HTTP 200 OK
Allow: GET, PUT, PATCH, HEAD, OPTIONS
Content-Type: application/json
Vary: Accept
{
"resource_uri": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/129939/?format=api",
"id": 129939,
"site_url": "https://fragdenstaat.de/dokumente/129939-forderung-der-plattdeutschen-sprache/",
"title": "Förderung der plattdeutschen Sprache",
"slug": "forderung-der-plattdeutschen-sprache",
"description": "",
"published_at": "1990-06-25T00:00:00+02:00",
"num_pages": 4,
"public": true,
"listed": true,
"allow_annotation": true,
"pending": false,
"file_url": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/24/f1/f7/24f1f7405ecd40d0a9f9aa6d79828e90/39d41c83a84f10a384bacb82ac5ea0b142618896.pdf",
"file_size": 97802,
"cover_image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/24/f1/f7/24f1f7405ecd40d0a9f9aa6d79828e90/page-p1-small.png",
"page_template": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/24/f1/f7/24f1f7405ecd40d0a9f9aa6d79828e90/page-p{page}-{size}.png",
"outline": "- [Schleswig-Holstein Drucksache 12/905 (Seite 1)](#page-1)\n",
"properties": {
"url": "http://lissh.lvn.parlanet.de/shlt/lissh-dok/infothek/wahl12/drucks/0900/drucksache-12-0905.pdf",
"title": null,
"author": null,
"_tables": [],
"creator": null,
"subject": null,
"producer": "Adobe Acrobat 10.0 Paper Capture Plug-in",
"publisher": "Schleswig-Holsteinischer Landtag",
"reference": "12/905",
"foreign_id": "sh-12/905",
"publisher_url": "http://www.landtag.ltsh.de/"
},
"uid": "24f1f740-5ecd-40d0-a9f9-aa6d79828e90",
"data": {
"category": null,
"publisher": "sh",
"document_type": "minor_interpellation",
"legislative_term": "12"
},
"pages_uri": "/api/v1/page/?document=129939",
"original": null,
"foirequest": null,
"publicbody": null,
"last_modified_at": "2021-09-22 10:57:05.688404+00:00",
"pages": [
{
"document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/129939/?format=api",
"number": 1,
"content": "SCHLESWIG-HOLSTEINISCHER LANDTAG Drucksache 12/905 12. Wahlperiode 25.06.90 Kleine Anfrage des Abgeordneten Dr. Peter Bendixen (CDU) und Antwort der Landesregierung - Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur - Förderung der plattdeutschen Sprache l. Gibt es Untersuchungen oder Schätzungen. die offenlegen, wie viele Menschen in Schleswig-Holstein die plattdeutsche Sprache beherrschen bzw. verstehen? Im Auftrag des Instituts für niederdeutsche Sprache in Bremen wurde 1984 von der Gesellschaft für angewandte Sozialspychologie (GETAS), Bremen, in Norddeutschland eine Repräsentativ-Erhebung \"Zur Lage des Niederdeutschen\" durchgeführt. Erste Ergebnisse sind inzwischen veröffentlicht (Dieter Stellmacher: Wer spricht platt? Eine kurzgefaßte Bestandsaufnahme, Leer 1987); die Umfragemate- rialien und -tabellen für das Land Schleswig-Holstein befinden sich in der Niederdeutschen Abteilung des Germanistischen Seminars der Universität Kiel (GETAS Tabellenbericht zur Lage des Niederdeut- schen: Gesamtergebnisse 1984). l. a) Wenn ja, mit welchen Ergebnissen° Nach der GETAS-Erhebung (Selbsteinschätzung) verfügen in Schles- wig-Holstein ca. 47% der Bevölkerung über gute bis sehr gute platt- deutsche Sprachkenntnisse (aktive Sprachkompetenz). Niederdeutsch Die Landtagsdrucksachen sind fortlaufend und einzeln beim Verlag Schmidt & Klaunig, Ringstraße 19. 2300 Kiel1, Fernruf 04 31/6 20 95, zu beziehen.",
"width": 2499,
"height": 3523,
"image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/24/f1/f7/24f1f7405ecd40d0a9f9aa6d79828e90/page-p1-{size}.png"
},
{
"document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/129939/?format=api",
"number": 2,
"content": "Drucksache 12/905 Schleswig-Holsteinischer Landtag- 12. Wahlperiode wird von ca. 77 % der Bevölkerung verstanden (passive Sprachkom- petenz). Der Umfang des tatsachlichen Sprachgebrauchs liegt nach den Erhe- bungen, die von der Niederdeutschen Abteilung des Germanistischen Seminars der Universität Kiel in den letzten vier Jahren im süderjüti- schen und Nordfriesischen Sprachgebiet durchgeführt wurden, um mehr als die Hälfte niedrieger als die Selbsteinschätzungsergebnisse. 2. Teilt die Landesregierung die Forderung des Grenzlandbeauf- tragten Kurt Hamer, \"das Niederdeutsche müsse ebenso wie das Friesische systematisch gepflegt werden\" (Nordschleswiger, 19.01.1990)? Ja. 2. a) Wenn ja, welche konzeptionellen Überlegungen gibt es bzw. welche konkreten Schritte sind eingeleitet? Die programmatische Fortentwicklung von Maßnahmen zur Förde- rung des Niederdeutschen findet in enger Abstimmung der mit For- schung, Lehre und Sprachkultur verbundenen Institutionen statt. Eine Niederdeutsch-Arbeitsgruppe soll eingerichtet werden, um die Regionalsprache \"Niederdeutsch\" im schulischen, wissenschaftlichen und sprachkultureilen Bereich zu stärken. Für das Jahr 1992 ist eine Niederdeutsch-Konferenz geplant. 3. Wie viele Lehrerinnen und Lehrer unterrichten das Niederdeut- sche, untergliedert nach Schularten, nach Kreisen, nach Fächern? Eine Erhebung über die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer, die aus Neigung oder gemäß Lehrplanrichtlinien die Behandlung des Nieder- deutschen in den Unterricht ihrer Fächer einbeziehen, wurde vom Landesinstitut für Praxis und Theorie der Schule (IPTS) im Herbst 1989 durchgeführt. Die Auswertungen sind noch nicht abgeschlossen. 4. Welche konzeptionellen Überlegungen werden im Schulbereich angestellt mit dem Ziel, das Plattdeutsche im Unterricht zu fe- stigen und auszuweiten? Die im \"Bericht zur Pflege der niederdeutschen Sprache\" dargestell- ten Maßnahmen zur Pflege und Vermittlung des Niederdeutschen in der Schule (Landtagsbericht Dezember 1987 werden kontinuierlich fortgesetzt. 2",
"width": 2480,
"height": 3509,
"image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/24/f1/f7/24f1f7405ecd40d0a9f9aa6d79828e90/page-p2-{size}.png"
},
{
"document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/129939/?format=api",
"number": 3,
"content": "Schleswig-Holsteinischer Landtag- 12. Wahlperiode Drucksache 12/905 Für das Schuljahr 1990/91 ist geplant, auf Landesebene und in den Kreisen und kreisfreien Städten Ansprechpartnerinnen und Ansprech- partner zu benennen, die die Pflege der niederdeutschen Sprache in den Schulen fördern und koordinieren sollen. 5. Wie stellt sich das Fortbildungsangebot bei IPTS dar, welche Pläne bestehen für eine Ausweitung des Angebots? Der Arbeitskreis \"Niederdeutsch im Unterricht\" hat Hinweise für den Unterricht der niederdeutschen Sprache an Gymnasien entwickelt und ~)eben Lesehefte für den Unterricht an Grundschulen herausgegeben. Ahnliehe Hefte sollen auch für die Sekundarstufe I entwickelt werden (\"ööv dat mal\"). Für 1990 sind auf Landesebene sechs zentrale Fortbildungsveranstal- tungen geplant, mit denen am Jahresende voraussichtlich annähernd 200 Lehrerinnen und Lehrer erreicht sein werden. Die bestehenden regionalen Arbeitskreise für Niederdeutsch an den IPTS-Seminaren für Grund- und Hauptschulen werden ihre Arbeit fortsetzen. Weitere regionale Arbeitskreise für Niederdeutsch sollen an anderen Seminaren entstehen, um die Fortbildungsarbeit zu koor- dinieren und weitere Unterrichts- und Arbeitshilfen zu erstellen. Die Arbeit mit Haupt- und Realschülern wird künftig ein besonderer Schwerpunkt sein. 6. Wie stellt sich die Lage an den Hochschulen dar, in der Lehrerbildung, in der Forschung und Lehre? a) Christian-Aibrechts-Universität: Niederdeutsch wird als Zusatzfach für die Erste Staatsprüfung für Studienräte an Gymnasien und für Realschullehrer angeboten. Die Nachfrage ist entsprechend den Berufsaussichten gering. Nieder- deutsch wird an der Christian-Aibrechts-Universität durch einen Professor, einen wissenschaftlichen Mitarbeiter und einen Wissen- schaftlichen Assistenten vertreten, die auch für das Gebiet Allge- meine Germanistik und Niederländische Philologie tätig sind, so daß für Niederdeutsch im Durchschnitt 5 Semesterwochenstunden zur Verfügung stehen. Für überregionale niederdeutsche For- schungsvorhaben, wie z.B. Niederdeutsche Sprachinseln in aller Welt, Reineke Fuchs, Klaus Groth, wurden Drittmittel angewor- ben. b) Pädagogische Hochschule Flensburg: An der Pädagogischen Hochschule Flensburg gehören Veranstal- tungen des \"Seminars für deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik\" über Themen der niederdeutschen Sprache und Litera- tur zum ständigen Lehrangebot Sie wenden sich in erster Linie an Studierende des Faches Deutsch, stehen aber auch allen übrigen Studierenden offen. 3",
"width": 2493,
"height": 3518,
"image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/24/f1/f7/24f1f7405ecd40d0a9f9aa6d79828e90/page-p3-{size}.png"
},
{
"document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/129939/?format=api",
"number": 4,
"content": "Drucksache 12/905 Schleswig-Holsteinischer Landtag- 12. Wahlperiode Diese Veranstaltungen über Einführungen ins Niederdeutsche, über niederdeutsche Volkspoesie und das Werk niederdeutscher Dichter stoßen bei den Studierenden auf deutliches Interesse. Nie- derdeutsch wird seit 1971 von einem Studiendirektor im Rahmen des Faches Deutsch vertreten. c) Pädagogische Hochschule Kiel: Im Rahmen des Faches Deutsch können Studierende auch Semi- nare zum Niederdeutschen belegen. Der Besuch niederdeutscher Lehrveranstaltungen, die von einem Professor des Faches Deutsch durchgeführt werden, ist fakultativ und eröffnet den Deutsch-Stu- denten die Möglichkeit, sich im Staatsexamen über niederdeutsche Themen prüfen zu lassen. 7. Gibt es Überlegungen, ein Niederdeutsches Institut einzurich- ten, das dem Nordfriesischen Institut vergleichbar wäre? Nein. Das von den 4 norddeutschen Küstenländern getragene Institut für niederdeutsche Sprache in Bremen hat sich bewährt. 4",
"width": 2480,
"height": 3509,
"image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/24/f1/f7/24f1f7405ecd40d0a9f9aa6d79828e90/page-p4-{size}.png"
}
]
}