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"content": "20. Wahlperiode Drucksache 20/1010 HESSISCHER LANDTAG 01. 10. 2019 Kleine Anfrage Wiebke Knell (Freie Demokraten) vom 12.08.2019 Entwicklung Tierpopulationen – Teil II und Antwort Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Vorbemerkung Fragestellerin: Die Situation des Niederwildes, der Vögel und anderer Kleintiere ist seit Jahren aus verschiedenen Gründen angespannt. Angesichts der aktuellen Debatte über Ursachen und Handlungsmöglichkeiten ist eine sichere Datengrundlage unerlässlich. Vorbemerkung Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: Flächendeckende, systematisch erhobene und methodisch über den Zeitraum von 1990 bis heute vergleichbare Daten liegen der Landesregierung nicht vor. Die vorhandenen Datensammlungen stammen aus heterogenen Quellen und wurden vor allem in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts oft noch unsystematisch in verschiedenen regionalen oder lokalen Erfassungen oder als Zufallsbeobachtungen sowie als rasterbezogene Präsenz-Absenz-Aussagen erhoben. Zudem wurden viele Daten zunächst analog erfasst und mit unterschiedlicher Rechercheintensi- tät und Priorisierung nachträglich in Datenbanken eingepflegt. Das bedeutet, dass vor allem die älteren Zahlen vielfach keine direkten Hinweise zu Populationen und deren Entwicklung geben, sondern sie sind oft Resultate unterschiedlicher Kartierungsintensität und abhängig vom Vor- handensein und dem Engagement entsprechender – oft ehrenamtlicher – Fachleute vor Ort. Für Arten, die dem Jagdrecht unterliegen und die regelmäßig bejagt werden, werden hilfsweise Jagdstrecken für die Beurteilung großräumiger Bestandstrends herangezogen. Auch die Jagd- strecken sind vom jeweiligen Jagd- und Meldeaufwand der Revierinhaber abhängig und die Zahlen sind – vor allem bei relativ kleinräumiger Betrachtung – nicht unmittelbar an die Be- stände gekoppelt. Erst seit 2006 wurden in Hessen sukzessive die Arten der Anhänge II und IV der Fauna-Flora- Habitat-Richtlinie regelmäßig und systematisch landesweit mindestens in Stichprobenverfahren erfasst. Da die Erhebungen zu den meisten Arten der FFH-Richtlinie zur Beurteilung der Be- standstrends nicht auf Kreisebene, sondern hessenweit erstellt werden, sind konkrete Aussagen zur Entwicklung in einzelnen Landkreisen mit Unsicherheiten verbunden. Wenige, besonders seltene oder stark gefährdete Arten wie die Gelbbauchunke unterliegen einem so genannten „Totalzensus“, das heißt, es werden regelmäßig alle bekannten Vorkommen von Fachgutachtern aufgesucht und dokumentiert. Im Jahr 2012 hat das hessische Kabinett das „Gesamtkonzept zum Naturschutz-Monitoring in Hessen und zur Aktualisierung der Naturschutz-Fachdaten“ verabschiedet. Darin sind diverse Module zur Erfassung und Bewertung von Arten der EU-Vogelschutz-Richtlinie festgeschrie- ben. Erst seit dieser Zeit wird ein systematisches Monitoring durch die Landesverwaltung auf- gebaut, das jedoch weiterhin zu einem großen Anteil auf ehrenamtlicher Zuarbeit aufbaut. Insgesamt ist zur fachlich korrekten Interpretation von Rohdaten zu Artenvorkommen und vor allem in Hinblick auf Populationsentwicklungen und deren mögliche Ursachen umfangreiches Fachwissen nötig. Als Grundlagen für die unten genannten Angaben dienten die Daten und Auswertungen der Bio- diversitätsdatenbank des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG), der Vogeldatenbank der Staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland (VSW) sowie – für Feldhase und Wildkaninchen – die Streckenlisten der obersten Jagdbehörde (oJB). Eingegangen am 1. Oktober 2019 · Bearbeitet am 1. Oktober 2019 · Ausgegeben am 4. Oktober 2019 Herstellung: Kanzlei des Hessischen Landtags · Postfach 3240 · 65022 Wiesbaden · www.Hessischer-Landtag.de",
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"content": "2 Hessischer Landtag · 20. Wahlperiode · Drucksache 20/1010 Hintergrundinformationen und bewertende Gutachten finden sich unter anderem im Internet- Viewer des Hessischen Naturschutzregisters NATUREG unter: http://natureg.hessen.de/infomaterial/infomaterial_tabelle.php bei HLNUG unter https://www.hlnug.de/themen/naturschutz/tiere-und-pflanzen/informationen-zu-tier-und- pflanzenarten/amphibien.html sowie zu Vogelarten bei VSW unter https://vswffm.de/index.php/downloads . Diese Vorbemerkungen vorangestellt beantworte ich die Kleine Anfrage wie folgt: Frage 1. Welche Erhebungszahlen von 1990 bis heute liegen der Landesregierung aus den Landkreisen Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder und Kassel über nachstehende Tierarten vor? a) Feldlerche (Brutpaare), b) Geburtshelferkröte, c) Laubfrosch, d) Grasfrosch, e) Springfrosch, f) Kleiner Wasserfrosch, g) Gelbbauchunke, h) Schildkröten, i) Feldhasen, j) Wildkaninchen. a) Feldlerche (Brutpaare) Es ist davon auszugehen, dass sich – wie in ganz Hessen – auch in den drei nordhessischen Kreisen der Bestand der Feldlerche von 1990 bis heute um etwa 70% verringert hat. Repräsentative Zahlen für einzelne Landkreise liegen nicht vor. Vielmehr wird die Feldlerche auf Probeflächen kartiert und das Ergebnis hochgerechnet. Bei der Erfassung der hessischen Feldlerchen im Rahmen der ADEBAR-Kartierung (Atlas deutscher Brutvogelarten) in den Jah- ren 2005 – 2009 wurden 150.000 – 200.000 Feldlerchenreviere registriert. Zu Beginn der 90er Jahre waren es etwa doppelt so viele. Nach der ADEBAR-Kartierung hat der Bestand der Feld- lerche in Hessen um weitere ca. 20% abgenommen. Siehe Grafik der Anlage. b) Geburtshelferkröte Nachweise: 2006 - 2018 Anzahl: 254 1991 - 2005 Anzahl: 121 1975 -1990 Anzahl: 134 Der Anstieg der Nachweise lässt sich auf intensiveres Monitoring zurückführen. Im Kreis Kas- sel steht die Art kurz vor dem Aussterben, im Schwalm-Eder-Kreis ist sie sehr selten. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg zählt zum Kernbereich der Verbreitung der Art in Hessen. Aber auch dort ist die Geburtshelferkröte selten und rückläufig. c) Laubfrosch Nachweise: 2006 - 2018 Anzahl: 198 1991 - 2005 Anzahl: 325 1975 -1990 Anzahl: 55 Im Kreis Kassel ist der Laubfrosch ausgestorben. Wenige Vorkommen im Kreis Waldeck- Frankenberg. Der nordhessische Verbreitungsschwerpunkt liegt im Schwalm-Eder-Kreis. d) Grasfrosch Nachweise: 2006 - 2018 Anzahl: 402 1991 - 2005 Anzahl: 257 1975 -1990 Anzahl: 868 Trotz der Zunahme an Datensätzen durch verstärkte Auswertung von „Krötenzaundaten“ ist von einer Abnahme der Individuendichte beim Grasfrosch auszugehen.",
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"content": "Hessischer Landtag · 20. Wahlperiode · Drucksache 20/1010 3 e) Springfrosch Der Springfrosch kommt in Nordhessen nicht natürlich vor. f) Kleiner Wasserfrosch Nachweise: 2006 - 2018 Anzahl: 55 1991 - 2005 Anzahl: 2 1975 -1990 Anzahl: 0 Der Kleine Wasserfrosch ist in allen drei Kreisen durch den Mangel an geeigneten Lebensräu- men sehr selten. Die Art ist nur schwer von den beiden anderen Wasserfroscharten zu unter- scheiden, daher wurde sie in der landesweiten Amphibienkartierung 1979-1985 nicht gesondert, sondern nur allgemein im „Grünfroschkomplex“ erfasst. g) Gelbbauchunke Nachweise: 2006 - 2018 Anzahl: 119 1991 - 2005 Anzahl: 58 1975 -1990 Anzahl: 27 In den Landkreisen Kassel und Waldeck-Frankenberg gilt die Gelbbauchunke als ausgestorben. Im Schwalm-Eder-Kreis gibt es sehr wenige isolierte Vorkommen. Der Trend ist negativ, ge- stiegene Nachweiszahlen sind auf intensiveres Monitoring zurückzuführen. h) Schildkröten Ausgesetzte Wasserschildkröten, meistens Schmuckschildkröten (Trachemys scripta) können als Einzeltiere überall in Stillgewässern und Staubereichen der Fließgewässer angetroffen werden. Die einheimische Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) kommt in den drei Land- kreisen vermutlich natürlicherweise nicht vor, es sind jedenfalls keine aktuellen oder histori- schen Vorkommen bekannt. i) Feldhasen Feldhasenstrecke der Landkreise *Strecke = Jagdstrecke und Fallwild (Quelle: oJB 2019) Landkreis Jahr Kassel-Land Kassel-Stadt Schwalm-Eder Waldeck-Frankenberg 1990/1991 41 1991/1992 53 1992/1993 59 1993/1994 60 1994/1995 67 1995/1996 40 1996/1997 28 1997/1998 1998/1999 1999/2000 2000/2001 2001/2002 412 24 517 442 2002/2003 414 17 509 528 2003/2004 455 26 568 511 2004/2005 640 36 734 591 2005/2006 274 23 713 609 2006/2007 441 25 730 519 2007/2008 508 19 962 611 2008/2009 404 18 752 597 2009/2010 406 17 773 617 2010/2011 392 15 804 561",
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"content": "4 Hessischer Landtag · 20. Wahlperiode · Drucksache 20/1010 2011/2012 284 19 764 503 2012/2013 285 21 774 415 2013/2014 252 11 565 341 2014/2015 273 14 521 348 2015/2016 262 9 643 345 2016/2017 197 11 493 242 2017/2018 179 9 473 229 2018/2019 180 8 352 125 j) Wildkaninchen Kaninchenstrecke der Landkreise *Strecke = Jagdstrecke und Fallwild (Quelle: oJB 2019) Landkreis Jahr Kassel-Land Kassel-Stadt Schwalm-Eder Waldeck-Frankenberg 1990/1991 1153 1991/1992 1876 1992/1993 61 1993/1994 195 1994/1995 147 1995/1996 113 1996/1997 132 1997/1998 1998/1999 1999/2000 2000/2001 2001/2002 113 7 442 168 2002/2003 143 9 416 311 2003/2004 231 25 246 185 2004/2005 179 118 218 116 2005/2006 155 103 171 98 2006/2007 246 32 184 140 2007/2008 491 165 353 157 2008/2009 205 39 243 164 2009/2010 122 20 325 113 2010/2011 67 29 266 42 2011/2012 32 26 175 33 2012/2013 32 19 142 26 2013/2014 15 3 79 34 2014/2015 8 2 112 37 2015/2016 33 5 138 33 2016/2017 49 2 118 30 2017/2018 91 3 249 18 2018/2019 131 1 27 10 Wiesbaden, 19. September 2019 Priska Hinz Anlage",
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