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            "content": "Niedersächsischer Landtag — Zwölfte Wahlperiode Drucksache 12/1476\n\nCäciliengroden beträgt die Soll-Deichhöhe NN +7,00 m. Die vorhandene geringste\nDeichhöhe wurde in diesem Bereich mit NN + 6,19 m ermittelt. Im laufenden Küsten-\nschutzprogramm gehört diese Deichstrecke zu den inzwischen vordringlichen Vorha-\nben, deren erster Bauabschnitt im nächsten Jahr begonnen werden soll.\n\nDies vorausgeschickt, beantworte ich die Fragen im einzelnen wie folgt:\n\nZu I:\n\nDie Bauplanung und die Genehmigungsunterlagen zur Verstärkung und Erhöhung des\nDeichabschnittes von Mariensiel bis Cäciliengroden werden derzeit erarbeitet. Dabei\nwerden auch die Fragen der Umweltverträglichkeit untersucht. Der III. Oldenburgische\nDeichband wird die erforderlichen deich- und naturschutzrechtlichen Genehmigungen\nnoch in diesem Jahr beantragen.\n\nZu 2:\n\nDie Erhöhung und Verstärkung des Deiches in der vorhandenen Trasse ist notwendig,\num die Sicherheit des Hinterlandes vor Sturmfluten gewährleisten zu können. In den\nPlanungen wird untersucht, wie das Vorhaben den technischen Anforderungen entspre-\nchend mit möglichst geringen Eingriffen in Natur und Landschaft verwirklicht werden\nkann. Im Genehmigungsverfahren werden für unvermeidliche Eingriffe i.S. von 87\nNNatG Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen auf der Grundlage eines landschaftspflege-\nrischen Begleitplanes festgelegt.\n\nZu 3:\n\nFür den Bereich der Ortslage Cäciliengroden besteht eine akute Sturmflutgefährdung\nzur Zeit noch nicht. Zur Beurteilung möglicher Risiken sind die eingetretenen Wasser-\nstände der Sturmfluten vom 13. 3. 1906 und 16. 2. 1962 heranzuziehen. Die gemesse-\nnen extremen Wasserstände betragen\n\nHHThw (1906) = NN +5,50 m\nHThw (1962) = NN +5,25 m.\n\nEin Vergleich dieser Wasserstände mit der vorhandenen niedrigsten Deichhöhe von NN\n\n+ 6,19 m zeigt, daß noch ein Freiraum für den Wellenauflauf besteht. Der Wellenauf-\nlauf ist aber infolge des Deichvorlandes und der Leelage der Deichstrecke gering. Der\nSoll-Deichhöhe von NN + 7,00 m liegt ein maßgebender Sturmflutwasserstand von NN\n+ 6,20 m zugrunde. Dieser nach 1976 festgelegte Bernessungswasserstand berücksich-\ntigt den bekannten säkularen Meeresspiegelanstieg von rd. 25 cm/100 Jahren, also die\nEntwicklung bis über das Jahr 2050 hinaus, wenn keine klimatologischen Verändenun-\ngen infolge eines erhöhten Treibhauseffektes mit einem zusätzlichen Meeresspiegelan-\nstieg eintreten.\n\nGriefahn\n\n2 (Ausgegeben am 10. 6. 1991)",
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