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            "content": "LANDTAG DES SAARLANDES 16. Wahlperiode                         Drucksache 16/1282 (16/1223) 16.04.2020 ANTWORT zu der Anfrage des Abgeordneten Jochen Flackus (DIE LINKE.) betr.: Zugausfälle auf Vlexx-Linien im Saarland Vorbemerkung des Fragestellers: „Seit 2014 bedient das private Bahnunternehmen Vlexx GmbH unterschiedliche Bahnstrecken im Saarland. Dabei handelte es sich zunächst um den Schienenverkehr zwischen Saarbrücken und Frankfurt. Bereits damals klagten Fahrgäste der Privatbahn über Verspätungen, Zugausfälle oder technische Mängel an Fahrzeugen. Dennoch be- kam die Vlexx GmbH 2017 den Zuschlag für die Bedienung weiterer regionaler Schienenstrecken. Als Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung werden seit Dezember 2019 die Strecken Saar- brücken - Lebach, Saarbrücken - St.Wendel - Neubrücke, Saarbrücken – Neunkirchen - Hom- burg sowie die Strecke zwischen Homburg und Il- lingen ebenfalls durch die Vlexx GmbH bedient. Damit verbunden war eine Ausdünnung des Ver- kehrsangebots zwischen Saarbrücken und St. Wendel. Zudem kommt es seit der Übernahme durch Vlexx erneut zu zahlreichen Zugausfällen. Aufgrund von Personalmangel und Lieferschwie- rigkeiten bei neuen Zügen musste die Deutsche Bahn bereits wenige Wochen nach dem Fahr- planwechsel zwischen St. Wendel und Saarbrü- cken Fahrten übernehmen, für deren Bedienung seit Dezember eigentlich die Vlexx GmbH verant- wortlich ist. Auch in den vergangenen Wochen kam es zu einer Serie von Zugausfällen zwischen Saarbrücken und Neunkirchen, Illingen und Hom- burg sowie Saarbrücken und Mainz, wobei das Unternehmen dieses Mal auf einen hohen Kran- kenstand verweist, der auf eine „bereits ange- spannte Personallage“ treffe. Ausgegeben: 16.04.2020 (05.03.2020)",
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            "content": "Drucksache 16/1282 (16/1223)          Landtag des Saarlandes        - 16. Wahlperiode - Zuletzt hat das saarländische Verkehrsministerium angekündigt, die Vlexx GmbH schriftlich abzu- mahnen und vom Unternehmen Beweise für des- sen personelle und wirtschaftliche Leistungsfähig- keit zu verlangen. Zudem müssen Fahrgäste bes- ser über Zugausfälle und Ersatzverkehre infor- miert werden. Die Kündigung der Verträge ist für die Landesregierung laut eigener Aussage derzeit keine Option – man poche darauf, dass das Un- ternehmen seine vertraglich vereinbarten Leistun- gen erfüllt.“ Vorbemerkung der Landesregierung: Die Vlexx GmbH hat im Rahmen der bundesländerübergreifenden Ausschreibung un- ter Beteiligung verschiedener Aufgabenträger für das Dieselnetz Südwest (DNSW) den Zuschlag zum Betrieb der Regionalexpresslinie RE 3 zwischen Saarbücken und St. Wendel nach Mainz und Frankfurt/Main erhalten und Ende 2014 den Betrieb aufge- nommen. Der Betriebsstart im Dieselnetz Südwest verlief tatsächlich alles andere als reibungsfrei und es kam zu den genannten Verspätungen und Zugausfällen. Die Prob- leme auf der Linie RE3 wurden aber zeitnah weitestgehend behoben und verkehren seither ohne besondere Probleme. Im Rahmen der Ausschreibung für das Elektronetz Saar (ENS) erhielt die Vlexx GmbH den Zuschlag für das Los 2 und Betriebsstart war im Dezember 2019. Die Ausdünnung des Fahrplans war hingegen nicht auf die Übernahme durch die Vlexx GmbH oder die Lieferschwierigkeiten der bestellten Fahrzeuge zurückzuführen, sondern die Fahr- planänderung an Samstagen wurde seitens der Aufgabenträger so in der Ausschrei- bung vorgegeben. Im Hinblick auf die krankheitsbedingten Zugausfälle im Februar 2020 wurde die Vlexx GmbH mit Schreiben vom 25.02.2020 abgemahnt und aufgefordert, einen testierten Nachweis bzgl. der hinreichenden personellen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit vorzulegen. Welche Schlechtleistungen (z.B. Verspätungen) oder Nichtleistungen (z.B. Zugausfälle) sind seit der Übernahme durch Vlexx auf den verschiede- nen Strecken festgestellt worden? Bitte nach Stre- cken und Jahren aufschlüsseln. Zu Frage 1: Für die Regionalexpresslinie RE 3 liegen für den Abschnitt zwischen St. Wendel und Saarbrücken folgende Auswertungen vor: Pünktlichkeitsquote             Ausfallquote 2015                                85 %                         0,8 % 2016                                88 %                         0,4 % 2017                                89 %                         1,9 % 2018                                86 %                         4,3 % Es wird darauf hingewiesen, dass die Werte für die Linie RE 3 keine Messungen für die folgenden Monate enthalten: Januar und Februar 2015, April 2017 und Dezember 2018. Für das Jahr 2019 sind die Werte der Linie RE 3 zurzeit aus technischen Grün- den nicht abrufbar. -2-",
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