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"content": "Bayerischer Landtag 16. Wahlperiode\t\t\t\t\t\t\t\t Drucksache 16/9742 11.11.2011 Schriftliche Anfrage Antwort des Abgeordneten Florian Streibl FREIE WÄHLER des Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung vom 04.05.2011 und Kunst vom 30.09.2011 UNESCO-Projekte in Bayern – Kosten-Nutzen- Verhältnis Zu der Schriftlichen Anfrage des Herrn Abgeordneten Flo- rian Streibl wird in Abstimmung mit dem Staatsministerium Ich frage die Staatsregierung: für Unterricht und Kultus sowie auf der Grundlage entspre- chender Informationen der Deutschen UNESCO-Kommis- 1. Welche Stätten in Bayern zählen aktuell zum sion e.V., des UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V., UNESCO-Weltkulturerbe? der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, der Stadt Würzburg, des Landratsamts 2. Welche Folgekosten hatte die Ernennung dieser Stätten Weilheim-Schongau, der Stadt Bamberg, des Bayerischen zum UNESCO-Weltkulturerbe seit der jeweiligen Er- Landesamts für Denkmalpflege, der Stadt Regensburg sowie nennung generiert, aufgeschlüsselt nach der Landeskoordinatorin der bayerischen UNESCO-Projekt- a) den einzelnen Weltkulturerbestätten, schulen wie folgt Stellung genommen: b) den einzelnen Jahren seit der Ernennung, c) der Höhe der jeweiligen Kosten, Zu 1.: d) der Art der Kosten (Denkmalschutz, Tourismus, Bil- (1) Würzburger Residenz und Hofgarten (1981) dungsarbeit usw.)? (2) Wallfahrtskirche „Die Wies“ (1983) (3) Altstadt von Bamberg (1993) 3. Welche Wertschöpfung konnten die jeweiligen Städte (4) Grenzen des römischen Imperiums: Obergermanisch- bzw. Gemeinden seit der Erlangung dieses UNESCO- raetischer Limes (2005) Weltkulturerbe-Titels erzielen, aufgeschlüsselt nach (5) Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof (2006) a) den einzelnen Weltkulturerbestätten, (6)\t\u0007Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen: Roseninsel, b) den einzelnen Jahren seit der Ernennung zum Weltkul- Siedlung Pestenacker und Unfriedshausen (2011) turerbe, c) der Bedeutung für den Tourismus im Besonderen und Der Obergermanisch-raetische Limes erstreckt sich über die wirtschaftliche Entwicklung im Allgemeinen, die Länder Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und d) dem Nutzen für das Handwerk der jeweiligen Region, Rheinland-Pfalz. Zusammen mit der Hadriansmauer und das zum Erhalt des Weltkulturerbes beauftragt worden dem Antoniuswall in Großbritannien (seit 1987 UNESCO- ist? Weltkulturerbe) bildet der Obergermanisch-raetische Limes die grenzüberschreitende UNESCO-Weltkulturerbestätte 4. Welche Schulen in Bayern sind aktuell oder waren „Grenzen des Römischen Imperiums“. UNESCO-Projektschulen? Zu dem UNESCO-Weltkulturerbe „Prähistorische Pfahl- 5. Welche Kosten sind für die Schulen durch diese bauten um die Alpen“ zählen insgesamt 111 Pfahlbau- UNESCO-Projekte entstanden und wer hat den finan- fundstellen in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, ziellen Aufwand dafür getragen, aufgeschlüsselt nach Slowenien und der Schweiz. Drei Fundstellen dieses grenz a) den einzelnen Schulen, überschreitenden UNESCO-Weltkulturerbes liegen in Ba- b) der Höhe der entstandenen Projektkosten? yern (Roseninsel im Landkreis Starnberg; Unfriedshausen und Siedlung Pestenacker im Landkreis Landsberg am 6. Mit welchen Kosten rechnet der Freistaat Bayern, wenn Lech). nach erfolgreicher Ratifizierung die Passionsspiele von Oberammergau ins immaterielle Weltkulturerbe aufge- Zu 2. a)–d): nommen werden? Allgemein ist darauf hinzuweisen, dass die Ernennung der bayerischen UNESCO-Weltkulturerbestätten keine unmit- 7. Liegen der Staatsregierung Erkenntnisse vor, ob auch telbaren gesonderten Folgekosten nach sich gezogen hat, andere Kulturgüter Bayerns ins immaterielle Weltkul- soweit man die Ausgaben für Instandsetzungs- und Pflege- turerbe aufgenommen werden sollen? maßnahmen betrachtet. Denn die bayerischen UNESCO- Drucksachen, Plenarprotokolle sowie die Tagesordnungen der Vollversammlung und der Ausschüsse sind im Internet unter www.bayern.landtag.de – Dokumente abrufbar. Die aktuelle Sitzungsübersicht steht unter www.bayern.landtag.de – Aktuelles/Sitzungen/Tagesübersicht zur Verfügung.",
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"content": "Seite 2 Bayerischer Landtag · 16. Wahlperiode Drucksache 16/9742 Weltkulturerbestätten sind durchgehend als Bau- bzw. (1) Würzburger Residenz und Hofgarten: Herr Dr. Alexan Bodendenkmäler zu qualifizieren. Sie unterliegen damit der Wiesneth, Konservator in der Bauabteilung der Ba- ohnehin einer Erhaltungspflicht nach Maßgabe des Baye- yerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten rischen Denkmalschutzgesetzes. So hat die für die Residenz und Seen Würzburg zuständige Bayerische Verwaltung der staatlichen (2) Wallfahrtskirche „Die Wies“: Frau Brigitte Bardenheuer, Schlösser, Gärten und Seen darauf hingewiesen, dass sich Site Management Wieskirche im Landratsamt Weilheim- der jährliche Etat für den Bauunterhalt des Objekts nach Schongau den aktuellen Bedürfnissen der Betriebssicherheit und des (3) Altstadt von Bamberg: Frau Dr. Ulrike Laible, Leiterin Bestandsschutzes richtet. Eine besondere Berücksichtigung des Zentrums Welterbe Bamberg der Stadt Bamberg des Welterbestatus erfolge hingegen nicht. Eine Aufschlüs- (4) Grenzen des römischen Imperiums: Obergermanisch- selung der Baukosten nach Höhe und Jahren könne daher raetischer Limes: Herr Dr. Jürgen Obmann, Limeskoor- nicht in Bezug gesetzt werden zur Auszeichnung der Würz- dinator im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege burger Residenz als UNESCO-Weltkulturerbe. Auch im Fall (5) Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof: Herr Mathias der Wallfahrtkirche „Die Wies“ wurde hervorgehoben, dass Ripp, Welterbekoordinator im Planungs- und Baureferat zwischen den Ausgaben für den Betrieb und den normalen der Stadt Regensburg Bauunterhalt einerseits und den Ausgaben für den Denkmal- (6) Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen: Herr Dr. Jür- schutz andererseits nicht unterschieden werden kann. Jede gen Obmann, Limeskoordinator im Bayerischen Landes- bauliche Maßnahme an der Kirche berühre auch Belange des amt für Denkmalpflege Denkmalschutzes. Eine darüber hinausgehende Differenzie- rung mit Blick auf den Status als UNESCO-Weltkulturerbe Diese Stellen koordinieren alle das UNESCO-Welterbe ist demnach erst recht nicht möglich. Ein vergleichbares Bild betreffenden Fragen in den Bereichen Denkmalpflege und hat sich bei den anderen bayerischen UNESCO-Weltkultur- Tourismus mit ihren jeweiligen Ansprechpartnern innerhalb erbestätten ergeben. der eigenen Verwaltung, anderen Behörden und Dritten. Eine zentrale Aufgabe des Managements betrifft die Vor- Entsprechend verhält es sich mit etwaigen Kosten in den bereitung und Durchführung des „Monitorings“, mit dem Bereichen Tourismus und Bildung. Auch diese können regelmäßig gegenüber der UNESCO über die Anwendung grundsätzlich nicht allein auf die Ernennung einer Stätte der UNESCO-Konvention und den Zustand der betreffenden zum UNESCO-Weltkulturerbe zurückgeführt werden. Viel- Weltkulturerbestätte berichtet wird. mehr werden diese Ausgaben regelmäßig aus verschiedenen Gründen getätigt, bei denen der UNESCO-Status ein Motiv Zu den weiteren Folgekosten zählen z. B. die Kosten der ein- unter mehreren anderen darstellt. zelnen Stätten für die Mitgliedschaft im UNESCO-Welter- bestätten Deutschland e.V. sowie die Kosten für die Teilnah- Ein eindeutiger Bezug zum Status als UNESCO-Weltkultur- me an fachbezogenen Tagungen und Fortbildungen. Im Fall erbe bestand dagegen bei den Ausgaben, die die Kommunen des Obergermanisch-raetischen Limes kommt der Beitrag für Projekte im Rahmen des Programms „Förderung von für die Mitgliedschaft in der Deutschen Limeskommission Investitionen in nationale UNESCO-Welterbestätten“ des hinzu (jährlich 34.440,00 €). Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) tätigten. Mit diesem sogenannten „Welterbepro- Zu 3. a)–d): gramm“, das auf eine Antragstellung durch die Kommunen Eine Bezifferung der Wertschöpfung, die die bayerischen ausgelegt war, sollten Investitionen in den langfristigen Er- UNESCOWeltkulturerbestätten seit ihrer Ernennung jeweils halt des deutschen UNESCO-Welterbes angestoßen werden. erzielt haben, ist nicht möglich. Konkrete Erkenntnisse zu Die Programmbedingungen sahen vor, dass die Kommunen dieser Frage liegen weder den bayerischen UNESCO-Welt- die Projekte mittragen mussten und sich im Regelfall mit kulturerbestätten noch der Bayerischen Staatsregierung vor. einem Anteil von mindestens 33% an den Kosten beteiligten. Etwaige Vorgaben zur Ermittlung der Wertschöpfung sei- Projekte aus diesem Programm betrafen z. B. die Instand- tens der UNESCO bestehen nicht. Wie schon zuvor bei der setzung der Steinernen Brücke in Regensburg, die Neuge- Frage nach den Folgekosten erörtert, kann der durch den staltung des Umfelds der Wallfahrtskirche „Die Wies“ und UNESCO-Status bedingte Anteil an der wirtschaftlichen die Errichtung des Museums „LIMESEUM“ im Römerpark und touristischen Entwicklung der bayerischen Weltkultur- Ruffenhofen (Landkreis Ansbach), s. dazu auch die Anga- erbestätten ebenfalls nicht trennscharf herausgearbeitet wer- ben unten zu Frage 3. den. Vielmehr handelt es sich immer um eine Gemengelage verschiedener Ursachen, bei denen die Auszeichnung als Unmittelbare Folgekosten der Ernennung zum UNESCO- UNESCO-Weltkulturerbe ein Faktor unter vielen darstellt. Weltkulturerbe sind daher nur aus dem Management erwach- sen. So werden die bayerischen UNESCO-Weltkulturerbe- Nach Schätzungen des UNESCO-Welterbestätten Deutsch- stätten auf der Ebene der regional zuständigen Verwaltung land e.V. kann jedoch davon ausgegangen werden, dass von eigenen Stellen betreut, deren Ausstattung variiert. Im die deutschen UNESCO-Welterbestätten (Weltkultur- und Regelfall wird das „Site Management“ von einer Person Weltnaturerbestätten) von etwa 70 Millionen Gästen be- durchgeführt, die in Bamberg und Regensburg von einem sucht wurden. Dort wird angenommen, dass ein Tagestourist Sekretariat unterstützt wird: 32,00 € und ein Übernachtungsgast 145,00 € am Zielort aus- gibt (jeweils im Bundesdurchschnitt). Ein erheblicher An-",
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"content": "Drucksache 16/9742 Bayerischer Landtag · 16. Wahlperiode Seite 3 teil dieser Besucher und der von ihnen getätigten Ausgaben gramm 2010 in Höhe von 8,14 Mio. Euro gewährt. Die Mit- dürfte auf die sechs UNESCO-Weltkulturerbestätten in dem tel (2009 und 2010) verteilen sich insgesamt wie folgt: klassischen Urlaubsland Bayern entfallen. Kommune Bundeszu- Welterbestätte schuss Alle UNESCO-Weltkulturerbestätten profitieren dabei zu- Regensburg 9.893.222 Altstadt Regensburg nächst indirekt von dem international anerkannten Status. Würzburg 1.690.500 Würzburger Residenz Kein anderes Programm der UNESCO erhält eine so hohe Bamberg 8.138.047 Altstadt Bamberg mediale Aufmerksamkeit. So befassen sich etwa 70% aller Neustadt a. d. Donau 297.000 Limes Presseberichte über die UNESCO mit dem Welterbe. Auch in Miltenberg 32.850 Limes Reiseführern werden die UNESCO-Weltkulturerbestätten re- Pförring 275.450 Limes gelmäßig hervorgehoben. Insbesondere bei kleineren Stätten (wie z. B. der Wallfahrtskirche „Die Wies“) hat die Ernennung Steingaden 1.571.267 Wieskirche zum UNESCO-Weltkulturerbe daher zu einer spürbaren Zu- Burgsalach 400.039 Limes nahme der öffentlichen Wahrnehmung und der Besucherzah- Gerolfingen 2.456.250 Limes len geführt. UNESCO-Weltkulturerbestätten, die bereits vor der Ernennung über einen hohen Bekanntheitsgrad verfügten, Nach Auskunft des Bayerischen Landesamts für Denkmal- konnten dagegen nur einen geringeren Popularitätsgewinn pflege konnten von der Gesamtsumme für das UNESCO- verzeichnen. Dieser hing daneben auch vom Zeitpunkt der Weltkulturerbe Obergermanisch-raetischer Limes 50 % Ernennung ab. Denn während dem U NESCO-Weltkulturerbe (1. Projektaufruf) bzw. 75 % (2. Projektaufruf) für den Frei- lange Zeit nur eine relative geringe Aufmerksamkeit zukam, staat Bayern generiert werden. ist dieses Thema in den letzten zehn Jahren verstärkt in das öffentliche Bewusstsein gerückt. Mit Blick auf Deutschland Wie bei sonstigen Maßnahmen im Bereich des Denkmal- ist dies nicht zuletzt auf die negativen Diskussionen um das schutzes üblich, profitieren auch regionale Handwerks- Dresdner Elbtal zurückzuführen. betriebe von den Projekten aus dem Welterbeprogramm. Genauere Angaben hierzu liegen der Bayerischen Staatsre- Inzwischen wird die Auszeichnung als UNESCO-Weltkul- gierung nicht vor. turerbe gezielt als Marken- und Qualitätszeichen in der tou- ristischen Vermarktung einer Destination eingesetzt. Dies ist Zu 4.: von strategischer Bedeutung für die Erzielung einer Wert- Eine Übersicht der aktuellen UNESCO-Projektschulen ist schöpfung. Gerade internationale Reiseveranstalter richten als Anlage beigefügt. ihre Deutschland-Programme zunehmend an den UNESCO- Welterbestätten aus. Auch im Marktsegment Kongresse und Folgende Schulen waren im Zeitraum seit 2001 UNESCO- Tagungen, das für die bayerischen UNESCO-Welterbestädte Projektschulen, sind derzeit jedoch nicht mehr im UNESCO- Würzburg, Bamberg und Regensburg von Bedeutung ist, Schulnetz tätig: wird die Auszeichnung als „Zugpferd“ verwendet; sie be- legt insbesondere die Attraktivität des Standorts für die Ge- (1) Erdkinderschule nach Maria Montessori Eberharting in staltung des Rahmenprogramms. Zudem sind die Besucher Lohkirchen der UNESCO-Weltkulturerbestätten zu einem überdurch- (2)\t\u0007Dominikus-Sario-Schule der Salesianer Don Boscos schnittlichen Anteil dem ausgabestarken gehobenen Kultur- (Sonderpädagogisches Förderzentrum) in Marolds- tourismus zuzuordnen – einem Marktsegment, das sich in weisach den nächsten Jahren voraussichtlich weiter stark entwickeln (3) Grundschule an der Keilberthstraße in München wird. (4) Gymnasium Leopoldinum Passau (5) Hauptschule Reisach in Reisach/Vils. Über den Tourismus hinaus hat sich die Auszeichnung als UNESCO-Weltkulturerbe mittlerweile zu einem weichen Zu 5. a) und b): Standortfaktor für die regionale Wirtschaft entwickelt. So Drei Schulen haben Projekte im Bereich des UNESCO- weisen in UNESCO-Welterbestätten ansässige Unterneh- Weltkulturerbes durchgeführt: men vermehrt auf den besonderen Status hin, um neue Mit- arbeiter zu werben. Im Fall von Bamberg wurde zudem von (1) Berufliches Schulzentrum Kulmbach einer Veränderung der lokalen Einzelhandelsstruktur berich- Im Rahmen des Schulprogramms „denkmal aktiv – Kul- tet. Infolge der höheren Bekanntheit und Internationalität turerbe macht Schule“ war das Berufliche Schulzen- der Stadt habe sich die Ausrichtung auf die Bedürfnisse des trum Kulmbach über zwei Förderperioden an einem Tourismus, aber auch die Standortgüte der Geschäfte erhöht. UNESCO-Weltkulturerbe-Projekt beteiligt. Sie wur- de dafür 2006 vom damaligen Ministerpräsidenten Dr. Ein direkter Vorteil der Auszeichnung als UNESCO-Welter- Stoiber mit dem Simon-Snopkowski-Preis ausgezeich- bestätte ergab sich demgegenüber aus dem zuvor erwähnten net. Die Kosten in Höhe von 1.786,78 € (2004–05) so- „Welterbeprogramm“ des BMVBS (s. o. unter 2.). Nach wie 1.476,82 € (2006) wurden aus Mitteln der Deutschen den ersten beiden Projektaufrufen wurden den bayerischen Stiftung Denkmalschutz bestritten; die Kosten für die Er- UNESCO-Weltkulturerbestätten aus dem Programm 2009 stellung eines Schaukastens in Höhe von 332,72 € wur- Fördermittel in Höhe von 16,62 Mio. Euro, aus dem Pro- den vom UNESCO-Club bezuschusst.",
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"content": "Seite 4 Bayerischer Landtag · 16. Wahlperiode Drucksache 16/9742 (2) Grundschule Würzburg-Heuchelhof 7.011,00 € nicht in Anspruch genommen wurden. Damit In Zusammenarbeit mit dem Büro „Congress – Touris- kostete das Projekt letztendlich 12.989,00 €. Das Projekt mus – Wirtschaft“ der Stadt Würzburg und der Baye- wurde als „European Shared Treasure Star Project“ für rischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten die beispielhafte Nutzung von EST ausgezeichnet und in und Seen führte die Schule am 25./26. April 2008 das die Europäische Datenbank European Shared Treasure UNESCO-Weltkulturerbe-Projekt „Die Würzburger Re- (EST) eingestellt. sidenz“ unter dem Aspekt „Nebeneinander – miteinan- der – Heimat finden“ durch. Die Kosten aller Veranstal- Zu 6.: tungen und Aktionen in Höhe von rund 800,00 € wurden Die Bayerische Staatsregierung geht davon aus, dass durch von der Schule und dem oben genannten Büro der Stadt die Aufnahme einzelner immaterieller Kulturgüter in die Würzburg getragen. repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit in der Regel keine Kosten für den Freistaat Bay (3) E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium Bamberg ern entstehen. Wie die allgemeinen Verwaltungskosten, die Das E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium Bamberg war ko- durch die innerstaatliche Umsetzung des UNESCO-Über- ordinierende Schule eines multilateralen Comenius- einkommens zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes Projekts mit dem Titel „Junge Menschen entdecken das im Falle einer Ratifizierung durch Deutschland zwischen der UNESCO-Weltkulturerbe“. Dabei hatte eine Schüler- Bundesrepublik und den Ländern aufgeteilt werden, ist der- gruppe über zwei Jahre lang Kontakt zu gleichaltrigen zeit noch nicht abschließend geklärt. Jugendlichen aus anderen UNESCO-Weltkulturerbestät- ten in Ungarn, Tschechien und Spanien. Mit dem Projekt Zu 7.: entstand ein Audioguide zu den vier UNESCO-Welt- Da Deutschland das UNESCO-Übereinkommen zur Erhal- kulturerbestätten Budapest, Telc, Jakobsweg und Bam- tung des immateriellen Kulturerbes noch nicht ratifiziert hat berg, die jeweils in allen vier Landessprachen vorgestellt und die innerstaatlichen Verfahrensregelungen für eine No- werden. Der Audioguide ist unter http://eta.bnvbamberg. minierung von immateriellen Kulturgütern für die Aufnahme de/UNESCO/Weltkulturerbe/index.htm abrufbar und in die repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der kann auf einen MP3-Player überspielt werden. In Ver- Menschheit noch nicht festgelegt wurden, lässt sich derzeit bindung mit den Stadtplänen der UNESCO-Weltkultur- nicht absehen, ob und welche Kulturgüter Bayerns in die- erbestätten, die ebenfalls im Internet heruntergeladen ser Liste aufgenommen werden sollen. In der Vergangenheit werden können, ist es möglich, eine per Audioguide ge- wurde jedoch von unterschiedlichen Stellen Interesse an ei- führte Stadtbesichtigung zu machen. Für dieses Projekt ner Aufnahme einzelner Kulturgüter in diese Liste bekundet. erhielt die Schule 20.000,00 € von der EU, von denen Anlage Bayerische Akademie für Außenwirtschaft e.V. Bayerstr. 83–85, 80335 München Elly & Stoffl Bildungs- und Betreuungskonzepte GmbH Schrenkstraße 11, 80339 München Städtische Willy-Brandt-Gesamtschule München Freudstr. 15, 80935 München Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell Spechtweg 1, 82194 Gröbenzell Städtische Realschule für Mädchen Rosenheim Ebersberger Strasse 13, 83022 Rosenheim Otfried-Preußler-Schule Schömeringer Straße 35, 83071 Stephanskirchen Christoph-Scheiner-Gymnasium Ingolstadt Hartmannplatz 1, 85049 Ingolstadt Montessori Volksschule Aufkirchen/Schwaig Pfarrer-Mittermair-Straße 75, 85445 Aufkirchen Montessorischule Freising Am Lohmühlbach 10, 85356 Freising Theodor-Heuss-Gymnasium Nördlingen Schäuffleinstraße 8, 86720 Nördlingen Grundschule Irsee / Josef-Guggenmos-Volksschule Von-Bannwarth-Straße 6, 87660 Irsee Bertha-von-Suttner-Gymnasium Heerstr. 117, 89233 Neu-Ulm",
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