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"content": "Niedersächsischer Landtag — Zwölfte Wahlperiode Drucksache 12/4494\n\n \n\nAntwort auf eine Kleine Anfrage\n— Drucksache 12/4236 —\n\nWortlaut der Kleinen Anfrage des Abg. Dr. Schneider (Isernhagen) (CDU) —\nDrs 12/4236\n\nBetr.: Mangelhafte Unterrichtsversorgung der Grundschule Altwarmbüchen\n\nEitern der Grundschule Altwarmbüchen haben mich auf die mangelhafte Unterrichts-\nversorgung an dieser Schule hingewiesen. Demgegenüber hat die Landesrdgierung wie-\nderholt in großformatigen Zeitungsanzeigen versprochen, „Schluß mit kätastrophalen\nUnterrichtsausfällen‘‘ zu machen. Ministerpräsident Schröder (SPD) hat dazu in seiner\nRegierungserklärung gesagt: „Wir alle wissen nämlich, wie sehr es an der Versorgung\ninsbesondere in den Grundschulen hapert. Wir sind diejenigen, die den zahllosen EI-\nterninitiativen, die auf den von der früheren Regierung verursachten Mangel hingewie-\nsen haben, nicht einfach nur nichtssagende Schreiben schicken, sondern die auch etwas\n\n#4\n\ntun.\n\nIch frage die Landesregierung:\n\n1. Wie viele Lehrer-Soll-Stunden standen der Grundschule Altwarmbüchen zum\nSchuljahresbeginn 1991/92 und zum Schulhalbjahreswechsel 1991/92 zu?\n\n2. Wie viele Lehrerstunden hat die Grundschule Altwarmbüchen zu den genannten\nZeitpunkten wirklich erhalten, wie war dementsprechend die prozentuale Unter-\ntichtsversorgung?\n\n3, Wie viele Lehrer-Soll-Stunden stehen der Grundschule Altwarmbüchen durch die\nNeuberechnung der Unterrichtsversorgung und durch die drastische Kürzung der\nPflichtstundentafel an Grundschulen zum Schuljahresbeginn 1992/93 zu?\n\n4. Wie viele Lehrerstunden hat die Grundschule Altwarmbüchen zum Schuljahresbe-\nginn 1992/93 wirklich erhalten, wie hoch ist entsprechend der Neuberechnung die\nprozentuale Unterrichtsversorgung?\n\n5. Wird die Grundschule Altwarmbüchen umgehend die fehlenden Unterrichtsstun-\nden erhalten, um mindestens eine 100prozentige Unterrichtsversorgung zu er-\nreichen?\n\n6. Wenn nein, warum nicht?\n\n7. Warum fühlt sich die Landesregierung an ihre genannten politischen Selbstver-\npflichtungen zur Unterrichtsversorgung im Hinblick auf die Grundschule Altwarm-\nbüchen nicht mehr gebunden?",
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"content": "Niedersächsischer Landtag -— Zwölfte Wahlperiode Drucksache 12/4494\n\nAntwort der Landesregierung\n\nNiedersächsisches Kultusministerium Hannover, den 8. 2. 1993\n— 01 — 01 420/5 — 12/4236 —\n\nZu 1 und 2:\n\nDie rechnerische Unterrichtsversorgung an der Grundschule Altwarmbüchen wurde im\nSchuljahr 1991/92 wie folgt ermittelt:\n\nSchüler | Klassen ==\nreque asse\ngarten\n\nGrundschule 504 1531| 22,1 105,\ninsgesamt\n\nen\nSchulkinder-\ngarten\nGrundschule 516 - 21,5\n\ninsgesamt\n\n \n\nZu 3 und 4:\n\nZum Schuljahresbeginn 1992/93 ist folgende Unterrichtsversorgung ermittelt worden:\n\nSchulkinder-\ngarten\n\nSchüler\n\nGrundschule\ninsgesamt\n\n \n\nDie in der Frage genannte „Kürzung der Pflichtstundentafel“ hat auf die Lehrer-\nSoll-Stunden und damit die rechnerische Unterrichtsversorgung keinen Einfluß. Die\nBerechnung der Lehrer-Soll-Stunden ist vielmehr im Erlaß zur Unterrichtsversorgung\n(abschließend) geregelt. Trotz der Kürzung der Pflichtstundenzahl wurde durch die\nNeuberechnung der Unterrichtsversorgung der Bedarf an Lehrer-Soll-Stunden nicht\n„gekürzt“, sondern für die allgemeinbildenden Schulen in Niedersachsen insgesamt\num 17700 Stunden erhöht.\n\nDeswegen sind die Prozentwerte vom 1.9.1992 nicht mit denen im vorherigen Schuljahr\n1991/92 vergleichbar. Würde der alte Erlaß (,‚Faktorenerlaß‘‘) noch gelten, wäre die\ntechnerische Unterrichtsversorgung zum 1.9.1992 für fast alle Schulformen höher, und\nzwar im Landesdurchschnitt aller Schulen um 1,5 Prozentpunkte.\n\nDie fünfzügige Grundschule Altwarmbüchen war nach dem bisherigen „Faktorener-\nlaß“ gegenüber ein- und zweizügigen Grundschulen mit gleichgroßen Klassen benach-",
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"content": "Niedersächsischer Landtag — Zwölfte Wahlperiode\n\nteiligt. Nach der Schülerzahl vom 1.9.1992 wären nach dem „Faktorenerlaß“ 529 Leh-\nrer-Soll-Stunden ermittelt worden (einschließlich 26 Stunden nach dem sog. Mindest-\nansatz für 6 Kinder im Schulkindergarten), während sich aufgrund der Neuberechnung\ninsgesamt 558 Stunden ergeben. Entsprechend beträgt die rechnerische Unterrichtsver-\nsorgung 92,8% , während bei der gleichen Anzahl verfügbarer Lehrer-Ist-Stunden nach\ndem bisherigen Berechnungsverfahren 97,9%, in den Grundschulklassen 99,0%, er-\nmittelt worden wären.\n\nIm Vergleich zum Schuljahresbeginn 1991/92 ist die Schülerzahl an der Grundschule\nAltwarmbüchen um fast 2% zurückgegangen, während die Lehrer-Soll-Stunden jedoch\naufgrund der Neuberechnung um über 5% angestiegen sind.\n\nZu 5 und 6:\n\nAufgrund der wieder schr stark steigenden Schülerzahlen und der Erhöhung des aner-\nkannten Unterrichtsbedarfs um 1,5 Prozentpunkte durch die Neuberechthung kann ım\nSchuljahr 1992/93 an den allgemeinbildenden Schulen nur eine rechnerische Unter-\ntichtsversorgung von 99,3% im Landesdurchschnitt erreicht werden.\n\nAn den Grundschulen beträgt die rechnerische Unterrichtsversorgung im; Landesdurch-\nschnitt 97,6%, im Regierungsbezirk Hannover 97,4% und im Schulaufsichtsamt Han-\nnover-Land HI 95,9%.\n\nEs ist Aufgabe der Bezirksregierungen und Schulaufsichtsämter, an den ihnen unter-\nstellten Schulen eine gleichmäßige Unterrichtsversorgung sicherzustellen. Sie werden zu\nden nächsten Einstellungsterminen durch geeignete Personalmaßnahmen wie Abord-\nnungen und Versetzungen und ggf. Zuweisung von Neueinstellungen die Unterrichts-\nversorgung der Schulen im Schulaufsichtsamt an den durchschnittlichen Versorgungs-\nstand des Regierungsbezirks anpassen.\n\nDas zuständige Schulaufsichtsamt Hannover-Land IH hatte aus diesem Grunde zum\n1.2.1993 eine Lehrkraft an die Grundschule Altwarmbüchen abordnen wollen. Die\nSchulleitung hat dies nach einem Bericht der Bezirksregierung Hannover jedoch „aus\npädagogischen Gründen“ abgelehnt. Diese Entscheidung ist ebenso wie die Bildung ei-\nner zusätzlichen Klasse abweichend von der Bandbreite im 1. Schuljahrgang angesichts\nder angespannten Unterrichtsversorgung dieser Schule nicht nachvollziehbar.\n\nIm zweiten Schulhalbjahr 1992/93 wird die vakante Stelle einer Schulleiterin oder eines\nSchulleiters an der Grundschule Altwarmbüchen besetzt werden. Damit wird die Un-\nterrichtsversorgung der Schule so verbessert, daß sie voraussichtlich über dem Durch-\nschnitt der Grundschulen des Schulaufsichtsamtes Hannover-Land III liegen wird. Ge-\ngebenenfalls wird zum Beginn des nächsten Schuljahres ein weiterer Ausgleich der Un-\nterrichtsversorgung erfolgen.\n\nZu 7:\n\nDie Landesregierung verfolgt mit Nachdruck das Ziel, die Unterrichtsversorgung zu sta-\nbilisieren. Wenn die rechnerische Unterrichtsversorgung an den allgemeinbildenden\nSchulen zum Schuljahresbeginn 1992/93 im Durchschnitt knapp unter 100 % liegt, ist\ndies sowohl auf den anhaltenden starken Anstieg der Schülerzahlen als auch auf die\n„ehrlichere‘ Berechnung des Unterrichtsbedarfs zurückzuführen.\n\nWegen der in den nächsten Jahren anhaltend stark steigenden Schülerzahl und der\nschwierigen finanziellen Situation ist es nicht möglich, die im Schülertal 1990 erreichte\nbesonders günstige Situation in der Unterrichtsversorgung zu halten. Dazu wären ın\nden nächsten Jahren über 10000 zusätzliche Lehrerstellen erforderlich. Hierfür reichen\ndie für den Landeshaushalt zu erwartenden Mittel bei weitem nicht aus. Dies ist keine\n\nDrucksache 12/4494",
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"content": "Niedersächsischer Landtag — Zwölfte Wahlperiode Drucksache 12/4494\n\n \n\nbesondere Situation in Niedersachsen, sondern gilt für alle, auch die finanziell besser-\ngestellten Bundesländer.\n\nDie Landesregierung hat in ihrer Regierungserklärung 1990 versprochen, daß jährlich\nüber den Ersatzbedarf hinaus Lehrerinnen und Lehrer eingestellt werden. Von 1990 bis\n1992 geschah dies bereits im Umfang von 1750 zusätzlichen Stellen, darunter 1508 an\nden allgemeinbildenden Schulen. Für 1993 sind im Haushalt 475 weitere neue Stellen\nvorgesehen, von denen 360 auf die allgemeinbildenden Schulen entfallen.\n\nWernstedt\n\n4 (Ausgegeben am 26. 2. 1993)",
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