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"content": "Bayerischer Landtag 16. Wahlperiode Drucksache 16/6954 24.02.2011 Schriftliche Anfrage Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) ist eine sichere und direkte Kommunikation der ver- des Abgeordneten Dr. Hans Jürgen Fahn FW schiedenen Organisationen und Einsatzgruppen enorm wich- vom 29.11.2010 tig. Sie bildet die Lebensader für deren erfolgreiche Aufgabener- Digitalfunknetz für Polizei und Hilfsdienste füllung und dient nicht zuletzt dem Schutz der allein in Bay- ern ca. 450.000 haupt- und ehrenamtlichen Helfer in Gefah- In vielen europäischen Ländern ist der Tetra-Digitalfunk rensituationen. schon seit einigen Jahren eingeführt. Zu 1.: Ich frage die Staatsregierung: Aufgrund der Landesgröße und -topografie umfasst der bayerische Digitalfunknetzanteil nahezu ein Viertel des bun- 1. Wann wird in Bayern der Digitalfunk flächendeckend desdeutschen Gesamtnetzes. Wir gehen derzeit davon aus, eingeführt und warum ist dies 2011 noch nicht der Fall? dass die Standortakquise und -gewinnung in Bayern (abge- sehen von den alpinen Regionen) Mitte 2011 im Wesentli- 2. Wie viele neue Sendemasten werden dafür benötigt bzw. chen abgeschlossen ist. Parallel dazu erfolgt bereits jetzt ei- wie viele sind schon installiert? ne bauliche Ertüchtigung gesicherter Standorte. 3. Wie erfolgt die Standortfindung dieser neuen Masten und Flächendeckend wird die für den Einsatzfunk der Behörden inwieweit sind Bürger bzw. Kommunen in den Entschei- und Organisationen erforderliche Infrastruktur in großen dungsprozess eingebunden? Teilen bis Ende 2012 aufgebaut und mit Technik versehen – „installiert“ – sein. Danach beginnt Schritt für Schritt die In- 4. Gibt es Untersuchungen über die gesundheitlichen Aus- betriebnahme in fünf der insgesamt sechs in Bayern befind- wirkungen dieser neuen Sendemasten, wenn ja, welche? lichen Netzabschnitte. Dafür werden die einzelnen Infra- strukturkomponenten wie z. B. Basisstationen und Vermitt- 5. Wie erfolgt die Finanzierung dieser neuen Sendemasten lungsstellen zunächst getestet, justiert und anschließend suk- und inwieweit beteiligt sich hier der Freistaat bzw. der zessive zusammengeschaltet, d. h. „integriert“. Bund? Die Integration der regionalen Teilnetze erfolgt sukzessive nach der jeweiligen Installationsphase und wird im Wesent- 6. Da verschiedene Landkreise bereits heute eine Zwi- lichen 2014 abgeschlossen sein. Im Netzabschnitt München schenlösung zum Beispiel in Form eines Gleichwellen- (Stadt und Landkreis) ist das Digitalfunknetz seit Anfang funknetzes benötigen, frage ich, welche Landkreise sind Dezember 2010 nach mehreren Testphasen bereits im sog. dies bzw. gibt es noch weitere sogenannte Zwischenlö- erweiterten Probebetrieb. sungen? Zu 2.: 7. Nachdem im Landkreis Miltenberg ein solches Gleich- Von den bundesweit ca. 4.500 Sendeanlagen müssen nach wellenfunknetz durch die Aufstellung zweier Funkmas- derzeitigem Stand in Bayern an 943 Standorten Digitalfunk- ten eingerichtet wird, frage ich, warum finanziert der sendeanlagen errichtet werden. Da die Standortgewinnung in Freistaat dies nur zu 70% und nicht zu 100%? enger Zusammenarbeit mit der Funkplanung der gesamtver- antwortlichen Bundesanstalt für den BOS-Digitalfunk (BD- 8. Wie viele Funkmasten benötigt man insgesamt im Land- BOS) noch im Gange ist, können sich bei der Gesamtzahl kreis Miltenberg und wie erfolgt die Finanzierung hier? noch geringfügige Änderungen nach oben oder unten erge- ben. 41 Basisstationen sind bereits installiert, 37 bereits integriert (Netzabschnitt München und Umgebung). Antwort Zu 3.: des Staatsministeriums des Innern Die Funkplanung der BDBOS hat unter Berücksichtigung vom 05.01.2010 der beabsichtigten Funkversorgungsgüte eine Digitalfunk- Netzplanung für Bayern erstellt. Dabei wurde in dem Be- Die Einführung des digitalen Einsatzfunks für Feuerwehren, reich, in dem die Planung starten soll, zunächst ein sog. An- Polizei, Rettungsdienste und Hilfsorganisationen deutsch- kerstandort für eine Basisstation bestimmt. land- und damit auch bayernweit dient allein dem Schutz und der Versorgung der Menschen in unseren Städten und Ge- Ausgehend von diesem ersten Standort wird durch die BD- meinden. Bei Großeinsätzen, aber vor allem im Alltag der BOS-Funkplanung EDV-gestützt berechnet, wo benachbarte ______ Drucksachen, Plenarprotokolle sowie die Tagesordnungen der Vollversammlung und der Ausschüsse sind im Internet unter www.bayern.landtag.de - Parlamentspapiere abrufbar. Die aktuelle Sitzungsübersicht steht unter www.bayern.landtag.de - Aktuelles/Sitzungen/Tagesübersicht zur Verfügung.",
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"content": "Seite 2 Bayerischer Landtag · 16. Wahlperiode Drucksache 16/6954 Standorte aufgebaut werden müssten, um eine ausreichende • Im darauffolgenden, sog. Akquisemeeting werden Versorgungsgüte zu gewährleisten. Die Bereiche, in denen durch das Gesamtverantwortliche Standortmanagement die nächsten Standorte gefunden werden müssen, werden als (GVS) sowie das Unterstützungsteam der BDBOS poten- Suchkreise bezeichnet. Die Versorgungsbereiche nebenei- tielle Standortalternativen mit den überregionalen und re- nanderliegender Suchkreise beeinflussen sich wechselseitig. gionalen Verantwortlichen der BOS (Kreisverwaltungs- Die konkreten Planungen erfolgen nach einer Überprüfung behörde, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst etc.) hin- der örtlichen Situation gemeinsam mit den Sicherheitsbehör- sichtlich ihrer grundsätzlichen einsatztaktischen Eignung den vor Ort unter Berücksichtigung der jeweils vorhandenen und, soweit ersichtlich, Verfügbarkeit vordiskutiert. Be- Möglichkeiten, z. B. für eine Stromversorgung oder die lang- wertungskriterien sind u. a. (insbesondere in alpinen Re- fristige Verfügbarkeit eines Standorts. gionen von besonderer Bedeutung): Bei mindestens drei verbleibenden potenziell geeigneten – Topografie (Berggipfel, Gipfelnähe, Hanglage) Standorten innerhalb eines Suchkreises erfolgt die Standort- – Bewuchs (Baumhöhen) auswahl nach einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, die eine – Bebauung (Seilbahnen, Berggasthöfe, Almhütten) Bewertung der Bau- und Betriebskosten sowie insbesondere – Realisierbarkeit (Zugangswege, Strom- und Netzan- eine taktische Standortbewertung durch die örtlichen Feuer- bindung, bauliche Umsetzung, Wartung und Service wehren, Rettungsdienste, den Katastrophenschutz und die des Standortes) örtliche/regionale Polizei enthält. Der Prozess zur Standortauswahl gliedert sich dabei in fol- Auf der Grundlage der von den regionalen BOS mitgeteilten gende Einzelschritte: Informationen erfolgt die erneute funktechnische Bewertung des Landkreises. • Die grobe Vorauswahl potenzieller Standorte erfolgt aus den an das Staatsministerium des Innern seit dem Jahr • Funkplanerisch geeignete Standorte werden an- 2008 durch BOS, kommerzielle Betreiber, Kommunen, schließend im Netzplanungsmeeting wiederum durch Behörden und private Eigentümer übermittelten ca. die überörtlichen und örtlichen BOS bezüglich Funkver- 30.000 Vorschlägen für mögliche Basisstations-Standor- sorgungsgüte und taktischer Eignung bewertet. te im Freistaat (z. B. vorhandene Masten zur Mitnutzung, Dachflächen, Grundstücke für Mastneubauten). • Bei der Gesamtbewertung werden die sog. Top-3-Stand- orte im jeweiligen Suchkreis im Rahmen der erwähnten • Noch vor Beginn der eigentlichen Akquise vor Ort wird Wirtschaftlichkeitsuntersuchung funkplanerisch, tak- der jeweilige Bürgermeister über die Standortsuche im tisch, technisch und finanziell umfassend bewertet. Gemeindegebiet persönlich informiert. Auch werden zu Anschließend erfolgt eine möglichst zeitnahe vertragli- Beginn der Akquise vor Ort neu hinzukommende Vor- che Sicherung. schläge, z. B. von Kommunen und Zweckverbänden, Pri- vateigentümern etc., ebenfalls hinzugenommen und einer Die bauliche und technische Realisierung vorvertraglich ge- funktechnischen Eignungsprüfung unterzogen. sicherter Standorte ist aufgrund des komplexen Zusammen-",
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"content": "Drucksache 16/6954 Bayerischer Landtag · 16. Wahlperiode Seite 3 spiels der einzelnen Versorgungsregionen und der umfassen- hat die BDBOS vorsorglich zwei Studien in Auftrag gege- den Auswahlprozesse außerordentlich wichtig. Jede nach- ben, die den Einfluss der TETRA-Endgeräte bei den Ein- trägliche Standortveränderung wirkt sich durch eintretende satzkräften als Nutzer weiter untersuchen. Zeitverzögerungen und Kostenrisiken negativ auf den ge- samten Aufbauprozess aus. Ziel ist eine flächendeckende Die Themen der Studien wurden vom Bundesamt für Strah- Funkversorgung ausreichender Qualität für die medizinische lenschutz (BfS) empfohlen, das auch die Koordinierung Notfallversorgung und die Sicherheit der Bevölkerung. übernommen hat. Die ersten Forschungsschritte sind einge- leitet. Die Kommunen wurden vom Staatsministerium des Innern Ergebnisse der Studien stehen voraussichtlich ab 2013 zur mehrfach über das Projekt BOS-Digitalfunk und den Ver- Verfügung, weitere Informationen zu der zur Anwendung fahrensablauf für die Standortgewinnung informiert. Insge- kommenden Systemtechnik sind abrufbar auf den Internet- samt wurden durch das Staatsministerium des Innern fünf In- seiten der gesamtverantwortlichen Bundesanstalt für den formationsschreiben an die Kommunen versandt: BOS-Digitalfunk (www.bdbos.bund.de) sowie des Bundes- Im November 2008 unterrichtete das Staatsministerium des amts für Strahlenschutz (www.bfs.de; siehe u. a. Innern über die kommunalen Spitzenverbände die Landkrei- http://www.bfs.de/de/elektro/hff/papiere.html/tetra.html) se, Städte und Gemeinden in einem ausführlichen Schreiben über die Einführung des Digitalfunks und bat zugleich um Darüber hinaus hält auch die Internetseite des in Bayern für Standortvorschläge. die Thematik federführenden Staatsministeriums für Umwelt Im August 2009 und April 2010 gingen über die Bezirksre- und Gesundheit umfangreiche Informationen bereit gierungen erneut Informationen zur Standortgewinnung an (www.stmug.bayern.de; u. a. Rubrik Umwelt/Strahlen- die Kreisverwaltungsbehörden sowie an Städte und Gemein- schutz). den. Alle uns bekannten Bewertungen der Forschungslandschaft Daneben erfolgten weitere Mitteilungen, zuletzt im August bestätigen, dass die derzeit international durch die Weltge- 2010, zum Umgang mit digitalfunkbezogenen Informationen sundheitsorganisation und die Internationale Kommission (s. a. Nr. 4.3), insbesondere betreffend die Bekanntgabe von für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) geplanten Standorten, sowie zu den Finanzierungsmodalitä- empfohlenen Grenzwerte, auf denen auch die deutschen ten in Zusammenhang mit der sog. Standortprämie, die Ge- Grenzwerte basieren, einen ausreichenden Gesundheits- meinden als Aufwandspauschale für die mietfreie Überlas- schutz bieten. Bis heute gilt das TETRA-System – wie alle sung eines Standorts erhalten. anderen digitalen Funksysteme – als gesundheitlich unbe- denklich. Parallel zu diesen Informationen wurde die projektbezogene Öffentlichkeitsarbeit durch eine intensivere Informations- Jeder Mobilfunkstandort (und damit auch ein BOS-Standort steuerung, die Herausgabe von Informationsmaterial und mit TETRA-Technik) darf zudem erst in Betrieb genommen Medienmaßnahmen gestärkt und um die Komponente der werden, wenn die Bundesnetzagentur die Einhaltung der Akquisebetreuung erweitert. Grenzwerte der 26. BImSchV im Rahmen eines Standortbe- scheinigungsverfahrens bestätigt hat. Dabei werden die ein- Zu 4.: wirkenden Felder aller vorhandenen Sender an einem Stand- Die biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder ort berücksichtigt. werden seit mehr als fünfzig Jahren in einer Vielzahl von ex- perimentellen (Labor) und epidemiologischen (bevölke- Unabhängig von diesem gesetzlich vorgeschriebenen Ver- rungsbezogenen Feldstudien) Forschungsarbeiten wissen- fahren hat die Projektgruppe DigiNet eine externe Fachfirma schaftlich untersucht. Seit Einführung des digitalen Mobil- beauftragt, auf Basis der im digitalen Einsatzfunk verwende- funks Anfang der 90er-Jahre wurden die Forschungsaktivitä- ten System-und Antennentechnik eine allgemeingültige Be- ten bezüglich möglicher Gesundheitseffekte noch verstärkt. rechnung der elektromagnetischen Feldauswirkungen durch BOS-Funkanlagen durchzuführen. Dabei wurde bewusst der Hierzu wurden unter anderem die von TETRA genutzten Vollausbau einer Basisstation mit 4 Sendeanlagen (wie sie Funksignale erforscht. Die Ergebnisse der Studien bewerte- nur in Flächen mit hohem Funkverkehrsaufkommen, z. B. in ten unabhängige wissenschaftliche Sachverständigengremi- Großstädten oder Ballungsräumen, Verwendung finden) zu- en auf nationaler und internationaler Ebene. Sie kommen grunde gelegt. In ländlichem Gebiet werden grundsätzlich übereinstimmend zu dem Ergebnis: Es gibt keine wissen- Basisstationen mit zwei Sendern errichtet. schaftlich fundierten Indizien dafür, dass sich die bei TE- TRA verwendeten Funkwellen nachteilig auf die Gesundheit Zusätzlich geht die Berechnung davon aus, dass alle 4 Sen- auswirken können. deanlagen gleichzeitig in Betrieb sind (wie dies nur bei ex- trem hohem Funkverkehrsaufkommen, z. B. bei Großlagen, Einige Nachbarstaaten wie Belgien, die Niederlande und zu erwarten ist). Selbst bei diesem lediglich angenommenen Großbritannien nutzen bereits seit einiger Zeit TETRA-Net- Maximal-Szenario beträgt die durch den Einsatzfunk verur- ze für ihre Sicherheitsbehörden und begleiten die Nutzung sachte, elektromagnetische Feldauswirkung in einer Entfer- mit Forschungsstudien. nung von z. B. 300 m nur 0,15 V/m. Der in der BRD gültige Ergänzend zu den vorhandenen wissenschaftlichen Arbeiten Grenzwert beträgt gem. der 26. BImSchV 27,5 V/m und wird",
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"content": "Seite 4 Bayerischer Landtag · 16. Wahlperiode Drucksache 16/6954 durch die von BOS-Digitalfunkstationenen ausgehenden Kosten für die Erstbeschaffung von Endgeräten für Feuer- Emissionen damit um ein Vielfaches unterschritten. wehren, Land-und Luftrettung sowie im Katastrophenschutz Zudem gilt dieser Wert unter der theoretischen Annahme ei- zu einem großen Teil, bei der Berg-, Wasser- und Höhlenret- ner ungehinderten Ausbreitung der Funkwellen (Freifeld), in tung vollständig. der Praxis schwächt z. B. die vorhandene Bebauung diese ge- ringen Emissionen weiter ab. Zu 6.: Wesentlich zu berücksichtigten ist, dass es sich bei diesen Bei der Errichtung oder dem Ausbau von Gleichwellenfunk- Grenzwerten nicht um Gesundheitsgrenzwerte, sondern um netzen handelt es sich nicht um eine Zwischenlösung für den Vorsorgewerte handelt. Der Grenzwert liegt dabei um einen Digitalfunk, sondern um Maßnahmen zur Anbindung der In- Sicherheitsfaktor 50, und damit sehr weit unterhalb des tegrierten Leitstellen an die analogen Kommunikations-und Schwellenwerts, bei dem Wirkungen durch Erwärmung des Alarmierungsnetze der Feuerwehren und des Rettungsdien- Körpergewebes überhaupt nachgewiesen werden könnten. stes. Die derzeit gültigen Grenzwerte gewährleisten daher einen ausreichenden Schutz. Alle Funkkanäle werden über ein exklusives Datennetz (vir- tual private network – VPN) an die Integrierten Leitstellen Die oben angeführte Untersuchung bestätigt die Ergebnisse angebunden, damit Funkkommunikation und Alarmierung aller bisher zum BOS-Digitalfunk erstellten Gutachten: Die beim Ausfall einer Integrierten Leitstelle auf die Vertre- rechtsverbindlich gültigen Grenzwerte werden regelmäßig tungsleitstelle umgeroutet werden können. weit unterschritten. In Einzelfällen muss hierbei die analoge Funkinfrastruktur ergänzt werden, um sicherzustellen, dass die Integrierte Leit- Zu 5.: stelle alle Einsatzkräfte und -mittel über Funk erreichen Die Kostenverteilung zwischen Bund und Bundesland Bay- kann. ern wurde wie folgt vereinbart: Der Bund trägt rund 20%, das Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Einführung des Bundesland Bayern rund 80% der Gesamtkosten für Digitalfunks können Investitionen in den Analogfunk aus Netzaufbau und Betrieb. Gründen der Wirtschaftlichkeit nur sehr zurückhaltend ge- handhabt werden und müssen auf unabweisbar notwendige In Bezug auf die Kostenverteilung innerhalb Bayerns haben Maßnahmen beschränkt bleiben. sich das Bayerische Finanz- und das Bayerische Innenminis- Grundsätzlich kann daher nur die punktuelle Ertüchtigung terium, die kommunalen Spitzenverbände und die Kranken- der Funkinfrastruktur in Einzelfällen finanziert werden. Ein kassen als Kostenträger für den Rettungsdienst Ende No- solcher Einzelfall liegt im Landkreis Miltenberg vor, da dort vember 2009 hinsichtlich der Kostenbeteiligung am BOS- die Topografie insbesondere im Maintal die flächendecken- Digitalfunk geeinigt. de Funkversorgung sehr schwierig macht. Die Kostenverteilung innerhalb des Freistaates Bayern für den Betrieb unter Beteiligung der Kommunen und der Kran- Zu 7.: kenkassen beginnt 2013, spätestens aber mit der bayernwei- Nach Art. 7 Abs. 2 des Gesetzes über die Errichtung und den ten Bereitstellung des Digitalfunknetzes. Betrieb Integrierter Leitstellen (ILSG) gewährt der Staat Zu- Dies gilt zunächst bis 2024. Danach wird auf Grundlage des wendungen für Investitionen, die für die Ersterrichtung dann gültigen Standes der Digitalfunktechnik über eine wei- Integrierter Leitstellen notwendig sind. tere Beteiligung an den laufenden Betriebskosten neu ent- schieden. Soweit solche Investitionen dem Bereich Rettungsdienst zu- zuordnen sind, erstattet der Staat die Kosten vollständig, da Die Finanzierungsvereinbarung zu den Betriebskosten ist der Rettungsdienst staatliche Aufgabe ist. Aufgabenträger im unmittelbar mit der Frage der kostenfreien Bereitstellung ge- Bereich des Feuerwehrwesens sind dagegen die Gemeinden eigneter Grundstücke für Standorte von Digitalfunk-Basis- und Landkreise. standorten verknüpft. Alle Kommunen, die für den Digital- funk Standorte kostenfrei bereitstellen, erhalten eine einma- Hier gewährt der Staat lediglich Förderungen, die für Maß- lige Standortprämie in Höhe von 5.000 €. nahmen im Zusammenhang mit der Einführung Integrierter Leitstellen mit 70% deutlich über den sonst üblichen Förder- Nur unter dieser Voraussetzung konnte das Bayerische sätzen liegen. Staatsministerium der Finanzen die massive Endgeräteförde- rung und die Reduzierung des kommunalen Betriebskosten- Zu 8.: anteils zusagen. Im Landkreis Miltenberg sind nach derzeitigem Planungs- stand 16 Digitalfunkstandorte beabsichtigt. Davon sind drei Um die Kommunen und Behörden und Organisationen mit Mastneubauten erforderlich, bei 13 Standorten können be- Sicherheitsaufgaben bei der Umstellung auf die digitale stehende Sendeanlagen mitgenutzt werden. Die Finanzie- Technologie zu unterstützen, übernimmt der Freistaat die rung erfolgt wie unter Frage 5 ausgeführt.",
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