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"content": "STAATSMlNISTERlUM Freistaat FÜR ENERGIE, KLIMASCHUTZ, UMWELT UND LANDWIRTSCHAFT SACHSEN Bitte Ableitungen und zusätzlich mit bereits ergriffenen Maßnahmen aufzählen. Aus forstwirtschaftlicher Sicht und vor dem Hintergrund des relativ hohen Anteils, teils kleinflächig strukturiertem Privat- und Körperschaftswald insbesondere in Regionen mit hoher Waldbrandgefahr ist der Waldumbau von forsthistorisch überkommenen Nadelholz- forsten zu Laubmischwäldern durch Kunst- und Naturverjüngung von maßgeblicher Bedeutung für die Waldbrandprävention (,,Waldbrandschutz auf der ganzen Waldfläche\"). In den Jahren 2017 bis 2021 wurde der Waldumbau im Privat- und Körperschaftswald auf etwa 1.500 Hektar vom Freistaat Sachsen gefördert. Hinzu tritt Waldumbau durch privat- und körperschaftliche Waldbesitzer ohne Förderung. Der korrespondierende Wert für den Waldumbau im Staatswald betrug im gleichen Zeitraum über 5.900 Hektar. Um das Automatische Waldbrandfrüherkennungssytem (AWFS), das nach dem Jahr 2000 in den Landkreisen Nordsachsen, Meißen, Bautzen und Görlitz installiert wurde, auf dem Stand der Technik zu halten, erfolgte in dem in Rede stehenden Zeitraum seine Modernisierung und Erweiterung durch Fördermittel in Höhe von insgesamt 856.891 Euro. Die frühe Erkennung und Lokalisation von Waldbrandbränden ermöglichen den schnellen und effektiven Einsatz der Feuerwehren und eine effektive Begrenzung der Brandflächengröße. Seit dem Jahr 2017 stellt der Staatsbetrieb Sachsenforst in Kooperation mit dem Deutschen Wetterdienst eine kostenfreie Waldbrandwarn-App mit Rettungspunkten zur Verfügung. Nutzerinnen und Nutzer erhalten mittels der App unter anderem die aktuelle Waldbrandgefahrenstufe am Standort, die Gefährdungsentwicklung für Vorhersage- regionen sowie Verhaltensregeln im Wald und im Brandfall. Im Rahmen der Mehrwert-Initiative des Sächsischen Staatsministeriums für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (Jahr 2021) ,,Nachhaltig aus der Krise\" wird die Anlage von drei Löschwasserreservoirs im Nationalpark Sächsische Schweiz sowie eine Pilotstudie zur Planung und Projektierung von Löschwasserreservoirs in sächsischen Wald- und Schutzgebieten gefördert. Im Zeitraum der Jahre von 2017 bis 2021 wurden durch Forstbehörden und Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer darüber hinaus diverse präventive Maßnahmen angeordnet beziehungsweise durchgeführt, die statistisch jedoch nicht erfasst werden, wie beispielsweise die Anlage von Wundstreifen und Waldbrandschutzriegeln, Auflagen für oder Untersagung von Veranstaltungen im Wald oder in Waldnähe sowie Wegegebote und Waldsperrungen. Frage 3: Welche bundeslandübergreifenden und/oder grenzüberschreitenden Kooperationsbemühungen in Bezug auf Waldbrand gibt bereits oder sind in naher Zukunft zu erwarten? Ausgangspunkt für die zunehmende Beachtung des europäischen und deutschen Waldbrandschutzes ist die steigende statistische Signifikanz dieser Brandereignisse und das Wissen um die natürlichen Folgen der sich vollziehenden Erderwärmung beziehungsweise Klimaveränderung. Im Weiteren sind die durch Waldbrände entstehenden volkswirtschaftlichen Schäden weltweit erheblich und weiter ansteigend. Seite 2 von 4",
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"content": "STAATSMlNISTERIUM Freistaat FÜR ENERGIE, KLIMASCHUTZ, c:::::z::::J SACHSEN UMWELT UND LANDWIRTSCHAFT Infolge dieser Erkenntnis wurde in der Bundesrepublik Deutschland die Arbeits- gemeinschaft Nationaler Waldbrandschutz geschaffen, deren Aufgabe die Erarbeitung von Strategien zum Schutz der multifunktional genutzten Wälder ist. Die Arbeits- gemeinschaft verfügt über Unterarbeitsgruppen, wie zum Beispiel für die Feuerwehr- fahrzeugtechnik, luftgestützte Brandbekämpfung oder Einsatztaktik. Im Weiteren unterhält der Deutsche Feuerwehrverband einen Arbeitskreis Waldbrandschutz, in dem Experten mit besonderem fachlichen Hintergrund Empfehlungen und Leitlinien erarbeiten. Der Freistaat Sachsen wird in der Arbeitsgemeinschaft Nationaler Waldbrandschutz mit zugehörigen Unterarbeitsgruppen sowie im Deutschen Feuerwehrverband durch den Landesbranddirektor vertreten. Zudem werden enge Beziehungen mit den Feuerwehren in der Tschechischen Republik unterhalten. Beziehungen mit Feuerwehren in der Republik Polen sind derzeit im Aufbau. Darüber hinaus existiert die Arbeitsgemeinschaft der Anwender des AWFS aus den Ländern Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Ab Sommer 2022 wird voraussichtlich auch Nordrhein-Westfalen Mitglied_ 1 der Arbeitsgemeinschaft. .... -~·. Seit dem Jahr 2018 besteht eine Vereinbarung zwischen dem Landesbetrieb Forsts· Brandenburg und der kreisfreien Stadt Hoyerswerda als Standort der integrierte Regional- leitstelle Ostsachsen über den gegenseitigen Zugriff auf festgelegte AWFS-Kameras im Nachbarbundesland zur schnelleren Ortung von Waldbränden. Diese Kooperation soll auf Sachsen-Anhalt ausgeweitet werden. An den Grenzen der Bundesländer gibt es Vereinbarungen zwischen den Landkreisen zum grenzüberschreitenden Feuerwehreinsatz. Frage 4: Welche Auswirkungen in Bezug auf Weiterbildung, Materialvorhaltung und Personal der Einheiten des Katastrophenschutzes und Feuerwehren werden aufgrund der unter 1. Erfragten Erkenntnisse angenommen? Im Wissen um die bevorstehenden Herausforderungen der Biosphäre erhält der Freistaat Sachsen eines der modernsten strategischen Waldbrandschutzkonzepte, basierend auf aktuellen Ergebnissen der Waldbrandforschung, der Waldbrandfrüherkennung, des Feuerwehrwesens und der Erfahrungen der großen Waldbrandnationen wie zum Beispiel den USA, Kanada, Portugal und Spanien. Wesentliche Punkte der Sächsischen Waldbrandschutzkonzeption sind dabei auch die Ausbildung des Einsatzpersonals der Feuerwehren, sowie der Einsatz von Spezialgeräten für boden- und luftgestützte Einsätze der Feuerwehren, die von Wald- und Vegetationsbränden ausgehen. Frage 5: Plant der Freistaat Sachsen im Rahmen seiner Zuständigkeit zur Gefahrenabwehr die Aufstellung von (ggf. landesweiter) Einheiten zur Waldbrandbekämpfung? Seite 3 von 4",
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"content": "STAATSMlNlSTERlUM Freistaat FÜR ENERGIE, KLIMASCHUTZ, SACHSEN UMWELT UND LANDWIRTSCHAFT Das strategische Waldbrandschutzkonzept sieht die Aufstellung von Waldbrandzügen und Waldbrandbereitschaften vor. Diese operieren landesweit, sowie auf Anforderung bundesweit und international im Rahmen der Hilfeleistungsverfahren für die Europäische Union. Im Übrigen verfügt der Freistaat Sachsen bereits jetzt über auf die Waldbrandbekämpfung spezialisierte Katastrophenschutzeinheiten. Es handelt es sich dabei um insgesamt drei sogenannte Katastrophenschutz-Löschzüge Waldbrand. Diese sind in den waldbrand- gefahrenträchtigen Landkreisen Bautzen, Meißen und Nordsachsen stationiert und bestehen aus jeweils fünf Tanklöschfahrzeugen und je einem Kommandowagen. Die Ausstattung wurde komplett vom Freistaat Sachsen beschafft, der darüber hinaus auch für die Unterbringung, Unterhaltung und für die Ausbildung der Besatzungen Fördermittel zur Verfügung stellt. Die landeseigene Ausstattung darf im Rahmen des sogenannten Doppelnutzens auch von den Feuerwehren im Rahmen der täglichen Gefahrenabwehr - also auch unterhalb der Katastrophenschwelle - eingesetzt werden. Auch Einsätze außerhalb der genannten Landkreise sind sachsenweit und darüber hinaus möglich. 7'/~dli he:::en Wolfra Seite 4 von 4",
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