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            "content": "Seite 2                           Bayerischer Landtag      ·  14. Wahlperiode                              Drucksache 14/1445 Positives Gutachten der Realschule und Notendurchschnitt         tersuchungen geht hervor, daß die in Orientierungsstufen von 2,0 aus Deutsch, Mathematik und Englisch; um den El-         und Gesamtschulen durchgeführte innere Differenzierung tern bei der Entscheidung zu helfen, wird zudem ein Bera-        eher zu einer Nivellierung bzw. Senkung des Wissensstan- tungsgespräch am Gymnasium angeboten, in dem sie über            dards führt. Dies bedeutet, daß den unterschiedlichen Lern- das Anforderungsniveau, die Art des Unterrichts und die          arten und -zugängen aufgrund einer Zwangsintegration Zielsetzung des Gymnasiums informiert werden. Bei einem          kaum oder nur wenig Rechnung getragen werden kann, ko- Notendurchschnitt ab 2,33 und schlechter ist die erfolgreiche    gnitiv leistungsfähige Schülerinnen und Schüler unterfordert Teilnahme an der Aufnahmeprüfung für den Übertritt not-          werden, höhere Kosten gegenüber dem dreigliedrigen Schul- wendig.                                                          wesen entstehen und zudem die Konzentration auf zentrale Schulstandorte notwendig ist. Für den Übertritt von Schülern mit dem Abschlußzeugnis der Realschule (Übertritt in Übergangs- bzw. Anschlußklasse)         Ein gegliedertes, differenziertes Schulwesen mit begabungs- gelten wie bisher die Bestimmungen des § 15 der Gymnasi-         bezogenen Schularten ermöglicht eine Abstimmung des Ler- alschulordnung.                                                  nens auf der Basis des Leistungsvermögens und der Fähig- keiten bzw. Begabungen ihrer Schülerinnen und Schüler. Zu 3.:                                                           Nach der Schulreform werden die Entfaltungschancen für je- Die Zugangsvoraussetzungen in die Jahrgangsstufe 7 des           des Kind in vielfältiger Weise gegeben sein. Beginnend mit Mittlere-Reife-Zugs der Hauptschule (M7-Klassen oder M7-         einer Auswahl von 3 Schularten ab der 4. Klasse, weiterge- Kurse) sind erfüllt, wenn im Zwischenzeugnis der Jahr-           hend mit den vielfältigen Übertrittsmöglichkeiten in den gangsstufe 6 die Durchschnittsnote 2,33 aus den Fächern          Klassen 5 und 6, der Erweiterung der Perspektiven zur Er- Deutsch, Mathematik und Englisch erreicht ist. Die Eltern        langung eines Mittleren Schulabschlusses mit der M 7 bis M sind frühzeitig über die Möglichkeit des Zugangs zum M-          10 und der jährlichen Zutrittsmöglichkeit in die M 7–10 bis Zug zu informieren. Darüber hinaus kann die Lehrerkonfe-         hin zu den vielfältigen schulischen und beruflichen Angebo- renz auf Wunsch der Erziehungsberechtigten den Zugang            ten nach dem Hauptschulabschluß, dem Quali und dem mitt- auch bei einer Durchschnittsnote von 2,66 und in geeigneten      leren Schulabschule an Hauptschule und Realsschule (Mitt- Fällen auch darüber zulassen, wenn der Schüler auf Grund         lerer Schulabschluß über das berufliche Schulwesen, Fach- seines gesamten Lern- und Arbeitsverhaltens Aussicht hat,        hochschulreife, fachgebundene Hochschulreife und allge- den mittleren Schulabschluß zu erwerben.                         meine Hochschulreife an Fach- und Berufsoberschulen, Fachschulen und Fachakademien, Meisterausbildung) wird Die Zugangsvoraussetzungen in die Jahrgangsstufen 8 und 9        die Vielfalt der Entwicklungs- und Qualifikationsmöglich- des Mittlere-Reife-Zugs der Hauptschule (M8-Klassen, M8-         keiten schulischer und beruflicher Art so groß wie noch nie Kurse, M9-Klassen) sind erfüllt, wenn im Zwischenzeugnis         sein. der Jahrgangsstufe 7 bzw. 8 die Durchschnittsnote 2,0 aus den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch erreicht ist.       Zu 5.: Darüber hinaus kann die Lehrerkonferenz auf Antrag der Er-       Grundlage für den Unterricht des Mittlere-Reife-Zugs sind ziehungsberechtigten den Zugang auch bei einer Durch-            die Stundentafel und der Lehrplan für die Hauptschule. Für schnittsnote von 2,33 und in geeigneten Fällen auch darüber      die Durchlässigkeit stellt dies eine ideale Voraussetzung dar: zulassen, wenn der Schüler auf Grund seines gesamten Lern-       Die Themen und Lernbereiche sind die gleichen wie in den und Arbeitsverhaltens Aussicht hat, den mittleren Schulab-       Regelklassen, das Anforderungsniveau orientiert sich jedoch schluß zu erwerben.                                              am mittleren Schulabschluß und ist deutlich höher. Die Lern- inhalte werden vertieft behandelt und ausgeweitet, die Für den Einstieg in die M10 ohne vorherigen Besuch der M-        Schüler werden zu einem höheren Grad der Beherrschung Klasse oder von M-Kursen gelten die bisherigen Zugangsbe-        der Lernziele geführt, der Grad der Selbstständigkeit der stimmungen für die Freiwillige 10. Klasse der Hauptschule,       Schüler, die Komplexität der Aufgabenstellung, das Arbeits- d.h. in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch die         tempo sind höher, die Fehlerhäufigkeit ist geringer. Durchschnittsnote 2,0 sowie die Gesamtbewertung 2,3 im Qualizeugnis.                                                    Was die Durchlässigkeit im Sinne eines Übertritts von Jahr- gangsstufe 5 oder 6 in die gleiche bzw. in die nächste Jahr- Zu 4. und 7.:                                                    gangsstufe der sechsstufigen Realschule bzw. des Gymnasi- Eine Entscheidung für die sechsstufige Realschule und eine       ums betrifft, so ist der Übertritt künftig für Spätentwickler gleichzeitige Reform der Hauptschule bedeuten eine Stär-         möglich, auch wenn die Lehrpläne der einzelnen Schularten kung des gegliederten Schulsystems. Dies ermöglicht jeder        nicht deckungsgleich sind. Kinder haben unterschiedliche der betroffenen Schularten eine klarere Profilbildung und so-    Fähigkeiten, Neigungen, Talente und Lernzugänge. Deshalb mit eine bessere Förderung der unterschiedlichen Begabun-        müssen die Lehrpläne der verschiedenen Schularten unter- gen und Fähigkeiten unserer Kinder und Jugendlichen.             schiedlich ausgeprägt sein. Eine künstliche Einebnung von Wie die internationale TIMS-Studie erwiesen hat, traten in       Lehrplänen würde die unterschiedlichen Begabungen be- den Ländern mit Orientierungsstufen und Gesamtschulen er-        wußt negieren und die Entwicklungspotentiale unserer Kin- hebliche Defizite mit einem niedrigeren Wissensstand als         der gezielt vernachlässigen. dem der bayerischen Schülerinnen und Schüler auf. Der Wis- sensvorsprung der bayerischen Schülerinnen und Schüler be-       In den höheren Jahrgangsstufen von Hauptschule und Real- trug bis zu 2 Jahre. Auch aus anderen wissenschaftlichen Un-     schule ist deshalb zu empfehlen anstatt der horizontalen",
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