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"content": "20. Wahlperiode Drucksache 20/5715 HESSISCHER LANDTAG 30. 07. 2021 Kleine Anfrage Alexandra Walter (fraktionslos) vom 09.05.2021 „Lesescouts“ in Hessen – Teil 1 und Antwort Kultusminister Vorbemerkung Fragesteller: Seit 2005 führt die Stiftung Lesen mit finanzieller Unterstützung des Hessischen Kultusministeriums das Projekt „Lesescouts“ durch. Hessische Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen sollen Gleichaltrige für das Lesen von Büchern begeistern. Das Projekt „Lesescouts“ soll bis 2022/23 fortgeführt werden. Vorbemerkung Kultusminister: Seit 2018 ist die Stiftung Lesen mit dem Projekt „Lesescouts in Hessen“ Kooperationspartner des Hessischen Kultusministeriums. Mit der Kooperationsvereinbarung wird das seit 2005 erfolgrei- che Programm fortgeführt und weiterentwickelt. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler werden mit dem Projekt in vielfältigen und überdis- ziplinären Fähigkeiten geschult und in ihrer Lesemotivation sowie in ihren Lesefähigkeiten ge- stärkt. Die ausgebildeten Lesescouts erlernen Eigenverantwortlichkeit, Selbst- und Verantwor- tungsbewusstsein und erfahren zudem wichtige soziale und kommunikative Kompetenzen. Durch das Engagement der Lesescouts werden darüber hinaus jüngere oder gleichaltrige Kinder und Jugendliche zum Lesen motiviert. Das Projekt richtet sich dabei explizit auch an Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Elternhäusern, mit Migrationshintergrund oder mit geringen Deutschkenntnissen. Diese Vorbemerkungen vorangestellt beantworte ich die Kleine Anfrage wie folgt: Frage 1. Mit welchem Betrag fördert sie jährlich die Stiftung Lesen? Das Hessische Kultusministerium setzt in Kooperation mit der Stiftung Lesen das Programm „Lesescouts in Hessen“ um. Hierzu wird jährlich ein Betrag von maximal 25.000 Euro vom Hessischen Kultusministerium bereitgestellt. Frage 2. Welcher Betrag wurde durch die Stiftung Lesen für das Projekt „Lesescouts“ seit 2005 aufgewandt? Von der Stiftung Lesen wurde seit 2005 inklusive des Schuljahrs 2020/2021 ein Betrag in der Höhe von 220.100 Euro aufgewandt. Frage 3. Wurde das Projekt „Lesescouts“ zusätzlich durch Spenden unterstützt? Falls ja, wie hoch war der Spendenbetrag für die „Lesescouts“ seit 2005 insgesamt? Nein, das Projekt wurde nicht durch Spenden unterstützt. Frage 4. Wie macht die Landesregierung die Öffentlichkeit auf das Projekt „Lesescouts“ seit 2005 aufmerk- sam? Das Hessische Kultusministerium platziert regelmäßige Ausschreibungen in seinem Amtsblatt. Das Amtsblatt erreicht alle hessischen Schulen. Die Kooperation mit der Stiftung Lesen ist zu- sätzlich seit 2021 auf der Internetseite des Hessischen Kultusministeriums angezeigt. https://kultusministerium.hessen.de/foerderangebote/zusammenarbeit-mit-stiftungen-0?page=1 Eingegangen am 30. Juli 2021 · Bearbeitet am 30. Juli 2021 · Ausgegeben am 4. August 2021 Herstellung: Kanzlei des Hessischen Landtags · Postfach 3240 · 65022 Wiesbaden · www.Hessischer-Landtag.de",
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"content": "2 Hessischer Landtag · 20. Wahlperiode · Drucksache 20/5715 Frage 5. Durch wen werden die „Lesescouts“ geschult? Die Workshops für Lesescouts werden themenspezifisch von verschiedenen Referentinnen und Referenten aus den pädagogisch-didaktischen Bereichen durchgeführt. Eine Medienpädagogin führt beispielsweise einen Workshop zum Thema Film durch, eine Sprecherzieherin einen Work- shop zum Thema „Stimm(ungs)volles Vorlesen“. Vorab wurden die Referentinnen und Referen- ten inhaltlich auf das Projekt vorbereitet, um den Workshop für die Lesescouts passend zu ge- stalten. Frage 6. Wie lange dauert eine solche Schulung? Die Dauer der Workshops ist vom Thema abhängig. Die meisten dauern drei Zeitstunden, der Film-Workshop dauert 4,5 Zeitstunden, der Workshop „Stimm(ungs)volles Vorlesen“ 3,5 Zeit- stunden. Frage 7. Mit welchen Mitteln wecken die „Lesescouts“ bei Gleichaltrigen das Interesse an den Leseveran- staltungen? Die Aktionen der Lesescouts sind sehr vielfältig und hängen von den Rahmenbedingungen an der Schule und den Interessen der Lesescouts ab. Folgende Aktionsideen werden häufig genannt: Vorlesen (in jüngeren Klassen, aber auch in Grundschulen, Kitas oder Senioreneinrichtungen), Lesetipps geben (zum Beispiel auf der Schulhomepage, in der Schulbibliothek, direkt in Klas- sen), Mithilfe in der Schulbibliothek (Ausleihe, Buchauswahl, Präsentation/Vorstellung von Bü- chern, auch zu bestimmten Themen), Lesespiele (für den Tag der Offenen Tür, Lesenächte, Aktionen mit Klassen), Wettbewerbe (zum Beispiel Schreibwettbewerbe), Basteln/Malen zu Geschichten mit jüngeren Schülerinnen und Schülern, Organisation von Buch-Tausch-Aktionen beziehungsweise Flohmärkten sowie Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen (zum Beispiel. Buchhandlungen, Bibli- otheken, Lesetipps im Einzelhandel, Präsentation von Büchern auf einem öffentlichen Platz). Frage 8. Wie motivieren die „Lesescouts“ gezielt Migrantenkinder und Kinder aus sozial schwachen Fami- lien zum Lesen? Die Aktionen der Lesescouts richten sich an alle Mitschülerinnen und Mitschüler, entweder in Form offener Angebote (zum Beispiel Einladung zu einer Vorleseaktion in der großen Pause) oder in Form einer Aktion für eine Klasse. Damit sind Kinder und Jugendliche aus bildungsbe- nachteiligten Familien immer mit angesprochen und werden bei Aktionen im Klassenverbund direkt erreicht. Auch unter den Lesescouts sind Schülerinnen und Schüler aus bildungsbenachteiligten Familien. So ergab die Befragung der Betreuerinnen und Betreuer 2018, dass circa 20 Prozent der Lese- scouts zu Hause kein Deutsch sprechen. Diese Schülerinnen und Schüler sind mit ihrem Lesever- halten und ihren Lesevorlieben besondere Vorbilder an ihren Schulen. In der qualitativen Befragung mit Betreuerinnen und Betreuern im Jahr 2020 wurde außerdem erwähnt, dass unter den Lesescouts auch Schülerinnen und Schüler sind, die vor allem im Fach Deutsch schulische Probleme haben, sich aber gerne in der AG engagieren. Insgesamt gäbe es keine Gruppe innerhalb der Schülerschaft, die sich nicht an den Lesescouts beteilige. Grundsätzlich sind die Lesescouts bestrebt, über eine vielfältige Buchauswahl und ein breites Spektrum an Aktionen möglichst viele Schülerinnen und Schüler zu erreichen, darunter dann auch diejenigen aus bildungsbenachteiligten Familien. Darüber hinaus nehmen Lesescouts an einigen Schulen jüngere Schülerinnen und Schüler mit einer geringen Lesekompetenz in den Blick, um sie zum Beispiel durch die Bildung von Lesetan- dems bei der Verbesserung ihrer Lesefertigkeit zu unterstützen. Als Reaktion auf die starke Zunahme zugewanderter Kinder und Jugendlicher an den Schulen ab 2015 wurde ein zusätzlicher Workshop in das Angebot aufgenommen, der die Integration zuge- wanderter Schülerinnen und Schüler und die Verbesserung ihrer Lese- und Sprachkompetenz durch spielerische Sprach- und Leseangebote zum Ziel hatte. Begleitet wurde der Workshop durch eine Ideensammlung und ein Buch- und Spielepaket.",
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"content": "Hessischer Landtag · 20. Wahlperiode · Drucksache 20/5715 3 Die Befragung der Betreuerinnen und Betreuer im Jahr 2016 zeigte, dass einige Lehrkräfte ihrer- seits bereits selbst das Lesescouts-Format genutzt haben, um die neuen Schülerinnen und Schüler bei ihrer Integration und dem Erlernen der deutschen Sprache zu unterstützen. Frage 9. Wie viele Schülerinnen und Schüler besuchen durchschnittlich die Veranstaltungen der „Lese- scouts“? Wie viele Schülerinnen und Schüler an den Aktionen der Lesescouts teilnehmen, hängt vom For- mat des Angebots ab: An Aktionen im Klassenverbund nehmen jeweils circa 25 bis 30 Schülerinnen und Schüler teil. An offenen Angeboten wie Vorlesetreffen in einer Pause oder in Wettbewerben beteiligen sich erfahrungsgemäß durchschnittlich circa 10 bis 30 Schülerinnen und Schüler. Buchpräsentationen an einem zentralen Ort in der Schule oder in der Schulbibliothek können theoretisch von der gesamten Schülerschaft wahrgenommen werden. Arbeiten die Lesescouts mit außerschulischen Einrichtungen zusammen und präsentieren zum Beispiel Bücher in einer Buchhandlung oder im Einzelhandel, reicht ihre Wirkung weit über die Schule hinaus. An den Workshops für Lesescouts, also der Ausbildung der Schülerinnen und Schüler zu Lese- scouts, nahmen in den Schuljahren 2014/2015 bis 2019/2020 durchschnittlich 15 Schülerinnen und Schüler teil. Die Lesescout-Teams selbst bestehen durchschnittlich aus 10 bis 15 Schülerinnen und Schülern. Wiesbaden, 29. Juli 2021 In Vertretung: Dr. Manuel Lösel",
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