HTTP 200 OK
Allow: GET, PUT, PATCH, HEAD, OPTIONS
Content-Type: application/json
Vary: Accept
{
"resource_uri": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/187377/",
"id": 187377,
"site_url": "https://fragdenstaat.de/dokumente/187377/",
"title": "",
"slug": "",
"description": "",
"published_at": null,
"num_pages": 9,
"public": true,
"listed": true,
"allow_annotation": true,
"pending": false,
"file_url": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/ea/9e/6e/ea9e6e4decd8491f85b225985f65120d/6d836d3f7922527db53b897d4a77e57f43c22a36.pdf",
"file_size": 337830,
"cover_image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/ea/9e/6e/ea9e6e4decd8491f85b225985f65120d/page-p1-small.png",
"page_template": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/ea/9e/6e/ea9e6e4decd8491f85b225985f65120d/page-p{page}-{size}.png",
"outline": "",
"properties": {
"url": "https://dserver.bundestag.de/btd/07/055/0705582.pdf",
"title": null,
"author": null,
"_tables": [],
"creator": "OmniPage CSDK 16",
"subject": null,
"producer": "OmniPage 17",
"publisher": null,
"reference": null,
"foreign_id": null,
"_format_webp": true,
"publisher_url": null
},
"uid": "ea9e6e4d-ecd8-491f-85b2-25985f65120d",
"data": {
"category": null,
"publisher": null,
"document_type": null,
"legislative_term": null
},
"pages_uri": "/api/v1/page/?document=187377",
"original": null,
"foirequest": null,
"publicbody": null,
"last_modified_at": "2022-09-21 15:19:27.345332+00:00",
"pages": [
{
"document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/187377/",
"number": 1,
"content": "Deutscher Bundestag Drucksache 7/5582 7. Wahlperiode 13.07.76 Sachgebiet 75 Antwort auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Russe, Dr. Müller-Hermann, Schmidhuber, Springorum, Lenzer, Dr. Freiherr Spies von Büllesheim, Dr. Köhler (Duisburg), Dr. Narjes, Dr. Stavenhagen, Breidbach, Zeyer, Sick, Dr. von Bismarck, Eigen, - Ey, und der Fraktion der CDU/CSU - Drucksache 7/5439 (neu) - betr. energie- und wirtschaftspolitische Zielsetzungen für das Vierjahres- programm „Energieforschung und -technologie\" für die Jahre 1977 bis 1980 Der Bundesminister für Forschung und Technologie — 001 Kab / 311 —5001— 6/76 — sowie der Bundesminister für Wirtschaft haben mit Schreiben vom 9. Juli 1976 die Kleine Anfrage namens der Bundesregierung wie folgt beantwortet: 1. Seit wann hat die Bundesregierung die Absicht, ein Programm „Energieforschung und -technologie\" aufzustellen, und wann soll dieses dem Parlament vorgelegt werden? Mitte 1975 beschloß die Bundesregierung, ein Programm Ener- gieforschung und -technologie als Zusammenfassung und Fort- schreibung der laufenden Programme auf diesem Gebiet (4. Atomprogramm 1973 bis 1976 und Rahmenprogramm Ener- gieforschung 1974 bis 1977) aufzustellen. Dieses Programm soll nach Festlegung der Finanzplanung 1976 bis 1980 vom Bundes- kabinett verabschiedet und anschließend dem Parlament zuge- leitet werden. 2. In welchem Umfange wird im neuen Programm „Energiefor- schung\" ein Gutachten zur energiewirtschaftlichen Problematik berücksichtigt, das nach einer Erklärung von Bundeswirtschafts- minister Dr. Friderichs vor dem Deutschen Bundestag am 22. Januar 1976 von den Wirtschaftsforschungsinstituten erst im letzten Drittel des Jahres 1976 vorgelegt werden kann? 3. Liegen der Bundesregierung zumindest vorläufige Ergebnisse dieses Gutachtens als Grundlage für einen längerfristigen energie- und wirtschaftspolitischen Zielkatalog des neuen Vier- jahresprogramms „Energieforschung und -technologie\" vor, und wenn ja, wie lauten diese? Ziel des angesprochenen Gutachtens ist eine Prognose der Ent- wicklung des Energiebedarfs der Bundesrepublik, dessen Dek kung bis zum Jahre 1985 und eine darüber hinausreichende Energiemarktperspektive. Ergebnisse dieses Gutachtens werden",
"width": 2480,
"height": 3505,
"image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/ea/9e/6e/ea9e6e4decd8491f85b225985f65120d/page-p1-{size}.png"
},
{
"document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/187377/",
"number": 2,
"content": "Drucksache 7/5582 Deutscher Bundestag — 7. Wahlperiode selbstverständlich in einem neuen Energieforschungsprogramm berücksichtigt. Bisher liegen die Ergebnisse noch nicht vor. 4. Teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß staatlich geför- derte bzw. beauftragte Forschung und Entwicklung auf dem Ge- biet der Energiegewinnung und Verwendung sich nach wirt- schaftspolitischen Zielen, speziell nach energiepolitis ch en Zielen zu orientieren haben, und wie will sie dies im einzelnen im neuen Energieforschungsprogramm berücksichtigen? - Die Ziele der Energieforschungspolitik stimmen mit dem im Energieprogramm der Bundesregierung (1. Fortschreibung, Tz 18 und 19) aufgeführten Zielkatalog überein. Das Hauptgewicht der Energieforschung liegt insbesondere auf der rationellen Energieverwendung, der Erschließung neuer Energiequellen und der Entwicklung von neuen Energietechnologien, die umwelt- freundlich sind, ein möglichst hohes Potential für die wirtschaft- liche Nutzung versprechen und der Sicherung der Energie- versorgung dienen. 5. Wel ch e Bundesministerien haben Forschungsaufträge zu Fragen der Energiepolitik vergeben, und bei welcher Stelle liegt die Koordinierung dieser Aufträge? Forschungsaufträge zur Energiepolitik und zur Energiemarkt- entwicklung werden grundsätzlich vom Bundesminister für Wirtschaft vergeben. Soweit im Zusammenhang mit Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Einzelfall zusätzliche Studien im Hinblick auf den Energiemarkt notwendig sind und vom Bun- desminister für Forschung und Technologie vergeben werden, geschieht dies in enger Abstimmung mit dem Bundeswirtschafts- ministerium. Über die übliche Ressort-Abstimmung hinaus be- steht für Fragen der Energieforschung ein Koordinierungsaus- schuß zwischen beiden Häusern. 6. Wel ch e energie- und wirtschaftspolitis ch en Zielvorgaben hat die Bundesregierung im neuen Vierjahresprogramm für die ein- zelnen Bereiche nuklearer und nichtnuklearer Energieforschung und -te ch nologie aufgestellt? Ist die Bundesregierung bereit, den energiewirtschaftlichen Sacherfordernissen Rechnung zu tragen und über den energiepolitisch bisher angelegten Zeit- horizont der Jahre 1985 bzw. 1980 hinauszugehen? Wie in den Antworten zu den Fragen 2, 3 und 4 dargelegt, stim m en die Ziele des neuen Energieforschungsprogramms in allen Bereichen mit den langfristigen energiepolitischen Zielsetzun- gen der Bundesregierung überein. Für die Einzelentscheidung, ob und mit welcher Priorität ein Energieforschungsvorhaben gefördert werden soll, müssen u. a. auch Vorstellungen über die langfristige Entwicklung der Energiewirtschaft herangezogen werden. Gutachten, wie die unter Frage 2 und 3 angesproche- nen, bilden dabei nur einen Orientierungsrahmen für die Forschungsplanung.",
"width": 2480,
"height": 3505,
"image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/ea/9e/6e/ea9e6e4decd8491f85b225985f65120d/page-p2-{size}.png"
},
{
"document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/187377/",
"number": 3,
"content": "Deutscher Bundestag - 7. Wahlperiode Drucksache 7/5582 7. Welche Mittel werden im neuen Energieforschungsprogramm für die staatliche Förderung der nuklearen und nichtnuklearen Energieforschung im Vergleich zu realen Preisen (hilfsweise Deflationierung der Angaben mit dem Preisindex für den Staatsverbrauch) in den nächsten Jahren vorgesehen, und welche Kürzungen ergeben sich hieraus im einzelnen im Ver- gleich zu dem Zeitraum 1969 bis 1976? 8Wie . rechtfertigt die Bundesregierung die Kürzung der Energie- forschungsausgaben in ihrem neuen Energieforschungspro- gramm angesichts der bei Mineralöl nahezu unverändert hohen und bei Erdgas noch steigenden Importabhängigkeit der Bun- desrepublik Deutschland, und wie will sie bei der vorgesehenen Einschränkung der Energieforschung die Import-Abhängigkeit bei den Energie-Rohstoffen verringern? Wie aus der Antwort zu Frage 1 hervorgeht, gibt es noch keine Finanzierungsplanung für das neue Energieforschungspro- gramm. Daher kann sich auch die Frage nach einer Kürzung die- ser Mittel nicht stellen. Die Finanzausstattung für das neue Energieforschungsprogramm wird den politischen, wirtschaft- lichen und energiewirtschaftlichen Zielen der Bundesregierung Rechnung tragen. Sie wird mit der Finanzplanung 1976 bis 1980 vorgelegt werden. 9. Teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß die bisherige Finanzierung der Energieforschung, insbesondere bei langfristig orientierten Projekten verbesserungswürdig ist, und welche Vorstellungen hat sie hierzu im einzelnen? Die Finanzierung der Energieforschung war nach Auffassung der Bundesregierung auch bei den langfristig orientierten Pro- jekten der spezifischen Situation und den gesamtwirtschaft- lichen und politischen Verhältnissen angemessen. So hat z. B. im Jahre 1975 die Bundesrepublik Deutschland im Vergleich mit den anderen Ländern der OECD die höchsten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung insgesamt — bezogen auf das Bruttosozialprodukt — gehabt. Die Bundesregierung hält die bis- herige Finanzierung der Energieforschung nicht für grundsätz- lich verbesserungsbedürftig. 10. Welche Bedeutung hat die Förderung der Energieforschung durch die Europäische Gemeinschaft, insbesondere die Projekt- förderung, und ist die Bundesregierung der Ansicht, daß eine eventuelle Ausweitung dieser Förderungsmaßnahmen nicht zu Lasten der Bemühungen im nationalen Bereich führen darf? Das Energieforschungsprogramm der Europäischen Gemein- schaft wird von der Bundesregierung nicht als Konkurrenzpro- gramm zu den eigenen Energieforschungsvorhaben betrachtet. Beide ergänzen einander, und insofern wird durch das Energie- forschungsprogramm der Europäischen Gemeinschaft eine Ent- lastung des Bundeshaushaltes erreicht. Die Bundesregierung sieht in dieser Arbeitsteilung keinen Nachteil zu Lasten der Bemühungen im nationalen Bereich, weil ihr die Ergebnisse aus dem Energieforschungsprogramm der Europäischen Gemein- schaft voll zur Verfügung stehen. Sie wird daher generell an der Politik der gegenseitigen Ergänzung von nationalen und multi-",
"width": 2480,
"height": 3505,
"image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/ea/9e/6e/ea9e6e4decd8491f85b225985f65120d/page-p3-{size}.png"
},
{
"document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/187377/",
"number": 4,
"content": "Drucksache 7/5582 Deutscher Bundestag — 7. Wahlperiode nationalen Energieforschungsvorhaben und -programmen fest- halten. 11. Welche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sind nach Auf- fassung des Bundeswirtschaftsministeriums hinsichtlich des Auf- baus neuer Energieversorgungssysteme in den Verdichtungs- räumen, insbesondere unter Berücksichtigung der Standort- und Ausbauplanung für Kraftwerke erforderlich, und welche Maß- nahmen sind hierzu auf seiten der Bundesregierung vorge- sehen? Forschungs- und Entwicklungsarbeiten können dazu beitragen, die Anwendbarkeit der Wärme-Kraft-Kopplung wesentlich aus- zuweiten. Besondere Bedeutung haben Maßnahmen auf dem Gebiet der Wärmeverteilung, die darauf abzielen, die Wärme- transportkosten zu verbilligen. Dadurch soll die Wärme über größere Entfernungen als mit bisheriger Technik rentabel vom Heizkraftwerk zum Verbrauchszentrum geleitet werden. Es ist vorgesehen, neben den bereits angelaufenen bzw. festgeplanten Arbeiten an den Fernwärmeverbundsystemen Ruhr und Saar bevorzugt Entwicklungen zur Verbilligung von Verlegever- fahren und zur Verbesserung von Isoliertechniken zu fördern. Eine weitere Möglichkeit zur Senkung der spezifischen Wärme- transportkosten bieten Langzeit-Großwärmespeicher. Laufende Untersuchungen über deren Realisierbarkeit sollen weiter- geführt werden. Diese Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sollen mit dazu beitragen, die Anwendung der Wärme-Kraft-Kopplung unab- hängiger als bisher von der Entfernung zwischen Heizkraftwerk und Verbrauchszentrum zu machen. 12. Teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß das Bundes- wirtschaftsministerium aus den vom BMFT in Auftrag gegebe- nen Fernwärmestudien weiterführende Erkenntnisse über alle leitungsgebundenen Sekundärenergien ziehen kann und daß deshalb eine vertiefende Weiterführung dieser Studien im Rah- men der Fortschreibung des Energieforschungsprogramms und des Programms „Kommunale Technologien\" erfolgen sollte? Die endgültigen Ergebnisse der Fernwärmestudien liegen noch nicht vor. In welchem Umfang aus diesen Studien Erkenntnisse für andere leitungsgebundene Energieträger gewonnen werden können, kann erst nach Auswertung festgestellt werden. Dann kann auch eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob und in welchem Rahmen diese Studien weiterzuführen sind. In die- sem Zusammenhang werden auch die Wechselwirkungen zwi- schen den Fernwärmesystemen und den Raum- und Siedlungs- strukturen berücksichtigt werden. 13. Hält es die Bundesregierung aus energiepolitis ch er Sicht für notwendig, die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für die Standardisierung der Kernkraftwerke sowie Forschungs- und",
"width": 2480,
"height": 3505,
"image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/ea/9e/6e/ea9e6e4decd8491f85b225985f65120d/page-p4-{size}.png"
},
{
"document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/187377/",
"number": 5,
"content": "Deutscher Bundestag — 7. Wahlperiode Drucksache 7/5582 Entwicklungsarbeiten hinsichtlich des Einsatzes von Kernkraft- werken als Heizkraftwerke in der Nähe von Verdichtungs- räumen zu unterstützen, und welche Mittel hat sie hierfür im einzelnen veranschlagt? Die Bundesregierung hält aus volkswirtschaftlichen Erwägun- gen eine Standardisierung von Kernkraftwerken für äußerst erstrebenswert. Die Standardisierung von Kernkraftwerken ist primär Aufgabe der Reaktorhersteller und -betreiber. Die Bundesregierung för- - dert jedoch die Standardisierungsbemühungen der Industrie durch Vereinheitlichung der Sicherheitsanforderungen im Ge- nehmigungsverfahren in geeigneten Regelwerken und durch systematische Abstimmung der Behörden von Bund und Län- dern sowie deren Gutachtern mit der Industrie bei der Durch- führung der Standardisierung. Darüber hinaus wird ein wichtiger indirekter Beitrag durch das Forschungsprogramm Reaktorsicherheit geleistet, das ein ver- tieftes Verständnis der Sicherheitsreserven der heute verfüg- baren Sicherheitseinrichtungen vermittelt und damit die Grund- lage für eine Festschreibung bestimmter technischer Lösungen in standardisierten Konzepten schafft. Die zugeordneten For- schungsvorhaben bedingen einen Aufwand von etwa 10 Mio DM jährlich, davon stehen allerdings 80 v. H. nur im mittelbaren Zusammenhang mit der Standardisierung. Das Forschungsprogramm Reaktorsicherheit zielt zugleich dar- auf ab, die wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen für die Entscheidung über die Genehmigung von Kernkraft- werken einschließlich solcher für Zwecke der Fernheizung in der Nähe von Verdichtungsräumen zu erweitern. Über Planung und Durchführung eventueller, zusätzlich erforderlicher FuE-Arbei- ten zur Fernwärmeversorgung aus Kernkraftwerken wird nach Auswertung der Fernwärmestudien entschieden werden. 14. Welche energie- und wirtschaftspolitischen Zielsetzungen hat die Bundesregierung hinsichtlich der Prospektion und Gewin- nung von Natururan, und wie stellt sie sich die Finanzierung dieser Maßnahmen im einzelnen vor? Die Abhängigkeit von ausländischen Natururanproduzenten muß im Interesse der Sicherung unserer Versorgung in zuneh- mendem Maße vermindert werden. Mit Förderungsmaßnahmen zur Sicherung der Uranversorgung strebt die Bundesregierung eine Deckung des zukünftigen Natururanbedarfs aus eigenen Produktionskapazitäten im Ausland von über 50 v. H. an. Im 4. Atomprogramm wurde als Zielgröße 60 v. H. angesetzt. Die Förderungsmaßnahmen beschränken sich auf die Teilfinan- zierung der risikoreichen Lagerstättensuche. Die Beteiligungen an den Aufsuchungskosten betragen zur Zeit: 60 v. H. Bund, 20 v. H. Bergbauindustrie und 20 v. H. interessierte Elektrizi- tätsversorgungsunternehmen. Die Finanzierung der Bergwerks einrichtungen und Aufbereitungsanlagen wird von der Bergbau-",
"width": 2480,
"height": 3505,
"image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/ea/9e/6e/ea9e6e4decd8491f85b225985f65120d/page-p5-{size}.png"
},
{
"document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/187377/",
"number": 6,
"content": "Drucksache 7/5582 Deutscher Bundestag — 7. Wahlperiode industrie durchgeführt. Bei günstigerer Ertragslage soll sie in zunehmenden Maße auch die Aufsuchungskosten übernehmen. 15. Welche energiepolitischen Ziele hat die Bundesregierung in bezug auf die Maßnahmen hinsichtlich der Suche nach Erdöl- und Erdgaslagerstätten sowie nach weiteren unterirdischen Speicheranlagen, und wie rechtfertigt sie die Kürzung dieser Mittel im Vergleich zu den bisherigen Ausgaben? Wegen beschränkter Substitutionsmöglichkeiten ist die Bundes- republik wie die anderen Industrieländer auf absehbare Zeit auf einen hohen Versorgungsbeitrag von 01 und Gas angewiesen. Die Exploration von 01- und Gaslagerstätten gehört damit zu den wichtigen energiepolitischen Aufgaben. Als eines der größ- ten Verbraucherländer hat die Bundesrepublik Deutschland ihren Beitrag bei der Suche und beim Aufschluß neuer Lager- stätten zu leisten. Die Entwicklung neuer Explorationsmethoden und Gewinnungsverfahren zur optimalen Nutzung von Lager- stätten ist deshalb einer der Schwerpunkte der Energiefor- schung und der Meeresforschung und -technik. Die Bundesregierung hält an ihren Zielvorstellungen fest; die eingeleiteten Maßnahmen, wie das Deminex-Programm und das Erdgas-Tiefbohrprogramm laufen unverändert. An eine Kürzung von Mitteln ist nicht gedacht. Der Ausbau unterirdischer Speicheranlagen für die Bundesroh- ölreserve verläuft planmäßig. Die Frage einer Schaffung zusätz- licher Speicher für Erdgas wird derzeit von der Bundesregie- rung geprüft. 16. Welche energie-, wirtschafts- und beschäftigungspolitischen Zielsetzungen sollen hinsichtlich der Förderung neuer Techno- logien im Steinkohlenbergbau beibehalten werden, und wie kann dies im einzelnen im Hinblick auf die Kürzung der Mittel im neuen Programm „Energieforschung\" berücksichtigt werden? Die energie- und wirtschaftpolitischen Zielsetzungen hinsichtlich neuer Technologien 'im Steinkohlenbergbau sind unverändert. Nach wie vor ist Steinkohle, aber auch Braunkohle, ein wich- tiges energiepolitisches Potential. Zentrale Aufgabe der Ener- gieforschung in diesem Bereich ist und bleibt, die technologische Entwicklung im Steinkohlenbergbau voranzutreiben (Weiter- entwicklung der Bergtechnik zur Steigerung der Wirtschaftlich- keit und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen) und beson- ders auch Verfahren zur „Veredelung\" der Kohle zu entwickeln und so die Voraussetzungen für eine optimale Nutzung dieser Reserven zu schaffen. Die Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet neuer Kohleverede- lungstechnologien sind allerdings langfristiger Natur, so daß direkte energie-, wirtschafts- und beschäftigungspolitische Aus- wirkungen aus heutiger Sicht nicht vor Anfang der 90er Jahre zu erwarten sind. Konkrete Zielvorgaben über den Beitrag „ver-",
"width": 2480,
"height": 3505,
"image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/ea/9e/6e/ea9e6e4decd8491f85b225985f65120d/page-p6-{size}.png"
},
{
"document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/187377/",
"number": 7,
"content": "Deutscher Bundestag — 7. Wahlperiode Drucksache 7/5582 edelter Kohle\" zur Energieversorgung sind daher beim der- zeitigen Stand der Entwicklung nicht möglich. Die Frage der Mittelkürzungen im neuen Energieforschungsprogramm wurde bereits bei Frage 7 beantwortet. 17. Welche Bedeutung mißt die Bundesregierung den neuen Tech- nologien für steinkohlengefeuerte Kraftwerke zu, und was gedenkt sie zu unternehmen, um die Markteinführung dieser umweltfreundlichen Kohlekraftwerke weiterhin zu fördern? Die Bundesregierung schenkt allen technologischen Entwick- lungen, die die Einsatzmöglichkeiten für Steinkohle erweitern, große Aufmerksamkeit. Dies gilt auch für Entwicklungen im Bereich der steinkohlegefeuerten Kraftwerke. Soweit Entwick- lungen – wie z. B. die Wirbelbettverbrennung unter Druck – zur Marktreife gebracht werden können, stellen sie einen bedeu- tenden Beitrag zur umweltfreundlicheren und wirtschaftlicheren Verwendung der Kohle dar. Um solche Techniken möglichst schnell verfügbar zu machen, werden mehrere Projekte sowohl im nationalen Rahmen wie auch in internationaler Zusammen- arbeit (IEA) intensiv verfolgt und mit öffentlichen Mitteln gefördert. 18. Welche energie- und industriepolitischen Zielsetzungen (nach Mengen und zeitlicher Entwicklung) legt die Bundesregierung bei Kürzung der Mittel der weiteren Förderung der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Substitution von Erdöl und Erd- gas durch Synthesegas für a) den zukünftigen Energiebedarf, b) den zukünftigen Rohstoffbedarf, insbesondere der chemi- schen Industrie, zugrunde? Die Bundesregierung mißt Forschungs- und Entwicklungsarbei- ten zur langfristigen Substitution von Erdöl und Erdgas durch Kohle erhebliche Bedeutung für die Energieversorgung und für die Sicherung der Rohstoffbasis der chemischen Industrie bei. Vorhaben aus diesem Bereich werden nicht durch Kürzung beeinträchtigt. 19. Teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß ein möglichst frühzeitiger Einsatz von Synthesegas aus der Braun- oder Stein- kohlenveredelung zur Minderung der Krisenempfindlichkeit unserer Versorgung erheblich beitragen kann, und daß hiermit außerdem ein wirksames Instrument gegen monopolistische Praktiken der Erdöl und Erdgas exportierenden Länder geschaf- fen werden kann? Diese Frage ist mit ja zu beantworten. Der mögliche Umfang der Verminderung der Abhängigkeit von Erdöl- und Erdgas- importen ist allerdings nach derzeitigem Erkenntnisstand noch nicht voll zu überblicken.",
"width": 2480,
"height": 3505,
"image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/ea/9e/6e/ea9e6e4decd8491f85b225985f65120d/page-p7-{size}.png"
},
{
"document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/187377/",
"number": 8,
"content": "Drucksache 7/5582 Deutscher Bundestag - 7. Wahlperiode 20. Welche Bedeutung mißt die Bundesregierung der Weiterent- wicklung fortgeschrittener Reaktorsysteme bei (Schneller Brüter und Hochtemperaturreaktor), und ist sie der Auffassung, daß die Förderung des Kugelhaufenhochtemperaturreaktors zu den vordringlichsten Zielsetzungen gehört, die im Rahmen einer langfristig orientierten Energie- und Wirtschaftspolitik notwen- dig ist? 21. Wie bewertet die Bundesregierung energie- und wirtschafts- politisch die Möglichkeit, daß mit dem Einsatz des Hochtempe- raturreaktors Thorium in größerem Umfange als Kernbrenn- stoff eingesetzt werden kann und damit zur Streckung der Uranvorräte beiträgt? - 22. Welche Bedeutung mißt die Bundesregierung dem Einsatz des Hochtemperaturreaktors zur Streckung der Uranreserven zu, und welche Dringlichkeit ergibt sich hieraus für die Weiterent- wicklung der Schnellen Brutreaktoren; ist die Bundesregierung bereit, auch diesem energie- und wirtschaftspolitisch bedeut- samen Gesichtspunkt bei der Aufstellung des neuen Vierjahres- programms „Energieforschung\" Rechnung zu tragen? Die Bundesregierung hat seit Jahren die fortgeschrittenen Reak- torlinien SNR und HTR mit hoher Priorität gefördert und tut dies auch weiterhin. Die Bedeutung des SNR liegt primär in einer drastischen Senkung des Uranbedarfs, was in Anbetracht der langfristig zu erwartenden zunehmenden Uranverknappung von essentieller Bedeutung für die Sicherstellung einer aus reichenden Energieversorgung ist. Der HTR bringt als einziges Reaktorsystem die Möglichkeit mit sich, durch direkte Prozeß- wärmeanwendung fossile Primärenergieträger zu substituieren (z. B. bei der Kohlevergasung). Er erlaubt im übrigen auch im Stromerzeugungsbereich eine begrenzte Reduktion des Uran- bedarfs gegenüber dem heute eingeführten LWR-System. Im übrigen wird auf den Bericht der Bundesregierung zur Ent- wicklung fortgeschrittener Reaktorlinien vom 18. Januar 1976 verwiesen, der dem Ausschuß für Forschung und Technologie des Deutschen Bundestages zugeleitet wurde. 23. Wie beurteilt die Bundesregierung die technische Entwicklung und die energiewirtschaftlichen Einsatzmöglichkeiten einerseits des Schnellen Brutreaktors, insbesondere auch eine entspre- chende Standortsicherung für diesen, und des Hochtemperatur reaktors andererseits? Der technische Entwicklungsstand der beiden Reaktorlinien, HTR und SNR, ist in der Bundesrepublik Deutschland an- nähernd gleich. Versuchsreaktoren (AVR, KNK) sind in Betrieb, Prototypen (THTR 300, SNR 300) sind im Bau und werden vor- aussichtlich 1979 und 1981 fertiggestellt sein. International ge- sehen hat der Schnellbrutreaktor eine breitere Basis (BN 350 in der UdSSR, Phenix in Frankreich und PFR in England sind in Betrieb), während der HTR Ft.St.Vrain als einziges auslän- disches HTR-Prototypkraftwerk sich erst in der Inbetriebnahme- phase befindet. Eine breite energiewirtschaftliche Einsatzmög- lichkeit beider Reaktortypen kann aufgrund der noch notwen- digen Entwicklungsschritte erst nach dem Jahr 2000 erwartet werden. Aus den gleichen Gründen ist es verfrüht, über die Standortsicherung von fortgeschrittenen Reaktortypen im gro- ßen Rahmen zu sprechen. Beide Prototypreaktoren THTR 300",
"width": 2480,
"height": 3505,
"image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/ea/9e/6e/ea9e6e4decd8491f85b225985f65120d/page-p8-{size}.png"
},
{
"document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/187377/",
"number": 9,
"content": "Deutscher Bundestag — 7. Wahlperiode Drucksache 7/5582 und SNR 300 durchlaufen jedoch das gleiche atomrechtliche Ge- nehmigungsverfahren wie Leichtwasserreaktoren, weswegen die Standortfrage nicht als spezifisch für fortgeschrittene Reak- toren anzusehen ist. 24. Wie will die Bundesregierung bei der Kürzung der Mittel für den nuklearen Bereich gewährleisten, daß die weitere Entwick- lung des Schnellen Brüters nicht zu Lasten der weiteren Förde- rung des Hochtemperaturreaktors erfolgt? Kürzungen bei Kap. 30 05 Tit. 893 10 im Haushaltsjahr 1976 wurden im wesentlichen durch die Terminverzüge bei den Bau- projekten, durch zeitliche Verschiebungen von weiterführenden Arbeiten zum SNR und durch Reduzierung der Arbeiten zum HHT-Projekt aufgefangen. Da es keinen verabschiedeten Bun- deshaushaltsplan 1977 gibt, kann eine zeitlich weiterreichende Aussage nicht gemacht werden. 25. Welche wirtschaftspolitischen Zielsetzungen verfolgt die Bun- desregierung bei der Zusammenarbeit mit den Ländern der Dritten Welt, insbesondere bei der nichtnuklearen Energie- forschung, und wie berücksichtigt sie dies im einzelnen im neuen „Energieforschungsprogramm\"? Bei der Zusammenarbeit mit den Ländern der Dritten Welt han- delt die Bundesregierung auch auf dem Gebiet der Energie- forschung nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe\". Unter den Energieforschungsprojekten der Bundesregierung gibt es eine Reihe von Vorhaben, die speziell auf diese Länder ausgerichtet sind. Besonders bei der Sonnenenergienutzung und bei der Windenergienutzung bemüht sich die Bundesregierung, zusam- men mit Ländern der Dritten Welt Technologien zu entwickeln, für deren Anwendung die betreffenden Länder die notwendigen Einzelteile selbst herstellen können. Diese Politik verfolgt die BundesrgiachmRentrioalOgs- nen wie z. B. der IEA und auf der Konferenz für internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit.",
"width": 2480,
"height": 3505,
"image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/ea/9e/6e/ea9e6e4decd8491f85b225985f65120d/page-p9-{size}.png"
}
]
}