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            "content": "Nachwuchs wird entweder aus dem Bereich der Polizeivollzugsbehörden, bei anderen Bundesländern, der Bundeswehr oder privaten Kampfmittelräumun- ternehmen generiert. d)    Wie viele Einsätze gibt es circa jährlich? Im Durchschnitt werden circa 1 400 Anfragen zu möglichen Kampfmitteln von Bürger:innen sowie Bundes- und Landesbehörden gestellt. Bei circa 450 dieser Anfragen bestand ein begründeter Kampfmittelverdacht. Für die Absuche dieser Flächen waren letztendlich circa 140 Einsätze erforder- lich. 2.    Wie viele Kampfmittel wurden in den letzten zehn Jahren im Land Bremen (aufgeteilt nach Bremen und Bremerhaven) jährlich gefunden? Welcher Art waren diese Kampfmittel und wie viele wurden durch Zufall oder durch gezielte Suche aufgrund von Hinweisen gefunden? Für die Freie Hansestadt Bremen besteht nur eine einheitliche Statistik. Eine Statistik getrennt nach den beiden Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven wird nicht geführt. 2011    2012   2013    2014    2015 2016   2017   2018   2019   2020 Sprengbomben 12      9     17       14     24     9    13      8      5      9 aller Art Brandbomben 509     202    907     508     712  151   241     748   336    542 aller Art Granaten 144     43     38      625     53   158   114     47     80    887 aller Kaliber Handgranaten          11      1      4        5       2  151     0      1      2     15 Panzerfäuste          4      0      0        0       0    0     2      1      4      1 Infanteriemuni- tion            31      9    12,3       1     38    19     6      1     31      3 (in kg) Munitionsteile 307    1140    312     368     512  149   109    1017   135    458 (in kg) Im Durchschnitt wurden in den zurückliegenden zehn Jahren jeweils mehr als 1 100 Kampfmittel gefunden und vom Kampfmittelräumdienst beseitigt. Der hohe Anstieg bei den aufgefundenen Granaten 2020 ist auf eine Sondie- rungsmaßnahme zurückzuführen, bei der verklappte Munition aufgefunden wurde. Alleine bei dieser Maßnahme wurden über 800 Granaten vom Kampf- mittelräumdienst geborgen und entsorgt. Nach persönlicher Erfahrung des Kampfmittelräumdienstes werden mehr als 95 Prozent der Kampfmittelfunde durch gezielte Suche aufgrund von Hinwei- sen entdeckt. Eine Statistik wird hierüber nicht geführt. 3.    Wie viele dieser gefundenen Kampfmittel wären noch einsatzfähig gewe- sen und hätten gegebenenfalls zu Explosionen führen können? Alle aufgefundenen Sprengbomben, Panzerfäuste, Granaten und Handgrana- ten hätten noch zu Explosionen führen können. a)    Von welchen Kampfmitteln geht nach Einschätzung des Senates aktuell die größte Gefahr aus? –2–",
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