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            "content": "Niedersächsischer Landtag — 13. Wahlperiode Drucksache 13 / 3444\n\n \n\nKleine Anfrage mit Antwort\n\nWortlaut der Kleinen Anfrage\ndes Abg. Golibrzuch (GRÜNE), eingegangen am 10. 9. 1997\n\nBetr.: Landesförderung der Georgsmarienhütte GmbH\n\nDie Landesregierung hatte während des Vergleichsverfahrens der ehemaligen Klöckner\nEdelstahl GmbH in Georgsmarienhütte das Unternehmen von der Pflicht zur Entsorgung\nvon Konverterstahl- und Gichtstäuben befreit. In der Folge wurde die Hütte vom früheren\nKlöckner-Vorstand Jürgen Großmann übernommen und als Georgsmarienhütte GmbH\nfortgeführt. Die neue Gesellschaft zeigte sich daran interessiert, die auf dem Firmengelände\nlagernden 250.000 t Konverterstahlstaub als Schrottersatz umweltgerecht durch Einschmel-\nzen zu verwenden, und die Landesregierung sicherte im Mai 1993 zu, dieses „aussichtsreiche\nVerfahren zur umweltverträglichen Verwertung“ (Kabinettsvorlage) zu fördern. Über die\nNiedersächsische Landesentwicklungsgesellschaft mbH (Nileg) wurden der Georgsmarien-\nhütte GmbH 61,64 Mio. DM gezahlt, um den Staub zu entsorgen.\n\nVier Jahre später ist das vom Land gezahlte Geld weg, der Industriestaub aber immer noch\nda. Obwohl sein Unternehmen mit der Landesregierung eine Vereinbarung über die Entsor-\ngung der Stahlstäube geschlossen hat, erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung der\nGeorgsmarienhütte GmbH, Jürgen Großmann, dazu laut dpa, es handele sich bei den Stäu-\nben um eine „historische Altlast“, die mit dem Neuanfang der Georgsmarienhütte „nichts zu\ntun“ habe. Das Wirtschaftsministerium hat dem mittlerweile eine neue Sprachregelung hin-\nzugefügt, wonach mit dem Geld ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt der Hütte sowie\nder Universitäten Clausthal-Zellerfeld und Patras gefördert werde, das bis zum Jahre 2000\nabgeschlossen sein soll. “\n\nIch frage die Landesregierung:\n\n1. Was genau ist Inhalt der 1993 zwischen der Landesregierung und der Georgsmarienhütte\nGmbH geschlossenen Vereinbarung zur umweltverträglichen Verwertung von Konver-\nterstahlstaub?\n\n2. Ist sie bereit, den Landtagsfraktionen Einblick in diese Vereinbarung zu geben? Wenn\nnein, warum nicht?\n\n3. Wie, durch wen und bis wann soll nach ihrer Auffassung eine Entsorgung des Konver-\nterstahlstaubs nun erfolgen, nachdem das dafür vorgesehene Landesgeld offenbar an-\nderweitig verwendet worden ist?\n\n4. Wie ist es möglich, daß die bewilligten Landesmittel 1994/95 bereits abgeflossen sind,\ndas von der Landesregierung behauptete FuE-Projekt aber noch bis zum Jahre 2000 Iau-\nfen soll? Wofür ist das Geld im einzelnen verbraucht worden? Wie werden die laufenden\nForschungsarbeiten finanziert?\n\n5. Wann und mit welchem Inhalt sind Forschungsberichte zu dem behaupteten FuE-\nProjekt vorgelegt worden? Wo sind diese Berichte veröffentlicht worden? Ist die Landes-\nregierung bereit, den Landtagsfraktionen diese Berichte vorzulegen? Wenn nein, warum\nnicht?",
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