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            "content": "Niedersächsischer Landtag — Elfte Wahlperiode Drucksache 11/3420\n\nAntwort auf eine Kleine Anfrage\n— Drucksache 11/3069 —\n\nBetr.: Schließung des Lehrerfortbildungsheimes Braunlage\nWortlaut der Kleinen Anfrage der Abg. Frau Auerbach, Kopischke (SPD) vom 7. 10. 1988\n\nIm Niedersächsischen Kultusministerium soil es Pläne geben, das Lehrerfortbildungs-\nheim Braunlage zum 31. 12. 1989 aufzugeben. Das Land Niedersachsen würde dann\nnur noch über ein landeseigenes Lehrerfortbildungsheim in Wolfenbüttel verfügen.\n\nBereits 1988 wurden (nach der Statistik des MK) nur noch 27 % der 700 Kurse der Leh-\nrerfortbildung/Lehrerweiterbildung in den beiden landeseigenen Heimen Braunlage\nund Wolfenbüttel durchgeführt.\n\nWir fragen die Landesregierung:\n1. Besteht tatsächlich die Absicht, das Lehrerfortbildungsheim Braunlage aufzugeben?\n\n2. Hält es die Landesregierung für sinnvoll, sich noch stärker als.schon bisher von priva-\nten Anbietern von Tagungsstätten abhängig zu machen, die dann Belegungszeiten,\nPreise, Tagungsablauf u.a.m. bestimmen können?\n\n3. Wird die Durchführung von Kursen in den Bereichen Technik, Musik, Neue Medien\ndurch das Nichtvorhandensein entsprechender Geräte/ Instrumente in den privat an-\ngebotenen Tagungsstätten erschwert?\n\n4. Werden Geräte/Instrumente in Zukunft von Tagungsstätte zu Tagungsstätte trans-\nportiert? Wenn ja, rentiert sich die vorhersehbare erhöhte Wertminderung durch\nTransportschäden und Belastung?\n\n5. Wie wird sich der Verlust des Lehrerfortbildungsheimes Braunlage für die Fremden-\nverkehrsgemeinde Braunlage im strukturschwachen Zonenrandgebier Südharz aus-\nwirken?\n\n6. Plant die Landesregierung ggf. Ausgleichsmaßnahmen zugunsten der Gemeinde\nBraunlage?\n\nAntwort der Landesregierung\n\nDer Niedersächsische Kultusminister Hannover, den 5. 1. 1989\n— 01 — 01 420/5 — 11/3069 —\n\nBis Mitte 1979 führte das Land Niedersachsen Lehrerfortbildungskurse in fünf eigenen\nEinrichtungen in Braunlage, Dreibergen, Rinteln, Schwöbber und Wolfenbüttel durch.\nDiese Heime besaßen eine Kapazität von insgesamt 270 Betten. Nach Schließung der\nHeime in Rinteln (Juli 1979), Dreibergen (Ende 1982) und Schwöbber (Mitte 1985) ste-",
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            "content": "Niedersächsischer Landtag — Elfte Wahlperiode Drucksache 11/3420\n\n \n\nhen derzeit noch zwei Heime mit einer Kapazität von zusammen 132 Betten, und zwar\nin Braunlage mit 60 Betten und in Wolfenbüttel mit 72 Betten, jeweils in Einzel- und\nDoppelzimmern, zur Verfügung. Diese beiden Heime können etwa 27% des Kursan-\ngebots aufnehmen; die übrigen Kurse werden in angemieteten Häusern durchgeführt.\n\nIn seinen Prüfungsmitteilungen vom 1. 4. 1981 über die Prüfung der Lehterfortbil-\ndungsheime in den Haushaltsjahren 1978 und 1979 hat der Niedersächsische Landes-\nrechnungshof u.a. beanstandet, daß die damals noch bestehenden Heime zu gering\nausgelastet seien. \"\n\nIn seiner Prüfungsmitteilung vom 3. 2. 1988 beanstandete der Landesrechnungshof wie-\nderum die zu geringe Belegung, die er in einer Kurzerhebung bei den beiden noch be-\nstehenden Heimen in Braunlage und Wolfenbüttel für die Jahre 1986 und 1987 ermit-\ntelt hat. Nach diesen Ermittlungen betrug die Auslastung für das Lehrerfortbildungs-\nheim Wolfenbüttel 64,9% im Jahre 1986 und 59,0% im Jahre 1987; das Lehrerfortbil-\ndungsheim in Braunlage sei 1986 nur zu 65,2% bzw. 1987 zu 50,6 % seiner Kapazität\nausgelastet gewesen.\n\nDies vorausgeschickt, beantworte ich die einzelnen Fragen wie folgt:\n\nZu I:\n\nNach $ 7 LHO ist das Betreiben von Lehrerfortbildungsheimen dem Grundsatz der\nWirtschaftlichkeit unterworfen. Die Bemerkungen des Landesrechnungshofes haben\nVeranlassung gegeben, die Wirtschaftlichkeit der Lehrerfortbildungsheime in Braunla-\nge und Wolfenbüttel erneut zu überprüfen. Gleichzeitig sind vom NLI Maßnahmen er-\ngriffen worden, um die Auslastung zu verbessern. Dadurch konnte erreicht werden, daß\ndie Auslastung der Heime in diesem Jahr wesentlich günstiger verlaufen wird als in den\nVorjahren. Nach den Ist-Zahlen der Belegung bis Ende Oktober 1988 und dem derzeiti-\ngen Planungsstand bis Ende dieses Jahres wird für das Lehrerfortbildungsheim in Braun-\nlage ein Belegungsgrad von rund 64% und für das Lehrerfortbildungsheim in Wolfen-\nbüttel eine Auslastung von rund 67% erreicht werden.\n\nDiese Auslastung ist nach dem Berechnungsmodell des Landesrechnungshofes ermittelt\nworden. Danach sind alle in den Lehrerfortbildungsheimen vorhandenen Betten in die\nKapazität einbezogen.\n\nAngesichts dieser Sachlage wird das Lehrerfortbildungsheim Braunlage nur dann ge-\nschlossen werden müssen, wenn eine noch vorzunehmende Überprüfung ergeben sollte,\ndaß eine weiter verbesserte Wirtschaftlichkeit trotz der in diesem Jahr bereits gestiege-\nnen Belegung nicht auf Dauer gewährleistet ist. Dabei wird auch zu prüfen sein, ob\ndie Wirtschaftlichkeit der landeseigenen Heime durch bauliche Maßnahmen, insbeson-\ndere durch Umbau der Doppelzimmer in Einzelzimmer, verbessert werden kann.\n\nZu 2:\n\nWie aus der Antwort zu 1. ersichtlich ist, wird das Lehrerfortbildungsheim nur dann\ngeschlossen werden, wenn es wirtschaftlich geboten ist. In die Prüfung der Wirtschaft-\nlichkeit sind auch etwaige negative Folgen einer stärkeren Abhängigkeit von privaten\nAnbietern einzubeziehen.\n\nZu 3:\n\nDie Medienausstattung in den Stätten der Erwachsenenbildung ist für Kurszwecke in\nder Regel ausreichend. Anders stellt sich die Situation in Hotels und Pensionen dar, die\nauch angemietet werden müssen. Hier müssen Kursleiter und Referenten die erforderli-\nchen Geräte zum Kursort mitbringen.",
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