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"content": "SCHLESWIG-HOLSTEINISCHER LANDTAG Drucksache 15/ 3983 15. Wahlperiode 05-02-18 Kleine Anfrage des Abgeordneten Jost de Jager (CDU) und Antwort der Landesregierung - Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Finanzierung der Hochschulmedizin in Schleswig-Holstein 1. Wie lauten das vorläufige Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und das vorläufige Jahresergebnis des UKSH für das Jahr 2004? Falls das vorläufige Jahresergebnis noch nicht vorliegt, wie lauten die entspre- chenden Prognosen auf der Grundlage des 4. Quartalsberichtes? Die aktuelle Prognose des UK S-H geht von einem Jahresfehlbetrag von 15,1 Mio. € für das Jahr 2004 aus. 2. Wie hoch waren die Verbindlichkeiten des UKSH am 31.12.2004 a) gegenüber Kreditinstituten und b) gegenüber der Landeskasse? Die Verbindlichkeiten des UK S-H gegenüber Kreditinstituten beliefen sich am 31.12.2004 auf 32,3 Mio. €. Gegenüber der Landeskasse bestand an diesem Stichtag eine Verbindlichkeit in Höhe von 9,4 Mio. €. Dabei ist anzumerken, dass dieser Stand der Verbindlichkeiten durch die Lohn- und Gehaltszahlungen am Monatsende geprägt ist. In den letzten drei Monaten des Jahres 2004 lag der Liquiditätsbestand des UK S-H insgesamt bei durchschnittlich -31,2 Mio. €. 3. Um welche Beträge hat das Land den Zuschuss für Forschung und Lehre seit 1995 jedes Jahr für die Universitätsklinika Kiel und Lübeck bzw. das UKSH gekürzt, aufgegliedert nach den Standorten Kiel und Lübeck sowie nach ein- zelnen Jahren?",
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"content": "Drucksache 15/ 3983 Schleswig-Holsteinischer Landtag - 15. Wahlperiode Entsprechend den vom Parlament verabschiedeten Haushaltsansätzen entwi- ckelte sich der Zuschuss des Landes für Forschung und Lehre seit 1995 wie folgt: 1 Landeszuschüsse für Forschung und Lehre in der Medizin in T€ Jahr Kiel Abweichung Lübeck Abweichung gesamt Abweichung zum Vorjahr zum Vorjahr zum Vorjahr 1995 78.237 67.541 145.778 1996 79.306 1.069 69.076 1.535 148.382 2.604 1997 75.935 -3.371 65.752 -3.324 141.687 -6.695 1998 74.529 -1.406 63.914 -1.838 138.443 -3.244 1999 72.727 -1.802 62.040 -1.874 134.767 -3.676 2000 71.419 -1.308 58.441 -3.599 129.860 -4.907 2001 69.514 -1.905 59.889 1.448 129.403 -457 2002 67.225 -2.289 58.059 -1.830 125.284 -4.119 2003 65.854 -1.371 56.157 -1.902 122.011 -3.273 2004 64.904 -950 55.340 -817 120.244 -1.767 2005 64.057 -847 54.618 -722 118.675 -1.569 1 Jeweils Titel 682 01 und 682 02 der Kapitel 0721 und 0722. 4. Von welchem Jahres- und Betriebsergebnis geht der Wirtschaftsplan des UKSH für das Jahr 2005 aus? Der Wirtschaftsplan des UK S-H für das Geschäftsjahr 2005 wurde am 02.02.2005 vom Aufsichtsrat beschlossen. Er wird in Kürze dem Parlament zugeleitet. Der Wirtschaftsplan für das Jahr 2005 geht von einem Jahresfehlbetrag von knapp 12 Mio. € aus. Davon entfallen 3,6 Mio. € auf Erlöseinbußen, die dem UK S-H durch den Beginn der Konvergenzphase des DRG-Systems entste- hen. 5. Wie hat sich die Zahl der Medizinstudierenden in Kiel und Lübeck seit 1995 entwickelt, aufgegliedert nach Studienanfängern und Studierenden der Hu- man- sowie der Zahnmedizin in den Jahren 1995, 2000 und 2004? 2",
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"content": "Schleswig-Holsteinischer Landtag - 15. Wahlperiode Drucksache 15/ 3983 Für die Jahre 1995, 2000 und 2004 stellen sich die Zahlen wie folgt dar: Studienjahre Universität Studierende 1. Fachsemester Studierende insgesamt Humanmedizin Zahnmedizin Humanmedizin Zahnmedizin Studienjahr CAU 233 75 1.886 460 1995/96 Uni Lübeck 210 1.497 Studienjahr CAU 256 78 1.920 433 2000/01 Uni Lübeck 217 1.596 Studienjahr CAU 193 73 1.741 472 2004/05 Uni Lübeck 212* 1.548 * erhöhte Studienanfängerzahl aufgrund einer von mehreren Studienbewerbern erwirkten einstweiligen Anordnung des Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgerichtes vom 07.07.2004 6. Wie hoch sind gegenwärtig die durchschnittlichen Kosten für einen Studien- platz der Humanmedizin sowie der Zahnmedizin in Schleswig-Holstein und im Bundesdurchschnitt zu veranschlagen? Es gibt bundesweit keine abgesicherten Untersuchungen, die die Kosten eines Medizinstudienplatzes beziffern. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht aber in seiner Fachserie 11, Reihe 4.3.2 „Monetäre hochschulstatistische Kennzahlen“, erschienen im August 2004, die Höhe der laufenden Grundmittel (Ausgaben) je Studierenden nach Hochschularten. Dabei beziehen sich die statistischen Werte auf das Jahr 2002. Eine Aufteilung nach Humanmedizin und Zahnmedizin nimmt die Bun- desstatistik nicht vor. Danach betragen im Jahr 2002 die laufenden Ausgaben je Medizinstudierenden 27.470 € in Schleswig-Holstein und 29.650 € im Bun- desdurchschnitt. 7. Wie viele Studienanfänger und Studierende der Humanmedizin je 100 000 Einwohner gab es in Schleswig-Holstein im Vergleich zum Bundesdurchschnitt nach der letzten verfügbaren Studienplatzstatistik? Für das Studienjahr 2003/04 kommen 12,6 Studierende im 1. Fachsemester der Humanmedizin (Studienanfänger) auf 100.000 Einwohner in Schleswig- Holstein und 12,1 auf 100.000 Einwohner im Bundesdurchschnitt. Die Gesamtzahl der Studierenden in der Humanmedizin stellt sich für das ge- nannte Studienjahr wie folgt dar: in Schleswig-Holstein entfallen 116,0 Studie- rende auf 100.000 Einwohner, im Bundesdurchschnitt kommen 98,1 Studie- rende auf 100.000 Einwohner. 8. Gibt es Beschlüsse der Landesregierung zur Reduzierung der Medizinstu- dienplätze in Schleswig-Holstein? Wann wurden sie ggf. gefasst, welche künf- tigen Studienplatzzahlen sehen sie vor und inwieweit wurden diese Beschlüs- se bereits umgesetzt? Die Landesregierung beschloss am 16.07.2001 - als Teil der Strukturüberle- gungen im Hochschulbereich - ein Konzept zum Abbau der Plätze für Medizin- 3",
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"content": "Drucksache 15/ 3983 Schleswig-Holsteinischer Landtag - 15. Wahlperiode studienanfänger um 20 % von seinerzeit 465 auf 373 bis zum Wintersemester 2006/07. Aufgrund der Empfehlungen der Erichsen-Kommission, die Studienplatzkapa- zitäten in der Medizin noch weiter abzusenken, hat sich das Land mit den Uni- versitäten Kiel und Lübeck in den Zielvereinbarungen darauf verständigt, die Studienplatzkapazität in der Humanmedizin auf 330 zu reduzieren. Die Absenkung von Studienplatzkapazität in der Medizin ist nach der Kapazi- tätsverordnung nur möglich, wenn in der Vorklinik Stellen mit Lehrdeputat ab- gebaut werden. Unter Berücksichtigung der verfügbaren Kapazitäten im Wintersemester 2004/05 beläuft sich die Gesamtzahl der Studienplätze in der Humanmedizin auf 372. 9. Teilt die Landesregierung die Aussage der Kultusministerin, die Finanzierung der Hochschulen in Schleswig-Holstein sei auch ohne Studiengebühren gesi- chert, im Hinblick auf die defizitäre Finanzlage des UKSH? Die wirtschaftliche Lage des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein wird im wesentlichen durch die Erträge und Aufwendungen in der Krankenversorgung bestimmt. Studiengebühren zur Reduzierung des Defizits des UK S-H zu ver- wenden, wäre daher sachfremd und rechtlich bedenklich. Die Landesregierung bleibt bei ihrer Auffassung, dass die Finanzierung der Hochschulen auch ohne Studiengebühren gesichert ist. 4",
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