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            "content": "Bayerischer Landtag 16. Wahlperiode\t\t\t\t\t\t\t\t ergänzte Drucksache                                                                                   16/11341 07.03.2012 09.05.2012 Schriftliche Anfrage                                                         5.    Soll ein reiner Konzertsaal oder ein Multifunktionssaal gebaut werden? des Abgeordneten Markus Rinderspacher SPD vom 18.01.2012                                                               6.    Sind der Staatsregierung die Positionen des Sympho­ nieorchesters des Bayerischen Rundfunks sowie der Geplanter fünfter Konzertsaal für München                                          Münchner Philharmoniker zu der von Ministerpräsident Horst Seehofer propagierten Maßnahme bekannt, und Ministerpräsident Horst Seehofer hat jüngst den Neubau                             wenn ja, wie lauten diese? eines Konzertsaals in München fest zugesagt und die Mit­ finanzierung der Staatsregierung versprochen. Als Standort                   7.    Welche Auswirkungen hat ein fünfter Konzertsaal in wird von der Staatsregierung der Kongresssaal des Deutschen                        München auf die Auslastung des Herkulessaals, des Museums favorisiert. Nach einer seit 2003 geführten Debatte                        Prinzregententheaters, des Nationaltheaters und der hat im November 2011 eine vom Wissenschaftsminister ein­                           Philharmonie im Gasteig? berufene Arbeitsgruppe den Standort Museumsinsel vorge­ schlagen. Es liegen jedoch weder ein Finanzierungskonzept                    8.    Wie lauten die wirtschaftlichen Kennzahlen der bereits noch eine Planung der künftigen Auslastung der Konzert­säle                        bestehenden Konzertsäle Münchens: Herkulessaal, in München vor. Mit dem neuen Konzertsaal gäbe es in Mün­                          Prinzregententheater, Nationaltheater und Philharmo­ chen neben dem Herkulessaal, dem Prinzregenten­theater,                            nie im Gasteig, aufgeteilt nach dem Nationaltheater und der Philharmonie im Gasteig ein                            – Kostendeckung je Konzertsaal, Angebot von fünf großen Konzertsälen.                                              – Höhe der Subvention, – Zuschüsse pro Besucher, Ich frage die Bayerische Staatsregierung:                                          – Zuschüsse pro Konzert, – Sitzauslastung pro Konzert und pro Jahr. 1. a) Wer soll der Bauherr eines fünften Konzertsaals in München sein: der Freistaat Bayern, der Bayerische Rundfunk oder eine andere Institution? b) Wer soll der Betreiber eines fünften Konzertsaals sein: der Freistaat Bayern, der Bayerische Rundfunk oder eine andere Institution? 2. a) Ist ein Abriss der Halle mit Neubau des Konzertsaals geplant oder soll der Konzertsaal in das bestehende Ge­ bäude integriert werden, nachdem als Standort für den                  Antwort neuen Konzertsaal die Kongresshalle des Deutschen                      des Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung Museums angedacht ist?                                                 und Kunst b) Werden weitere Standorte überprüft?                                    vom 06.02.2012 3. a) Wie hoch sind die Kosten eines Abrisses mit anschlie­                  Um zu einer Versachlichung und Konkretisierung der in ßendem Neubau auf dem Gelände der Kongresshalle                        München seit Jahren geführten Diskussion über einen neuen am Deutschen Museum im Vergleich zu einer baulichen                    Konzertsaal für die Stadt München beizutragen, habe ich im Integration des Konzertsaals in die Kongresshalle?                     Februar letzten Jahres entschieden, eine interministerielle b) Mit welchem Kostenanteil wird sich der Freistaat Bay­                  Arbeitsgruppe einzurichten, die zunächst alle in Betracht ern an einem Neubau bzw. der baulichen Integration                     kommenden Standortideen vorprüft und unter allen notwen­ beteiligen?                                                            digen Aspekten (bau- wie planungsrechtlicher Art, Denkmal­ schutz, Erschließung, Natur- und Landschaftsschutz, öffent­ 4.    Liegt für die beiden Alternativen auf der Museumsinsel                 liche Verkehrsanbindung ect.) fachkundig bewertet. In einer – Abriss und Neubau eines Saals oder Integration des                   von der Süddeutschen Zeitung veranstalteten Fernsehdiskus­ Konzertsaals in die Kongresshalle – das Einverständnis                 sion am 17.02.2011 habe ich zugleich angekündigt, bis zum des Bayerischen Landesdenkmalamtes vor?                                Jahresende 2011 einen konkreten Standortvorschlag präsen­ Drucksachen, Plenarprotokolle sowie die Tagesordnungen der Vollversammlung und der Ausschüsse sind im Internet unter www.bayern.landtag.de – Dokumente abrufbar. Die aktuelle Sitzungsübersicht steht unter www.bayern.landtag.de – Aktuelles/Sitzungen/Tagesübersicht zur Verfügung.",
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            "content": "Seite 2                       Bayerischer Landtag  ·  16. Wahlperiode                         ergänzte Drucksache 16/11341 tieren zu wollen. Die von mir eingesetzte Arbeitsgruppe zur     Kongresssaal des Deutschen Museums der geeignete Stand­ Standortsuche war mit Vertretern der Obersten Baubehörde,       ort für den neuen Konzertsaal ist. Teil der notwendigen Un­ der Stadt München, des Bayerischen Rundfunks, des Ver­          tersuchung wird hier – entsprechend den Empfehlungen der eins Konzertsaal München, des Landesamts für Denkmal­           Arbeitsgruppe – auch sein, inwieweit die notwendigen Zwe­ pflege sowie Vertretern meines Hauses kompetent besetzt.        cke des neuen Konzertsaals und die Bedürfnisse des Deut­ Mit Datum vom 30.11.2011 hat mir die Arbeitsgruppe ihre         schen Museums berücksichtigt werden können, ggf. auch Abschlussempfehlungen vorgelegt, die ich mit Schreiben          entscheidende Synergien durch die kulturelle Nutzung für vom 02.12.2011 umgehend auch dem Bayerischen Landtag            das wissenschaftlich museale Nutzungskonzept zu erzielen übermittelt habe. Die Arbeitsgruppe hat in ihren Empfehlun-     sind. Erst wenn die Erfolgsaussichten und die Machbarkeit gen insbesondere zwei Standorte für grundsätzlich möglich       einer solchen kulturell-wissenschaftlichen Mischnutzung gehalten, nämlich den Kongresssaal des Deutschen Muse­          konkretisiert sind, kann die Frage nach dem künftigen Bau­ ums sowie den Finanzgarten (wobei hier Schwierigkeiten          herrn bzw. dem Betreiber des Saales seriös und sinnvoll wegen eines möglichst limitierten Eingriffs in den Park- und    beantwortet werden. Nach meiner Vorstellung sollen diese Grünbestand bzw. der vorhandenen Bodendenkmalsituation          Fragen in einer weiteren Arbeitsgruppe parallel zur Arbeits­ gesehen werden). Hinsichtlich des Kongresssaals des Deut­       gruppe Raumprogramm noch vertieft untersucht werden. schen Museums war die Arbeitsgruppe der Meinung, dass es sich lohnt, vertieft zu prüfen, ob eine Jahrzehnte erfolgreich  Zu 2. a): genutzte Liegenschaft, wie der Kongresssaal des Deutschen       Es soll hier genau den Empfehlungen der Arbeitsgruppe ge­ Museums, nicht durch entsprechende bauliche Veränderung/        folgt werden; d. h., die Machbarkeitsstudie soll beide Vari­ Erweiterung oder auch Abbruch und Neubau wiederum der           anten – bauliche Veränderung/Erweiterung bei Beibehaltung gewünschte neue Konzertsaal für München werden könnte.          des Baukörpers oder auch Abbruch und Neubau des Baukör­ Die Arbeitsgruppe hat weiterhin für Gespräche mit dem Lei­      pers – prüfen. tungsgremium des Deutschen Museums plädiert und eine Machbarkeitsstudie im vorbeschriebenen Sinne für lohnend        Zu 2. b): angesehen. Dieser Empfehlung folgend beabsichtige ich, im       Derzeit möchte ich, wie schon in der Vorbemerkung aus­ Einvernehmen mit dem Herrn Ministerpräsidenten, Mach­           geführt, neben dem Standort Kongresssaal des Deutschen barkeitsstudien zum Standort Kongresssaal im Deutschen          Museums (in den beiden Varianten) keine weiteren Stand­ Museum, die die Varianten Umbau des bestehenden Gebäu­          orte überprüfen. des sowie auch Abbruch und Neubau untersuchen soll, in Auftrag zu geben. Eine weitere interministerielle Arbeits-      Zu 3. a): gruppe soll zunächst in meinem Auftrag die Erstellung eines     Die Grundlagen für eine seriöse Kostenschätzung der beiden konkreten Raumprogramms am vorgesehenen Standort                Varianten (Abriss mit anschließendem Neubau) bzw. Integ­ durchführen; in diesem Raumprogramm sollen sowohl die           ration des Konzertsaales in den vorhandenen Baukörper sol­ Anforderungen an den zukünftigen Konzertsaal ebenso wie         len die vorbeschriebenen Machbarkeitsstudien schaffen. die Bedürfnisse des Deutschen Museums geprüft und kon­ kretisiert werden.                                              Zu 3. b): Auch der Kostenanteil des Freistaats Bayern hinsichtlich Hinweisen möchte ich als Vorbemerkung noch darauf, dass         der Baukosten kann sinnvollerweise erst dann benannt wer­ entgegen dem Wortlaut der Anfrage nicht von einem „fünf­        den, wenn entsprechende belastbare Kostenschätzungen ten Konzertsaal für München“ gesprochen werden kann. Das        vorliegen. Klar ist jedoch schon jetzt, dass ein erheblicher hier genannte Nationaltheater ist kein Konzertsaal, sondern     Anteil der Baukosten durch bürgerschaftliches Engagement das Opernhaus der Bayerischen Staatsoper. Es finden dort        und Spenden erbracht werden muss, auch der Bayerische fast ausschließlich Opern- und Ballettaufführungen statt.       Rundfunk wird sich als einer der Hauptnutzer des Saales in Daneben gibt es eine kleine Zahl von Akademiekonzerten,         beträchtlichem Umfang an der Baumaßnahme zu beteiligen ausschließlich des Bayerischen Staatsorchesters. Von einem      haben. „Konzertsaal“ kann hier deshalb nicht gesprochen werden. Das Prinzregententheater, das vorrangig Heimat und Sitz der     Zu 4.: Bayerischen Theaterakademie ist, ist zumindest teilweise in     Bislang liegt eine Würdigung des Baudenkmals durch das den verbliebenen zeitlichen Freiräumen auch Spielstätte für     Landesamt für Denkmalpflege vor, in der das Landesamt u. a. klassische Orchesterkonzerte; lediglich der Herkules­     den grundsätzlichen Erhalt des Kongressaalbaus empfiehlt. saal in der Münchner Residenz ist, mit allerdings sehr limi­    Eine weitergehende denkmalfachliche Beurteilung der Al­ tierter Sitzplatzkapazität (1.270 Sitzplätze), der einzige Saal ternativen ist jedoch erst nach deren näherer Untersuchung neben der Philharmonie im Gasteig, der schwerpunktmäßig         im Rahmen der Machbarkeitsstudie möglich. Darauf wird in in München für Orchesterkonzerte genutzt wird.                  den Empfehlungen der Arbeitsgruppe Konzertsaal München hingewiesen, die vom Landesamt für Denkmalpflege mitge­ Zu 1.:                                                          tragen wurden. Die hier gestellte Frage, wer Bauherr und später auch Betrei­ ber eines zukünftigen neuen Konzertsaales sein soll, muss       Zu 5.: naturgemäß derzeit noch offenbleiben. Wie ausgeführt, soll      Wie schon ausgeführt, wird in der Arbeitsgruppe Raum­ derzeit in einer Arbeitsgruppe untersucht werden, ob der        programm und in den anschließenden Machbarkeitsstudien",
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            "content": "ergänzte Drucksache 16/11341                        Bayerischer Landtag  ·  16. Wahlperiode                         Seite 3 auszuloten sein, inwieweit die Bedürfnisse des Konzert­ saales und die Interessen des Deutschen Museums sinnvoll Ergänzung vereinbart werden können. Notwendig ist aus meiner Sicht,      des Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung dass ein akustisch idealer Konzertsaal für symphonische        und Kunst Konzerte entsteht. Ein solcher Saal kann aber durchaus bei     vom 17.04.2012 entsprechender Planung und Ausgestaltung auch für wis­ senschaftliche Kongresse u. Ä. genutzt werden. Beispiels­      Auf die oben genannte Schriftliche Anfrage habe ich am weise der Konzertsaal in Luzern, der als einer der besten      6. Februar 2012 geantwortet. Bezüglich Ziffer 8 der Anfrage Konzertsäle in Europa bei den Konzertsaalneubauten gilt,       hatte ich damals auf den zeitlichen Ermittlungsaufwand ver­ hat gezeigt, dass hier solche verschiedenen Funktionalitäten   wiesen und eine Beantwortung zu einem späteren Zeitpunkt sinnvoll vereint werden können.                                in Aussicht gestellt. Die fehlenden Angaben reiche ich hier- mit nach. Zu 6.: Die Position des Symphonieorchesters des Bayerischen           Zu 8.: Rundfunks ist mir selbstverständlich bekannt. Es war doch      Zum Herkulessaal ganz maßgeblich der Chefdirigent des Symphonieorchesters,      (Angaben des Bayerischen Staatsministeriums der Finan­ Mariss Jansons, der immer wieder darauf hingewiesen hat,       zen): dass die Konzertsaalsituation in München unbefriedigend        Der Herkulessaal in der Residenz München erwirtschaftete ist. Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks          in den Jahren 2010 und 2011 einen Jahresüberschuss (siehe (nach internationalen Orchester-Rankings unter den ersten      nachfolgende Tabelle). zehn der Symphonieorchester weltweit) verfügt über keinen                                                    2010      2011 eigenen Saal; die Philharmonie am Gasteig ist vorrangig von     Anzahl der Veranstaltungen                    494       500 den Münchner Philharmonikern belegt und zudem akustisch         Jahresüberschuss                         93.131 € 118.267 € ohne Gebäudeinstandhaltungskosten problematisch. Die aktuelle Position der Münchner Philhar­ Kostendeckungsgrad                          112%      115% moniker ist mir nicht abschließend bekannt. Da derzeit die durchschnittlicher Überschuss               189 €     237 € Position des Chefdirigenten der Münchner Philharmoni­           je Veranstaltung ker erst zur nächsten Spielzeit 2012/2013 neu besetzt wird, könnte voraussichtlich hier eine Konkretisierung der Positi­   Die Nutzung des Herkulessaals muss damit nicht subven­ on in absehbarer Zeit erfolgen.                                tioniert werden. Die Gebäudeinstandhaltungskosten fallen auch ohne entsprechende Nutzung an. Aus der Anzahl der Zu 7.:                                                         Veranstaltungen ist ersichtlich, dass der Herkulessaal oft Die Auswirkungen eines neuen Konzertsaales (allerdings         durch mehrere Veranstalter am Tag genutzt wird. Hier wer­ keines fünften) in München auf die Auslastung bestehender      den Probentermine und Tonaufnahmen mitgezählt, da auch Konzertsäle (insbesondere die Philharmonie im Gasteig, den     dafür grundsätzlich ein (deutlich reduziertes) Mietentgelt Herkulessaal und das Prinzregententheater) wird sicherlich     erhoben wird. zu bedenken und zu konkretisieren sein. Zuverlässige Aus­      Angaben zum durchschnittlichen Überschuss je Besucher sagen hierzu sind jedoch erst nach Konkretisierung des Be­     und der Sitzauslastung pro Konzert und pro Jahr können treiberkonzeptes (siehe unter Frage Ziffer 1) für den neuen    nicht gemacht werden, da diese Daten wegen der Vergabe Saal möglich.                                                  des Herkulessaals an fremde Dritte nicht verfügbar sind. Zu 8.:                                                         Zum Konzertsaal Philharmonie im Gasteig Die gewünschten Aussagen zu den wirtschaftlichen Kenn­         (Angaben des Kulturreferats der Landeshauptstadt München zahlen der bereits bestehenden Konzertsäle (Philharmonie       bzw. der Gasteig München GmbH): am Gasteig, Herkulessaal sowie Prinzregententheater) wer­      Die Stadt München erachtet einen Vergleich der hier abge­ den bei den entsprechenden Betreibern der Säle ermittelt       fragten Kennzahlen als äußerst problematisch und kritisch, werden. Ich darf aber um Verständnis bitten, dass diese An­    da den betrachteten Konzertsälen unterschiedliche Betrei­ gaben einen erheblichen Ermittlungsaufwand erfordern und       ber- und Finanzierungsmodelle zugrunde lägen und die Da­ deshalb erst zu einem späteren Zeitpunkt beantwortet wer­      tenermittlung unterschiedlich erfolge. Insbesondere weist den können. Hinsichtlich der Philharmonie am Gasteig hängt     sie darauf hin, dass die Philharmonie im Gasteig Teil eines die Beantwortung der Frage naturgemäß auch davon ab, ob        großen Baukomplexes sei, in dem das größte Kulturzentrum die Angaben hierzu der Bayerischen Staatsregierung von der     Münchens beheimatet ist. Daher entstünden bei der Kosten­ Landeshauptstadt München zur Verfügung gestellt werden.        berechnung allein auf die Philharmonie bezogen andere Zahlen als bei einem in einem abgeschlossenen Gebäude Dr. Wolfgang Heubisch                                          untergebrachten Saal. Dies liege einerseits an den diversen Staatsminister                                                 Synergie-Effekten und andererseits an den unvermeidlichen Unschärfen bei der Kostenabgrenzung. Die Philharmonie wird außerdem vielseitig genutzt: Neben klassischen Kon­ zerten finden orchestrale Veranstaltungen mit Eventcharak­ ter, Konzerte mit Unterhaltungsmusik sowie Kongresse statt.",
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