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            "content": "Hessischer Landtag · 20. Wahlperiode · Drucksache 20/3027                  3 2017 wurde ein „Handbuch zur Radwegweisung in Hessen“ veröffentlicht. Damit wird den Kom- munen und Landkreisen die Umsetzung von einheitlichen Standards in der Wegweisung erleich- tert. Für die Radfahrerinnen und Radfahrer erleichtert dies die Orientierung und erhöht zugleich die Verkehrssicherheit und Attraktivität der Radrouten. Das Handbuch für die wegweisende Beschilderung ermöglicht eine einheitliche lokale Wegwei- sung https://www.nahmobil-hessen.de/unterstuetzung/planen-und-bauen/radwegweisung-planen/ Der Bau der lokalen wegweisenden Beschilderung wird durch das Land finanziell gefördert. Darüber hinaus fördert das Land Hessen den Bau der Infrastruktur finanziell unter anderem im Rahmen der Nahmobilitätsrichtlinie und des Mobilitätsfördergesetzes. Durch die Qualitätsstan- dards und Musterlösungen unterstützt das Land die Kommunen außerdem fachlich. https://www.schneller-radfahren.de Durch eine Befahrung und Bestandsbewertung werden bis 2021 die Hessischen Radfernwege, das Rad-Hauptnetz und die Radwege an Bundes- und Landesstraßen erfasst und deren Qualität syste- matisch bewertet. Auf dieser Basis soll die Qualität der Radwege baulastträgerübergreifend kon- tinuierlich weiter verbessert werden https://www.hessen-erfahren.de Im hessischen Wanderwegenetz stehen mehr als 5.200 Kilometer qualitätsgeprüfter Wanderwege mit den Gütesiegeln „Premiumwanderweg Deutsches Wandersiegel“ und „Qualitätsweg Wander- bares Deutschland“ zur Verfügung. Die Landesregierung unterstützt den Hessischen Wanderverband e.V. bei der Instandsetzung und Pflege der hessischen Wanderwege mit jährlich rund 55.000 €. Auch der 120. Deutsche Wander- tag in Bad Wildungen, der auf Grund der Corona-Pandemie auf 2021 verschoben werden musste, wird mit 100.000 € unterstützt. Beispiele für erfolgreiche hessische Wanderwege: - Spessartbogen: rund 90 Kilometer (Premiumwanderweg) - Rheinsteig: rund 87 Kilometer (Premiumwanderweg) - Habichtswaldsteig: rund 85 Kilometer (Premiumwanderweg) - Werra-Burgen-Steig: rund 133 Kilometer (Qualitätsweg) - Regionalpark RheinMain Rundroute: rund 193 Kilometer (Themenweg) - Nibelungensteig: rund 130 Kilometer (Qualitätsweg) - Lahnwanderweg: rund 295 Kilometer (Qualitätsweg) - Kellerwaldsteig: rund 158 Kilometer (Qualitätsweg) - Urwaldsteig: rund 68 Kilometer (Qualitätsweg) Frage 2.   Auf welche Weise ließe sich nach Auffassung der Landesregierung die diskriminierende und be- hindernde Situation im Bereich des Südportals des Carlsbahntunnels beseitigen und eine sanfte tou- ristische Nutzung für Wander- und Radtouristen erreichen? Im Rahmen der im Jahre 2014 erfolgten Umnutzung des Carlsbahntunnels hatte sich der Landkreis Kassel als zuständiger Baulastträger bemüht, den betreffenden Abschnitt für den Radverkehr zu erschließen. Dies war auf Grund der naturschutzfachlichen Situation nicht möglich. Deshalb ist das Südportal derzeit ausschließlich über die „Schieberampe\" zu erreichen. Die Wegeführung am Südportal ist für Wanderer gut nutzbar. Seit 2017 arbeitet der Landkreis Kassel an einem Ausbau des Hessischen Radfernweges R4 zwischen Hofgeismar-Hümme und Bad Karlshafen. Der auszu- bauende Abschnitt tangiert auch den Bereich des Carlsbahntunnels. Der R4 verläuft in diesem Abschnitt überwiegend auf der alten Bahntrasse. Aufgrund der vorhanden Situation am Carls- bahntunnel verlässt der R4 rund 600 Meter vor dem Südportal die ehemalige Bahntrasse. Nach einer Umfahrung des Tunnels schließt der Radweg rund 150 Meter nördlich des „Nordportals des Carlsbahntunnels\" wieder an die ehemalige Bahntrasse an. Somit ist eine durchgehende Verbin- dung für den Radverkehr gegeben. Frage 3.   Welche Möglichkeiten sieht die Landesregierung, eine „Koexistenz“ von FFH-Gebiet und einem naturnahen, barrierearmen Wander-/Radweg auf dem Bahndamm im Anschluss an das Südportal des Carlsbahntunnels zu erreichen? Da die Natur- und Artenschutzbelange in dem Naturschutzgebiet Vorrang haben, ist ein Rad- wegeneubau dort ausgeschlossen. Aus Sicht der Naturschutzverwaltung ist eine Koexistenz von FFH-Gebiet/ Naturschutzgebiet und Radweg mit der aktuell existierenden Lösung, welche im Zusammenwirken der beteiligten Stellen gefunden wurde, gegeben.",
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