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"content": "Niedersächsischer Landtag — Zehnte Wahlperiode Drucksache 10/3130\n\nA ———.—. — — —— ,.\n\nAntwort auf eine Kleine Anfrage\n— Drucksache 10/3020 —\n\nBetr.: Verwendung historischer Ortsnamen in Personenstandsurkunden\nWortlaut der Kleinen Anfrage des Abg. Lindhorst (CDU) vom 20. 7. 1984\n\nIn nach dem Personenstandsgesetz zu etstellenden Urkunden wie Geburtenbuch oder\nSterbebuch sind unter anderem Angaben über den „Wohnort“ zu machen. Die zustän-\ndigen Behörden weigern sich in der Regel, neben dem Wohnort auch den historischen\nOrtsnamen von Ortsteilen aufzunehmen.\n\nich frage die Landesregierung:\n\n1. Ist diese Praxis der Behörden nach dem Personenstandsgesetz zwingend geboten?\n\n2. Wenn ja: Teilt sie meine Auffassung, daß man zu einer Änderung des Personen-\nstandsgesetzes kommen sollte, die es ermöglicht, dem Wunsch der Bürger nach Auf-\nnahme der historischen Ortsnamen Rechnung zu tragen?\n\nAntwort der Landesregierung\n\nDer Niedersächsische Minister des Innern Hannover, den 28. 8. 1984\n— 52.2 — 120.205/44 a —\n\nDie Führung der Personenstandsbücher und die Ausstellung von Personenstandsurkun-\nden sind in der vom Bundesminister des Innern erlassenen Allgemeinen Verwaltungs-\nvorschrift zum Personenstandsgesetz (Dienstanweisung für die Standesbeamten und ih-\nre Aufsichtsbehörden — DA) näher geregelt (Neufassung vom 24. 6. 1978 — Beilage\nzum Bundesanzeiger 13/78 —, zuletzt geändert durch Allgemeine Verwaltungsvor-\nschrift vom 10. 6. 1983 — Bundesanzeiger S. 5597 —). Nach 8 60 Abs. 1 DA ist bei der\nBezeichnung von Orten im Geltungsbereich des Personenstandsgesetzes der Name der\nGemeinde in der amtlich festgelegten Schreibweise zu verwenden. Der Name von Ge-\nmeindeteilen, die nach historischen Ortsnamen benannt sind, gehört nicht zum amtli-\nchen Gemeindenamen.\n\nIm Zuge der letzten Änderung der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Personen-\nstandsgesetz ist — von Anfang an vom Land Niedersachsen mitgetragen — in 860 Abs.\n1a DA eine Regelung aufgenommen worden, wonach das Land bestimmen kann, daß\nneben dem Nameri der Gemeinde auch der Name des Gemeindeteils in den Personen-\nstandsbüchern und -urkunden anzugeben ist. Bislang ist nur im Saarland eine entspre-\nchende Bestimmung getroffen worden. Außer Niedersachsen hat lediglich noch Bayern\ndie grundsätzliche Bereitschaft bekundet, von der durch die Dienstanweisung einge-\nräumten Ermächtigung Gebrauch zu machen.",
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"content": "Niedersächsischer Landtag — Zehnte Wahlperiode Drucksache 10/3130\n\n \n\nEs entspricht dem Ziel der Landesregierung, nach Möglichkeit zur Erhaltung histori-\nscher Ortsbezeichnungen beizutragen. Es ist daher beabsichtigt, eine Bestimmung nach\n$60 Abs. 1a DA zu treffen, um das historische Bewußtsein für die alten Gemeindena-\nmen auch dutch die Kennzeichnung in Personenstandsbüchern und -urkunden wach-\nzuhalten. Eine entsprechende Erlaßregelung wird vorbereitet. Sie setzt allerdings ein\namtliches Verzeichnis der historischen Ortsnamen voraus, das den Standesbeamten zur\nVerfügung gestellt werden muß. Dieses Verzeichnis wird z. Z. erstellt.\n\nDies vorausgeschickt beantworte ich die Kleine Anfrage namens der Landesregierung\nwie folgt:\n\nZu 1.\n\nAufgrund der gegenwärtigen Rechtslage: Ja.\n\nZu 2.\n\nNach Klärung der genannten Frage soll eine Landesregelung getroffen werden, die die\nEintragung historischer Ortsnamen in Personenstandsbüchern und -urkunden ermög-\nlicht.\n\nDr. Möcklinghoff\n\n2 (Ausgegeben am 10. 9. 1984)",
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