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            "content": "Drucksache 81875              Schleswig-Holsteinischer Landtag- 8. Wahlperiode Zeitraum 1955-1975 von rd. 4700 h auf rd. 5600 h gesteigert werden. In Schleswig~Holstein wurden trotz des. Telativ geringen Industrie~ stromanteils 1975 rd. 5500 h und damit fast das Bundesmittel erreicht; 1955 lag die Benutzungsdauer nur bei 4300 h. Die Möglichkeiten zu weiteren Lastverlagerungen sind also sehr be- grenzt und reichen zur Uberwindung einer Versorgungslücke nicht aus. 2. Sind nad1 Meinung der Landesregierung s'elbst extreme zeit- lidle Verlagerungen der Leistungsinansprudmahme durch die Haushalte von den sogenannten \"Spitzenzeiten\" in lastsd1wache Zeiten geeignet, die einmal im Jahr auftretende Netzhöchstlast nennenswert zu beeinflussen? Selbst eine extreme zeitliche Verlagerung der Leistungsinansprudl- nahme von Haushalten aus Spitzenzeiten in lastschwadie Zeiten könnte die Netzhöchstlast nur in Grenzen beeinflussen, da Höhe .und Zeitpunkt der einmal· im Jahr auftretenden Höchstlast überwiegend von den anderen Verbra.uchergruppen bestimmt wird. Die in der Regel in den Morgenstunden der Wintermonate auftretende Spitzen~ last, die sich bis zur Mittagszeit nur unwesentlich abflacht, wird ins~ besondere durch die Bedarfsanforderungen von Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft und Dienstleistungsbereichen (Produktions- und Ar- beitsrhythmus) ausgelöst. Eine extreme Leistungsverlagerung der Haushalte z. B. durch Be- nutzungsverbote für Elektrogeräte wäre auch praktisch nicht möglich, da derartige Eingriffe wirklichkeitsfremd wären und den Bedürfnissen der Haushaltsführung zuwiderliefen. Dies sdlließt tarifliche Sonder- regelungen in der Form von Strompreisnad1lässen bei kurzzeitigen Benutzungseinschränkungen für bestimmte, sehr leistungsstarke Elek- trogeräte (z. B. Direktheizungen, Saunaanlagen o. ä.) nicht aus. 3. Wie würde sich bejahendenfalls (Frage Nr. 2) die zeitlid1e Ver- lagerung auf die stromintensive Produktion auswirken? Entfällt. 4. Trägt die vermehrte Verwendung von energiesparenden Gerä- ten (z. B. 'Wärmepumpe) dazu bei, die Bereitstellung zusätzlid1er Kraftwerksleistung zu verringeruf Die Anwendung energiesparender Technologien unter Verwendung von Geräten wie Wärmepumpen oder Sonnenkollektoren führt zur Einsparung von Primärenergieträgern, da derartige Technologien z. B. die Wärme des Erdreiches, des Grundwassers oder die direkte Son- neneinstrahlung nutzen. Die Anwendung dieser Geräte erfordert jedoch elektrischen Strom für den Betrieb der Wärmepumpe oder für Zusatzheizungen bei KälteeinbrüChen und sonnenarmen Tagen. Das setzt die Bereitstellung vermehrter, zusätzlicher Kraftwerksleistung voraus. 2",
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