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"content": "~ SCHLESWIG-HOLSTEINISCHER LANDTAG 8. Wahlperiode Drucksache 8/490 01. 10. 76 Kleine Anfrage des Abg. Schulz (SPD) und Antwort des Kultusministers SchulstreB 1. Was liegt bisher an ErhebUngen bzw. Erkenntnissen über Lei~ stungsdru<k und SchulstreB bei Schülern an schleswig-holstei- nischen Schulen vor? Die Landesregierung hat b~i ihrer Bildungspolitik, in deren Mittel- punkt der junge Mensch in seiner Entwicklung und Bildbarkeit, in seiner Persönlichkeit und in seinen Anlagen steht, seit langem auch die Belastung und Belastbarkeit der Schüler bedacht. Sie hat wieder- holt auf den Verlust des Erzieherischen in Schule und Familie auf- merksam gemacht und solche, .,Reformen\" vermieden, die nicht dem jungen Mensd1en dienen sollten, sondern ihn nur als Mittel zum Zweck gesellschaftlicher Veränderung mißbrauchen wollten. Schul- versudle sind in diesem Lande auf besonders wesentliche Fragestel- lungen begrenzt worden. Im Rahmen der Sd1ulbauplanung hat \"die Landesregierung sehr schnell entschieden, übergroße Schulzentren nicht mehr zu fördern, um den persönlichen Kontakt zwischen Leh- rer, Schüler und Eltern ·nidü zu be-einträchtigen und um die Schüler nicht durch zu lange Sdmlwege zu belasten. Die Lehrplanarbeit in Schleswig-Holstein wird in ständiger Verbindung zur Schulpraxis mit nroßer Umsicht und Behutsamkeit durchgeführt. In diesem Lande hat immer eine sehr nüchterne Betrachtungsweise und ein rechtes· Augenmaß für das, was pädagogisch vertretbar und schulorganisa- torisch machbar ist, das bildungspolitische Handeln bestimmt. Bei der Gestaltung der Lehrpläne wurde darauf geachtet, daß nicht nur die geistigen Fähigkeiten des Schülers entwickelt werden, sondern auch seine seelischen und körperlichen Bedürfnisse Berücksichtigung finden. Die landtagsdruckssehen sind fortlaufend und einzeln balm Verlag Schmldt & KlaunJg, 23 Klei, Ringstraße 19J21, Fernruf 6 20 95196, zu beziehen.",
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"content": "Drucksache 8/490 Schleswig-Holsteinischer Landtag- 8. Wahlperiode Dies -sind nur em1ge Beispiele für das Bemühen, in Schleswig-Hol- stein eine Schule zu erhalten und fortzuentwickeln, die 'eine Förde- rung der Gesamtpersönlichkeit des Schülers und sein Wohlbefinden zum Ziel hat. Das bedeutet jedoch nicht, daß Schule nicht ständig wachsam sein muß gegenüber neuen Belastungen und Uberforderun- gen der Schüler, die sich durch einen Wandel in der Gesellschaft ergeben können: ~- Theoretische Fragestellungen haben in den letzten J aluen in den pädagogischen Wissenschaften und im Studium der Lehrer ein starkes Gewicht gewonnen. Dies führte dazu, daß aud1 die Anforderungen an die Sd1üler mehr und mehr intellektuell aus- gerichtet wurden. Die übrigen Bedürfnisse des Schülers traten dabei, wie inzwischen deutlich geworden ist, teilweise in den Hintergrund. ·~-- Die zunehmend durch Technik geprägte Umwelt wird für das Kind immer schwerer durchschaubar. Die Zahl der Informationen und Eindrücke insbesondere durch das.. Fernsehen wächst, so daß Kinder Schwierigkeiten haben, diese auch angemessen zu bewältigen (\"Reizüberflutung-\"). Eltern und Lehrer nehmen zum Teil eine falsch verstandene Er- ziehungshaltung ein: Klare Orientierungen (Leitbilder), die das Kind sucht, treten oft gegenüber der Vermittlung einer zu kriti- schen Fragehaltung in den Hintergrund. - Viele Kinder finden aus verschiedenen Gründen nicht mehr die erforderlid1e Geborgenheit in der Familie. ·- Eine einseitige Sicht der Begabung führt nicht selten zur Vernadl- lässigung entwicklungspsychologischer Bedingungen. Eltern stel- len dann zu hohe Anforderungen an das Kind und wählen eine Schulart, die dem Leistungsvermögen des Kindes nicht entspricht. Die derzeitige Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt (Lehrstellen- mangel, Arbeitslosigkeit, Numerus clausus) belastet das Lernen in der Schule\\ nodl zusätzlich. 2. Hat der Kultusminister Maßnahmen zum Abbau von Leistungs- druck durchgeführt bzw. eingelei~et? Es ist eine Vielzahl von Maßnahmen getroffen worden, um möglichen Uberforderungen der Schüler durch die Schule entgegenzuwirken: - Bei der Gestaltung der Lehrpläne werden Erfahrungen aus Ent- wick.lungspsychologie, Medizin und Erziehungswissenschaft glei- chermaßen berücksichtigt. - 1974 sind für den Mathematikunterricht der Grundsd1ulen die Schüler überfordernde Begriffsbildungen aus der Mengenspredl- weise abgebaut worden. Seit 1974 ist im Studium der Grund- und Hauptsdmllehrer die Behandlung kindlid1er Lern- und Verhaltensstörungen verbind- lich vorgeschrieben. ~ Im Rahmen der Lehrerfortbildung werden laufend Kurse über Lernschwierigkeiten von Schülern angeboten. 2",
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"content": "I S<;hleswig-Holsteinischer Landtag- 8. Wahlperiode Drucksache 8/490 ··- Die Bildungsberatung und der schulpsychologische Dienst wurden in den letzten Jahren weiter ausgebaut. ~- In zahlreichen \"Blättern zur Bildungsberatung\" und in weiteren Schriften des Kultusministeriums werden Eltern Informationen und Anregungen zur Erziehung ihrer Kinder gegeben, In Schul- und Unterrichtsversuchen-insbesondere an der Grund- schule - wird erprobt, wie das Entstehen von Lernstörungen rechtzeitig erkannt, verhindert bzw. vermindert werden kann, Auf den Bericht der Landesregierung über die von 1971 bis 1975 durch- geführten Schul- und Unterrichtsversuche (Landtagsdrucksache ß/ 404) wird in diesem Zusammenhang verwiesen. lVIaßnahmen zur Erkennung und Förderung von lese~rechtschreib~ schwachen Schülern gibt es seit 1973 in Schleswig~Holstein. Im Er- laß \"Verteilung der Unterrichtsstunden im Schuljahr 1976/77\" vom 20. Mai 1976 ist eine Förderstunde f4r diese Kinder in den Klassen 2 bis 4 vorgeschrieben. Ab 1977 wird ein Vorbereitungsdienst für Grund~, Haupt- und Sonderschullehrer zur vfeiteren Verbesserung der praktisd1en Be~ rufseinführung beitragen. Um sprachgestörten Schülern eine unnötige Belastung zu erspa~ ren, wurde seit 1970 das Netz der Sprachheilgrundschulen in Schleswig-Holstein erweitert. 3, Ist der Kultusminister bereit, eine Herabsetzung der Klassen· höd1stzahlen insgesamt oder für bestimmte Klassenstufen zu verfügen? Es ist seitens der Landesregierung mehrfach im Landtag be\"tont wor- den, daß eine Herabsetzung der Klassenhöchstzahlen pädagogisch wünschenswert sei. Der zusätzlichen Einstellung von Lehrern sind jedoch durch die insgesamt zur Verfügung stehenden Haushaltsmit~ tel Grenzen gesetzt. Die besonderen Bemühungen gehen dahin, zu große Klassen so schnell wie möglid1 abzubauen. Es ist gelungen, die Zahl dieser Klas- sen in den vergangeneu Jahren laufend zu verringern: Gab es im Schuljahr 1972/73 an den Grund- und Hauptschulen z. B. nod1 80 Klassen mit mehr als 40 Schülern, so waren es im letzten Schuljahr nur noch 18. Die für das Schuljahr 1976/77 zusätzlich bereitgestellten Mittel für nebenamtlich erteilten Unterricht in Höhe von C7 Mio DM, die für 1977 vorgesehene E~·höhung der Lehrerplanstellen um 240 und die Nutzung weiterer 80 Planstellen, die bisher der Lehrerweiterbildung dienten, für den Unterricht werden dazu beitragen, die 'l!nterrichts- versorgung und die Klassengrößen in Schleswig~Holstein weiter zu verbessern. 3",
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