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"content": "Wissenschaftliche Dienste Aktueller Begriff Sportunterricht in Europa – Ziele und Umsetzungsmaßnahmen im Vergleich Durch den Vertrag von Lissabon (vgl. Art.165 AEUV) wurde im Jahr 2009 für die Europäische Union eine Rechtsgrundlage für eine neue Zuständigkeit im Sport geschaffen. Daraufhin erstellte das Eurydice-Netzwerk, welches sich aus 40 nationalen Stellen mit Sitz in allen 36 Staaten, die sich am EU-Programm für Lebenslanges Lernen beteiligen, zusammensetzt, 2013 eine Bestands- aufnahme der sportlichen Aktivitäten an Schulen in Europa. Dabei wurden u.a. die nationalen Strategien der EU-Mitgliedstaaten, der Republik Mazedonien, Island, Montenegro, Serbien, Tür- kei, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz, die Lehrpläne, das Unterrichtsvolumen, die Aus- bildung der Lehrkräfte sowie die außerunterrichtlichen Aktivitäten untersucht. Die deutsche Kul- tusministerkonferenz (KMK) hat sich - auch in Kooperation mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) - in den letzten Jahren immer wieder mit dieser Thematik auseinandergesetzt. Die nationalen Ziele und Strategien In allen untersuchten Staaten stellt das Fach Sport ein Pflichtfach dar, dessen Zweck hauptsäch- lich in der Förderung der körperlichen, persönlichen und sozialen Entwicklung besteht. Auch in Deutschland gilt der Sportunterricht, der durch die Schulgesetze der Bundesländer ausgestaltet wird, als Bestandteil des schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrages. Nationale Strategien für eine solche Förderung wurden von etwa der Hälfte der europäischen Staaten entwickelt. Zwei Drittel der Bildungssysteme widmen diesem Thema groß angelegte Initiativen. Häufig ist auch die Gesundheitserziehung - teilweise als Pflichtfach - in den Sportunterricht integriert. Einige der Staaten, darunter auch Deutschland, verfolgen im Hinblick auf den Schulsport einen fachüber- greifenden, ganzheitlichen Ansatz, durch den die Kinder zum lebenslangen Sporttreiben moti- viert werden sollen. Der Schulsport soll in das gesamte Schulleben integriert werden, um motori- sches und kognitives Lernen zu verknüpfen. Die Ausgestaltung des Sportunterrichts im Hinblick auf Lehrpläne und Unterrichtsvolumina Von einigen Staaten werden obligatorische Aktivitäten festgelegt, wohingegen andere Bildungs- systeme selbst über die Ausgestaltung des Schulsports entscheiden. In einigen wenigen Staaten gibt es sowohl verbindlich festgelegte als auch durch die Schulautonomie bestimmte Aktivitäten. Zu den meist obligatorischen Aktivitäten gehören hauptsächlich Spiele, insbesondere Ballspiele. In Deutschland gelten für die Primarstufe die Bereiche Leichtathletik, Tanzen, Spiele, Gymnastik und Schwimmen als obligatorisch. Für die Sekundarstufe kommt u.a. noch das Feld der Gesund- heit und der Fitness hinzu. Die DSB-SPRINT-Studie ergab, dass Sport besonders dort zum integ- ralen Bestandteil einer Schule wird, wo die Schulleitung diesen Bereich unterstützt und die Mit- arbeit der Schülerinnen und Schüler diesbezüglich besonders gefördert und geschätzt wird. Dem- entsprechend sollen die individuelle Förderung und die Motivation zum außerschulischen Sporttreiben im Mittelpunkt des Unterrichts stehen. Geschlechtstypische Bedürfnisse sowie Be- hinderungen sollen angemessen berücksichtigt werden. Insbesondere in der Primarstufe sollen die motorischen Fertigkeiten der Kinder erfasst sowie Gestaltungspotenziale ausgeschöpft wer- Nr. 33/13 (11. Oktober 2013) © 2013 Deutscher Bundestag Ausarbeitungen und andere Informationsangebote der Wissenschaftlichen Dienste geben nicht die Auffassung des Deutschen Bundestages, eines seiner Organe oder der Bundestagsverwaltung wieder. Vielmehr liegen sie in der fachlichen Verantwortung der Verfasserinnen und Verfasser sowie der Fachbereichsleitung. Der Deutsche Bundestag behält sich die Rechte der Veröffentlichung und Verbreitung vor. Beides bedarf der Zustimmung der Leitung der Abteilung W, Platz der Republik 1, 11011 Berlin.",
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"content": "Wissenschaftliche Dienste Aktueller Begriff Seite 2 Sportunterricht in Europa – Ziele und Umsetzungsmaßnahmen im Vergleich den. Erhebliche Unterschiede zwischen europäischen Schulen treten im Hinblick auf das Unter- richtsvolumen auf. Manche Staaten bestimmen eine Mindeststundenanzahl, wohingegen andere dies den Schulen selbst überlassen. In der Primarstufe reichte die empfohlene, durchschnittliche Stundenanzahl im Schuljahr 2011/2012 von 37 Stunden in Irland bis zu 108 Stunden in Frank- reich, in der Sekundarstufe von 24 bis 35 Stunden in Spanien, Malta und der Türkei bis zu 102 bis 108 Stunden in Frankreich und Österreich. Deutschland lag mit 78 Stunden in der Primarstu- fe und je nach Schulform 56 Stunden in der Hauptschule bzw. 71 Stunden im Gymnasium im Mittelfeld. Generell fällt die Unterrichtszeit besonders in der Primarstufe im Vergleich zu ande- ren Fächern relativ gering aus. Sie entspricht weniger als 10 % des gesamten Unterrichtsvolu- mens und nur etwa der Hälfte der Unterrichtszeit für Mathematik. In Deutschland lässt sich eine ansteigende Tendenz insofern erkennen, als dass die geforderte Anzahl von drei Wochenstunden in Primar- und Sekundarstufe auf eine tägliche Sportstunde in der Primarstufe angestiegen ist. Die Ausbildungen der Lehrkräfte und außerunterrichtliche Aktivitäten An europäischen Schulen wird das Fach Sport in der Primarstufe sowohl von Lehrkräften ohne Fachspezialisierung als auch von Fachlehrkräften unterrichtet. In der Sekundarstufe hingegen sind die Sportlehrer im Allgemeinen Fachkräfte. Die Qualifikationsstufe beschränkt sich bei Fachspezialisten in der Primarstufe meist auf einen Bachelor-Abschluss, während in der Sekun- darstufe in 15 Staaten, darunter auch Deutschland, ein Master-Abschluss gefordert wird. Weiter- bildungsmöglichkeiten werden in der Regel allen Lehrkräften angeboten. Auch in Deutschland wird das Fach Sport in der Primarstufe aufgrund des Klassenlehrerprinzips von nicht-speziali- sierten Lehrern unterrichtet. Dieser Mangel an Fachkräften wurde in der DSB-Studie kritisiert und damit einhergehend ein enormer Fortbildungsbedarf festgestellt. Nun werden an allen Schulformen qualifizierte Fachkräfte gefordert, die sich regelmäßig fort- und weiterbilden. Das Sportstudium soll eine engere Verzahnung von Theorie und Praktikumsphasen anstreben und ein Sportvereinspraktikum enthalten. Im Zuge dieser Entwicklung wurden bereits ländergemein- same inhaltliche Anforderungen für die Fachwissenschaften und Fachdidaktiken in der Lehrer- bildung, u.a. in Form eines fachspezifischen Kompetenzprofils für Sportlehrer, bestimmt. Außercurriculare sportliche Aktivitäten sind in Europa weit verbreitet und dienen der Ergänzung der mit dem Sportunterricht verfolgten Ziele. Sie richten sich generell an alle Schüler, zum Teil allerdings auch an Kinder mit speziellem Förderungsbedarf oder an besonders talentierte junge Sportler. Die wichtigsten Formen dieser Programme sind Wettkämpfe, gesundheitsorientierte Aktivitäten und Maßnahmen zur Integration des Sports in den Schulalltag. Bereits im Jahr 2005 gab es in Deutschland an 82% der Schulen derartige Sportangebote, insbesondere in Form von Sportfesten, AGs und Wettkämpfen. Dennoch wurden erhebliche Ausbau- und Entwicklungs- möglichkeiten festgestellt. Die Kooperation von Schule und Vereinen soll somit weiter gestärkt, die Talentsichtung und -förderung sollen ausgebaut und schulsportliche Wettbewerbe unterstützt werden. Dies geschieht z.B. durch die Durchführung und konzeptionelle Weiterentwicklung der „Bundesjugendspiele\" und des Bundeswettbewerbs der Schulen „Jugend trainiert für Olympia“. Quellen – Deutscher Bundestag (2010). 12. Sportbericht der Bundesregierung. Drs-Nr. 17/2880. 03. 09. 2010. – Deutscher Sportbund e.V. und Deutsche Sportjugend im Deutschen Sportbund e.V. (2005). DSB-SPRINT-Studie: Eine Untersuchung zur Situation des Schulsports in Deutschland. – Europäische Kommission/EACEA/Eurydice (2013). Leibeserziehung und Sportunterricht an den Schulen in Euro- pa. Eurydice-Bericht. Luxemburg: Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union. http://eacea.ec.europa.eu/education/eurydice/documents/thematic_reports/150DE.pdf. – KMK (2004). Perspektiven des Schulsports vor dem Hintergrund der allgemeinen Schulentwicklung. http://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/2004/2004_09_16-Schulsport- Schulentwicklung.pdf. – KMK und DOSB (2007). Gemeinsame Handlungsempfehlungen der Kultusministerkonferenz und des Deutschen Olympischen Sportbundes zur Weiterentwicklung des Schulsports. http://www.kmk.org/fileadmin/ veroeffentlichungen_beschluesse/2007/2007_09_20-Handlungsempf-KMK-DSB-Schulsport.pdf Verfasser/in: Dipl.-Pol. Gregor Strate / Praktikantin Laura Maibaum Fachbereich WD 8, Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit, Bildung und Forschung",
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