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            "content": "Niedersächsischer Landtag — Elfte Wahlperiode Drucksache 11/3697\n\n \n\n6. Hat der Herr Kultusminister tatsächlich dafür plädiert, daß im Fach Englisch die\nLandeskunde Amerika nicht so ausführlich betrieben werden müsse wie bisher? Ist\nihm bekannt, daß die Rahmenrichtlinien für Englisch an der Hauptschule über-\nhaupt keine Landeskunde Amerika enthalten?\n\n7. Welche Auswirkungen hätte der Verzicht auf die Fremdsprache in der Hauptschule\n\na) für die Aufnahmemöglichkeiten und Chancen in den verschiedenen berufsbil-\ndenden Schulen,\n\nb) für die Berufs- und Arbeitsplatzchancen (nicht zuletzt auch mit Blick auf den\nBinnenmarkt Europa)?\n\nAntwort der Landesregierung\n\nDer Niedersächsische Kultusminister Hannover, den 28. 2. 1989\n— 01 — 01 420/5 — 11/3491 —\n\nDer pointierte und verkürzt weitergegebene Pressebericht, auf den die Kleine Anfrage\nsich wohl bezieht, hat vereinzelt zu Mißdeutungen geführt.\n\nDie in die Kleine Anfrage aufgenommene Aussage von Seite 5 der Rahmentichtlinien\nzu Aufgaben und Zielen des Faches Englisch in der Hauptschule gibt die Einschätzung\nder Bedeutung dieses Faches für die Hauptschüler richtig wieder, sie entspricht der\nGrundauffassung der Landesregierung und damit auch der des Kultusministers dieses\nLandes.\n\nDies vorausgeschickt, nehme ich zu der Anfrage wie folgt Stellung:\n\nZu l:\nDas Fach Englisch ist und bleibt Teil des Pflichtunterrichts für die Hauptschule.\n\nNach wie vor gibt es jedoch in den meisten Bundesländern und auch in Niedersachsen\ndie Möglichkeit der Abwahl dieses Faches für die Schülerinnen und Schüler, die Gefahr\nlaufen, bei zusätzlicher Belastung durch das Fach Englisch die Hauptschule ohne Ab-\nschluß verlassen zu müssen. Diese Möglichkeit der Abwahl bleibt auch in Niedersachsen\nbestehen, sie wird z.Z. von weniger als 3% der Hauptschüler wahrgenommen. Da je-\ndoch nach den jüngsten Statistiken immer noch etwas mehr als 10 % aller Schülerinnen\nund Schüler diese Schule ohne einen Hauptschulabschluß verlassen, ergibt sich die Fra-\nge, ob nicht einzelnen dieser Schülerinnen und Schüler durch die frühzeitige Abwahl\ndes Faches Englisch ein Hauptschulabschluß hätte ermöglicht werden können.\n\nVon allen Hauptschülern eines Jahrgangs wechseln z.Z. etwa 30 % in eine freiwillige\nKlasse 10; von diesen wiederum erwerben etwas mehr als die Hälfte den Sekundarab-\nschluß I — Realschulabschluß —.\n\nZu 2:\n\nNein.",
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            "content": "Niedersächsischer Landtag — Elfte Wahlperiode Drucksache 11/3697\n\n \n\n \n\nNein.\n\nZu 4:\n\nAus den bisher erteilten Antworten geht hervor, daß diese Frage von falschen Vorausset-\nzungen ausgeht.\n\nZu 5:\n\nEtwa 15 % der Schülerinnen und Schüler der vorangehenden Klasse 9 der Hauptschule\nerwerben auf dem Weg über die freiwillige Klasse 10 an der Hauptschule einen Sekun-\ndarabschluß I — Realschulabschluß —.\n\nZum 1. 8. 1988 waren es darüber hinaus 0,1% der Hauptschüler, die nach der Verord-\nnung über den Wechsel der Schulform im Sekundarbereich I von der Hauptschule zur\nRealschule wechselten.\n\nVon diesen Schülerinnen und Schülern gingen 56 in die nächsthöhere Klasse über, 72\nwechselten zur Realschule unter Wiederholung der zuletzt besuchten Klassenstufe.\n\nZu 6:\n\nNein. Der Niedersächsische Kultusminister hat vielmehr gefragt, welchen Stellenwert\ndie Landeskunde Amerika — besonders für Hauptschüler — haben sollte. Hintergrund\ndieser Fragestellung ist die Grundüberlegung, welche Sprechintentionen, Situationen\nund Sachthemen besonders geeignet sind, die Bewältigung elementarer Gesprächssitua-\ntionen zu ermöglichen und zu erleichtern.\n\nLandeskundliche Fragen werden im Englischunterricht der Realschule zum Unterrichts-\ngegenstand (Kapitel 3.5), in den Hauptschulrahmenrichtlinien wird unter Punkt 3.3\ndie Möglichkeit eröffnet, auch landeskundliche Fragen anzusprechen.\n\nZu 7:\n\nDa diese Landesregierung nicht daran denkt, den Englischunterricht in der Hauptschule\nabzuschaffen bzw. seine Absicherung u.a. durch den Grundsatzerlaß in Frage zu stel-\nlen, erübrigt sich die Beantwortung dieser hypothetischen Frage.\n\nHorrmann\n\n(Ausgegeben am 29. 3. 1989) 3",
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