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"content": "Bayerischer Landtag 16. Wahlperiode Drucksache 16/4821 15. 06. 2010 Schriftliche Anfrage Antwort der Abgeordneten Natascha Kohnen SPD des Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung vom 09.03.2010 und Kunst vom 06.05.2010 Übersicht zu den Lehrstühlen Elektrochemie und zu Forschungsförderung mit Bezug Elektromobilität Elektrische Mobilität ist ein Querschnittsbereich, der sich auf Fahrzeugentwicklung und klassischen Maschinenbau Im aktuellen Gutachten der „Expertenkommission For- ebenso stützt wie auf mechatronische, elektrische und infor- schung und Innovation“ wird zur Entwicklung des Standortes mationstechnische Kompetenzen. Die fachliche Breite des Deutschland in puncto Elektromobilität Stellung genommen. Spektrums der beteiligten Forschungseinrichtungen macht Von der Kritik an einer fehlenden ganzheitlichen Strategie es schwierig, die Inhalte und Zukunftsperspektiven an ein- zur Standortentwicklung abgesehen, enthält das Gutachten zelnen Lehrstühlen festzumachen. Daher wird im Folgenden auch Forderungen zur Forschungslandschaft. Explizit wird versucht, einen Überblick über die wichtigsten Vorhaben ein Mangel an Lehrstühlen für Elektrochemie angeführt. und Bereiche zu geben, die sich dem Thema Elektromobilität im Allgemeinen und Elektrochemie im Besonderen widmen. Ich frage die Staatsregierung: Zu 1. und 2.: 1. An welchen Universitäten bzw. Hochschulen in Bayern An der Technischen Universität München wurde zum gibt es einen Lehrstuhl für Elektrochemie? Sommersemester 2010 ein neuer Lehrstuhl für Technische Elektrochemie errichtet und mit Prof. Hubert Gasteiger be- 2. Wie sind die Zukunftsplanungen hinsichtlich dieser/der- setzt. Der Lehrstuhl ist Bestandteil des neuen Wissenschafts- artiger Lehrstühle? zentrums für Elektromobilität (eCar.TUM) an der Techni- schen Universität München (s. u.). 3. Welche bestehenden Lehrstühle, die einen Forschungsbe- zug zu Elektromobilität haben, gibt es zudem in Bayern? An der Universität Regensburg besteht zwar kein Lehr- stuhl für Elektrochemie, die Thematik ist jedoch an den bei- 4. Wie sind die Zukunftsplanungen hinsichtlich dieser/der- den Lehrstühlen für Physikalische Chemie (Prof. Kunz, Prof. artiger Lehrstühle? Dick) sowie am Institut für Physikalische und Theoretische Chemie angesiedelt. Am Lehrstuhl Prof. Kunz gibt es eine 5. Welche Forschungsgebiete in Bezug auf Elektromobili- Arbeitsgruppe Elektrochemie und Elektrolyte. tät werden – abgesehen von den oben genannten – beson- ders gefördert? Des Weiteren steht ein Vorschlag der Max-Planck-Gesell- schaft im Raum, an der Universität Würzburg einen Lehr- stuhl für Elektrochemie einzurichten; die Realisierungschan- cen dieser Überlegungen können derzeit allerdings nicht beurteilt werden. Grundsätzlich sind Lehrstühle auf Dauer angelegt, und weil die Lehrstuhlinhaberinnen und -inhaber in der Auswahl und Durchführung ihrer Forschungsvorhaben frei sind, lässt sich nur begrenzt eine Aussage darüber treffen, ob an den Lehrstühlen weiter in dem für die Elektromobilität ent- scheidenden Segmenten geforscht wird. Andererseits sind die Drittmittelpotenziale sowie das Interesse der scientific community derart hoch, dass damit zu rechnen ist, dass sich dieser Bereich – wie schon bisher – rasant erweitert. Zu 3. und 4.: Die Technische Universität München hat im Februar 2010 das Wissenschaftszentrum für Elektromobilität – eCar.TUM als fakultätsübergreifende Plattform auf dem Gebiet der Drucksachen, Plenarprotokolle sowie die Tagesordnungen der Vollversammlung und der Ausschüsse sind im Internet unter www.bayern.landtag.de - Parlamentspapiere abrufbar. Die aktuelle Sitzungsübersicht steht unter www.bayern.landtag.de Aktuelles/Sitzungen/Tagesübersicht zur Verfügung.",
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"content": "Seite 2 Bayerischer Landtag · 16. Wahlperiode Drucksache 16/4821 Elektromobilität errichtet. Das Konzept des Wissenschafts- Deutschland fahren. Dies entspricht bei rund 50 Mio. Pkw zentrums basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz, der alle einem Anteil von 2 %. Aspekte von der Fahrzeugtechnik (Antriebssysteme, Steue- Im Rahmen des Konjunkturpakets II stellt die Bundesregie- rungs- und Kommunikationssysteme, Leistungselektronik) rung im Zeitraum 2009 bis 2011 insgesamt rund 500 Mio. über die Energieversorgung (Energiespeicher und -wand- Euro für die Förderung anwendungsorientierter Forschung ler, Speicher- und Thermomanament) bis zur Energiewirt- im Bereich (Elektro-)Mobilität zur Verfügung. Die mit der schaft (Energiebereitstellung, Energienetze & Infrastruk- Umsetzung betrauten Bundesressorts befassen sich mit fol- tur, Anbindung und Betrieb dezentraler Speicher) umfasst. genden Schwerpunktthemen: Am Gesamtkonzept beteiligen sich rund 50 Lehrstühle, die überwiegend an den Fakultäten für Maschinenwesen, Elekt- 1. Bundesministerium für Verkehr, Bau und rotechnik und Informationstechnik, Informatik, Physik und Stadtentwicklung: Chemie angesiedelt sind. Für den Förderschwerpunkt „Modellregionen Elektromobi- In eCar.TUM fasst die TUM eine große Zahl an bereits beste- lität“ werden 115 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Ziel henden und etablierten Kompetenzen und Fachleuten zusam- ist die Förderung integrierter Elektro-Mobilitätskonzepte in men, die künftig fakultäts- und fachübergreifend gemeinsam ausgewählten Modellregionen einschließlich Infrastruktur- am Thema Elektromobilität arbeiten werden. Darüber hinaus ausbau. wurde eine Reihe von neuen Lehrstühlen geschaffen, die das Ausgewählt wurden die Modellregionen Hamburg, Bre- Zukunftsthema ergänzen sollen. Zu nennen sind die Lehr- men/Oldenburg, Rhein-Ruhr (mit Schwerpunkt Aachen und stühle für Technische Elektrochemie (Prof. Gasteiger, 2010), Münster), Rhein-Main, Sachsen (mit Schwerpunkten Dres- für Elektrische Energiespeichertechnik (Prof. Jossen, 2010), den und Leipzig), Stuttgart, München und Berlin-Potsdam. für Technische Physik mit Schwerpunkt Energiewandlung Die Projektleitung für die Modellregion München liegt bei und -speicherung (N.N., Verfahren wird 2010 abgeschlos- den Stadtwerken München. Ziel des Projektes ist es, Elektro- sen), für Elektromobilität und Fahrzeugmechatronik (N.N., mobilität im öffentlichen Raum mit Pkw, Nutzfahrzeugen, Verfahren wird 2010 abgeschlossen), für Fahrzeugtech- Bussen, Zweirädern und Schienenfahrzeugen zu fördern und nik (Prof. Lienkamp, 2009), für Carbon Composites (Prof. eine öffentliche Ladeinfrastruktur aufzubauen. Drechsler, 2009) und für Elektronische Systemarchitektur Siemens, BMW und die Stadtwerke München haben in die- (Lehrstuhl in Planung). sem Rahmen ein gemeinsames Projekt vereinbart: Siemens liefert die Technik für 100 Ladestationen, der Strom aus er- An der Universität Erlangen-Nürnberg wird das Thema neuerbaren Energiequellen kommt von den Stadtwerken und Elektromobilität als Querschnittsthema u. a. von den Lehr- BMW wird die Flotte von E-Minis um 25 auf insgesamt 40 stühlen für Elektrische Energieversorgung und für Tech- Fahrzeuge erhöhen. nische Elektronik bearbeitet. 2. Bundesministerium für Wirtschaft und An der Universität Würzburg befassen sich ebenfalls meh- Technologie: rere Professuren mit der Elektromobilität als Querschnitts- 47 Mio. Euro fließen in den neuen Förderschwerpunkt „IKT thema. Hier ist insbesondere der Lehrstuhl für Chemische für Elektromobilität“, der an die Förderinitiative E-Energy Technologie der Materialsynthese zu nennen. anknüpft und im Sommer 2009 begann. Ziel ist es, mithilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) Auch an der Universität Bayreuth besteht ein Bezug zum Schlüsseltechnologien und Dienste für die Integration von Thema Elektromobilität an den mit Fahrzeugbau befassten Elektro- und Hybridfahrzeugen in bestehende Energie- und Lehrstühlen; die Rennauto-Studentengruppe plant die Kons- Verkehrsnetze zu entwickeln und zu erproben. Im Mittel- truktion eines E-Fahrzeugs für den nächsten studentischen punkt stehen IKT-basierte Lade-, Steuerungs- und Abrech- Wettbewerb. nungsinfrastrukturen sowie darauf aufbauende Geschäfts- modelle, Dienste, Normen und Standards. Zu den Zukunftsplanungen gilt das zu Fragen 1 und 2 bereits Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat Ausgeführte. mit Unterstützung einer unabhängigen Experten-Jury Ende April 2009 fünf Sieger-Konsortien ausgewählt, darunter Zu 5.: das Projekt ee-Tour Allgäu (E-Mobilitätsprojekt im All- A. Vonseiten des Bundes gäu). Die Federführung des Projekts ee-Tour Allgäu liegt bei der Am 19. August 2009 hat die Bundesregierung den Natio- Allgäuer Überlandwerke GmbH. Im Mittelpunkt des All- nalen Entwicklungsplan Elektromobilität beschlossen. Zent- gäuer E-Mobilitätsprojekts steht die Vielfalt der Flotte. Fahr- rale Ziele sind die Entwicklung und Markteinführung von zeuge unterschiedlicher Art, unterschiedlicher Betreiber und elektrisch betriebenen Pkw, leichten Nutzfahrzeugen, Zwei- unterschiedlicher Nutzung sollen in einem einheitlichen In- rädern (Elektroroller, Elektrofahrräder), Leichtfahrzeugen formations- und Kommunikationstechnologie (IKT)-System sowie Stadtbussen und anderen Fahrzeugen einschließlich betrieben werden. Die Federführung für die Entwicklung der ihrer technischen Komponenten wie Antriebsstränge und notwendigen IKT übernimmt die im Allgäu ansässige Firma Stromversorgung, ihrer Infrastrukturen sowie die Schaffung Soloplan. der für Entwicklung und Einsatz erforderlichen Vorausset- zungen. Bis 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge in",
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"content": "Drucksache 16/4821 Bayerischer Landtag · 16. Wahlperiode Seite 3 Weitere 72 Mio. Euro fließen insbesondere in die Erfor- Audi entwickelt in einem eigens gegründeten Projekthaus schung stromwirtschaftlicher Schlüsselelemente, die Brems- ein integriertes Konzept für elektrische Antriebe im Fahr- energierückgewinnung, die Optimierung des Antriebsstrangs zeug. Das Förderprojekt unter der Bezeichnung „ePerfor- sowie die On-Board-Stromerzeugung. mance“ wird vom Bundesministerium für Forschung und Bildung mit 22 Mio. € unterstützt und bindet Institute aus 3. Bundesministerium für Bildung und Forschung und Industrie ein (u. a. Bosch, die RWTH Aa- Forschung: chen, die TU München und die Fraunhofer Gesellschaft). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Gleichzeitig setzt Audi neben der Entwicklungsleistung vor mit 200 Mio. Euro die Zell- und Batterieentwicklung, Kom- allem auf eine breite und nachhaltig angelegte Qualifizie- ponenten und deren Standardisierung für Elektro-Fahrzeuge rung der Mitarbeiter. So hat Audi gemeinsam mit der Indus- (Kompetenznetzwerke Systemforschung Elektromobilität, trie- und Handelskammer und der Berufsgenossenschaft die Kompetenzverbünde Elektrochemie, Produktionstechnolo- Weiterbildung zur Elektrofachkraft Fahrzeugtechnik erar- gien Li-Ionen Zellen/Batteriesysteme, Batterie-Recycling, beitet. Anfang 2010 werden die ersten 24 Absolventen diese Batterietestzentrum). Davon stammen rd. 125 Mio. Euro aus Weiterbildung abschließen. Daneben wird die Ausbildung dem Konjunkturpaket II. zum Kfz-Mechatroniker zielgerichtet ergänzt. 4. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und BMW setzt im Rahmen des „project i“ ebenfalls auf eine Reaktorsicherheit: ganzheitliche Betrachtung des Fahrzeugs. Das „projekt i“ Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reak- ist ein F&E-Projekt, mit dem neue Beförderungsstrategien torsicherheit setzt mit rund 125 Mio. Euro folgende Förder- und Fahrzeugarchitekturen für den weltweiten Einsatz in den schwerpunkte: weiter wachsenden Mega-Citys entwickelt werden sollen. • Feldversuche mit Pkw Der auch in München im Praxistest eingesetzte MINI E ist • Feldversuche im Wirtschaftsverkehr ein erstes Produkt dieses Projekts. Ein weiterer Schwerpunkt • Forschung und Entwicklung zum Thema Batterie- liegt für BMW auf dem Einsatz von Leichtbau-Werkstoffen, recycling insbesondere Carbonfasern. BMW hat dazu ein Joint Ven- • Beschaffungsförderung für Hybridbusse im ÖPNV ture mit der SGL Group vereinbart. BMW plant ein sog. • FuE-Förderschwerpunkt „Intelligente Netze, erneuer- Megacity-Vehicle, das in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts bare Energien und Elektromobilität“ unter einer Sub-Marke von BMW auf den Markt kommen soll. Produziert wird das Fahrzeug im BMW-Werk Leipzig. 5. Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft In Wackersdorf werden zukünftig Carbonfasergelege gefer- und Verbraucherschutz: tigt, die im BMW-Werk Landshut zu CFK-Komponenten für Mit 12 Mio. Euro werden die Vorhaben „Mobil mit Bio- das neue Fahrzeug weiterverarbeitet werden. methan“ und „Errichtung einer Pilotsynthese-Anlage zur Er- zeugung von neuen Biokraftstoffen/Bioliq“ gefördert. Die MAN Nutzfahrzeuge AG startet noch im Sommer 2010 mit einem europaweiten Kundeneinsatz mit emissionsarmen Das Bundeskabinett hat auf seiner Klausurtagung in Mese- Hybrid-Stadtbussen im ÖPNV in Ergänzung zu den heutigen berg im November 2009 beschlossen, die Zuständigkeiten Bustypen. Die Bremsenergie beim Einfahren in die Halte- im Wirtschafts- und Verkehrsressort zu bündeln und eine stelle wird durch Rekuperation genutzt. Ein Start-/Stopp- eigene Geschäftsstelle Elektromobilität einzurichten. Die System garantiert ein geräuscharmes und emissionsfreies Gemeinsame Geschäftsstelle Elektromobilität mit Sitz im Verweilen an der Haltestelle. Das Anfahren aus der Bushal- Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat zum testelle erfolgt rein elektrisch, abgasfrei und geräuscharm. 1. Februar 2010 die Arbeit aufgenommen. MAN erreicht dabei eine signifikante CO2-Reduktion von bis zu 25 % gegenüber einem herkömmlichen Verbren- B. Vonseiten des Freistaates nungsmotor. Angesichts der erheblichen Anstrengungen des Bundes muss Auch wenn die Elektrizitätswirtschaft zusätzliche Kraft- es eines der vordringlichsten Anliegen des Freistaates werke für die Elektromobilität nicht für erforderlich hält, sein, dass seine Hochschulen im Rahmen dieser Initi- so ergeben sich auch für sie wichtige neue Geschäftsfelder, ativen maßgeblich beteiligt sind. Daneben verfolgt der insbesondere im Bereich der Versorgung mit Ladestationen, Freistaat folgende Ansätze: aber auch mit dem Aufbau eines „intelligenten Stromnetzes“, das moderne Informations- und Kommunikationstechnik 1. Industrie: einsetzt (z. B. zur Integration dezentral erzeugter Energie, Das Umfeld der Elektromobilität im Freistaat ist von den zur Optimierung des Lastmanagements oder ggf. zum kun- beiden großen Premiumherstellern Audi und BMW, dem denseitigen Energiemanagement). Nutzfahrzeughersteller MAN sowie einer Vielzahl hochin- novativer Zulieferbetriebe geprägt. Audi, BMW und MAN 2. Hochschulen: arbeiten gemeinsam mit ihren Zulieferern mit Hochdruck an Der bestehende, gemeinsam von Bayern und Baden-Würt- der Entwicklung von Fahrzeugen mit Elektro- bzw. Hybrid- temberg initiierte Forschungsverbund KW 21 befasst antrieb. sich mit moderner und umweltschonender Kraftwerkstech- nik sowie Fragen der Energiewirtschaft. Die insgesamt",
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"content": "Seite 4 Bayerischer Landtag · 16. Wahlperiode Drucksache 16/4821 50 Projekte haben die hocheffiziente und emissionsarme Nut- stabile Plattform aus fünf EU-Projekten im Automobilbe- zung verschiedener Brennstoffe in Kraftwerken zur Strom- reich hervorgegangen ist. Mit weiteren zehn Projektpartnern erzeugung sowie die Klärung bestimmter energiewirtschaft- wurde das Projekt ENEVATE (European Network on Elec- licher Fragen zum Ziel. Einschlägige, im Jahr 2008 in Phase tric Vehicles und Transferring Expertise) ausgearbeitet, das 2 bewilligte Projekte in Bayern sind etwa das Projekt BY1 am 1. Januar 2010 im Rahmen des Interreg IVb Programms E: „Integration und Bewertung erzeuger- und verbraucher- genehmigt wurde (Projektvolumen: 5 Mio. Euro; Förder- seitiger Energiespeicher“ (Prof. Dr.-Ing. Ulrich Wagner, TU satz: 50 %). Inhalt des Projekts ist der zielgerichtete Tech- München), Projekt BY2 E: „Einsatzmöglichkeiten von Elek- nologie- und Wissensaustausch zwischen den beteiligten trostraßenfahrzeugen zum Lastmanagement“ (Prof. Dr.-Ing. Regionen zur effizienten Entwicklung von Kompetenzen, W. Mauch, Forschungsstelle für Energiewirtschaft München) zum Aufbau neuer Supply Chains, zur Beschleunigung von und Projekt BY3 E: „Simulationsgestützte Prognose des zu- Entwicklungsprojekten und zur Qualifizierung im Bereich künftigen elektrischen Lastverhaltens im 21. Jahrhundert“ E-Mobilität. (Prof. Dr.-Ing. W. Mauch, Forschungsstelle für Energiewirt- schaft München). Ein wichtiger Aspekt des Verbundvorha- c) Fraunhofer Institut IISB Erlangen und bens liegt ferner auf der Ausbildung des zukünftigen Nach- E-Drive-Center Nürnberg wuchses für die Energiewirtschaft und -wissenschaft. Das Fraunhofer IISB mit Standorten in Erlangen und Nürn- berg ist als eine der international führenden Forschungs- 3. Staatsregierung: einrichtungen auf dem Gebiet der Leistungselektronik und Im Rahmen der Zukunftsoffensive Elektromobilität unter- Antriebstechnik für Hybrid- und Elektrofahrzeuge einer der stützt die Staatsregierung die bayerischen Akteure wie folgt: wichtigen Akteure im Freistaat. Um die weitere erfolgreiche Entwicklung dieses Bereiches voranzutreiben, wird die In- a) Förderprogramm Elektromobilität frastruktur (Gebäude, technische Anlagen) mit insgesamt Bei der Verbreitung von Elektromobilität haben Forschung, 10 Mio. Euro aus Mitteln des Staatsministeriums für Wirt- Entwicklung und Innovation neuer Technologien eine ganz schaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie ausgebaut. besondere Bedeutung. Schon 2003 hat das Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie z. B. Für den Wissenschaftstransfer von der Hochschule in die die Entwicklung optimierter Lithium-Mangan-Spinellen für industrielle Praxis wird mit 9 Mio. Euro ein „Bayerisches die Anwendung in Lithium-Ionen-Batterien durch die Fa. Süd Technologiezentrum für elektrische Antriebstechnik“ in Chemie gefördert. Ein weiteres erfolgreiches Förderbeispiel Nürnberg errichtet (E-Drive-Center Nürnberg). Ziel ist, die ist die Optimierung einer elektrischen Maschine für den Kfz- Entwicklung innovativer elektrischer Antriebskonzepte und Hybridantrieb bei der Fa. ZF Sachs in Schweinfurt. Dieses der zugehörigen Produktionstechnologien zu fördern sowie Produkt findet sich heute im Serieneinsatz bei Hybridfahr- die gewonnenen Erkenntnisse in industrielle Anwendungen zeugen der Oberklasse und hat zu einem erheblichen Arbeits- zu übertragen. Das Vorhaben ist Teil des Strukturprogramms platzeffekt am Produktionsstandort Bayern geführt. Nürnberg/Fürth. Seit 1. August 2009 können über das neue bayerische För- Ergänzend dazu sind in der Energieregion Nürnberg weitere derprogramm Elektromobilität Forschung, Entwicklung und Forschungsaktivitäten auch im Bereich der Elektromobilität Erprobung von Elektrofahrzeugen beziehungsweise hier- angesiedelt. zu notwendiger Teilsysteme und Komponenten unterstützt werden. Für die Jahre 2009 und 2010 stehen insgesamt d) 1. Internationale Messe für Elektromobilität 5 Mio. Euro zur Verfügung. Das Förderprogramm er- „eCarTec“ gänzt die Förderung der Elektromobilität des Bundes. Ge- Die 1. Internationale Messe für Elektromobilität „eCarTec“ fördert werden können einzelbetriebliche Forschungs- und sowie ein Begleitkongress haben vom 13.–15. Oktober 2009 Entwicklungsprojekte und Kooperationsvorhaben mit ho- unter Schirmherrschaft des Staatsministers für Wirtschaft, hem Innovationsgehalt, die im Freistaat durchgeführt wer- Infrastruktur, Verkehr und Technologie auf dem Gelände den. Seit Bekanntmachung des Förderprogramms wurden der Neuen Messe München stattgefunden. Führende Herstel- Zuwendungsbescheide mit einem Projektvolumen von in ler gaben einen umfassenden Überblick über den aktuellen Summe rund 3,5 Mio. Euro (Zuschuss rund 1 Mio. Euro) Stand der Elektromobilität. Sie zeigten Elektrofahrzeuge, erlassen. Weitere Anträge und Skizzen liegen vor. Speichertechnologien, Antriebs- und Motorentechniken, Energie, Infrastruktur und Finanzierung. Auf dem Kongress b) Clusteraktivitäten wurden Fragen zu den noch anstehenden technologischen Federführend ist der Cluster Automotive, der die Cluster Herausforderungen und Entwicklungen bei Elektrofahrzeu- Bahntechnik, Chemie, Energietechnik, Leistungselektronik, gen, zum Energiespeicher, zur Energiebereitstellung und Mechatronik & Automation und Neue Werkstoffe entspre- Verteilung sowie zu Antriebs- und Mobilitätskonzepten der chend einbezieht. Elektromobilität diskutiert. Der Cluster Automotive vernetzt sich darüber hinaus inten- Mit rund 11.000 Besuchern, 190 Ausstellern und Mitaus- siv mit anderen europäischen Automotive-Clustern und Re- stellern sowie 370 Teilnehmern des begleitenden Fachkon- gionen. Plattform für einen regelmäßigen Austausch ist das gresses hat die 1. Internationale Messe für Elektromobilität European Automotive Strategy Network (EASN), das als „eCarTec“ eine hervorragende Resonanz erfahren.",
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"content": "Drucksache 16/4821 Bayerischer Landtag · 16. Wahlperiode Seite 5 e) Podiumsdiskussion zum Thema Elektromobilität Antriebstechnologien, Elektromobilität“. Gemeinsam mit in der Bayerischen Vertretung in Brüssel am 26. Januar Vertretern aus der Industrie, der Kammern sowie des Staats- 2010 ministeriums für Umwelt und Gesundheit werden Formulie- Präsentiert wurden erste Ergebnisse aus dem Feldversuch rungen für freiwillige Zusagen der Staats- und Wirtschafts- mit 40 Fahrzeugen des Typs MINI E in Berlin. Im Vorfeld seite erarbeitet, die in den Umweltpakt IV aufgenommen geäußerte negative Erwartungen der Nutzer hinsichtlich werden können. Reichweite und Ladedauer hätten sich demzufolge nicht be- stätigt. Die Reichweite (MINI E: 100–150 Kilometer) werde g) 5-Punkte-Strategie der Bayerischen Staatsregierung als ausreichend eingeschätzt, wobei die optimale Reichwei- Hinzuweisen ist ferner auf die am 04.05. beschlossene te von den „Testfahrern“ bei 200–250 Kilometern gesehen „5-Punkte-Strategie“, die folgende Maßnahmen umfasst: werde. In der anschließenden Diskussion wurde vom Vertre- 1. Ausbau der bayerischen Forschungslandschaft ter der BMW Group betont, dass weder BMW noch Europa 2. Ausbau von Modellregionen und Auswahl einer Modell- beim Thema Elektromobilität hinter den USA oder Japan stadt zurücklägen. Der Entwicklung eines komplett neuen, auf 3. Neue Schwerpunktsetzung im Rahmen der bayerischen Elektroantrieb abgestimmten Fahrzeugs, das zudem von der Cluster-Strategie „Automotive“ Produktion bis zum Recycling nachhaltig optimiert sei, müs- 4. Unterstützung von Leuchtturm-Projekten se seine Zeit gegeben werden. 5. Maßnahmenpaket zur schnellen Markteinführung. Im Rahmen der „5-Punkte-Strategie“ soll die bayerische Die Haltung des Staatsministeriums für Wirtschaft, Infra- Forschungslandschaft wie folgt ausgebaut werden: struktur, Verkehr und Technologie, eine selektive, einsei- – Förderung des Wissenschaftszentrums Elektromobilität tige Förderung einer bestimmten Entwicklung/Technologie der TUM zu vermeiden und einen breit angelegten Ansatz zu verfol- – Ausbau des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Systeme gen, wurde in der sich anschließenden Diskussion bestä- und Bauelementetechnologie in Erlangen und Nürnberg tigt. – Errichtung des E-Drive-Centers in Nürnberg – Verstärkte Vernetzung der Hochschulen und For- f) Fortschreibung Umweltpakt Bayern schungseinrichtungen beim Thema Elektromobilität Im Rahmen der Fortschreibung des Umweltpakts Bayern über die Metropolregion hinaus leitet das Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, – Weiterführung des bayerischen Förderprogramms Verkehr und Technologie die Arbeitsgruppe „Alternative Elektromobilität.",
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