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"content": "Bayerischer Landtag 14. Wahlperiode Drucksache 14/1445 Schriftliche Anfrage Antwort des Abgeordneten Starzmann SPD des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 08.03.1999 vom 14.06.1999 Durchlässigkeit des bayerischen Schulsystems Zu 1.: nach Einführung der R6 Die Möglichkeiten des Übertritts lassen sich wie folgt auf- schlüsseln: Die Staatsregierung hat sich für die Beibehaltung des 3-glie- drigen Schulwesens entschieden. Nach der Einführung der – Übertritt von Jahrgangsstufe 5 der Hauptschule in Jahr- sog. R 6 bestehen allerdings 3 Möglichkeiten in verschiede- gangsstufe 5 der sechsstufigen Realschule bzw. des nen Schularten die Mittlere Reife zu erwerben. Nach Besuch Gymnasiums: der Klassen 5 bis 10 kann die Mittlere Reife künftig in der Reguläres Verfahren wie nach Jahrgangsstufe 4 (für das Hauptschule, in der Realschule und im Gymnasium erwor- Gymnasium bis 2,33 und für die Realschule bis 2,66 gilt ben werden. letztlich der Elternwille); die Note in Heimat- und Sach- kunde wird durch die Note in Englisch ersetzt. Ich frage die Staatsregierung: – Übertritt von der Hauptschule in höhere Jahrgangsstufen 1. Welche Möglichkeiten bestehen, in den Klassen 5 und 6 des Gymnasiums: bzw. noch danach, vom Schulzweig der Hauptschule, der Ein Übertritt von der Hauptschule in höhere Jahrgangs- die Mittlere Reife vermittelt, in die Realschule bzw. in stufen des Gymnasiums ist nach erfolgreicher Teilnahme das Gymnasium zu wechseln? an einer Aufnahmeprüfung möglich. 2. Welche Möglichkeiten bestehen, von den Klassen 5 und – Übertritt von Jahrgangsstufe 5 der Hauptschule in Jahr- 6 bzw. danach von der R 6 in das Gymnasium zu wech- gangsstufe 6 der sechsstufigen Realschule oder Übertritt seln? von Jahrgangsstufe 6 der Hauptschule in Jahrgangsstufe 6 bzw. 7 der sechsstufigen Realschule: 3. Welche Möglichkeiten bestehen, von den Klassen 5 und Positives Gutachten der Hauptschule und Notendurch- 6 bzw. danach von dem Zweig der Hauptschule, der den schnitt 2,00 aus Deutsch, Englisch und Mathematik im Quali vermittelt, in den Zweig der Hauptschule zu wech- Jahreszeugnis; um den Eltern bei der Entscheidung zu seln, der die Mittlere Reife vermittelt? helfen, wird zudem ein Beratungsgespräch an der Real- schule angeboten, in dem sie über das Anforderungsni- 4. Ist demnach die Durchlässigkeit des bayerischen Schul- veau, die Art des Unterrichts und die Zielsetzung der Re- systems gegenüber einem System, in dem die Klassen 5 alschule informiert werden. Bei einem Notendurch- und 6 eine sog. Orientierungsstufe bilden, geringer, oder schnitt ab 2,33 und schlechter ist die erfolgreiche Teil- welche Vorteile bietet das künftige bayerische System? nahme an der Aufnahmeprüfung für den Übertritt not- wendig. 5. Wie werden die Lehrpläne insbesondere in den Klassen 5 und 6 aussehen, um die größtmögliche Durchlässigkeit – Übertritt von der Hauptschule in Jahrgangsstufe 8 – 10 der verschiedenen weiterführenden Schulzweige nach der sechsstufigen Realschule: „oben“, also von der Hauptschule in den Zweig Mittlere Aufnahmeprüfung an der Realschule Reife der Hauptschule, von dort in die R 6 und von dort in das Gymnasium zu gewährleisten? Zu 2.: Übertritt von Jahrgangsstufe 5 der sechsstufigen Realschule 6. Wird die R 6 einen Lehrplan bzw. ein Unterrichtsangebot in Jahrgangsstufe 5 des Gymnasiums beinhalten, durch die der Wechsel ins Gymnasium ge- Für den Übertritt von der Jahrgangsstufe 5 der Realschule in genüber dem heutigen System erleichtert wird? die Jahrgangsstufe 5 des Gymnasiums gelten dieselben Be- dingungen wie nach der Jahrgangsstufe 4 (2,33 für das Gym- 7. Worin liegen die wesentlichen Unterschiede des bayeri- nasium); die Note in Heimat- und Sachkunde wird durch die schen Schulsystems zu einem System mit einer sog. Ori- Note in Englisch ersetzt. entierungsstufe? Übertritt von Jahrgangsstufe 5 der sechsstufigen Realschule in Jahrgangsstufe 6 des Gymnasiums bzw. von Jahrgangs- stufe 6 der sechsstufigen Realschule in Jahrgangsstufe 6 des Gymnasiums",
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"content": "Seite 2 Bayerischer Landtag · 14. Wahlperiode Drucksache 14/1445 Positives Gutachten der Realschule und Notendurchschnitt tersuchungen geht hervor, daß die in Orientierungsstufen von 2,0 aus Deutsch, Mathematik und Englisch; um den El- und Gesamtschulen durchgeführte innere Differenzierung tern bei der Entscheidung zu helfen, wird zudem ein Bera- eher zu einer Nivellierung bzw. Senkung des Wissensstan- tungsgespräch am Gymnasium angeboten, in dem sie über dards führt. Dies bedeutet, daß den unterschiedlichen Lern- das Anforderungsniveau, die Art des Unterrichts und die arten und -zugängen aufgrund einer Zwangsintegration Zielsetzung des Gymnasiums informiert werden. Bei einem kaum oder nur wenig Rechnung getragen werden kann, ko- Notendurchschnitt ab 2,33 und schlechter ist die erfolgreiche gnitiv leistungsfähige Schülerinnen und Schüler unterfordert Teilnahme an der Aufnahmeprüfung für den Übertritt not- werden, höhere Kosten gegenüber dem dreigliedrigen Schul- wendig. wesen entstehen und zudem die Konzentration auf zentrale Schulstandorte notwendig ist. Für den Übertritt von Schülern mit dem Abschlußzeugnis der Realschule (Übertritt in Übergangs- bzw. Anschlußklasse) Ein gegliedertes, differenziertes Schulwesen mit begabungs- gelten wie bisher die Bestimmungen des § 15 der Gymnasi- bezogenen Schularten ermöglicht eine Abstimmung des Ler- alschulordnung. nens auf der Basis des Leistungsvermögens und der Fähig- keiten bzw. Begabungen ihrer Schülerinnen und Schüler. Zu 3.: Nach der Schulreform werden die Entfaltungschancen für je- Die Zugangsvoraussetzungen in die Jahrgangsstufe 7 des des Kind in vielfältiger Weise gegeben sein. Beginnend mit Mittlere-Reife-Zugs der Hauptschule (M7-Klassen oder M7- einer Auswahl von 3 Schularten ab der 4. Klasse, weiterge- Kurse) sind erfüllt, wenn im Zwischenzeugnis der Jahr- hend mit den vielfältigen Übertrittsmöglichkeiten in den gangsstufe 6 die Durchschnittsnote 2,33 aus den Fächern Klassen 5 und 6, der Erweiterung der Perspektiven zur Er- Deutsch, Mathematik und Englisch erreicht ist. Die Eltern langung eines Mittleren Schulabschlusses mit der M 7 bis M sind frühzeitig über die Möglichkeit des Zugangs zum M- 10 und der jährlichen Zutrittsmöglichkeit in die M 7–10 bis Zug zu informieren. Darüber hinaus kann die Lehrerkonfe- hin zu den vielfältigen schulischen und beruflichen Angebo- renz auf Wunsch der Erziehungsberechtigten den Zugang ten nach dem Hauptschulabschluß, dem Quali und dem mitt- auch bei einer Durchschnittsnote von 2,66 und in geeigneten leren Schulabschule an Hauptschule und Realsschule (Mitt- Fällen auch darüber zulassen, wenn der Schüler auf Grund lerer Schulabschluß über das berufliche Schulwesen, Fach- seines gesamten Lern- und Arbeitsverhaltens Aussicht hat, hochschulreife, fachgebundene Hochschulreife und allge- den mittleren Schulabschluß zu erwerben. meine Hochschulreife an Fach- und Berufsoberschulen, Fachschulen und Fachakademien, Meisterausbildung) wird Die Zugangsvoraussetzungen in die Jahrgangsstufen 8 und 9 die Vielfalt der Entwicklungs- und Qualifikationsmöglich- des Mittlere-Reife-Zugs der Hauptschule (M8-Klassen, M8- keiten schulischer und beruflicher Art so groß wie noch nie Kurse, M9-Klassen) sind erfüllt, wenn im Zwischenzeugnis sein. der Jahrgangsstufe 7 bzw. 8 die Durchschnittsnote 2,0 aus den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch erreicht ist. Zu 5.: Darüber hinaus kann die Lehrerkonferenz auf Antrag der Er- Grundlage für den Unterricht des Mittlere-Reife-Zugs sind ziehungsberechtigten den Zugang auch bei einer Durch- die Stundentafel und der Lehrplan für die Hauptschule. Für schnittsnote von 2,33 und in geeigneten Fällen auch darüber die Durchlässigkeit stellt dies eine ideale Voraussetzung dar: zulassen, wenn der Schüler auf Grund seines gesamten Lern- Die Themen und Lernbereiche sind die gleichen wie in den und Arbeitsverhaltens Aussicht hat, den mittleren Schulab- Regelklassen, das Anforderungsniveau orientiert sich jedoch schluß zu erwerben. am mittleren Schulabschluß und ist deutlich höher. Die Lern- inhalte werden vertieft behandelt und ausgeweitet, die Für den Einstieg in die M10 ohne vorherigen Besuch der M- Schüler werden zu einem höheren Grad der Beherrschung Klasse oder von M-Kursen gelten die bisherigen Zugangsbe- der Lernziele geführt, der Grad der Selbstständigkeit der stimmungen für die Freiwillige 10. Klasse der Hauptschule, Schüler, die Komplexität der Aufgabenstellung, das Arbeits- d.h. in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch die tempo sind höher, die Fehlerhäufigkeit ist geringer. Durchschnittsnote 2,0 sowie die Gesamtbewertung 2,3 im Qualizeugnis. Was die Durchlässigkeit im Sinne eines Übertritts von Jahr- gangsstufe 5 oder 6 in die gleiche bzw. in die nächste Jahr- Zu 4. und 7.: gangsstufe der sechsstufigen Realschule bzw. des Gymnasi- Eine Entscheidung für die sechsstufige Realschule und eine ums betrifft, so ist der Übertritt künftig für Spätentwickler gleichzeitige Reform der Hauptschule bedeuten eine Stär- möglich, auch wenn die Lehrpläne der einzelnen Schularten kung des gegliederten Schulsystems. Dies ermöglicht jeder nicht deckungsgleich sind. Kinder haben unterschiedliche der betroffenen Schularten eine klarere Profilbildung und so- Fähigkeiten, Neigungen, Talente und Lernzugänge. Deshalb mit eine bessere Förderung der unterschiedlichen Begabun- müssen die Lehrpläne der verschiedenen Schularten unter- gen und Fähigkeiten unserer Kinder und Jugendlichen. schiedlich ausgeprägt sein. Eine künstliche Einebnung von Wie die internationale TIMS-Studie erwiesen hat, traten in Lehrplänen würde die unterschiedlichen Begabungen be- den Ländern mit Orientierungsstufen und Gesamtschulen er- wußt negieren und die Entwicklungspotentiale unserer Kin- hebliche Defizite mit einem niedrigeren Wissensstand als der gezielt vernachlässigen. dem der bayerischen Schülerinnen und Schüler auf. Der Wis- sensvorsprung der bayerischen Schülerinnen und Schüler be- In den höheren Jahrgangsstufen von Hauptschule und Real- trug bis zu 2 Jahre. Auch aus anderen wissenschaftlichen Un- schule ist deshalb zu empfehlen anstatt der horizontalen",
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"content": "Drucksache 14/1445 Bayerischer Landtag · 14. Wahlperiode Seite 3 Durchlässigkeit die vertikale Durchlässigkeit anzustreben, höheren Anforderungsniveaus der sechsstufigen Realschule d.h. nach Abschluß der Schulart die geeignete weiterführen- gegenüber den Jahrgangsstufen 5 und 6 der Hauptschule ha- de Schulart zu wählen, die zum gewünschten Ziel führt. Je ben die sehr guten Schülerinnen und Schüler der sechsstufi- besser nämlich die jeweilige Begabung an den verschiedenen gen Realschule im Falle eines Übertritts verbesserte Chancen Schularten gefördert wird, desto größer werden die Chancen das Gymnasium erfolgreich besuchen zu können. der Kinder und Jugendlichen auf Erlangung hochwertiger schulischer und beruflicher Qualifikationen sein. Anstatt nur an den Wechsel in den Jahrgangsstufen 5 und 6 zu denken, sollte bei der Realschule vor allem an die Fort- Zu 6.: setzung der Schullaufbahn nach deren Abschluß verstärkt in Im Versuch der sechsstufigen Realschule wählten Eltern, de- den Blickwinkel genommen werden. Dabei ist an einen di- ren Kinder im Übertrittszeugnis die Eignung zum Besuch rekten Überstieg in die 11. Jahrgangsstufe oder in die beson- des Gymnasiums erhalten haben, freiwillig und bewußt die dere 10. Jahrgangsstufe zu denken. Diese schon bisher erfol- sechsstufige Realschule. Aus diesem Grund wird sich die greich praktizierte Durchlässigkeit wird auch künftig eine Zahl der „Quereinsteiger“ aller Voraussicht nach in engen Rolle spielen, zumal die Anforderungen für die zweite Grenzen halten. Diese Erfahrungen bestätigen auch die Ent- Fremdsprache in der R6 in deutlich verbesserter Form erfüllt wicklungen des Landes Baden-Württemberg. Aufgrund des werden können.",
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