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"content": "- 8. Zusarrunenf.assung und Bewertung der Ergebnisse Der Bericht macht deutlich, daß erst die bereits vorliegenden Erkenntnisse aus dem bisherigen Untersuchungsprogramm in Ver- bindung mit der geplanten untertägigen Salzstockerkundung und den laufenden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten (F+E-Arbeiten) und Untersuchungen abschließ~nde und wissenschaftlich fundierte Antworten auf sicherheitsrelevante Fragen im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb des geplanten Endlagerbergwerkes ermöglichen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können erste Aussagen über Teilbereiche der geologischen Gesamtsituation getroffen werden. Da der Bundesminister des Innern mit Schreiben vom 20. April 1983 die.von der Reaktor-Sicherheitskommission /1/ empfohlenen \"Sicherheitskriterien für die Endlagerung radio- aktiver Abfälle in einem Bergwerk\" verbindlich gemacht hat, werden die dort für die Beurteilung der geologischen Gesamt- situation aufgeführten maßgeblichen Kriterien als Bewertungs- maßstab für die bisherigen Ergebnisse herangezogen. Kriterium 3.1 \"Standortauswahl\": \"Die Wahl des Standortes ist nicht nur für die Errichtungund den Betrieb des Endlagerberg- werkes, sondern vor allem für die Langzeitsicherhe~t von Be- deutung. Die Endlagerformation in Verbindung mit dem geologischen Gesamtsystem ist dabei entscheidend. 11 Der Standort Gorleben unterscheid_et sich hinsichtlich allg.e- mein möglicher geolog.ischer Einflußfaktoren, die für die Lang- zeitsicherheit von Bedeutung sind (Erdbeben, Eiszeiten, EEiro- genese, Halokinese und Subrosion), nicht grundsätzl~ch von anderen möglichen Standorten im norddeutschen Rauin. Besonders hervorzuheben sind die Aussagen zur Subrasion des Salzstocks., Ablaugungsraten von bis zu 0,3 mm/a konnten nur lokal (Bohrung GoHy 940) und zeitlich begrenzt in der Zeit zwischen 900 000 Jahre.· bis 700 000 Jahre vor heute nachgewiesen werden. Da die langfristige Ablaugung des Salzstocks: durch seine Aufstiegs- bewegung_.bestimmt ist, sind für Zeiträume von Millionen von",
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"content": "- 2 - Jahren Subrosionsraten unter 0,01 rnm/a für die Zukunft zu erwarten. Aus den. bisher bekannten Daten dieser betrachteten Einflußfaktoren können. daher. keine grundsätzlichen Bedenken gegen den Standort abgeleitet werden •. Ktriterium 4. 3 nBodenschätze'.': \"Bei der Auswahl des Standortes ist die Erhaltung wirtschaftlich bedeutender Rohstofflager- stätten einschließlich Grundwasservorkommen zu berücksichtigen.u Von den Kalisalzflözen ist unter Lagerstättengesichtspunkten nur das carnallitisch ausgebil-dete Flöz StaBfurt von Bedeutung, denn nur dieses konunt im Salzstock in weiter Verbreitung und in einer Mächtigkeit vor, die für die Gewinnung von Kalisalzen erforderlich ist. Analysen zeigen, daß der durchschnittliche K2 0-Gehalt bei knapp 6 % und damit weit unter der Grenze der Abbauwürdi.gkei t liegt. Förderungswürdige Erdgas- und Erdölvorkommen in der Umgebung des Salzstocks sind aufgrund bisheriger Explorationsarbeiten nicht bekannt geworden und ·zukünftig auch nicht zu erwarten. Das Grundwasser in der Umgebung des Salzstocks_ Gorleben wird gegenwärtig mit einer Förderung von über 0,5 Mio. Kubikmeter pro Jahr· genutzt . (obere .. Grundwasserleiter) . Nördlich und Südlich des Salzstocks befinden sich Süßwässer in größerer Tiefe, die bisher weitgehend·ungenutzt sind. Eine stakre zukünftige Grundwasserentnahme aus den süßwasser- fÜhrenden Stockwerken würde zu einer Verstärkung des Grund- wasserstromes führen, die aber in ihrer Auswirkung örtlich begrenzt bleibt und kaum Einfluß auf den tieferen Grundwasser- abstrom und damit auf den Salzstock nimmt. In wieweit eine Beeinflussung des Grundwassers bei der End- lagerung wärmeentwickelnder Abfälle durch Temperaturerhöhung des Grundwassers erfolgen kann, ist noch nicht abschließend bewertbar. Die regionale Hebung durch wärmebedingte Ausdehnungen des Gebirges hat auf das Grundwasserregime im Deckgebirge",
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"content": "- 3 wahrscheinlich keinen Einfluß. Eine Nutzungsbeschränkung des Grundwassers aufgrund einer Kontamination ist auszuschließen, da für die gesamte Nach- betriebsphase nachgewiesen werden muß, daß solche Konta:- minationem höchstens zu potentiellen Strahlenexpositionen führen, die unterhalb derjenigen Grenzwerte liegen, die für den bestirnmungsgemäßen. Betrieb anderer kerntechnischer Anlagen gelten (§ 45 der Strahlenschutzverordnung). Kriterium 4.4 \"Endlagerformation, Deckgebirge und Nebenge- f _~ stein\": \"Die Endlagerformation muß aus Gesteinen bestehen, die eine Erstellung und Nutzung von untertägigen Hohlräumen unter Berücksichtigung der besonderen Anforderungen an die Endlagerung radioaktiver Abfälle ermöglichen\". Die Ergebnisse der Tiefbohrungen und Salzspiegelbohrungen deuten darauf hin, daß der Salzstock im interessierenden Teufenbereich eine vergleichsweise einfache Struktur auf-- weist. Darüber hinaus lassen er.ste Abschätzungen der möglichen Ein- lagerungsflächen eine auf der Basis der Planungsvorgaben aus- reichende Einlagerungskapazität für 50 Betriebsjahre erwarten. Nach heutiger Kenntnis kann nicht ausgeschlossen werden, daß ·bei der Einbringunq stark wärmeproduzierender Abfälle der Haupt- anhydrit in der Barriere Salzstock eine Schwachstelle bezüglich möglicher Lösungszuflüsse darstellt. Sicherheitstechnisch rele- vant sind die Lösungszuflüsse nur in der Nachbetriebsphase für einen begren~ten Zeitraum, in welchem noch ein nennenswerter Resthohlraum im Endlager besteht. Nach den derzeitigen Ergeb- nissen der Standortuntersuchung kommt der Hauptanhydrit im Salz.:.. stock in zwei Außensträngen und einem zentralen Strang vor. Die beiden äußeren Vorkorrunen brauchen voraussichtlich durch Strecken nicht durchörtert zu werden. Der zentrale Strang ist nAA",
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"content": "- 4 wahrscheinlich in sich zerrisseni ein Ausbeißen eines zentralen Hauptanhydrits im Salzspiegelbereich konnte bisher nirgends fest- gestellt werden, obwohl mehrer Bohrungen dieses stratigraphische Niveau durchteuft haben. Sollten diese Annahmen durch die untertägige Erkundung bestätigt werden, ist eine Wegsamkeit über den Hauptanhydrit dann möglicher- weise nicht mehr zu betrachten. Kriterium 4.4 {Fortsetzung}: \"Die physikalischen und cherilischen Eigenschaften der Mineralien und Gesteine sowie mögliche Mineral- reaktionen unter dem Einfluß der vorgesehenen Einlagerungsgebinde sind zu berücksichtigen\". Hier sind insbesondere die Lösungszuflüsse in den Salzstockunter- suchungsbohrungen Gorleben 1002 bis 1005 zu betrachten. Die ange- troffenen Druckverhältnisse und die chemische Zusammensetzung der Lösungen erlauben die Schlußfolgerung, daß keine eindeutig nach- weisbaren Wegsamkeiten zwischen dem Nebengestein sowie lokalen Lösun9sreservoiren im Salzstock bestehen. Auch bei der Erkundung anderer Salzstöcke durch Tiefbohrungen und Untertage-Berghau wäre erfahrungsgemäß ebenfalls mit Lösungen im Salzgestein zu rechnen. Die in den beiden Schachtvorbohrungen angetroffenen Kondensate entstammen nicht dem Präzechstein. Sie können durch thermische Umwandlung der im Salzstock selbst oder an dessen Basis vorhan- denen organischen Substanzen gebildet worden sein. Ihr Vorkommen muß ggf. bei der untertägigen Erkundung, dem Auffahren des End- lagers und seinem Betrieb berücksichtigt werden. Da Geologie und Stoffbestand im Endlagerbereich im Detail noch unbekannt sind, können die Einflüsse der physikalischen und che- mischen Eigenschaften der verschiedenen Saligesteine auf die end- g.ültige Auslegung des Bergwerkes (maximale Tem!'eraturen im Endla-· gerbereich wärmeentwickelnder Abfälle, maximale Temperaturerhöhun- gen an Carnallitit, maximale Temperaturbelastung des Salzstocks",
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"content": "- 5 - insgesamt, Abfallarten und -mengen) erst nach der untertägigen Erkundung und den Ergebnissen von projektbegleite~den Untersu- chungen berücksichtigt werden. Kriterium 4.4 (Fortsetzung): \"Deckgebirge und Nebengestein müssen bei Radionuklidfreisetzungen aus dem Endlager dazu bei- tragen, unzulässige Konzentrationen in der Biosphäre zu ver- hindern. Daher ist eine hohe Sorptionsfähigkeit für Radionuklide zur Erfüllung der Barrierenfunktion von Deckgebirge und Neben- gestein von Vorteil. Es sind geologische Formationen zu bevorzugen, die auf Bean- spruchungen visko-plastisch reagieren bzw. an Bruchflächen kei- ne Wegsamkeiten für unzulässig große flüssigkeitsmengen entstehen lassen\". Durch die Endlag.erung von größeren Mengen stark wärmeproduzieren- der radioaktiver Abfälle werden Voraussetzungen geschaffen, bei denen heute geschlossene Wegsamkelten erneut wirksam werden kön- nen. Bei der Einlagerung von lediglich nicht wärmeentwickelnden Abfällen ist bei Ergreifen entsprechender Maßnahmen eine Nuklid- freisetzunq über verheilte Wegsamkelten des Salzkö~pers nicht zu unterstellen. Mit der bisher augewandten konservativen Vergehensweise zur Ab- schätzung der radiologischen Folgen bei einer unterstellten Remo- bilisierung von Wegsamkelten über den Hauptanhydrit, ist der Nachweis~der Einhaltung des Schutzzieles der Sicherheitskriterien noch nicht für alle Radionuklide gelungen. Erst durch.die Ver- wendung realistischer Daten und Modellvorstellungen, insbesondere auf der Basis der untertägigen Erkundung und von Ergebnissen von F+E-Arbeiten und Untersuchungen, kann eine Aussage zur Einhaltung von Grenzwerten bei der Unterstellung des o. a. Ereignisses ge- macht werden.",
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"content": "- 6 - Kriterium 4.5 \"Tektonik 11 : \"Der Standort eines Endlagerberg- werkes soll sich durch geringe tektonische Aktivität auszeich- nen und von Bereichen starker tektonischer Aktivität so weit entfernt sein, daß die Integrität des Endlagers durch sie nicht gefährdet wird\". Am Standort Gorleben gibt es keinerlei Anzeichen für eine star- ke tektonische Aktivität, so daß auch die Integrität des Endla- gers hierdurch nicht gefährdet ist. Kriterium 4.6 .\"Hydrogeolog±sche Verhältnisse\": \"Wasserwegsarn- ,--,.. •• / keiten zwischen der Biosphäre und dem in Betrieb befindlichen Endlagerbergwerk stellen einen potentiellen Freisetzu,ngspfad für Radionuklide dar. Solche Wegsamkelten dürfen bei Endlager- formationen allenfalls so gering se±n, daß die Schützfunktionen des geologischen und technischen Barrierensystems erhalten blei- ben. Mögliche Auswirkungen durch die Einlagerung radioaktiver Stoffe (z. B. Wärrneeintrag) müssen dabei berücksichtigt werden. Nach der Stillegung des Endlagerbergwerkes dürfen in der End- lagerformation vorhandene oder möglicherweise zutretende Wässer oder Salzlösungen nicht bzw. nicht in unzulässigem Umfang in die ..._ } Biosphäre gelangen\" • Beim Kriterium 4. 4 wurde darauf hingewiesen, . daß die Schutzfunk- tion der geologischen und technischen Barrieren erst nach der untertägigen Erkundung und von Erkenntnissen aus projektbeglei- tenden Untersuchungen endgültig zu beurteilen ~st. In einer ersten Bewertung des Deckgebirges hinsichtli.ch seiner Barrierenfunktion für potentiell kontaminierte Grundwässer (s. Kriterium 4.4) ist festzustellen, daß die über den zentralen Bereichen des Salzstocks.~Gorleben vorkommenden tonigen Sedimente keine solche Mächtigkeit und durchgehende Verbreitung haben, daß sie in der Lage wären, Kontaminationen auf Dauer von der Biosphäre zurückzuhalten. Berechnungen mit einem Süßwassermodell ergeben für den Transport von Schadstoffen, für die keine Rückhaltungen und Verzögerungen infolge Sorption unterstellt wird, bei zwei berech-",
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"content": "..• 7 - neten Eintrittsstellen in den untersten Grundwasserleiter i~~ Bereich der quartären Rinne Transportzeiten von 600 Jahren bzw. 1170 Jahren bis zum Austritt .in Vorflutgebieten (Exfiltrations- flächen·) nördlich der Elbe. Für anders gewählte Eintrittsstellen in das Deckgebirge kann die Exfiltrationsfläche auch südlich~ .der Elbe mit möglicherweise kleineren Transportzeiten liegen. Die Rechenergebnisse haben vorläufigen Charakter und sollen durch weitere Messungen, Untersuchungen, abgesichert werden. Ohne Berücksichtigungvon physikalischen und chemischen Vor- gängen wie Sorption, Dispersion, radioaktiver Zerfall etc., lassen sich die o. a. Transportzeiten n±cht auf einen unter- stellten Radionuklidtranspört mit dem Grundwasser übertragen. Kriterium 7.1 \"Schächte\": \"Die Schachtansatzpunkte sind unter optimaler Nutzung der geologischen und hydrogeologischen Gegeben- heiten sowie der gebirgsmeschanischen Eigenschaften des Deckge- birges/Nebengesteins und der Endlagerformation festzulegen. Durch einen geeigneten_Schachtausbau ist sicherzustellen, daß ein Wasser- einbruch während des Betriebes und auch nach der Stillegung nach· menschlichem Ermessen ausgeschlossen werden kann. Die Zahl der Schächte ist zu minimieren, wobei aus förder-, wetter-_. und sicherheitstechnischen Gründen jedoch mindestens zwei Schächte erforderlich sind.\" ~ }- Durch je eine Schachtvorbohrung an den beiden vorgesehenen Schacht- ansatzpunkten konnte im Salzgebirge über die gesamte Schachtteufe das Vorhandensein von für das Schachtabteufen besonders geeigneten Salzschichten nachgewiesen werden, die eine optimale Standfestig- keit der Schächte gewährleisten. Der vorgesehene Schachtausbau (Stahl-Beton-Verburidausbau mit Asphalthinterfüllung) im Deckge- birge und Hutgestein stellt sic~er, daß während des Betriebes kein Wassereinbruch erfolgen kann.· Nach Stillegung des Endlagers~ _. schließt eine geeignete Verfüllung der Schächte eine Wegsamkeit über die Schächte aus.",
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"content": ";., ,_ ..... ,\".. - 8 - S c h 1 u B f o 1 g e r u n Die bisherigen Erkenntnisse über den Salzstock Gorleben als Endlagerformation (Struktur, Stoffbestand, voraussichtlich nutzbares Endlagervolumen, Schachtansatzpunkte) haben die Aussagen über seine Eignungshöffigkeit für die Endlagerung der vorgesehenen radioaktiven Abfälle voll bestätigt. Dennoch sind die Kenntnisse über den Salzstock, insbesondere wegen der fehlenden untertägigen Erkundung nicht ausreichend, um seine Barrierenwirkung quantifizieren zu können. Daher.ist auch zum gegenwärtig.en Zeitpunkt eine abschließende Aussage über eine ausreichende Rückhaltewirkung des Deckgebirges nicht möglich. Die sich hieraus ergebende Uns±6herheit in bezug auf endgültige Eignungsaussagen gilt hinsichtlich der geplanten Mengen aller Arten von radioaktiven Abfällen. Bei der Einlagerung lediglich nichtwärmeentwickelnder Abfälle kommt dem Deckgebirge eine untergeordnete Bedeutung zu. Daher ist aufgrund der heute bekannten Eigenschaften des Salzstocks seine Eignung für diese Abfälle sicherlich ge.geben. Der Bedarf an Endlagervolumen für diese Abfälle in Verbindung mit der Eig- nungshöffigkeit für ö.ie geplanten Abfallmengen erfordert die untertägige Erkundung und damit ein unverzügliches Abteufen der Schächte. Viele Aussagen und Ergebnisse des Berichtes sind wegen der noch nicht erfolgten Bestätigung durch die untertägige Erkundung mit Unsicherheiten behaf~et. Das darin liegende Risiko hinsichtlich der Art und der Menge endlagerbarer radioaktiver. Abfälle kann durch vorsorgliche Erkundungsmaßnahmen an anderen Standorten (Standortvorsorge) ·,verringert werden. Mit dem Schachtabteufen parallel laufende übertägige Erkundungsmaßnahmen anderer Stand- orte vermeiden somit Sachzwänge bei der Realisierung dieses Endlagers. Dies würde auch die Akzeptanz des Standortes Gorleben erhöhen.",
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