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"content": "Deutscher Bundestag Drucksache 19/16941 19. Wahlperiode 30.01.2020 Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Florian Toncar, Christian Dürr, Markus Herbrand, Katja Hessel, Frank Schäffler, Bettina Stark-Watzinger, Grigorios Aggelidis, Renata Alt, Christine Aschenberg-Dugnus, Nicole Bauer, Jens Beeck, Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar), Mario Brandenburg (Südpfalz), Sandra Bubendorfer-Licht, Dr. Marco Buschmann, Carl-Julius Cronenberg, Britta Katharina Dassler, Hartmut Ebbing, Dr. Marcus Faber, Otto Fricke, Thomas Hacker, Peter Heidt, Katrin Helling-Plahr, Torsten Herbst, Dr. Christoph Hoffmann, Reinhard Houben, Ulla Ihnen, Olaf in der Beek, Gyde Jensen, Dr. Christian Jung, Pascal Kober, Carina Konrad, Konstantin Kuhle, Ulrich Lechte, Michael Georg Link, Till Mansmann, Alexander Müller, Roman Müller-Böhm, Dr. Martin Neumann, Bernd Reuther, Christian Sauter, Dr. Wieland Schinnenburg, Matthias Seestern-Pauly, Judith Skudelny, Dr. Hermann Otto Solms, Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Katja Suding, Linda Teuteberg, Michael Theurer, Manfred Todtenhausen, Gerald Ullrich, Sandra Weeser, Nicole Westig und der Fraktion der FDP Auswirkungen des Handelsstreits zwischen EU und USA auf deutsche kleine und mittlere Unternehmen Unter US-Präsident Donald Trump haben die Vereinigten Staaten eine Reihe von Strafzöllen auf Importe angedroht oder bereits erlassen. Unter dem überge- ordneten Ziel, das Handelsdefizit zu verringern und einheimisch hergestellte Waren gegenüber der internationalen Konkurrenz zu stärken, aber auch aus ge- opolitischen Erwägungen heraus, hat die US-Regierung damit einen Handels- streit insbesondere mit China und der Europäischen Union vom Zaun gebro- chen. Dabei standen auch Zölle von bis zu 25 Prozent auf europäische und ins- besondere deutsche Automobile im Raum. Deutschland und sein exportorien- tiertes Wirtschaftsmodell ist durch diesen Konflikt direkt betroffen. Mehrfach hatte Donald Trump unseren Außenhandelsüberschuss kritisiert (https://www.h andelsblatt.com/politik/international/zum-aerger-von-trump-deutsche-handelsbi lanz-mit-milliardenueberschuss-gegenueber-usa/23973862.html?ticket=ST-528 97428-SfCZy6FHlxU9s6weQaKo-ap5), auch schon vor seinem Amtsantritt. Importzölle als Reaktion auf Airbus-Subventionen auf eine Reihe europäischer Produkte sind seit 2019 in Kraft getreten (https://www.zeit.de/wirtschaft/2019- 10/usa-verhaengen-strafzoelle-auf-eu-importe). Auch beispielsweise auf Stahl und Aluminium bestehen Zölle. Andererseits wirbt Präsident Donald Trump damit, neue Handelsabkommen mit besseren Bedingungen abzuschließen. Ne- ben China hat auch Europa Vergeltungsmaßnahmen eingeleitet und auf ver- schiedene amerikanische Produkte Strafzölle erhoben. Die Auswirkungen des Handelsstreits auf Deutschland und deutsche Unterneh- men sind nach Ansicht der Fragesteller bereits jetzt spürbar. Die Belegung",
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"content": "Drucksache 19/16941 –2– Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode deutscher Produkte mit Strafzöllen ist mit empfindlichen Einbußen oder gar dem vollständigen Verlust der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den nicht be- troffenen einheimischen und weiteren internationalen Unternehmen verbunden. Die wirtschaftlichen Konsequenzen sind entsprechend gravierend. Aus fiskal- politischer Sicht muss nach Ansicht der Fragesteller zudem berücksichtigt wer- den, dass der Absatz von Produkten besteuert wird – mit Strafzöllen einherge- hende Absatzeinbrüche gehen in der Konsequenz mit verminderten Steuerein- nahmen einher und sind rechnerisch gesehen ein Nullsummenspiel oder gar Verlustgeschäft für den Staat, aber in jedem Fall negativ für die betroffenen Unternehmen. Deutschlands Mittelstand, der maßgeblich auf Exporte setzt, ist verwundbar. Hinzu kommt, dass die Sanktionen solche Firmen treffen, deren Produkte gar nicht originär Teil des Konflikts sind (Drittwirkung). Gleichzeitig befindet sich nach Ansicht der Fragesteller die deutsche Wirtschaft im internationalen Wettbewerb bereits seit längerem in einer Schwächeposition. Diese ist nach Ansicht der Fragesteller ausgelöst durch die zweithöchsten Ener- giepreise Europas (https://www.verivox.de/verbraucheratlas/strompreise-eur opa/) und durch die Tatsache, dass die Bundesregierung nach Meinung der Fra- gesteller die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland dadurch akut ge- fährdet, indem sie nicht auf die aktuellen weltweiten Unternehmenssteuerrefor- men reagiert – im Gegensatz zu unseren internationalen Handelspartnern. Deutschland ist dadurch mittlerweile zum Höchststeuerland geworden. Wir fragen die Bundesregierung: 1. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Volumina der ge- geneinander verhängten bzw. angedrohten Sanktionen zwischen den Ver- einigten Staaten und der Europäischen Union, und welche Produkte und Unternehmen sind jeweils betroffen? 2. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung das Volumen und der Anteil am deutschen BIP des Handels mit den Vereinigten Staaten? 3. Welche Auswirkungen auf das Steueraufkommen und den Haushalt beo- bachtet und erwartet die Bundesregierung aufgrund der gegen deutsche Unternehmen bzw. Produkte erlassenen Handelssanktionen der Vereinigten Staaten? 4. Wie viele deutsche Unternehmen sind direkt oder durch ihre Tochterunter- nehmen indirekt von den Handelssanktionen der Vereinigten Staaten be- troffen? Wie viele davon sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU)? 5. Welche Auswirkungen haben die Sanktionen nach Kenntnis der Bundes- regierung auf deutsche KMU (insbes. auf Umsatz, Binneninvestitionen und Auslandsinvestitionen, Arbeitsplätze)? 6. Wie schätzt die Bundesregierung die Wettbewerbsfähigkeit deutscher KMU auf dem amerikanischen Markt gegenüber nicht von Sanktionen be- troffenen (außereuropäischen) und anderen EU-Unternehmen unter beson- derer Berücksichtigung der steuerlichen Rahmenbedingungen und Ener- giepreise in Deutschland ein? 7. Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung, um im Handelsstreit ei- ne Einigung herbeizuführen? 8. Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung, um die heimischen Un- ternehmen vor den Auswirkungen des Handelsstreits zu schützen?",
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"content": "Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode –3– Drucksache 19/16941 9. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Unternehmenssteu- ern und Energiepreise in Deutschland im internationalen Vergleich? Plant die Bundesregierung steuerliche Änderungen in diesen Bereichen? 10. Wie schätzt die Bundesregierung die WTO-Konformität der bestehenden bzw. angedrohten Sanktionen ein? Berlin, den 15. Januar 2020 Christian Lindner und Fraktion",
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