HTTP 200 OK
Allow: GET, PUT, PATCH, HEAD, OPTIONS
Content-Type: application/json
Vary: Accept
{
"resource_uri": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/219800/?format=api",
"id": 219800,
"site_url": "https://fragdenstaat.de/dokumente/219800-mangelndes-wissen-in-niedersachsen-erfolgen-zu-wenig-hebammeneinsatze/",
"title": "Mangelndes Wissen in Niedersachsen: Erfolgen zu wenig Hebammeneinsätze?",
"slug": "mangelndes-wissen-in-niedersachsen-erfolgen-zu-wenig-hebammeneinsatze",
"description": "",
"published_at": "2007-02-23T00:00:00+01:00",
"num_pages": 3,
"public": true,
"listed": true,
"allow_annotation": true,
"pending": false,
"file_url": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/6c/9e/de/6c9ede8115214b9ca2419dbfffb58edb/0559ec27ef6be683c9a2407c7bb8855242237d34.pdf",
"file_size": 16715,
"cover_image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/6c/9e/de/6c9ede8115214b9ca2419dbfffb58edb/page-p1-small.png",
"page_template": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/6c/9e/de/6c9ede8115214b9ca2419dbfffb58edb/page-p{page}-{size}.png",
"outline": "",
"properties": {
"url": "https://www.landtag-niedersachsen.de/Drucksachen/Drucksachen_15_5000/3501-4000/15-3633.pdf",
"title": null,
"author": null,
"_tables": [],
"creator": null,
"subject": null,
"producer": "Acrobat Distiller 5.0 (Windows)",
"publisher": "Landtag Niedersachsen",
"reference": "15/3633",
"foreign_id": "ni-15/3633",
"_format_webp": true,
"publisher_url": "https://www.landtag-niedersachsen.de/"
},
"uid": "6c9ede81-1521-4b9c-a241-9dbfffb58edb",
"data": {
"category": null,
"publisher": "ni",
"document_type": "minor_interpellation",
"legislative_term": "15"
},
"pages_uri": "/api/v1/page/?document=219800",
"original": null,
"foirequest": null,
"publicbody": null,
"last_modified_at": "2022-09-21 20:41:32.284591+00:00",
"pages": [
{
"document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/219800/?format=api",
"number": 1,
"content": "Niedersächsischer Landtag − 15. Wahlperiode Drucksache 15/3633 Kleine Anfrage mit Antwort Wortlaut der Kleinen Anfrage der Abgeordneten Christa Elsner-Solar, Michael Albers, Ulla Groskurt, Uwe Harden, Marie-Luise Hemme, Gerda Krämer, Uwe Schwarz, Dörthe Weddige-Degenhard (SPD) eingegangen am 09.01.2007 Mangelndes Wissen in Niedersachsen: Erfolgen zu wenig Hebammeneinsätze? Kurz vor Weihnachten 2006 wurde in der örtlichen Presse über den Tod eines kleinen Mädchens aus dem Landkreis Hildesheim berichtet, das nicht wegen allgemeiner Vernachlässigung, sondern auf Grund fehlerhafter Stillberatung verdursten musste. Es wurde berichtet, viele Eltern von Neu- geborenen wüssten gar nicht, dass eine Hebammenberatung auch über die sechste Lebenswoche eines Säuglings hinaus durch die geltende Gebührenordnung durch die Krankenkassen abrech- nungsfähig ist, ebenso wie auch noch nach der achten Lebenswoche - insbesondere bei Stillpro- blemen! Aus den Organisationen von Hebammen und Laktationsberaterinnen erhielten wir Hinweise, dass es immer wieder zu Fehlverhalten von Müttern kommt, weil sich viel zu viele nicht autorisierte Be- raterinnen und Berater, gefragt oder ungefragt, zu \"angemessenem Stillen\" äußern. So heißt es: „Die richtige Beratung ist längst nicht mehr eine Frage von Meinung und Tradition, sondern muss auf der Grundlage der vorhandenen wissenschaftlichen Forschung stattfinden. Die beiden Hauptberufsgruppen, die eine solide Grundausbildung erhalten, sind Hebammen und Kin- derkrankenschwestern. (….) Es ist eine häufige aber unhaltbare Situation, dass Mediziner, die nicht in Stillberatung ausgebildet wurden, den Müttern Ratschläge zu ihrem Stillverhalten machen.\" Darüber hinaus wird beklagt, dass trotz der vielfältigen Broschüren und Ratgeber zum Thema, zu wenig Information ‚ankommt’. Die Berufsgruppen rund um die Mutter-Kind-Versorgung sind in der Regel nicht vernetzt, sondern konkurrieren miteinander zu Lasten von Mutter und Kind. Vor diesem Hintergrund fragen wir die Landesregierung: 1. Teilt sie die Einschätzung der Hebammenvertretung? 2. Welche Erkenntnisse liegen der Landesregierung über den Bestand an ausgebildeten Laktati- onsberaterinnen vor und wie ist er auf die Regionen Niedersachsens verteilt? 3. Verfügt die Landesregierung über ein Konzept, wie das beschriebene Informationsdefizit bei Eltern Neugeborener auszugleichen ist? 4. Wenn ja, wie sieht es aus? 5. Verfügt die Landesregierung über Vorstellungen/Konzepte, wie die konkurrierenden Berufs- gruppen um die Mutter-Kind-Versorgung zu vernetzen sind? 6. Wenn ja, wie sieht es aus? (An die Staatskanzlei übersandt am 11.01.2007 - II/721 - 630) 1",
"width": 2480,
"height": 3509,
"image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/6c/9e/de/6c9ede8115214b9ca2419dbfffb58edb/page-p1-{size}.png"
},
{
"document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/219800/?format=api",
"number": 2,
"content": "Niedersächsischer Landtag – 15. Wahlperiode Drucksache 15/3633 Antwort der Landesregierung Niedersächsisches Ministerium Hannover, den 23.02.2007 für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit - 01.21 – 01 425/01 (630) - Jede versicherte Frau hat Anspruch auf Leistungen bei Schwangerschaft und Mutterschaft (§ 195 Reichsversicherungsordnung - RVO). Hierin eingeschlossen ist die Hebammenhilfe für den Zeit- raum der Schwangerschaft, während der Geburt, im Wochenbett und bis zum Ende der Stillzeit (§ 196 RVO). Zuständig für die Stillberatung sind in erster Linie Hebammen. Nach dem Niedersächsischen He- bammengesetz besteht für sie die Verpflichtung, sich hierzu ständig fortzubilden und Stillförderung zu betreiben. Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt sowie die Stiftung „Eine Chance für Kinder“ bieten den niedersächsischen Hebammen hierzu laufend qualifizierte Fortbildung an, so z. B. auch bei der 10. Niedersächsischen Hebammentagung am 13.03.2007 in Hannover. Für diese Fortbildung haben sich bereits über 500 Teilnehmerinnen angemeldet. Das Land Niedersachsen fördert darüber hinaus die bei dem Landesverband der Hebammen angesiedelte „Landesfortbil- dung“, bei der ebenfalls regelmäßig damit im Zusammenhang stehende Themen angesprochen werden. Hebammen sind auch und vor allem wegen der Bedeutung, die der Stillvorgang für die Entwicklung einer guten Mutter-Kind-Bindung hat, ein wichtiger Partner der stillenden Mütter. Daher ist das Thema Stillen und Stillförderung ein wichtiger Punkt bei der Fortbildung zur Familienhebamme, die durch die Stiftung „Eine Chance für Kinder“ angeboten wird. Besonders wichtiger Ansprechpartner für stillende bzw. stillwillige Mütter ist daneben jedoch immer auch der betreuende Kinderarzt und der Gynäkologe. Bei beiden Arztgruppen kann fundiertes Wissen über die großen Vorteile der Muttermilchernährung des Kindes vorausgesetzt werden. Hinsichtlich einer fehlenden Vernetzung wurde vom Hebammenverband Niedersachsen e. V. die Information eingeholt, dass es in allen Regionen Niedersachsens Hebammenlisten gibt, die bei Ge- sundheitsämtern, den Krankenkassen, in den Arztpraxen und in den Kliniken erhältlich sind. In vie- len Kreisen finden regelmäßig Hebammentreffen statt, in einigen Orten leiten Laktationsberaterin- nen so genannte Stillgruppen, die dort auch von Hebammen unterstützt werden. Eine „Vernetzung“ ist deshalb gegeben. Darüber hinaus befindet sich im Internetauftritt des Hebammenverbandes Niedersachsen e. V. (www.hebammen-niedersachsen.de) ein nach Regionen und Kommunen sortiertes Verzeichnis der dort jeweils praktizierenden Hebammen, einschließlich ihrer Tätigkeitsschwerpunkte. Dies voraus geschickt, beantworte ich die Kleine Anfrage namens der Landesregierung wie folgt: Zu 1: Der um Stellungnahme gebetene Hebammenverband Niedersachsen e. V. hat die Frage, ob nach seiner Einschätzung die Berufsgruppen rund um die Mutter-Kind-Versorgung in der Regel nicht vernetzt sind, sondern miteinander zulasten von Mutter und Kind konkurrieren, wie folgt kommen- tiert: „In einigen Ballungszentren kann die Konkurrenz sicher erheblich sein, doch glaube ich nicht, dass dieses zulasten von Mutter und Kind geht, sondern eher das Angebot erhöht.“ Insofern erüb- rigt sich die Frage der Einschätzung. Zu 2: Da es sich bei den Laktationsberaterinnen nicht um ein Berufsbild handelt, liegen hierüber keine validen Informationen vor. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Fortbildung, durch die sich eine Vielzahl von Kinderkrankenschwestern Kenntnisse aneignen, da in der Grundausbildung zur Kin- derkrankenschwester das Thema „Stillen“ nur wenig behandelt wird. Fortbildungen zur Laktations- 2",
"width": 2480,
"height": 3509,
"image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/6c/9e/de/6c9ede8115214b9ca2419dbfffb58edb/page-p2-{size}.png"
},
{
"document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/219800/?format=api",
"number": 3,
"content": "Niedersächsischer Landtag – 15. Wahlperiode Drucksache 15/3633 beraterin bieten u. a. der Verband Europäischer Laktationsberaterinnen (VELB) und der Berufsver- band Deutscher Laktationsberaterinnen IBCLC (BDL) an. Zu 3 bis 6: Die Landesregierung unterstützt alle Bemühungen, die Fortbildung der für die Stillberatung zustän- digen Berufsgruppen zu verbessern, und fördert daher seit Jahren die Landesfortbildung der nie- dersächsischen Hebammen. Weiter ist sie darum bemüht, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für eine Verbesserung der Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen, vor allem die Zusam- menarbeit zwischen Hebammen, Kinderärzten und Frauenärzten, einzusetzen. So fand auf Einla- dung des Niedersächsischen Landesgesundheitsamts im November 2006 eine Besprechung zwi- schen dem Berufsverband der Hebammen, den Berufsverbänden der Frauen- und Kinderärzte so- wie dem Berufsverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes statt. Dabei wurde eine enge Kooperation gerade im Bereich der Stillberatung vereinbart. Die Stiftung „Eine Chance für Kinder“ wurde beauftragt, zur Beratung für Hebammen und Ärzte ein Informationsforum über die Bedeutung von Medikamenten in der Muttermilch einzurichten. Dieses Forum wird im März 2007 für alle interessierten Ärzte zur Verfügung stehen. Die Landesregierung wird die weitere Entwick- lung dieser Kooperationsbemühungen begleiten und unterstützen. In Vertretung Dr. Christine Hawighorst (Ausgegeben am 09.03.2007) 3",
"width": 2480,
"height": 3509,
"image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/6c/9e/de/6c9ede8115214b9ca2419dbfffb58edb/page-p3-{size}.png"
}
]
}