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"content": "Bayerischer Landtag 16. Wahlperiode Drucksache 16/13645 14.11.2012 Schriftliche Anfrage 5. Wie hoch ist der Anteil der Schülerinnen aus dem Land- kreis Tirschenreuth an der Gesamtzahl der im Landkreis der Abgeordneten Maria Scharfenberg wohnhaften Realschülerinnen, die seit dem Schuljahr BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 2007/2008 ab der Jahrgangsstufe 7 die Wahlpflichtfä- vom 17.07.2012 chergruppe I wählten (aufgeschlüsselt nach Schuljah- ren)? Geschlechtsspezifische Differenzierung an den beiden Realschulen in der Stadt Waldsassen (Landkreis Tir- 6. Wie hoch ist der Anteil der Schülerinnen in der Oberpfalz schenreuth) an der Gesamtzahl der im Regierungsbezirk wohnhaf- ten Realschülerinnen, die seit dem Schuljahr 2007/2008 Ich frage die Staatsregierung: ab der Jahrgangsstufe 7 die Wahlpflichtfächergruppe I wählten (aufgeschlüsselt nach Schuljahren)? 1. Hält die Staatsregierung die Differenzierung zweier Re- alschulen in der Stadt Waldsassen (Landkreis Tirschen- 7. Wie hoch ist der Anteil der Schülerinnen in Bayern reuth) nach Geschlechtern noch für zeitgemäß, wie be- an der Gesamtzahl der im Freistaat wohnhaften Real- urteilt sie die Differenzierung insbesondere angesichts schülerinnen, die seit dem Schuljahr 2007/2008 ab der der Tatsache, dass es sich bei der Mädchenrealschule Jahrgangsstufe 7 die Wahlpflichtfächergruppe I wählten um eine konfessionelle Einrichtung handelt, und wie be- (aufgeschlüsselt nach Schuljahren)? urteilt sie die Differenzierung insbesondere angesichts der Tatsache, dass bestimmte Wahlpflichtfächergruppen 8. Wie hoch sind die Schülerbeförderungskosten für die im jeweils nur an einer der beiden Schulen angeboten wer- Landkreis Tirschenreuth wohnhaften Schülerinnen, die den? seit dem Jahr 2007 schon in den Jahrgangsstufen 5 und 6 die jenseits der Landkreisgrenze gelegenen Realschulen 2. Wie verträgt sich die Tatsache, dass technisch begabte in Neustadt an der Waldnaab und Marktredwitz besuch- Mädchen erst ab Jahrgangsstufe 7 die Staatliche Real- ten und ab der Jahrgangsstufe 7 die Wahlpflichtfächer- schule besuchen dürfen, mit der immer wieder auch von gruppe I wählten (aufgeschlüsselt nach Schuljahren)? der Staatsregierung geäußerten Forderung, dass der An- teil von Frauen in den MINT-Berufen gesteigert werden solle, hält es die Staatsregierung nicht für diskriminie- rend, dass technikbegabte Mädchen aus dem Landkreis Tirschenreuth entweder weiter entfernte Schulen besu- chen müssen oder nach der Jahrgangsstufe 6 die Schule wechseln müssen, und wie beurteilt die Staatsregierung Antwort die Tatsache, dass sprachbegabte männliche Schüler des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus kein entsprechendes Angebot in der staatlichen Real- vom 22.08.2012 schule vorfinden? Zu 1.: 3. Wie viele Schülerinnen, die in den Jahrgangsstufen 5 Jüngste empirische Ergebnisse der Bildungsforschung ha- und 6 die Mädchenrealschule besucht hatten, wechsel- ben deutlich gemacht, dass ein nach Geschlechtern getrenn- ten seit dem Schuljahr 2007/2008 (aufgeschlüsselt nach ter Unterricht in einzelnen Fächern je nach Schülerin bzw. Jahren) an den mathematischen Zweig der staatlichen Schüler mitunter bessere Erfolge erzielen kann als ein ko- Realschule in Waldsassen? edukativer Unterricht. Gerade in naturwissenschaftlichen Fächern lassen sich die Lernbedingungen für Mädchen, die 4. Wie hoch ist der Anteil der Schülerinnen aus dem Land- getrennt von Buben unterrichtet werden, günstiger gestalten kreis Tirschenreuth an der Gesamtzahl der im Landkreis als innerhalb einer Koedukation, bei der Mädchen mit den wohnhaften Realschülerinnen, die seit dem Jahr 2007 Buben gemeinsam Unterricht haben. Zudem erhalten Buben schon in den Jahrgangsstufen 5 und 6 die jenseits der in gemischten Klassen signifikant mehr Aufmerksamkeit, Landkreisgrenze gelegenen Realschulen in Neustadt an mehr Blickkontakt und mehr Rücksicht, um einem Störver- der Waldnaab und Marktredwitz besuchten und ab der halten im Unterricht schon im Vorfeld zu begegnen. Mäd- Jahrgangsstufe 7 die Wahlpflichtfächergruppe I wählten chen zwischen zwölf und 18 Jahren sind den gleichaltrigen (aufgeschlüsselt nach Schulen und Schuljahren)? Buben oftmals um ein bis drei Jahre physisch und psychisch voraus. An monoedukativen Schulen können z. B. Mädchen getrennt von den Buben mit ihren spezifischen Problemen Drucksachen, Plenarprotokolle sowie die Tagesordnungen der Vollversammlung und der Ausschüsse sind im Internet unter www.bayern.landtag.de – Dokumente abrufbar. Die aktuelle Sitzungsübersicht steht unter www.bayern.landtag.de – Aktuelles/Sitzungen/Tagesübersicht zur Verfügung.",
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"content": "Seite 2 Bayerischer Landtag · 16. Wahlperiode Drucksache 16/13645 offener umgehen, ihr Körper- und Selbstbewusstsein kann dies den Jugendlichen der Region und dem Schulstandort sich in Ruhe entfalten und entwickeln. Durch individuelle zugutekommt. und spezifische Lernbedingungen erreichten Abschlussklas- sen von Mädchenrealschulen in den Fächern Mathematik Das gegebene bzw. das eventuell erweiterte Angebot für die und Betriebswirtschaftslehre und Rechnungswesen häufiger Jugendlichen und deren Eltern schränkt also in der Praxis Spitzenergebnisse im Vergleich zu koedukativ geführten Re- die schulischen Möglichkeiten nicht ein, sondern erweitert alschulen. deren Palette. Geschlechterdifferenzierter Unterricht kann auch noch heute Zu 2.: ein bereichernder Bestandteil der Bildungslandschaft sein. In Jahrgangsstufe 5 und 6 findet hinsichtlich des Fächer- Die koedukative Bildung ist zwar heute die Regelform der angebots an allen Realschulen in Bayern ein einheitlicher schulischen Bildung, sie ist aber nicht die einzige praktizier- Unterricht statt. Nach § 38 Absatz 1 Satz 2 der Realschul- te Form. In Bayern gibt es derzeit über 100 Realschulen und ordnung entscheiden sich erst am Ende der Jahrgangsstufe Gymnasien, in denen nach Geschlechtern getrennt unterrich- 6 die Erziehungsberechtigten gemeinsam mit ihren Kindern tet wird. Der mitunter zu hörende Vorwurf, dass dabei Mäd- für eine bestimmte Wahlpflichtfächergruppe. chen „definitiv benachteiligt“ bzw. „diskriminiert“ werden und dass Monoedukation „ein Relikt und Überbleibsel einer Es ist pädagogisch sinnvoll, dass sich die neuen Realschü- vergangenen Zeit“ sei, ist wissenschaftlich längst überholt ler und Realschülerinnen in den ersten beiden Jahrgangsstu- und entbehrt jeder empirischen Grundlage. fen (5 und 6) zunächst orientieren und an der für sie neuen Schulart zurechtfinden, ehe sie sich für eine Wahlpflichtfä- Auch wenn die Mädchenrealschule Waldsassen eine klös- chergruppe entscheiden. So haben sie in den ersten beiden terliche Schule ist, steht der Schulbesuch allen Mädchen Jahren an der Realschule die Möglichkeit, ihre Neigungen offen. Mehrere Schülerinnen kommen derzeit aus konfes- und Interessen Schritt für Schritt zu entdecken und zu finden. sionslosen oder muslimischen Familien und fühlen sich an der Mädchenrealschule der Zisterzienserinnen sehr wohl. Es geht also beim Zeitpunkt der Wahl einer Wahlpflichtfä- Stets werden an dieser Schule Aufgeschlossenheit für andere chergruppe nicht um eine starre Regelung, sondern um pä- Denkweisen, Weltoffenheit und Toleranz gefördert und ge- dagogische Aspekte. fordert. Bereits seit Jahren besuchen mehrere Mädchen der klösterlichen Realschule den Ethikunterricht an der staatli- Förderung im MINT-Bereich findet zudem nicht nur in der chen Realschule. Wahlpflichtfächergruppe I statt. Gerade am Beispiel der Sollten Erziehungsberechtigte einer Schülerin aus weltan- Mädchenrealschule Waldsassen kann eindrucksvoll belegt schaulichen Gründen den Besuch ihres Kindes an der klös- werden, dass dort gerade im MINT-Bereich regelmäßige terlichen Realschule grundsätzlich ablehnen, kann nach einer Aktivitäten und Projekte u. a. in Zusammenarbeit mit dem Würdigung durch die Schulaufsicht im Einzelfall der Besuch Kultur- und Begegnungszentrum und der Umweltstation der der staatlichen Realschule unabhängig von der Wahlpflicht- Abtei Waldsassen durchgeführt werden. Speziell auf Mäd- fächergruppe ermöglicht werden. Die Abtei stimmt dem zu. chen ausgerichtet werden an der Mädchenrealschule Wald- sassen u. a. konkret angeboten: Hinsichtlich der unterschiedlichen Wahlpflichtfächergrup- − Klimaschutzschule (Projekt „Aktion Klima“ – fächer- pen lässt sich Folgendes feststellen: Durch zwei Realschulen übergreifend), Pflanzaktion im Naturerlebnisgarten bei relativ niedriger Einwohnerzahl in Waldsassen erfährt − Besuch der Sternwarte in Tirschenreuth im Rahmen des der Schulstandort eine Aufwertung, weil das Angebot an Physikunterrichts in Jahrgangsstufe 8 Wahlpflichtfächergruppen dadurch erhöht werden kann: − Besuch der Glashütte Lamberts in Waldsassen (Physik – Wärmelehre in der 9. Jahrgangsstufe) Staatliche Realschule Waldsassen: I; II; III b (Werken) − Besuch des Deutschen Museums in München Klösterliche Realschule Waldsassen: II; III a; III b (Sozial- − Projektarbeit und Schülerversuche im naturwissenschaft- wesen) lichen Unterricht, z. B. Elektrizitätslehre in Schülerver- suchen mit Baukästen; fächerübergreifendes Projekt „Die Bei einer partiellen künftigen weiteren Öffnung, z. B. an der Wolke“ – Atom- und Kernphysik in Jahrgangsstufe 10; staatlichen Realschule III b/Werken für Mädchen und an der Geocaching Mädchenrealschule III a und III b/Sozialwesen für Buben − Känguruwettbewerb in Mathematik kann in Waldsassen eine Palette von Ausbildungsrichtungen − Kopfrechenwettbewerb in den 6. Klassen angeboten werden, wie sie nur an wenigen Standorten mög- − Werbung für den mathematisch-naturwissenschaftlichen lich ist. Die Wahlpflichtfächergruppe I an der staatlichen Zweig I der Realschule; Informationstag mit „Schnupper- Realschule steht auch bislang schon Mädchen ab der 7. Jahr- stunden“ in Physik und Chemie gangsstufe offen. Hinweis zu Fragen 3., 4., 5. und 8.: Die Äbtissin der klösterlichen Realschule ist nach eige- Diese Fragen verlangen eine Aufstellung von Schülerzahlen nem Bekunden durchaus bereit, etwa ab dem Schuljahr nach Schuljahren. Entsprechend den datenschutzrechtlichen 2013/2014 der o. a. partiellen Öffnung zuzustimmen, wenn Bestimmungen speichern die Schulen keine schuljahres- bezogenen Daten der Schülerinnen und Schüler über das",
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"content": "Drucksache 16/13645 Bayerischer Landtag · 16. Wahlperiode Seite 3 aktuelle Schuljahr hinaus. Deshalb konnten dem Staats- Zu 7.: ministerium nur die Zahlen aus dem vergangenen Schuljahr Im Gegensatz zu den schulbezogenen Daten liegen dem übermittelt werden. Staatsministerium diese Gesamtdaten aus Erhebungen der letzten Jahre vor und können entsprechend dargestellt wer- Zu 3.: den: Im Schuljahr 2011/2012 wechselte ein Mädchen an den ma- thematischen Zweig der Staatlichen Realschule für Knaben Anteil der Schülerinnen in Bayern, die Waldsassen. für das entsprechende Schuljahr in Schuljahr Jahrgangsstufe 7 die Wahlpflichtfächer- Zu 4.: gruppe I gewählt haben Weder an der Staatlichen Realschule Neustadt an der Wald- naab noch an der Staatlichen Realschule Marktredwitz be- 2007/08 8,5 % suchten in Jahrgangsstufe 7 Schülerinnen aus dem Landkreis 2008/09 8,9 % Tirschenreuth, die bereits in den Jahrgangsstufen 5 und 6 an 2009/10 8,5 % diesen Schulen waren, die Wahlpflichtfächergruppe I. 2010/11 8,5 % Zu 5.: 2011/12 8,5 % Insgesamt besuchten 437 Mädchen des Landkreises eine 7. Jahrgangsstufe einer Realschule in den unterschiedlichen Zu 8.: Wahlpflichtfächergruppen. Drei Schülerinnen besuchten im Schülerinnen aus dem Landkreis Tirschenreuth besuchten Schuljahr 2011/2012 die Wahlpflichtfächergruppe I einer weder in Neustadt an der Waldnaab noch in Marktredwitz Realschule. Dies entspricht etwa 0,7 %. die 7. Jahrgangsstufen mit der Wahlpflichtfächergruppe I. Es entstanden deshalb im Schuljahr 2011/2012 diesbezüglich Zu 6.: keine Schulbeförderungskosten. Im Gegensatz zu den schulbezogenen Daten liegen dem Staatsministerium diese Gesamtdaten aus Erhebungen der letzten Jahre vor und können entsprechend dargestellt wer- den: Anteil der Schülerinnen in der Oberpfalz, die für das entsprechende Schuljahr in Schuljahr Jahrgangsstufe 7 die Wahlpflichtfächer- gruppe I gewählt haben 2007/08 11,3 % 2008/09 10,4 % 2009/10 9,0 % 2010/11 8,5 % 2011/12 8,9 %",
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