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            "content": "Hessischer Landtag · 20. Wahlperiode · Drucksache 20/5121                   3 Frage 4.   Welche der unter drittens genannten Delikte geschahen innerhalb, welche außerhalb der Flücht- lingsunterkunft/Wohnung? Aufgrund des Sachzusammenhangs werden die Fragen 3 und 4 gemeinsam beantwortet. Für das Jahr 2019 wurden in Hessen insgesamt 41 und für das Jahr 2020 insgesamt 71 Angriffe auf Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte durch den KPMD-PMK registriert. Die weiteren Auf- schlüsselungen sind der Anlage 3 zu entnehmen. Darüberhinausgehende Parameter im Sinne der Fragestellung werden durch den KPMD-PMK nicht erfasst. Insoweit wird ergänzend auf die Aus- führungen in der Vorbemerkung verwiesen. Frage 5.   In wie vielen der unter erstens und drittens genannten Fälle konnten Tatverdächtige ermittelt wer- den, in wie vielen Fällen kam es zu Verurteilungen? Wie aus der Tabelle in der Vorbemerkung ersichtlich, konnten für das Jahr 2020 in 535 der unter erstens genannten Fälle Tatverdächtige ermittelt werden, für 2019 in 321 Fällen. Zu den unter drittens genannten Fällen konnten für das Jahr 2020 in 18 Fällen Tatverdächtige ermittelt werden, für 2019 in 17 Fällen. Hierbei handelt es sich jeweils um eine Teilmenge der unter erstens genannten Fälle. Durch das staatsanwaltschaftliche Vorgangsverwaltungssystem MESTA wurden für das Jahr 2020 insgesamt 143, für das Jahr 2019 insgesamt 104 Verurteilungen registriert. Die genannten Zahlen sind nicht mit denen aus dem KPMD-PMK deckungsgleich bzw. vergleichbar - die Verurteilungen in den Jahren 2019 und 2020 können gegenüber Tatverdächtigen aus den Vorjahren erfolgt sein. Insofern ist hinsichtlich der Frage nach dem justiziellen Verfahrensstand zu berücksichtigen, dass die polizeiliche Datenerfassung durch den KPMD-PMK getrennt von den justiziellen Statistiken erfolgt und mit diesen nicht unmittelbar verknüpft ist, so dass die jeweiligen Ergebnisse automa- tisierter Abfragen nicht ohne Weiteres miteinander vergleichbar sind. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass es sich bei dem KPMD-PMK um eine Eingangsstatistik handelt und die entsprechenden Verurteilungen u.a. erst nach späterer Rechtskraft in der justiziellen Vorgangs- verwaltung erfasst werden. Frage 6.   Wie viele der unter drittens genannten Delikte werden dem Bereich PMK-rechts zugeordnet? Dem Phänomenbereich der PMK -rechts- werden insgesamt 109 Fälle zugeordnet. Frage 7.   Zu welchem Zeitpunkt kommt es zur Erfassung einer Tat in die Kategorie PMK –rechts-? Frage 8.   Wenn im Laufe eines Verfahrens Erkenntnisse gewonnen werden, dass es sich bei einer Tat um politisch motivierte Kriminalität handelt, diese aber bisher nicht als solche kategorisiert wird, wer- den diese in die Statistik nachgetragen? Aufgrund des Sachzusammenhangs werden die Fragen 7 und 8 gemeinsam beantwortet. Die Datengrundlage für sämtliche Straftaten, bei denen eine politische Motivation angenommen wird, bildet der KPMD-PMK. Durch den KPMD-PMK werden die von den hessischen Polizei- präsidien an das HLKA übermittelten Straftaten erfasst, bei denen Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie aus einer politischen Motivation begangen wurden. Ausgehend von den Motiven zur Tatbegehung und den Tatumständen werden politisch motivierte Taten am Beginn des Verfahrens entsprechenden Themenfeldern und Unterthemen zugeordnet sowie die erkennbaren ideologi- schen Hintergründe und Ursachen der Tatbegehung in einem staatsschutzrelevanten Phänomen- bereich abgebildet. Darüber hinaus werden die sog. „echten Staatsschutzdelikte“, u.a. das Verwenden von Kennzei- chen verfassungswidriger Organisationen (§ 86a StGB), wie beispielsweise Hakenkreuzschmiere- reien, immer und ausschließlich als politisch motivierte Kriminalität erfasst, unabhängig davon, ob im Einzelfall tatsächlich eine politische Motivation gegeben ist. Seitens des HLKA erfolgt die Zuordnung der gemeldeten Straftaten zu einem Phänomenbereich der PMK. Da jede Straftat immer nur einem Phänomenbereich zugeordnet werden kann, ist bei solchen, deren Sachverhalte nicht unter den Phänomenbereiche PMK -links-, PMK -rechts-, PMK -ausländische Ideologie- oder PMK -religiöse Ideologie- subsumierbar sind, der Phänomen PMK -nicht zuzuordnen- zu wählen. Die phänomenologische Zuordnung einer Straftat erfolgt immer in Würdigung der Umstände der Tat und/oder der Einstellung des Täters. Wenn demzu- folge Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Tat zum Beispiel eine rechte Gesinnung zugrunde liegt, so wird sie dem Bereich PMK -rechts- zugeordnet.",
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            "content": "Kleine Anfrage 20/5121, Anlage 1 Straftaten PMK -rechts- in Hessen           2019  2020 (einschl. Versuch) Tötungsdelikte (§§ 211 ff. StGB)                         2     2 (Vollendung)                                            (1)   (1) (Versuch)                                               (1)   (1) Körperverletzungen (§§ 223 ff. StGB)                     32   40 Brandstiftungen (§§ 306 ff. StGB)                        0     0 Herbeiführen von Sprengstoffexplosion (§ 308 StGB)                                                    0     0 Landfriedensbruch (§ 125 StGB)                           0     0 Gefährliche Eingriffe i. d. Bahn-, Luft-, Schiffs- und Straßenvk. (§ 315 ff. StGB)                              0     0 Freiheitsberaubung (§§ 234, 239 ff. StGB)                                       0     0 Raub (§§ 249 ff. StGB)                                   0     0 Erpressung (§§ 253, 255 StGB)                            0     0 Widerstandsdelikte (§§ 113 ff. StGB)                     0     0 Sexualdelikte (§§ 177, 178 StGB)                         0     0 Politisch motivierte Gewaltdelikte                       34   42 Sachbeschädigung (§§ 303, 304 StGB)                      41   32 Nötigung/Bedrohung (§§ 240, 241 StGB)                    20   37 Propagandadelikte                                       577   630 Verb. v. Propagandamitteln (§ 86 StGB)                  (1)   (1) Verw. v. Kennz. verf. Org. (§ 86a StGB)                (576) (629) Störung der Totenruhe (§ 168 StGB)                       1     1 Volksverhetzung (§ 130 StGB)                            139   323 Verstoß gg. VersG                                        6     0 Verstoß gg. WaffG                                        2     0 Andere Straftaten                                       100   208 Gesamt                                                  920  1.273",
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