zu Frage 5: Zur Frage der weiteren Existenz der Unternehmen liegen der Landesregierung keine Angaben vor. Eine Bewertung einzelner Unternehmungen ist aus diesem Grund nicht möglich. Ausgründungen aus Hochschulen führen aber tendenziell zu deutlich besseren Be- schäftigungseffekten, als Gründungen in anderen Bereichen. Eine im Jahr 2005 durchgeführte Evaluation der Existenzgründungsförderung des Landes Branden- burg, der sog. Lotsendienstförderung, hat u. a. die Nachhaltigkeit dieser Beratungs- förderung untersucht1. Die Evaluatoren kamen zu dem Ergebnis, dass diese Förde- rung einen wesentlichen, im Ergebnis notwendigen Beitrag zur qualitativen und quantitativen Verbesserung des Existenzgründungsgeschehens leistet. Gegenüber den sonstigen, durch Lotsendienste unterstützte Gründungen (durchschnittlich 1,73 Beschäftigte) weisen die Gründungen aus den Hochschulen eine überdurchschnittli- che Anzahl der Beschäftigten bei der Gründung auf, die bei 2,32 Beschäftigten lag, und bis zum Untersuchungszeitpunkt bis auf 3,30 Beschäftigte anstieg. Insofern kön- nen die Ausgründungen aus den Hochschulen als Erfolg bezeichnet werden. Frage 6: Welche Probleme gibt es nach Kenntnis der Landesregierung im Vorfeld, während und nach der Ausgründung? zu Frage 6: Nach Kenntnis der Landesregierung unterscheiden sich Gründungen aus Hochschu- len hinsichtlich der auftretenden Probleme nicht von anderen Gründungen. Techno- logieorientierte Gründungen, die ein Teil der hochschulnahen Gründungen sind, ha- ben generell einen höheren Finanzierungsbedarf. Dies hat gerade wieder der Grün- dungsmonitor der Kreditanstalt für Wiederaufbau ergeben. Häufig mangelt es den Gründern an Kapital. Hinsichtlich des Umgangs mit Problemen ist für Gründungen aus den Hochschulen positiv zu bewerten, dass durch die an den Hochschulen vorhandene Infrastruktur und die Unterstützungsmöglichkeiten (siehe die Antworten zu Frage 7 und Frage 8) Gründungsprozesse erleichtert werden. 1 Untersuchung im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie (MASGF) und des Ministeriums für Wirtschaft (MW) des Landes Brandenburg, durchgeführt vom Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH vom Oktober 2005",
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"content": "Frage 7: Wie werden Ausgründungen nach Kenntnis der Landesregierung von den Hoch- schulen initiiert und gefördert? zu Frage 7: Die Hochschulen haben ihr Engagement im Bereich der Vermittlung von Befähigun- gen zur Gründung bzw. zu unternehmerischer Selbständigkeit von Absolventen nach dem Studium erheblich verstärkt. Durch verschiedene Projekte (z.B. BEGiN), Teil- nahme an Bundesprogrammen zur Förderung von Gründern aus Hochschulen (EXIST Seed) oder zum Aufbau von Gründungsinfrastrukturen an den Hochschulen (EXIST III), Teilnahme am Businessplan- Wettbewerb Berlin-Brandenburg und vor allem auch durch die Gründerlehrstühle sind an allen Hochschulen Voraussetzungen geschaffen worden, die die Gründungen mit akademischem Hintergrund begünsti- gen. Die Hochschulen haben im Oktober 2006 gemeinsam das Brandenburgische Institut für Existenzgründungen und Mittelstandsförderung – BIEM e.V. – gegründet. Die Ausweitung des ursprünglich von drei Hochschulen erfolgreich getragenen BIEM auf alle Hochschulen des Landes ist eine in Deutschland einzigartige gemeinsame Initia- tive und verdeutlicht das Bekenntnis der Hochschulen zu ihrer Verantwortung auch in diesem Bereich. BIEM initiiert Projekte, unterstützt die Entstehung von Grün- dungsinfrastrukturen an den Hochschulen und schafft durch spezifische Vorlesungen und Seminare zur Unternehmensgründerbefähigung bereits in einer frühen Phase des Studiums ein positives Gründungsklima. Frage 8: Wie fördert die Landesregierung Ausgründungen aus Hochschulen? zu Frage 8: Die Landesregierung unterstützt die Hochschulen durch verschiedene Aktivitäten und Fördermöglichkeiten. Im Rahmen der Zielvereinbarungen 2007 bis 2009 mit den Hochschulen werden für Maßnahmen, die von den Hochschulen gezielt vorgesehen sind, Mittel zugewiesen. Projekte und Infrastrukturen an den Hochschulen, wie sie durch BIEM geschaffen wurden und weiter ausgebaut werden, werden durch Struk- turfondsmittel gefördert. Aus Strukturfondsmitteln und Landesmitteln wurden an den Hochschulen des Landes spezielle Lotsendienste für Gründungsinteressierte aus dem Kreis der Studierenden, wissenschaftlichen Mitarbeiter/-innen und Absolventen/-innen eingerichtet. Die Lotsendienste an den Hochschulen bieten in der Vorgründungsphase eine Beratung und Qualifizierung und in der sog. Startphase – dem ersten Jahr nach der Gründung – Coaching an. Die Beratungstätigkeit der Hochschullotsendienste trägt zur Verbesserung des Gründungsklimas von Gründun- gen durch Akademiker/-innen und zum Anstieg der Gründungen aus den Hochschu- len bei. Weiterhin fördert die Landesregierung ein gemeinsames Modellprojekt „Innovationen brauchen Mut“. Mit diesem Modellprojekt soll die Anzahl von innovativen wissensin- tensiven und technologieorientierten Unternehmensgründungen in Brandenburg so- wie deren Qualität und Nachhaltigkeit erhöht werden, um hochwertige technologieo- rientierte und wissensbasierte Unternehmen dauerhaft in Brandenburg halten zu können. Dabei soll auch die Zusammenarbeit mit in Brandenburg ansässigen For- schungseinrichtungen verstärkt werden.",
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"content": "Auch der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg, dessen Träger die Berliner und Brandenburger Hochschulen sind, wird durch die Landesregierung gefördert. Zur Unterstützung von Gründern, auch solchen aus Hochschulen, gibt es von Seiten der Landesregierung darüber hinaus verschiedene Fördermöglichkeiten, die in unter- schiedlichen Stadien des Gründungsprozesses wahrgenommen werden können. Da- rüber hinaus bietet das „Gründungsnetzwerk Brandenburg“ umfangreiche Hilfestel- lungen, es wird auf die im Internet zugängliche Zusammenstellung verwiesen: www.gruendungsnetz.brandenburg.de Frage 9: Wie bewertet die Landesregierung generell diese Form der wirtschaftlichen Aktivität aus den Hochschulen heraus? zu Frage 9: Auch wenn die Förderung von Gründungen nicht zu den originären Aufgaben der Hochschulen nach dem Brandenburgischen Hochschulgesetz zählt, sind diese Akti- vitäten aus Sicht der Landesregierung ausdrücklich zu begrüßen. Im Interesse des Landes ist es, möglichst viele erfolgreiche Gründungen aus Hochschulen zu initiie- ren. Die Hochschulen haben in den letzten Jahren eine Reihe von Anstrengungen unternommen, um das Gründungsklima an den Hochschulen zu verbessern und vor allem die Studierenden für eine selbständige Tätigkeit und eine Unternehmensgrün- dung zu interessieren. Die Ergebnisse der Abfragen belegen dies nachdrücklich. Es wird im Übrigen auch auf die Antworten zu Frage 7 und 8 verwiesen.",
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