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"content": "Wissenschaftliche Dienste Sachstand Seite 2 WD 8 - 3000 - 042/19 Einzelfragen zum Küstenschutz Aktenzeichen: WD 8 - 3000 - 042/19 Abschluss der Arbeit: 11.04.2019 Fachbereich: WD 8: Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit, Bildung und Forschung Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages unterstützen die Mitglieder des Deutschen Bundestages bei ihrer mandatsbezogenen Tätigkeit. Ihre Arbeiten geben nicht die Auffassung des Deutschen Bundestages, eines sei- ner Organe oder der Bundestagsverwaltung wieder. Vielmehr liegen sie in der fachlichen Verantwortung der Verfasse- rinnen und Verfasser sowie der Fachbereichsleitung. Arbeiten der Wissenschaftlichen Dienste geben nur den zum Zeit- punkt der Erstellung des Textes aktuellen Stand wieder und stellen eine individuelle Auftragsarbeit für einen Abge- ordneten des Bundestages dar. Die Arbeiten können der Geheimschutzordnung des Bundestages unterliegende, ge- schützte oder andere nicht zur Veröffentlichung geeignete Informationen enthalten. Eine beabsichtigte Weitergabe oder Veröffentlichung ist vorab dem jeweiligen Fachbereich anzuzeigen und nur mit Angabe der Quelle zulässig. Der Fach- bereich berät über die dabei zu berücksichtigenden Fragen.",
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"content": "Wissenschaftliche Dienste Sachstand Seite 3 WD 8 - 3000 - 042/19 Inhaltsverzeichnis 1. Zuständigkeitsverteilung nach dem Grundgesetz 4 2. Zuständigkeitsverteilung in den einzelnen Küstenländern 5 2.1. Mecklenburg-Vorpommern 5 2.2. Schleswig-Holstein 7 2.3. Niedersachsen 8 2.4. Freie und Hansestadt Hamburg 9 2.5. Freie Hansestadt Bremen 9 3. Zusammenfassung 10",
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"content": "Wissenschaftliche Dienste Sachstand Seite 4 WD 8 - 3000 - 042/19 1. Zuständigkeitsverteilung nach dem Grundgesetz Gemäß Art. 74 Abs. 1 Nr. 17 des Grundgesetzes (GG) unterfällt der Küstenschutz der konkurrie- renden Gesetzgebungskompetenz des Bundes. Das bedeutet, die Länder haben die Befugnis zur Gesetzgebung, solange und soweit der Bund von seiner Gesetzgebungszuständigkeit nicht durch Gesetz Gebrauch gemacht hat (Art. 72 Abs. 1 GG). Der Bund hat von seiner Gesetzgebungskompe- tenz bisher keinen Gebrauch gemacht. Daher können die Länder den Küstenschutz durch Landes- recht regeln. Gemäß Art. 91 a Abs. 1 GG wirkt der Bund bei der Erfüllung von Aufgaben der Länder mit, wenn diese Aufgaben für die Gesamtheit bedeutsam sind und die Mitwirkung des Bundes zur Verbes- serung der Lebensverhältnisse erforderlich ist (Gemeinschaftsaufgaben). Eine der drei im Grund- gesetz verankerten Gemeinschaftsaufgaben ist die Verbesserung des Küstenschutzes. Näheres re- gelt das Gesetz über die Gemeinschaftsaufgabe \"Verbesserung der Agrarstruktur und des Küs- tenschutzes\" (GAK-Gesetz - GAKG). § 1 Abs. 1 Nr. 8 GAKG definiert den Küstenschutz als „Maß- 1 nahmen zur Erhöhung der Sicherheit an den Küsten der Nord- und Ostsee sowie an den fließen- den oberirdischen Gewässern im Tidegebiet gegen Sturmfluten“. Für die Erfüllung dieser Ge- meinschaftsaufgabe wird gemäß § 4 GAKG ein gemeinsamer Rahmenplan aufgestellt. Der Rah- menplan der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ für den Zeitraum 2018 - 2021 einschließlich des Sonderrahmenplanes „Maßnahmen des Küsten- schutzes in Folge des Klimawandels (2009 - 2025)“ ist auf der Internetseite des Bundesministeri- ums für Ernährung und Landwirtschaft abrufbar. Gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 2 GAKG erstattet der 2 Bund jedem Land die ihm in Durchführung des Rahmenplans entstandenen Ausgaben in Höhe von 70 Prozent. Artikel 91 a Abs. 1 GG nimmt die Verbesserung des Küstenschutzes in den Blick und erfasst den Neu- und Ausbau von Küstenschutzanlagen, nicht aber notwendige Erhaltungs- oder Wiederher- stellungsmaßnahmen. Dementsprechend ist die Unterhaltung von Küstenschutzanlagen gemäß 3 Förderbereich 8 Ziff. 1.2.2 c) des Rahmenplans (S. 97) nicht förderfähig. Eine Differenzierung zwischen Küstenschutz von bebauten und unbebauten Küstenabschnitten nimmt der Rahmenplan nicht vor. 1 Gesetz über die Gemeinschaftsaufgabe \"Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes\" (GAK-Gesetz - GAKG) vom 03.09.1969, in der Fassung der Bekanntmachung vom 21.07.1988 (BGBl. I S. 1055), zuletzt geändert durch Gesetz vom 11.10.2016 (BGBl. I S. 2231). 2 Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (2018). Rahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe „Verbes- serung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ für den Zeitraum 2018 – 2021. https://www.bmel.de/Shared- Docs/Downloads/Landwirtschaft/Foerderung/Rahmenplan2018-2021.pdf?__blob=publicationFile. Letzter Zu- griff: 11.04.2019. 3 Maunz, Theodor; Dürig, Günter (2018). Grundgesetz Kommentar. Art. 91a Rn. 24. München: Verlag C.H. Beck.",
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"content": "Wissenschaftliche Dienste Sachstand Seite 5 WD 8 - 3000 - 042/19 2. Zuständigkeitsverteilung in den einzelnen Küstenländern 2.1. Mecklenburg-Vorpommern Die maßgebliche gesetzliche Grundlage für den Küstenschutz in Mecklenburg-Vorpommern bil- det das Wassergesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern (LWaG) . 4 Gemäß § 83 Abs. 1 S. 1 LWaG ist der Schutz der Küsten durch den Bau, die Unterhaltung und Wiederherstellung von See-, Bodden- und Haffdeichen, Buhnen, Deckwerken und von anderen technischen Einrichtungen und Maßnahmen, einschließlich biologischer Maßnahmen, sowie durch die Sicherung, Erhaltung und Wiederherstellung der seewärtigen Dünen und des Strandes eine öffentliche Aufgabe. Die Pflicht zur Sicherung der Küsten erstreckt sich gemäß § 83 Abs. 1 S. 3 LWaG auf den Schutz von im Zusammenhang bebauten Gebieten und obliegt gemäß § 83 Abs. 2 LWaG bis zur Grün- dung von Küstenschutzverbänden dem Land. 5 Das Faltblatt \"Küstenschutz in Mecklenburg-Vorpommern\" , herausgegeben vom Staatlichen Amt 6 für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg, beschreibt folgende Zuständigkeitsvertei- lung: „Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz ist als oberste Wasserbe- hörde des Landes an zentraler Stelle für den Küstenschutz zuständig. Die Zuständigkeit für Plan- feststellungen und Plangenehmigungen von Küstenschutzanlagen obliegt dem Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie als oberer Wasserbehörde. Für alle sonstigen, mit dem Küs- tenschutz verbundenen wasserrechtlichen Vollzugsaufgaben sind die Staatlichen Ämter für Landwirtschaft und Umwelt (StÄLU) als untere Landesbehörden in ihrem jeweiligen Amtsgebiet verantwortlich. Das StALU Mittleres Mecklenburg verfügt am Standort Rostock mit der Dezer- natsgruppe Küste über eine zusätzliche Arbeitseinheit mit zentralisiertem Küstenschutzsachver- stand. Diese übernimmt ämterübergreifende Grundlagen,- Planungs- und Beratungsaufgaben für die StÄLU sowie für die übergeordneten Behörden.“ 4 Wassergesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern (LWaG) vom 30.11.1992 (GVOBl. M-V S. 669), zuletzt ge- ändert durch Gesetz vom 05.07.2018 (GVOBl. M-V S. 221). 5 Siehe auch Landtag Mecklenburg-Vorpommern (2019). Kleine Anfrage „Küstenschutz in Mecklenburg-Vorpom- mern“ und Antwort der Landesregierung. Drucksache 7/3086. http://www.dokumentation.landtag-mv.de/parl- dok/dokument/43322/kuestenschutz_in_mecklenburg_vorpommern.pdf. Letzter Zugriff: 11.04.2019. 6 Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (2015). Faltblatt \"Küstenschutz in Meck- lenburg-Vorpommern\". http://service.mvnet.de/_php/download.php?datei_id=1567169. Letzter Zugriff: 11.04.2019.",
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"content": "Wissenschaftliche Dienste Sachstand Seite 6 WD 8 - 3000 - 042/19 Quelle: Ebenda. Die Aufgabe zur Durchführung des Küstenschutzes erstreckt sich gemäß § 83 Abs. 3 S. 1 LWaG nicht auf den Bau, die Unterhaltung und Wiederherstellung von Deichen, die ausschließlich dem Schutz landwirtschaftlicher Flächen gegen Hochwasser und Sturmflut dienen. Diese Aufgabe obliegt den für die Gewässerunterhaltung gebildeten Unterhaltungsverbänden im jeweiligen Ver- bandsgebiet. 7 Näheres beinhaltet das im Jahr 2009 vorgestellte \"Regelwerk Küstenschutz Mecklenburg-Vorpom- mern\" , welches den 1995 herausgegebenen „Generalplan Küsten- und Hochwasserschutz Meck- 8 lenburg-Vorpommern\" weiterentwickelt. Unter „Grundsätze des Küstenschutzes“ heißt es dort: „Küstenschutz ist auf den Schutz im Zusammenhang bebauter Gebiete fokussiert“. 9 7 Eine Übersicht enthält die Internetseite des Landesverbandes der Wasser- und Bodenverbände Mecklenburg- Vorpommern: https://wbv-mv.de/index.php/startseite.html. Letzter Zugriff: 11.04.2019. 8 Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern (2009). Regelwerk Küstenschutz Mecklenburg-Vorpommern. Abrufbar unter: http://www.stalu-mv.de/mm/Themen/Küsten- schutz/Regelwerk-Küstenschutz-Mecklenburg–Vorpommern/. Letzter Zugriff: 11.04.2019. 9 Ebenda: S. 43.",
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"content": "Wissenschaftliche Dienste Sachstand Seite 7 WD 8 - 3000 - 042/19 2.2. Schleswig-Holstein Die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Küstenschutz in Schleswig-Holstein werden durch das Wassergesetz des Landes Schleswig-Holstein (Landeswassergesetz – LWG) bestimmt. 10 Oberste Küstenschutzbehörde ist gemäß § 108 Abs. 1 S. 1 LWG das Ministerium für Energie- wende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als das für den Küstenschutz zustän- dige Ministerium. Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) ist als untere Küstenschutzbehörde für die Überwachung des ordnungsgemäßen Zustandes der Küs- tenschutzanlagen verantwortlich. Vom LKN werden die dem Land obliegenden Bau- und Unter- haltungsaufgaben an den Landesschutzdeichen, den Regionaldeichen sowie den in diesen Dei- chen vorhandenen Bauwerken wahrgenommen. 11 Der Bau und die Unterhaltung von Deichen, Sicherungsdämmen und Dämmen, die im Interesse des Wohls der Allgemeinheit erforderlich sind, ist gemäß § 63 Abs. 1 LWG eine öffentliche Auf- gabe und obliegt hinsichtlich der Landesschutzdeiche sowie hinsichtlich der Regionaldeiche auf den Halligen und Inseln dem Land. Hinsichtlich aller übrigen Regionaldeiche, der Mittel- und Binnendeiche sowie der Dämme obliegen der Bau und die Unterhaltung den Wasser- und Boden- verbänden. Gemäß § 73 LWG gewährt das Land den Wasser- und Bodenverbänden und Gemein- den, die Deiche und Dämme zu unterhalten haben, auf Antrag einen Zuschuss zu ihren Aufwen- dungen. Auf der Grundlage dieser rechtlichen Bestimmungen hat das Land Schleswig-Holstein mit dem „Generalplan Küstenschutz Schleswig-Holstein 2012“ einen Fachplan aufgestellt, in welchem 12 es seine Handlungsgrundsätze für den Küstenschutz festlegt. 10 Wassergesetz des Landes Schleswig-Holstein (Landeswassergesetz) in der Fassung vom 11.02.2008 (GVOBl. Schl.-H. S. 91), zuletzt geändert durch Verordnung vom 16.01.2019 (GVOBl. Schl.-H. S. 30). 11 Landesportal Schleswig-Holstein (2019). Organisation des Küstenschutzes in Schleswig-Holstein. https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/K/kuestenschutz/organisation.html. Letzter Zugriff: 11.04.2019. 12 Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (2013). Generalplan Küstenschutz des Landes Schleswig-Holstein - Fortschreibung 2012. file:///U:/Auf- träge%202019/Deichschutz/Generalplan%20Küstenschutz%20SH%20(2012).pdf. Letzter Zugriff: 11.04.2019.",
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"content": "Wissenschaftliche Dienste Sachstand Seite 8 WD 8 - 3000 - 042/19 2.3. Niedersachsen Die entscheidende gesetzliche Grundlage für den Küstenschutz in Niedersachsen ist das Nieder- sächsische Deichgesetz (NDG). Niedersachsen ist das einzige Bundesland, welches das Deich- 13 recht spezialgesetzlich geregelt hat. Die Verordnung über Zuständigkeiten auf dem Gebiet des Deichrechts (ZustVO-Deich) legt die Zuständigkeiten der Behörden fest. 14 Oberste Deichbehörde ist gemäß § 30 Abs. 1 NDG das Fachministerium, somit das Niedersächsi- sche Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Bestimmte Aufgaben, wie z.B. die Festsetzung der Abmessungen eines Deiches, sind gemäß § 1 ZustVO-Deich dem Landesbe- trieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz übertragen. Soweit das NDG nichts anderes vorschreibt, ist gemäß § 30 a S. 1 NDG die untere Deichbehörde zuständig. Die Aufgaben der un- teren Deichbehörden nehmen gemäß § 30 Abs. 2 S. 1 NDG die Landkreise, die kreisfreien Städte und die großen selbständigen Städte wahr. Sie üben gemäß § 30 Abs. 4 S. 1 NDG die Deichauf- sicht aus. Träger der Deicherhaltung sind gemäß § 7 Abs. 1 S. 1 NDG die Wasser- und Bodenver- bände (Deichverbände) bzw. auf den Ostfriesischen Inseln das Land Niedersachsen. Zwei wichtige Grundlagenwerke bilden die Richtschnur der aktuellen Arbeiten im Küsten- und Inselschutz Niedersachsens: der 2007 erschienene \"Generalplan Küstenschutz\", sowie der 2011 vorgelegte \"Generalplans Inselschutz\". 15 Nur für die sieben dauerhaft besiedelten Hauptinseln (Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Lange- oog, Spiekeroog und Wangerooge) werden Küstenschutzmaßnahmen durchgeführt, nicht jedoch für nur zeitweise bewohnte oder unbewohnte Inseln, wie z.B. Memmert, Lütje Hörn oder Minse- ner Oog. 16 13 Niedersächsisches Deichgesetz (NDG) in der Fassung vom 23.02.2004 (Nds. GVBl. S. 83), zuletzt geändert durch Gesetz vom 13.10.2011 (Nds. GVBl. S. 353). 14 Verordnung über Zuständigkeiten auf dem Gebiet des Deichrechts (ZustVO-Deich) vom 29.11.2004 (Nds. GVBl. S. 549). 15 Beide abrufbar unter: http://www.nlwkn.niedersachsen.de/hochwasser_kuestenschutz/kuestenschutz/general- plan_kuestenschutz/generalplan-kuestenschutz-45183.html. Zugriff: 11.04.2019. 16 Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (2010). Generalplan Küsten- schutz Niedersachsen – Ostfriesische Inseln. S. 8.",
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"content": "Wissenschaftliche Dienste Sachstand Seite 9 WD 8 - 3000 - 042/19 2.4. Freie und Hansestadt Hamburg Das Hamburgische Wassergesetz (HWaG) beinhaltet Regelungen zum Hochwasserschutz. Die in 17 öffentlichem Eigentum der Freien und Hansestadt Hamburg stehenden Hochwasserschutzanlagen sind gemäß § 56 Abs. 1 HWaG von der Wasserbehörde zu unterhalten, wiederherzustellen und 18 zu verteidigen. Bei privaten Hochwasserschutzanlagen obliegen die Unterhaltung, die Verteidi- gung und die Vorsorge für die Verteidigung dem Eigentümer der Anlage oder eines Anlageteils sowie demjenigen, der die tatsächliche Gewalt über die Anlage oder einen Teil der Anlage ausübt (§ 56 Abs. 2 HWaG). 2.5. Freie Hansestadt Bremen Auch das Bremische Wassergesetz (BremWG) enthält Bestimmungen zum Küsten- und Hoch- 19 wasserschutz. Der dem Wohl der Allgemeinheit dienende Schutz vor Hochwasser und Sturmflut sowie die Sicherung des Hochwasserabflusses sind gemäß § 60 Abs. 2 S. 1 BremWG öffentliche Aufgaben. § 66 BremWG regelt die Erhaltungspflicht für Hochwasserschutzanlagen. Der „Generalplan Küstenschutz Niedersachsen/ Bremen“ wurde 2007 gemeinsam durch die 20 Länder Bremen und Niedersachsen aufgestellt und informiert darüber, welche Maßnahmen zur langfristigen Gewährleistung des Hochwasserschutzes entlang der Unterweser im Land Bremen erforderlich sind. 17 Hamburgisches Wassergesetz (HWaG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 29.03.2005 (HmbGVBl. S. 97), zuletzt geändert durch Gesetz vom 04.12.2012 (HmbGVBl. S. 510). 18 Zuständige Wasserbehörden für die Hamburger Überschwemmungsgebiete (2017): http://www.hamburg.de/con- tentblob/4326204/b363b3eea4c04ce0ef6179a00fd9678c/data/d-zustaendigewasserbehoerde.pdf. Letzter Zugriff: 11.04.2019. 19 Bremisches Wassergesetz (BremWG) vom 12.04.2011 (Brem.GBl. S. 262), zuletzt geändert durch Gesetz vom 18.12.2018 (Brem.GBl. S. 644). 20 Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (2007). Generalplan Küsten- schutz Niedersachsen/ Bremen – Festland. Abrufbar unter: https://www.bauumwelt.bremen.de/sixcms/de- tail.php?gsid=bremen213.c.23596.de. Letzter Zugriff: 11.04.2019.",
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"content": "Wissenschaftliche Dienste Sachstand Seite 10 WD 8 - 3000 - 042/19 3. Zusammenfassung Küstenschutz liegt in Deutschland in der Verantwortung der Bundesländer. Die baulichen Schutzmaßnahmen für den Küstenschutz werden auf föderaler, kommunaler oder körperschaftli- cher Ebene (Deichverbände) geplant und realisiert. 21 Mecklenburg-Vorpommern ist das einzige Küstenland, das in seinem Wassergesetz die Pflicht zur Sicherung der Küsten auf den Schutz von im Zusammenhang bebauten Gebieten beschränkt. So unterliegt die unbebaute Steilküste Mecklenburg-Vorpommerns beispielsweise grundsätzlich kei- nem besonderen Schutz. 22 *** 21 Brinkmann, Birgitt; Heinrichs, Harald (2014). Hochwasser- und Küstenschutz in Deutschland. In: Heinrichs, Harald; Michelsen, Gerd (Hrsg.). Nachhaltigkeitswissenschaften (501-522). Heidelberg: Springer-Verlag. 22 Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (2019). Steilküsten in Mecklenburg- Vorpommern. http://www.stalu-mv.de/mm/Themen/Küstenschutz/Steilküsten-in-Mecklenburg–Vorpommern/. Letzter Zugriff: 11.04.2019.",
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