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"content": "Niedersächsischer Landtag — Zwölfte Wahlperiode\n\n \n\nAntwort auf eine Kleine Anfrage\n— Drucksache 12/5168 —\n\nWortlaut der Kleinen Anfrage des Abg. Pörtner (CDU) — Drs 12/5168\n\nBetr.: Planungstreffen für Gesamtschulen während der Unterrichtszeit\n\nDer Didaktische Leiter der IGS Franzsches Feld in Braunschweig informiert in einem\nSchreiben vom 6. 5. 1993 an potentielle neue Kolleginnen und Kollegen des 5. Schul-\njahrgangs „über die von uns ins Auge gefaßten Planungstreffen ... Wir haben die Ter-\nmine der Bezirksregierung mitgeteilt. Bitte beantragt für diese Tage Dienstbefreiung\nin Eurer Schule. Sollten Eure Dienstvorgesetzen eine Rücksprache für nötig halten, kön-\nnen sie sich gerne mit der Bezirksregierung Braunschweig, Dezernat 403 .... in Verbin-\ndung setzen ... Unsere gemeinsamen Treffen werden stattfinden am\n\nDonnerstag, 10. 6. 1993, 9.00 bis 16.00 Uhr\nFreitag, 11. 6. 1993, 9.00 bis 16.00 Uhr\nMontag, 14. 6. 1993, 9.00 bis 16.00 Uhr\nDienstag, 15. 6. 1993, 14.00 bis 21.30 Uhr“.\n\nIch frage die Landesregierung:\n\n1.\n\nWarum fördert es die Landesregierung trotz der von ihr beabsichtigten Sparmaßnah-\nmen im Schulbereich und der katastrophalen Unterrichtsversorgung in Niedersach-\nsen, daß Treffen dieser Art wiederholt während der Unterrichtszeit stattfinden?\n\n. Haben ähnliche Planungstreffen bestehender, im Entstehen befindlicher oder vor\n\nder Genehmigung stehender Gesamtschulen zur Unterrichtszeit stattgefunden?\n\n. Wenn ja, welche und zu welchem Zeitpunkt?\n\n. Wenn nein, wieso hat nur eine Gesamtschule derartige Planungstreffen durchge-\n\nführt?\n\n. Wie viele Lehrkräfte haben an der IG$ Franzsches Feld oder an anderen Gesamtschu-\n\nlen an den genannten Planungstreffen jeweils teilgenommen? Wie viele haben mit\nwelcher konkreten Begründung dafür Dienstbefreiung erhalten?\n\n. Wie viele Unterrichtsstunden fanden an den genannten Tagen an den betroffenen\n\nSchulen wegen der Dienstbefreiung nicht statt bzw. mußten vertreten werden?\n\n. Wird Dienstbefreiung auch gewährt, wenn Jahrgangskollegien der Schulen des ge-\n\ngliederten Schulwesens ihre Schuljahresplanung wiederholt während der Unter-\ntichtszeit durchführen wollen?\n\nDrucksache 12 / 5483",
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"content": "Niedersächsischer Landtag — Zwölfte Wahlperiode Drucksache 12/5483\n\n \n\nAntwort der Landesregierung\n\nNiedersächsisches Kultusministerium Hannover, den 1. 10. 1993\n— 01 — 01 420/5 — 12/5168 —\n\nFür eine Gesamtschule im Aufbau ist insofern eine besondere Situation gegeben, als\n6 Jahre lang mit jedem neuen Schuljahr neue Lehrerinnen und Lehrer in der Regel aus\nunterschiedlichen Schulen und Schulformen des gegliederten Systems in einer integrie-\nrenden und zugleich differenzierenden Schulform mit ihrer pädagogischen Arbeit be-\nginnen. Diese Lehrkräfte sollen sich vor Beginn des jeweiligen Schuljahres mit dem päd-\nagogischen Konzept der für sie neuen Schulform, die als IGS zumeist auch Ganztags-\nschule ist, auseinandersetzen und sich damit gezielt auf ihre neue Arbeit vorbereiten\nkönnen.\n\nDiese Vorbereitung auf die neue Schule und den neuen Schuljahrgang erfordert viel\nZeit. Sie erfolgt in der Regel außerhalb der Unterrichtszeit der Lehrerinnen und Lehrer, -\nnicht zuletzt an Wochenenden, gelegentlich aber auch am Vor- und Nachmittag eines\nSchultages, so daß eine intensive Planung für die neue Praxis möglich ist. Insgesamt ist\ndas hohe Engagement und der erhebliche Arbeitseinsatz der Lehrkräfte bei ihrer Vorbe-\nreitung auf die Arbeit in einer im Aufbau befindlichen Gesamtschule zu sehen. Dabei\nsteht einer Dienstbefreiung für Planungstreffen während der Unterrichtszeit eine z. T.\nnicht mehr auszugleichende Mehrarbeit der betreffenden Lehrkräfte gegenüber.\n\nDies vorausgeschickt, beantworte ich die einzelnen Fragen wie folgt:\n\nZu l:\n\nEine gründliche Vorbereitung der Lehrerinnen und Lehrer auf die für sie neue Schul-\nform und neue Praxis ist für eine erfolgreiche Arbeit in der Gesamtschule erforderlich.\nDabei sind auch im begrenzten Rahmen Planungstreffen während der Unterrichtszeit\nvertretbar.\n\nZu 2 bıs 4:\n\nFür 2 ım Entstehen befindliche Gesamtschulen haben zusätzlich zu den vielen Pla-\nnungstreffen außerhalb der Unterrichtszeit folgende dienstliche Veranstaltungen statt-\ngefunden:\n\n— für die erweiterte Planungsgruppe der IGS Braunschweig-Querum im Mai 1993 ein\nBesuch der Montessori-Gesamtschule (IGS) in Krefeld bei Sonderurlaub der teilneh-\nmenden Lehrkräfte für fachliche Zwecke für 2 Tage und eine regionale Lehrerfortbil-\n\ndungsveranstaltung für einen ganzen Tag mit Hospitation in der IGS Franzsches\nFeld,\n\n— für die Planungsgruppe der IGS Osterholz-Scharmbeck eine Dienstbesprechung zur\nPlanung der Arbeit im künftigen 5. Schuljahrgang am 6. und 7. 5. 1993 (ganztä-\ngig).\n\nZu 5 und 6:\n\nAn den zusätzlichen Planungstreffen der IGS Franzsches Feld haben 9 Lehrkräfte teilge-\nnommen; 1 Lehrer hat keine Dienstbefreiung erhalten und hat daher auch nicht teilge-\nnommen. Dabei wurden von diesen Lehrkräften 50 Unterrichtsstunden nicht erteilt, 40\ndavon wurden von anderen Lehrkräften der Schule vertreten. Wegen der Teilnahme an",
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"content": "Niedersächsischer Landtag — Zwölfte Wahlperiode Drucksache 12/5483\n\ndiesen Planungstreffen waren von betroffenen Lehrkräften 27 der 50 nicht gegebenen\nUnterrichtsstunden schon vorher im Rahmen von Mehrarbeit erteilt worden. Die teil-\nnehmenden Lehrkräfte haben damit insgesamt für 23 Unterrichtsstunden Dienstbefrei-\nung erhalten, dagegen stehen 17 Stunden Mehrarbeit, die nicht abgegolten werden\nkonnten. Die Betreuung der Planungstreffen durch die kollegiale Schulleitung der 1GS\nFranzsches Feld verursachte keinen Untertichtsausfall.\n\nAn den zusätzlichen Veranstaltungen für die Mitglieder der erweiterten Planungsgrup-\npe der 1GS Braunschweig-Querum haben beim Besuch der Montessori-Gesamtschule in\nKrefeld 18 Lehrkräfte, beim regionalen Lehrerfortbildungstag mit Hospitation in der\nIGS Franzsches Feld 16 (bzw. am Nachmittag 20) Lehrkräfte teilgenommen.\n\nAn der zweitägigen Dienstbesprechung für die Mitglieder der Planungsgruppe Öster-\nholz-Scharmbeck haben 12 bzw. 14 Lehrkräfte teilgenommen.\n\nZu 7:\n\nNein. Die Lehrkräfte neuer Schuljahrgänge in den Schulen und Schulformen des geglie-\nderten Schulsystems wechseln in diesem Falle nicht die Schulform und arbeiten auch\nim neuen Schuljahr in einem für sie bekannten Bereich.\n\nWernstedt\n\n(Ausgegeben am 20. 10. 1993) 3",
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