HTTP 200 OK
Allow: GET, PUT, PATCH, HEAD, OPTIONS
Content-Type: application/json
Vary: Accept
{
"resource_uri": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/219689/",
"id": 219689,
"site_url": "https://fragdenstaat.de/dokumente/219689-olunfall-auf-der-jade-bei-wilhelmshaven/",
"title": "Ölunfall auf der Jade bei Wilhelmshaven",
"slug": "olunfall-auf-der-jade-bei-wilhelmshaven",
"description": "",
"published_at": "1989-07-20T00:00:00+02:00",
"num_pages": 3,
"public": true,
"listed": true,
"allow_annotation": true,
"pending": false,
"file_url": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/55/68/f6/5568f6af368b4162926e5cdeb9fdd59f/d1da77f1804f17ef6b3f08a6d37e3ce806859846.pdf",
"file_size": 82738,
"cover_image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/55/68/f6/5568f6af368b4162926e5cdeb9fdd59f/page-p1-small.png",
"page_template": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/55/68/f6/5568f6af368b4162926e5cdeb9fdd59f/page-p{page}-{size}.png",
"outline": "- [Niedersachsen Drucksache 11/4184 (Seite 1)](#page-1)\n",
"properties": {
"url": "https://www.landtag-niedersachsen.de/Drucksachen/Drucksachen_11_5000/4001-4500/11-4184.pdf",
"title": null,
"author": null,
"_tables": [],
"creator": null,
"subject": null,
"producer": "PDFlib+PDI 6.0.0p1 (JDK 1.4/Linux)",
"publisher": "Landtag Niedersachsen",
"reference": "11/4184",
"foreign_id": "ni-11/4184",
"_format_webp": true,
"publisher_url": "https://www.landtag-niedersachsen.de/"
},
"uid": "5568f6af-368b-4162-926e-5cdeb9fdd59f",
"data": {
"category": null,
"publisher": "ni",
"document_type": "minor_interpellation",
"legislative_term": "11"
},
"pages_uri": "/api/v1/page/?document=219689",
"original": null,
"foirequest": null,
"publicbody": null,
"last_modified_at": "2022-09-21 20:40:34.245628+00:00",
"pages": [
{
"document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/219689/",
"number": 1,
"content": "Niedersächsischer Landtag — Elfte Wahlperiode Drucksache 11/4184\n\nAntwort auf eine Kleine Anfrage\n— Drucksache 11/4054 —\n\nBetr.: Ölunfall auf der Jade bei Wilhelmshaven\nWortlaut der Kleinen Anfrage der Abg. Adam, Schack (SPD) vom 15. 6. 1989\n\nRund 10000 Liter schweren Heizöls sind am 8. Juni 1989 durch einen Fehler bei Repara-\nturarbeiten am Löschkopf der Nord-West-Ölleitung in Wilhelmshaven in die Jade ge-\nflossen und haben das Wattenmeer und Strände verunreinigt.\n\nDer bei der Feuerwehr in Wilhelmshaven gebildete Ölalarm-Einsatzstab sprach nach\nPresseberichten von einem „mittelschweren Ölunfall‘‘, der nicht als Katastrophe, aber\nauch nicht als Kleinigkeit behandelt wurde.\n\nWir fragen die Landesregierung:\n\n1. Hat dieser Ölunfall Erkenntnisse ergeben, ob der Tiefwasserhafen Wilhelmshaven\nmit dem richtigen Rettungsgerät ausgestattet ist?\n\n2. Stimmt es, daß die Ölbekämpfungsschiffe „Eversand‘, „Mellum‘ und „‚Empos“\naufgrund ihres Tiefganges im Wattengebiet nicht eingesetzt werden konnten?\n\n3. Warum waren keine flachgehenden Spezialschiffe rechtzeitig im Einsatz, so daß nur\neines der Schiffe mit einem Tiefgang von 1,50 m im Wattgebiet vor der Küste Burja-\ndingens manövtieren konnte?\n\n4. Ist beabsichtigt, aufgrund der Erkenntnisse aus dem Vorfall in der Region um den\nÖlhafen Wilhelmshaven zusätzliche Vorkehrungen für einen Unfall, z.B. durch die\nStationierung von flachgehenden Spezialschiffen in Wilhelmshaven, zu treffen?\n\nAntwort der Landesregierung\n\nNiedersächsisches Umweltministerium Hannover, den 20. 7. 1989\n— Z4 — 01425/11 — 121 —\n\nNach der Ölunfallkatastrophe des Tankers „‚Torrey Canyon“ haben der Bund und die\nKüstenländer im Jahre 1975 ein Verwaltungsabkommen über die Bekämpfung von Öl-\nverschmutzungen abgeschlossen. Danach wird bei großen Verschmutzungen der Ge-\nwässer, Strände und Ufer im Bereich der deutschen Nordsee- und Ostseeküste (Hohe\nSee und Küstengewässer einschließlich der Flußmündungsbereiche) eine Einsartzlei-\ntungsgruppe aus Beauftragten des Bundes und der vom Öl bedrohten Länder gebildet,\ndie die zur Abwehr drohender Gefahren notwendigen Maßnahmen anordnet. Die\nKosten werden nach einem festen Schlüssel aufgeteilt, an dem der Bund mit 50 % und\nNiedersachsen mit 25 % beteiligt ist.",
"width": 2480,
"height": 3509,
"image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/55/68/f6/5568f6af368b4162926e5cdeb9fdd59f/page-p1-{size}.png"
},
{
"document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/219689/",
"number": 2,
"content": "Niedersächsischer Landtag — Elfte Wahlperiode Drucksache 11/4184\n\nIm Rahmen dieser partnerschaftlichen Zusammenarbeit ist ein umfangreiches Geräte-\nbeschaffungsprogramm zur Ölunfallbekämpfung beschlossen worden, das Investitionen\nvon td. 180 Mio. DM vorsah. Hiervon sind rd. 150 Mio. DM verausgabt worden.\n\nAuch diese Beschaffungskosten werden nach dem gleichen Schlüssel auf den Bund und\ndie Küstenländer verteilt.\n\nBisher konnten 20 Ölbekämpfungsschiffe in Dienst gestellt werden — entweder Neu-\nbauten oder mit Ölaufnahmeeinrichtungen umgerüstete Schiffe. Zur Flugüberwachung\nder See wurden zwei Flugzeuge der Bundesmarine ausgerüstet und zur Ölunfallbe-\nkämpfung vom Lande aus weiteres Gerät gekauft. Hierzu gehören drei Spezialtransport-\nfahrzeuge für den Einsatz im Watrtengebiet, die Anfang 1989 in Dienst gestellt wurden.\n\nZur Zeit werden die vorhandenen Einrichtungen zur Ölunfallbekämpfung komplet-\ntiert. Insbesondere sollen Amphibienfahrzeuge zur Ölbekämpfung auf den Wartflä-\nchen, die hierfür speziell mit Mitteln des Bundesministers für Forschung und Technolo-\ngie entwickelt worden sind, beschafft werden. Das Beschaffungsprogramm wird damit\nzum Jahresende zu einem qualifizierten vorläufigen Abschluß gebracht werden. Die In-\nvestitionen der nächsten Jahre gelten der Bestandserhaltung und Modernisierung.\n\nDurch die dezentrale Stationierung der 20 modernen Ölbekämpfungsschiffe entlang\nder gesamten deutschen Küste werden kurze Anfahrwege erreicht, so daß nach Ölunfäl-\nlen unverzüglich die Bekämpfungsmaßnahmen aufgenommen werden können. Das ist\nwichtig, um den Schaden möglichst klein zu halten und möglichst viel Öl dort wieder\neinzusammeln, wo es ausgetreten ist.\n\nDer Ölunfall in der Jade war ein untypischer Unfall, weil er nicht von einem Schiff son-\ndern von der Nordwestölleitung (NWO) ausging. Auch die Größe der Ölmenge, die\nvon der NWO als Verursacher mit maximal 10 t angegeben worden ist und damit we-\nsentlich unter dem üblichen Schwellenwert von 50 t Öl liegt, läßt erkennen, daß es sich\nhier um einen Sonderfall handelte.\n\nIm Hinblick auf die ökologisch sensitiven Strand- und Wattengebiete, die durch das\nSchweröl gefährdet waren, wurde aber eine Einsatzleitungsgruppe (ELG) gebildet, die\nÖlunfallschiffe (Mellum, Eversand und MPOSS) einsetzte, die von Haubschraubern\nkoordiniert wurden. Nur durch Luftaufklärung ist zu erkennen, wo die Schiffe am ef-\nfektivsten eingesetzt werden können, d.h. wo die auf dem Wasser treibende Ölschicht\nam dicksten ist. Mit Hilfe des computergesteuerten Drift- und Ausbreitungsmodells des\nDeutschen Hydrographischen Instituts in Hamburg wurden ständig Prognosen über\nAusbreitung und Verdriftung des Ölteppichs erarbeitet.\n\nDadurch gelang es, mit den drei Schiffen rd. 9500 I Öl in nahezu reiner Form einzu-\nsammeln. An Land wurden weitere 300 ! mit Landfahrzeugen erfaßt, so daß insgesamt\nrd. 9800 1 Öl wieder aufgenommen wurden. Das testliche Öl hat sich in sehr dünnen\nSchichtdicken auf dem Wasser ausgebreitet und ist dann mit technischem Gerät nicht\nmehr einzusammeln. Je dünner dieser Ölfilm ist, um so schneller baut er sich auch ab.\n\nDies vorausgeschickt, beantworte ich die einzelnen Fragen wie folgt:\n\nZu I:\n\n“.\nJa. Vor allem die Eversand, die in Wilhelmshaven stationiert ist war in’kurzer Zeit an\nder Unfallstelle und für diesen Fall hervorragend ausgerüstet.",
"width": 2480,
"height": 3509,
"image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/55/68/f6/5568f6af368b4162926e5cdeb9fdd59f/page-p2-{size}.png"
},
{
"document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/219689/",
"number": 3,
"content": "Niedersächsischer Landtag — Elfte Wahlperiode Drucksache 11/4184\n\n \n\nZu 2:\n\nDie Schiffe „‚Eversand‘ und „Mellum‘ sind speziell für die Ölunfallbekämpfung auf\nHoher See konzipiert. Sie sind in der Lage, in begrenztem Umfang Öl von einem Hava-\ntisten zu leichtern.\n\nDagegen ist die „MPOSS‘ wegen ihres geringen Tiefganges von 1,5 m für den Einsatz\nim Wattenmeer konstruiert.\n\nBei der Bekämpfung des Ölunfalls in der Jade sind die 3 genannten Schiffe entspre-\nchend eingesetzt worden.\n\nZu 3:\n\nNeben der MPOSS war ein wattgängiges Spezialtransportfahrzeug im Einsatz. Die zur\nÖlbekämpfung im Flachwasser ausgerüsteten Landungsboote Kopersand und Janssand\nwaren in Alarmbereitschaft. Die örtliche Lage der Ölverschmutzung und der Stand der\nBekämpfung machte aber die Anforderung weiterer flachgehender Schiffe nicht erfor-\nderlich.\n\nZu 4:\n\nNein.\n\nIn Vertetung\n\nDr. Cromme\n\n(Ausgegeben am 3. 8. 1989)",
"width": 2480,
"height": 3509,
"image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/55/68/f6/5568f6af368b4162926e5cdeb9fdd59f/page-p3-{size}.png"
}
]
}