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"content": "LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN Drucksache 17/16671 17. Wahlperiode 01.03.2022 Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage 6316 vom 21. Januar 2022 der Abgeordneten Eva-Maria Voigt-Küppers und Jochen Ott SPD Drucksache 17/16329 Maßnahmen der Landesregierung zur Bekämpfung des Fachlehrkräftemangels im MINT-Bereich Vorbemerkung der Kleinen Anfrage Der Lehrkräftemangel ist nach wie vor eine der größten Herausforderungen an den Schulen in Nordrhein-Westfalen. Die Landesregierung hat seit ihrem Antritt immer wieder damit gewor- ben, dass sie der Unterbesetzung an den Schulen energisch entgegen treten möchte. Laut der aktuellen Prognose zum Lehrkräftearbeitsmarkt des Ministeriums für Schule und Bildung werden in den nächsten 20 Jahren fast 85 Prozent der für den Schulbereich vorgesehenen Stellen in Nordrhein-Westfalen neu besetzt werden müssen. Der Bedarf an Lehrkräften ist nicht nur schulformspezifisch, sondern unterscheidet sich erheb- lich zwischen den verschiedenen Unterrichtsfächern. Insbesondere in den MINT-Fächern feh- len schon jetzt viele Lehrkräfte. Diese Entwicklung wird sich in den nächsten Jahren voraus- sichtlich noch einmal deutlich verschärfen, da bis zum Jahre 2030 zwei Drittel der erforderli- chen MINT-Lehrkräfte nicht zur Verfügung stehen werden. Darüber hinaus wird der Einstel- lungsbedarf bei allen MINT-Fächern im Durchschnitt nur zu 33,9 Prozent gedeckt werden kön- 1 nen. 25.900 der bis 2030/31 zu besetzenden MINT-Stellen bleiben dabei unbesetzt. Die bis- herigen Maßnahmen der Landesregierung im Rahmen der vier Maßnahmenpakete gegen den Lehrkräftemangel nehmen nur den allgemeinen Lehrkräftemangel und nicht den fachspezifi- schen Lehrkräftemangel in den MINT-Fächern in den Blick, sodass für die MINT-Fächer in den kommenden Jahren mit keiner Entschärfung des Problems zu rechnen ist. Die Ministerin für Schule und Bildung hat die Kleine Anfrage 6316 mit Schreiben vom 1. März 2022 namens der Landesregierung im Einvernehmen mit der Ministerin für Kultur und Wissenschaft beantwortet. 1 https://www.telekom-stiftung.de/sites/default/files/mint-lehrkraeftebedarf-2020-ergebnisbericht.pdf Datum des Originals: 01.03.2022/Ausgegeben: 07.03.2022",
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"content": "LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN - 17. Wahlperiode Drucksache 17/16671 Vorbemerkung der Landesregierung Die Bildungspolitik und damit auch die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen hat für die Landesregierung absoluten Vorrang. Wie bislang keine vor ihr investiert diese Landesregie- rung in die Köpfe und damit in die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen. Innerhalb von nur fünf Jahren hat die aktuelle Landesregierung den Schuletat um mehr als 3,1 Milliarden Euro gesteigert – Geld, das den Schülerinnen und Schülern insbesondere in Form von zusätzlichen Lehrerstellen dauerhaft zugutekommt. Die Landesregierung hat in dieser Legislaturperiode große Anstrengungen unternommen, um trotz des von der Vorgängerregierung maßgeblich verursachten Lehrermangels die Versor- gung der Schulen mit gut ausgebildeten Lehrkräften zu verbessern. Die Maßnahmen der Landesregierung zur besseren Ausstattung der Schulen mit Lehrkräften und weiterem Personal, die tatsächlich in den Schulen arbeiten und unterrichten, sowie die Bereitstellung von mehr Lehrerstellen für die Schulen waren in dieser Legislaturperiode sehr erfolgreich: 1. Im Schuljahr 2021/2022 arbeiteten und unterrichteten rund 13.300 Lehrkräfte (und weitere Landesbedienstete) mehr an den öffentlichen Schulen in Nordrhein-Westfalen als im Schuljahr 2016/2017 zur Zeit der Vorgängerregierung. 2. Seit 2017 hat die Landesregierung rund 16.000 Lehrerstellen geschaffen und erhalten, knapp 10.000 zusätzliche Stellen wurden geschaffen, mehr als 6.300 von der Vorgänger- regierung zur Streichung vorgesehene Stellen wurden erhalten. Damit wurde dafür ge- sorgt, dass die Schulen in Nordrhein-Westfalen besser auf zunehmende Herausforderun- gen wie Inklusion, Integration, aber auch die Beseitigung der Folgen der Corona-Pande- mie vorbereitet sind. 3. Die Landesregierung hat zusammen mit den Hochschulen eine Studienplatz-Offensive gestartet, die konsequent umgesetzt wird. Damit werden rund 1.450 zusätzliche Studien- plätze geschaffen und dauerhaft gesichert, insbesondere für die Lehrämter Grundschule und Sonderpädagogik, für die von der Vorgängerregierung nicht in ausreichendem Maße Studienplätze bereitgestellt wurden. Für das Lehramt an Berufskollegs wurden die Stu- dienplätze in der Fachrichtung Sozialpädagogik etwa verdreifacht und zusätzliche Stu- dienstandorte geschaffen. Des Weiteren hat die Landesregierung gemeinsam mit den Hochschulen bereits vor der Studienplatzoffensive zahlreiche zusätzliche Studienplätze geschaffen bzw. gesichert. Auch die kurzfristigen Maßnahmen zur Lehrkräftegewinnung verlaufen ausgesprochen erfolg- reich. Mit mittlerweile vier Maßnahmenpaketen zur Personalgewinnung sind über 5.500 zu- sätzliche Einstellungen auf Stellen gelungen, die ansonsten leergelaufen wären – ein sehr gutes Ergebnis, von dem unsere Schulen unmittelbar profitieren und das zeigt, was möglich ist, wenn diese Aufgaben entschieden angegangen werden. Die Bekämpfung des Lehrerman- gels ist eine langfristige Aufgabe. Zu viel ist in den Jahren vor 2017 versäumt worden, insbe- sondere bei der Erstellung von Lehrkräftebedarfsprognosen und der daraus folgenden Schaf- fung zusätzlicher Studienplätze. Darüber hinaus hat auch die Pandemie zusätzliche Heraus- forderungen mit sich gebracht. 2",
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"content": "LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN - 17. Wahlperiode Drucksache 17/16671 Die Zahlen im Einzelnen: Die Zahl der Stellen im Lehrerstellenhaushalt ist seit 2017 unter der jetzigen Landesregierung von 159.943 um 9.817 deutlich auf 169.760 im Haushalt 2022 erhöht worden. Allein mit dem Haushalt 2022 wurden rund 4.000 Stellen neu geschaffen. Hinzu kommt, dass die Landesre- gierung seit 2018 mehr als 6.300 kw-Vermerke der Vorgängerregierung gestrichen und diese Stellen damit langfristig für die Schulen gesichert hat. Damit stellt die jetzige Landesregierung den Schulen im Vergleich zu den Planungen der vorherigen Landesregierung insgesamt über 16.000 zusätzliche Stellen im Lehrerstellenhaushalt zur Verfügung. So hat sich das Verhältnis der in den jeweiligen Haushalten ausgewiesenen veranschlagten Stellen im Lehrerstellen- haushalt zu der entsprechenden Zahl der Schülerinnen und Schüler seit 2017 von 1:14,58 auf 1:13,41 im Haushalt 2022 verbessert. Die zusätzlich geschaffenen Stellen bedeuten für die Schulen eine deutliche Standardverbesserung, die sich auch entsprechend auf die Höhe der zugewiesenen Stellen (Stellenbedarf) auswirkt. Die Lage auf dem Lehrkräftearbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen ist in einigen Lehrämtern – wie in nahezu allen anderen Bundesländern – allerdings sehr angespannt. Es ist derzeit nicht möglich, alle zur Verfügung stehenden Stellen zeitnah mit grundständig ausgebildeten Lehr- kräften zu besetzen. Um einem aktuellen Lehrkräftemangel mit grundständig ausgebildeten Lehrkräften entgegen zu treten, hätte bei einer regulären Studiendauer inkl. Vorbereitungs- dienst von circa sieben Jahren eine Einrichtung von Studienplätzen basierend auf Lehrkräf- tebedarfsprognosen in den Jahren 2014 – 2017 erfolgen müssen. Die jetzige Landesregierung hat auf diese Situation auf der Grundlage einer neuen Lehrkräf- tebedarfsprognose unmittelbar reagiert und begegnet dieser Herausforderung mit einem Bün- del von Maßnahmen, die kurz-, mittel- und langfristig Wirkungen zeigen. U.a. hat die aktuelle Landesregierung die Studienkapazitäten in den besonders kritischen Bereichen deutlich aus- geweitet. Im Grundschullehramt wurden zum Wintersemester 2020/2021 dauerhaft 300 neue Bachelor-Studienplätze und später anwachsend die zugehörigen Masterstudienplätze ge- schaffen und dauerhaft eingerichtet. Damit haben Land und Hochschulen mit der bereits er- folgten Erhöhung im Jahr 2018 seit Beginn der Legislaturperiode im Grundschullehramt rund 700 neue Plätze dauerhaft eingerichtet. Für den Bereich Sonderpädagogik sind bereits über 500 weitere Bachelor-Studienplätze seit 2018 geschaffen bzw. gesichert worden. Zum WS 22/23 und 23/24 wird es des Weiteren an zwei neuen Standorten – Duisburg-Essen und Müns- ter – die Möglichkeit für jeweils 120 Bachelorstudierende geben, das Lehramt für Sonderpä- dagogische Förderung zu studieren. Wegen der im Einzelnen ergriffenen Maßnahmen wird auf die Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage 5796 verwiesen (Drucksache 17/14987). Seit Beginn der Maßnahmen konnten bisher über 5.560 Einstellungen oder Weiterbeschäfti- gungen zusätzlich erfolgen; Stand: 5. Januar 2022. Im Schuljahr 2021/2022 arbeiteten und unterrichteten an den öffentlichen Schulen in Nordrhein-Westfalen rund 13.300 hauptamt- lich/hauptberufliche Lehrkräfte (und weitere Landesbedienstete) mehr als im Schuljahr 2016/2017. Auch diese Zahl dokumentiert eindrucksvoll, dass die Bemühungen der Landere- gierung trotz eines sehr angespannten Lehrkräftearbeitsmarktes wirken und erfolgreich waren. 3",
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"content": "LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN - 17. Wahlperiode Drucksache 17/16671 1. Welche Maßnahmen hat die Landesregierung im Speziellen ergriffen, um Menschen für das Lehramtsstudium eines MINT-Faches zu begeistern? Die Landesregierung wirbt gezielt für das Lehramtsstudium eines MINT-Faches und unter- stützt Studieninteressierte und Studierende durch umfangreiche Beratungsangebote. Mit der 2018 ins Leben gerufenen Lehrkräftewerbekampagne werden gezielt und offensiv neue Lehrerinnen und Lehrer für den Schuldienst in Nordrhein-Westfalen geworben. Da die Beschäftigungsaussichten sich in den einzelnen Lehrämtern und Schulformen deutlich unter- scheiden, erfolgt dies auch weiterhin lehramts- und fächerspezifisch, so auch gezielt im MINT- Bereich. Grundlage der Lehrkräftewerbekampagne ist die von der Landesregierung erstellte Lehrerbedarfsprognose für das Land Nordrhein-Westfalen. Die Erstellung einer entsprechen- den Prognose wurde von der Vorgängerregierung versäumt, so dass zielgerichtete Maßnah- men erst mit der Regierungsübernahme der jetzigen Landesregierung erfolgt sind. Weiterhin unterstützt das Land Studierende und Studieninteressierte durch die Bezirksregie- rungen und das Landesprüfungsamt für Lehrämter an Schulen (LPA) mit umfangreichen Be- ratungsangeboten. Die Zentren für Lehrerbildung an den Hochschulen bieten ihren Studieren- den ein – über die Angebote der allgemeinen Studierendenberatung hinausgehendes – viel- seitiges Informations- und Beratungsangebot rund um das Lehramtsstudium und die berufli- chen Perspektiven. Dies beschränkt sich nicht nur auf Fragestellungen rund um die Studien- fachwahl, sondern schließt breite Beratungsangebote während des Studiums ein. So können auch MINT-Studierende für das Lehramt ebenfalls auf Studienfachberatungen, Online-Ange- bote sowie Orientierungsberatungen etc. zurückgreifen. Eine Vielzahl von Universitäten bietet zudem Vorkurse in MINT-Fächern, insbesondere Mentoring-Programme oder Unterstützung in Form von fachspezifischen Projekten (etwa für die Mathematik im Grundschullehramt) an. In den Regionen Wuppertal, Duisburg-Essen, Bonn und Aachen können interessierte Schüle- rinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe im Rahmen des MILeNa Projekts den MINT- Lehrerberuf im Rahmen eines ein- bis zweijährigen Programms in Kooperation zwischen Schulen und den beteiligten Hochschulen kennenlernen und ausprobieren. Dabei werden MINT-Projekte mit jüngeren Schülerinnen und Schülern der eigenen Schule oder in kooperie- renden Grundschulen durchgeführt. Interessierte Schülerinnen und Schüler der MILeNa-Schu- len werden damit in der Phase der Berufsentscheidung längerfristig begleitet und erhalten pra- xisnahe Einblicke in das Berufsfeld einer MINT-Lehrkraft. 2. Welche Maßnahmen hat die Landesregierung zur Lehrkräftegewinnung im Rahmen des Seiteneinstiegs für die MINT-Fächer ergriffen? Um den hohen Bedarfen in den Naturwissenschaften Mathematik, Informatik, Physik, Chemie und Technik sowie in den Fächern Kunst, Musik und Sport entgegenzuwirken, richten sich einige Werbemaßnahmen der Lehrkräftewerbekampagne auch gezielt an potentielle Seiten- einsteigerinnen und Seiteneinsteiger mit Berufserfahrung. Ebenso wird auf Berufsmessen, Ab- solventenkongressen sowie auf Informationsveranstaltungen an Hochschulen für den Seiten- einstieg in den genannten Fächern geworben. Für alle Lehrämter werden bestehende Spielräume der KMK-Vereinbarungen in Nordrhein- Westfalen bereits genutzt. So besteht im Lehramt an Berufskollegs die Möglichkeit, eine große mit einer hochaffinen kleinen beruflichen Fachrichtung zu kombinieren. Für die anderen Lehr- ämter wurden die Möglichkeiten des Seiteneinstiegs durch eine Verordnungsänderung erleich- tert, so dass die von den Bewerberinnen und Bewerbern erbrachten Studienleistungen und Berufserfahrungen künftig in breiterem Umfang berücksichtigt werden können. Alternativ 4",
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"content": "LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN - 17. Wahlperiode Drucksache 17/16671 besteht die Möglichkeit, über die Teilnahme an einer Pädagogischen Einführung eine unbe- fristete Unterrichterlaubnis für ein Fach und in der Folge eine Dauerbeschäftigung zu erlangen. Zusätzlich wurde bereits im Sommer 2020 im Rahmen des 15. Schulrechtänderungsgesetzes die Möglichkeit eröffnet, dass am Seiteneinstieg mit dem Ziel einer vollgültigen Lehramtsbefä- higung (OBAS) auch FH-Masterabsolventinnen und -absolventen teilnehmen (zeitlich befristet und mit späterer Evaluation); dies ist von besonderer Bedeutung für den naturwissenschaft- lich-technischen Bereich. Bereits seit 2017/2018 werden an insgesamt fünf Universitäten mit kooperierenden Fachhoch- schulen berufsbegleitende („duale“) Lehramts-Masterstudiengänge für technische Fachrich- tungen des Berufskollegs angeboten, die ausgehend von einem FH-Bachelorabschluss in ei- nen berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst für den Schuldienst führen. 3. Plant die Landesregierung zur Lehrkräftegewinnung für die MINT-Fächer die Hoch- schulen für angewandte Wissenschaften einzubeziehen? Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften sind bereits landesweit durch Kooperatio- nen in die Ausbildung von Lehrkräften an Berufskollegs einbezogen. Hochschulen für ange- wandte Wissenschaften tragen insbesondere in den Bereichen, in denen aufgrund der Bedarf- sprognose oder aktuell ein Lehrkräftemangel in der Schulform Berufskolleg herrscht, erheblich zur Gewinnung von Studieninteressierten und zur Ausbildung von Lehrkräften bei. Hier koope- rieren Universitäten landesweit zum Teil mit mehreren Fachhochschulen, die Studieninteres- sierte auch mit Fachhochschulreife gewinnen. In den technischen Fachrichtungen des Berufs- kollegs kann von dieser Gruppe von Interessentinnen und Interessenten auf dualem Wege eine vollgültige und bundesweit anerkennungsfähige Lehramtsbefähigung erlangt werden. 4. Plant die Landesregierung ein fünftes Maßnahmenpaket gegen den Lehrkräfteman- gel aufzuerlegen, welches den fachspezifischen Lehrkräftemangel in den MINT-Fä- chern in den Blick nimmt? Die beschlossenen und in Umsetzung befindlichen Maßnahmenpakete wirken kurz-, mittel- und langfristig. Sie sind systematisch angelegt, beruhen auf einer evidenzbasierten Grundlage und werden evaluiert. Sofern sich aus diesen Evaluationen weitere tragfähige Maßnahmen ableiten lassen, werden diese fachlich geprüft und in zukünftige Überlegungen einbezogen. Die bisherigen Maßnahmenpakete fokussieren den Lehrkräftemangel insgesamt und bezie- hen insbesondere die MINT-Fächer prominent ein. 5. Welche Maßnahmen bzw. Programme hat die Landesregierung aufgelegt, um Frauen für den Lehrberuf in den MINT-Fächern zu gewinnen? Innerhalb der Lehrkräftewerbekampagne sind auf Plakaten, Werbepostkarten etc. sowie in den Online-Maßnahmen stets auch Lehrerinnen mit Fächerkombinationen aus dem MINT-Bereich als Testimonials eingebunden, um offensiv die Möglichkeiten als Lehrerin mit MINT-Fächern aufzuzeigen. Erfahrungsgemäß interessieren sich insbesondere Mädchen stärker für MINT-Inhalte, wenn deren Beitrag für die Lösung von gesellschaftlichen Problemen deutlich wird. 5",
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"content": "LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN - 17. Wahlperiode Drucksache 17/16671 Nach den Kernlehrplänen für die naturwissenschaftlichen Fächer ist das Lernen in Kontexten, die durch die Lehrkräfte vor Ort festgelegt werden, verbindlich. Lernen in Kontexten bedeutet, dass Fragestellungen aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler sowie gesellschaftli- che und technische Fragestellungen den Rahmen für Unterricht und Lernprozesse bilden. Da- für geeignete Kontexte beschreiben reale Situationen mit authentischen Problemen, deren Re- levanz gleichermaßen für Schülerinnen und Schüler erkennbar ist und die mit den zu erwer- benden Kompetenzen gelöst werden können. Kontextorientierter MINT-Unterricht, der auch Teamarbeit voraussetzt und die Bedeutung von Interaktion und Problemlösung in MINT-Kontexten und entsprechenden Berufen verdeutlicht, leistet vor diesem Hintergrund einen wichtigen Beitrag, insbesondere auch Mädchen für die MINT-Disziplinen zu begeistern. Zudem unterstützt das Schulministerium die Zusammenarbeit von Schule mit außerschuli- schen Partnern im MINT-Bereich, da solche Kooperationen die Lernprozesse der Schülerin- nen und Schüler durch starken Praxis- und Anwendungsbezug in vielfältiger Weise begünsti- gen. Hierbei können insbesondere weibliche MINT-Fachkräfte aus Wissenschaft und Wirt- schaft dazu beitragen, klassische Rollenmuster zu hinterfragen. Exemplarisch kann das vom Schulministerium unterstützte Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung „Wir stärken Mädchen“ gemeinsam mit der Zivilgesellschaft genannt wer- den, das eine mittelbare Wirkung auf die Anwahl von MINT-Fächern im Rahmen eines Lehr- amtsstudiums haben kann. Das Programm wird im Rahmen der Beruflichen Orientierung um- gesetzt und fördert frühzeitig die Auseinandersetzung mit geschlechteruntypischen Berufsbil- dern im MINT-Bereich. Im Programm wird die Auseinandersetzung von jungen Mädchen mit geschlechteruntypischen Berufsbildern im MINT-Bereich thematisiert. Ziel ist es, Schülerinnen im Alter von 14 bis 17 Jahren darin zu bestärken, sich unabhängig von Stereotypen für einen Berufsweg zu entscheiden. Dazu zählt neben anderen auch der Beruf der Lehrerin mit einer Fächerkombination aus dem MINT-Bereich. In Workshops, die Schülerinnen dabei unterstüt- zen, ihre Kompetenzen im digitalen und MINT-Bereich zu entwickeln, werden berufliche Alter- nativen entfaltet. Pädagogische Fachkräfte sowie Mentorinnen und Mentoren aus Unterneh- men, die die Schülerinnen während der Projektumsetzung begleiten, können in diesem Zu- sammenhang als Vorbilder dienen. Das bundesweite Programm ist in Nordrhein-Westfalen mit zunächst 23 Schulen an den Start gegangen und soll um 20 Schulen erweitert werden. 6",
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