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"content": "Niedersächsischer Landtag - 13. Wahlperiode Drucksache 13 / 2874\n\n| —e —— Lu nt u u session\n\nKleine Anfrage mit Antwort\n\nWortlaut der Kleinen Anfrage\ndes Abg. Möllting (CDU), eingegangen am 19. 12. 1996\n\nBetr.: Börse in Hannover\n\nFür Niedersachsen ist die Stärke des Standortes Landeshauptstadt Hannover von großer\nBedeutung, um in der Konkurrenz mit anderen Bundesländern bestehen zu können. So ist\nzur Sicherung des Finanz- und Wirtschaftsplatzes Niedersachsen die Regionalbörse in Han-\nnover eine wichtige Voraussetzung. Sie stellt die Verbindung zwischen Wirtschaft und Kapi-\ntal her. Dadurch wird eine bessere Versorgung der mittelständischen Unternehmen mit Ka-\npital und deren besserer Zugang zur Börse gewährleistet. Außerdem kann entsprechend\nhochqualifiziertes Personal nur bei Fortbestand der Börse an den Standort Hannover gebun-\nden und in Zukunft gewonnen werden. Davon ist auch die Qualität der Dienstleistungen\nabhängig. Die Börse ist also weiterhin von zentraler Bedeutung für die Wirtschaft in Nieder-\nsachsen.\n\nIch frage die Landesregierung:\n\n1. Wie beurteilt sie die grundsätzliche Bedeutung der Börse in Hannover für das Land Nie-\ndersachsen?\n\n2. Welche Auswirkungen haben die Konzentrationsbemühungen der Deutschen Börse AG\nsowie die Bemühungen der Banken, ihr Börsengeschäft weitgehend auf Frankfurt zu\nkonzentrieren, auf die Börse in Hannover?\n\n3. Wie weit ist die Einführung eines elektronischen Handelssystems fortgeschritten, und\nwelchen Einfluß hat dies auf den Präsenzhandel in Hannover?\n\n4. Wie schätzt die Landesregierung die Zukunftschancen der Börse in Hannover ein, insbe-\nsondere im Hinblick auf neue Aufgaben, wie die Bereitstellung von Risikokapital und die\nUnterstützung des Going public von mittelständischen Unternehmen?\n\n5. Welche Maßnahmen zur Sicherung der Börse in Hannover hat sie bisher getroffen, und\nwas gedenkt die Landesregierung in Zukunft zur Stärkung des Börsenplatzes Hannover\nzu tun?\n\n(An die Staatskanzlei übersandt am 7. 1. 1997 — 11/721 - 713)",
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"content": "Niedersächsischer Landtag - 13. Wahlperiode Drucksache 13/2874\n\nAntwort der Landesregierung\n\nNiedersächsisches Ministerrum Hannover, den 17. 4. 1997\nfür Wirtschaft, Technologie und Verkehr\n- 17 - 57.00 (33 — 952.06) —\n\nDer Standort der Niedersächsischen Börse zu Hannover muß vor dem Hlintergrund der\nDiskussion um die Börsenstruktur in Deutschland bewertet werden.\n\nDie Diskussion wird von zwei Fragen bestimmt:\n\n- Wie kann die internationale Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Finanzplatzes weiter\ngestärkt werden?\n\n= Was legitimiert die dezentrale Börsenstruktur angesichts des Konzentrationswettbewerbs\nzwischen den europäischen Finanzplätzen?\n\nDie Entwicklung des europäischen Finanzmarktes ist dutch eine zunehmende Verflechtung\nder nationalen Einzelmärkte geprägt. Besonders betroffen sind die Börsen. Sie stehen im\nMittelpunkt der Finanzmärkte. Als Folge der Entwicklung verschärft sich der Wettbewerb\nunter den europäischen Börsenplätzen. Eine ernste Konkurrenz stellt auch der wachsende\nSubstituionswettbewerb durch außerbörsliche Handels- und Abwicklungssysteme dar. An-\ngesichts dieser Situation ist es für den deutschen Finanzplatz wichtig, Marktanteile zu halten\noder zurückzugewinnen,\n\nEbenso begründet ist das wirtschaftspolitische Interesse der Länder an einer leistungsfähigen\ndezentral gegliederten Börsenstruktut, und zwar aus folgenden Gründen:\n\n- Die deutsche Volkswirtschaft stützt sich auf eine Vielzahl leistungsstarker Wirtschaftsre-\ngionen, deren Bedeutung ständig zunimmt. Sie sind gewissermaßen das Spiegelbild einer\nbreiträumigen Wirtschaftsstruktur, die von einem starken Mittelstand geprägt ist, der\nRückgrat und Stärke der deutschen Wirtschaft ausmacht. Diese Regionen haben einen ei-\ngenen Kapitalbedarf. Wesentliche Aufgabe regionaler Finanzplätze ist es, diesen Kapi-\ntalbedarf zu decken.\n\n- Die dezentrale Börsenstruktur kommt einem Bedürfnis privater Anleger und Emittenten\nnach Marktnähe entgegen. Kleine und mittlere Unternehmen können zur Deckung ihres\nKapitalbedarfs über die Heimatbörse ihren regionalen Bekanntheitsgrad nutzen. Die Börse\nhat Gelegenheit, gerade in diesem Bereich, wo die Nähe zu potentiellen Emittenten be-\nsonders sinnvoll und notwendig ist, sich als organisierter Kapitalmarkt zur Geltung zu\nbringen. Den Anlegern ermöglicht sie eine Identifizierung mit der heimischen Wirtschaft.\n\n- Deutschland hat eine wenig ausgeprägte Aktienkultur. Eine dezentrale Börsenstruktur ist\nbesonders geeignet, das Anlagevolumen der regionalen Sparerschaft zu aktivieren und die\nAktienkultur im Sinne einer Populatisierung der Aktie positiv zu beeinflussen.\n\nIn diesem Sinne kann eine effiziente dezentrale Börsenstruktur einen eigenen wichtigen\nBeitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Finanzplatzes leisten. Die\nWirtschaftsministerkonferenz der Länder am 2./3. 5. 1996 hat deshalb in ihrem Beschluß zur\nWeiterentwicklung der Börsenstruktur die Aufassung vertreten, daß die dezentrale Börsen-\nstruktur aus ordnungspolitischen Gründen nicht zur Disposition steht. Der Finanzplatz\nDeutschland braucht mehr Anleger und mittelständische Aktienemissionen. In den Regionen\nverankerte Börsen kommen diesem Bedürfnis entgegen. Angesichts der fortschreitenden\nKonzentration des Wertpapierhandels auf den Finanzplatz Frankfurt kann der Handel in\nsog. Standardwerten (umsatzstarke Aktien und Renten) nicht tragender Bestandteil einer\nZukunftsperspektive sein. Die Regionalbörsen sind deshalb mehr denn je darauf angewiesen,\nsich auf Aufgabenfelder zu konzentrieren, für die sie besonders prädestiniert sind. Dazu\ngehören vor allem die Einrichtung von Mittelstandsmärkten, die Entwicklung und Pflege",
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"content": "Niedersächsischer Landtag — 13. Wahlperiode Drucksache 13/2874\n\n \n\nspezieller Börsenprodukte, die Betreuung von Emittenten und Anlegern, die Förderung der\nAktienkultur und Kooperationen mit inländischen und kleinen ausländischen Börsen. Er-\nmöglicht werden sollte den Regionalbörsen weiterhin aber auch eine angemessene Einbin-\ndung in die nationalen Finanzströme durch entsprechende organisatorische und technische\nVorkehrungen. Die Landesregierung teilt die Auffassung der Wirtschaftsministerkonferenz.\n\nDie Effizienz der dezentralen Börsenstruktur wird jedoch vor allem von folgenden Faktoren\nbeeinflußt:\n\n—- Ablösung des Integrierten Börsenhandels- und Informationssystems (IBIS) durch den\nExchange Electronic Trading (XETRA)\n\nIBIS und XETRA sind elektronische Handelssysteme der Deutschen Börse AG. Den\nHandelsteilnehmern wird bundesweit ein direkter Zugang ermöglicht.\n\nIBIS ist aufgrund eines — inzwischen von der Deutschen Börse AG gekündigten — Rah-\nmenvertrages in die Regionalbörsen integriert. Die Umsätze werden den jeweiligen Börsen\nzugeordnet. In dem System sind nur größere Handelsaufträge in umsatzstarken Aktien und\nin den wichtigsten öffentlichen Anleihen zugelassen. Der Handel ist vollelektronisch.\n\nDas leistungsfähigere System XETRA soll stufenweise eingeführt werden und in der End-\nstufe ab etwa 1999 alle an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelten Werte erfassen.\nZunächst soll bis Ende 1997 IBIS in dem bestehenden Umfang abgelöst werden. Eine In-\ntegrierung in die Regionalbörsen ist nicht vorgesehen. Als vorletzte Stufe sollen bis Ende\n1998 die aus IBIS übernommenen Werte ohne Beschränkung auf bestimmte Ordergrößen\ngehandelt werden dürfen.\n\nMit XETRA sind unmittelbare Folgen für den bestehenden computergestützten (Boss Cu-\nbe) Parketthandel an den Regionalbörsen nicht verbunden; das Leistungsangebot steht im\nbisherigen Umfang weiterhin zur Verfügung. Da jedoch die meisten an der Frankfurter\nWertpapierbörse gehandelten Werte auch an den Regionalbörsen gehandelt werden, ist zu-\ngunsten des elektronischen Handelssystems mit einer umfassenden Verlagerung der Han-\ndelsströme an den Finanzplatz Frankfurt zu rechnen - betroffen wäre im übrigen auch der\ndortige Parketthandel. Ob und in welchem Umfang eine solche Umsatzerosion an den Re-\ngionalbörsen stattfindet, ist eine Frage des Wettbewerbs zwischen dem traditionellen Han-\ndelssystem und dem elektronischen Handelssystem XETRA, den die Marktteilnehmer ent-\nscheiden.\n\n= Dachskontto\n\nDas für 1997 vorgesehene sogenannte Dachskontro ist das Kernstück eines Kooperations-\nabkommens zwischen der Bayerischen Börse, der Berliner Wertpapierbörse, der Frank-\nfurter Wertpapierbörse und der Rheinisch-Westfälischen Börse zu Düsseldorf, das u.a.\neine einheitliche Feststellung von gerechneten Kursen bei den im DAX (Deutscher Akti-\nenindex) 100 vertretenen Aktien, ein gemeinsames Zulassungsverfahren für Wertpapiere\nund eine zentrale Wahrnehmung bestimmter börsenspeziftscher Dienstleistungen vorsieht.\nIm Rahmen des Dachskontros sollen die gerechneten Kurse im traditionellen Parketthan-\ndel einheitlich auf der Basis der Orderlage der Kooperationsbörsen für die im DAX 100\nvertretenen umsatzstärksten Aktien (DAX 30) in Frankfurt und für die übrigen\nDAX-Werte an der jeweiligen Heimatbörse ermittelt werden. Für die nicht im DAX 100\nvertretenen Aktien, die an mehr als einer Kooperationsbörse zum amtlichen Handel oder\nGeregelten Markt zugelassen sind, wird eine ausschließliche Zulassung und Notterung an\neiner Kooperationsbörse angestrebt („Einfachnotiz“).\n\nEinheitliche Preise aufgrund einer zusammengefaßten Orderlage sind marktgerechter und\ndamit auch für den Anleger fairer. Außerdem erhöht sich die Chance, Umsätze an der\nBörse zu halten, weil der Börsenplatz für die Ausführung einer Order unter dem Ge-\nsichtspunkt der Preisbildung keine Rolle spielt.\n\nDa das Dachskontro eine zersplitterte Preisbildung verhindert, stützt es den traditionellen\nHandel an den Regionalbörsen. Die zersplitterte Preisbildung ist ein schwerwiegendes Ar-\ngument gegen die dezentrale Börsenstruktur. Die Baden-Württembergische Wertpapier-",
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"content": "Niedersächsischer Landtag - 13. Wahlperiode Drucksache 13/2874\n\n \n\nbötse zu Stuttgart, die Bremer Wertpapierbörse, die Hanseatische Wertpapierbörse Ham-\nburg und die Niedersächsische Börse zu Hannover, die nicht am Kooperationsabkommen\nbeteiligt sind, bemühen sich deshalb, in das Dachskontro einbezogen zu werden.\n\n— Handelsverbund\n\nDer bereits gesetzlich vorgesehene Handelsverbund unter den Börsen ermöglicht im tra-\nditionellem Parketthandel eine platzübergreifende Ausführung einer am ersten Börsenplatz\nsonst unausführbaren Order. Die Regelung soll geändert werden, weil sich deren Umset-\nzung als wenig praktikabel erwiesen hat.\n\n— Neuer Markt der Frankfurter Wertpapierbörse\n\nDer im März des Jahres eingerichtete Neue Markt ist ein eigenständiges Handelssegment\nfür kleine und mittlere, innovative in- und ausländische Wachstumsunternehmen in zu-\nkunftsweisenden Branchen. Die Unternehmen unterliegen den gesetzlichen Mindeststan-\ndards des Geregelten Marktes, müssen aber für eine Aufnahme in den Neuen Markt zu-\nsätzlich internationale Publizitäts- und Transparenzstandards erfüllen. Der Neue Markt\nkann, wenn er sich bundesweit durchsetzt, eigene Bemühungen der Regionalbörsen um\neinen liquiden Markt für mittelständische Emissionen erheblich beeinträchtigen.\n\nAuf der Grundlage der vorstehenden Ausführungen werden die Fragen wie folgt beantwor-\ntet:\n\nZul:\n\nLandesregierung ist sich bewußt, daß die Niedersächsische Börse zu Hannover für die Ent-\nwicklung der Wirtschafts- und Finanzkraft des Landes eine große Bedeutung hat. Sie teilt die\nin der Kleinen Anfrage vorgenommenen Bewertung.\n\nZu 2:\n\nDer Anteil der Frankfurter Wertpapierbörse an dem gesamten Wertpapierumsatz der deut-\nschen Börsen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Er betrug 1996 ungefähr\n77 %. Demgegenüber sind über die niedersächsische Börse ungefähr 1,3 % des Gesamtum-\nsatzes abgewickelt worden. Die niedersächsische Börse gehört damit zusammen mit der\nBremer Wertpapierbötse zu den kleinen Börsen in Deutschland. Ihr Umsatzanteil ist trotz\nder zunehmenden Konzentration des Wertpapierhandels auf den Finanzplatz Frankfurt\nstabil geblieben, weil nach wie vor niedersächsische Emittenten und in Niedersachsen tätige\nKreditinstitute die niedersächsische Börse - wenn auch nicht ausschließlich — als ihren Wert-\npapiermarkt ansehen. Die Umsatzeinbußen zugunsten der Frankfurter Wertpapierbörse\nbetrafen vor allem die großen Regionalbörsen.\n\nZu 3:\n\nDas z.Z. eingesetzte elektronische Handelssystem IBIS hat gegenüber dem Parketthandel\nder deutschen Börsen einen Anteil von ungefähr 30 % des Gesamtumsatzes erreicht. Ob\nsich der Umsatzanteil der niedersächsischen Börse nach der vollständigen Implementierung\ndes elektronischen Systems XETRA halten läßt hängt von der Akzeptanz dieses Systems am\nWertpapiermarkt, aber auch von weiteren organisatorischen und technischen Verbesserun-\ngen des Parketthandels ab. Die niedersächsische Landesregierung unterstützt deshalb im\nInteresse eines chancengleichen Systemwettbewerbs die Bemühungen der niedersächsischen\nBötse, in das Dachskontro einbezogen zu werden. Sie wird sich — in Übereinstimmung mit\ndem Beschluß der Wirtschaftsministerkonferenz — auch dafür einsetzen, daß der Handels-\nverbund in praktikabler Form möglichst bald eingeführt wird. Wichtig ist jedoch außerdem,\ndaß über dem Systemwettbewerb hinaus Ideen entwickelt und Chancen wahrgenommen\nwerden.",
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"content": "Niedersächsischer Landtag - 13. Wahlperiode Drucksache 13/2874\n\n \n\nZu &:\n\nDie Zukunft der niedersächsischen Börse liegt nach Auffassung der Landesregierung vor\nallem im wachsenden Privatkundengeschäft und in den Finanzierungsbedürfnissen der mit-\ntelständischen Wirtschaft. Investieren, modernisieren und Forschung betreiben, um für die\nZukunft gerüstet zu sein und unternehmerische Chancen wahrnehmen zu können, sind\nForderungen, denen sich jedes Wirtschaftsunternehmen gleich welcher Größenordnung\nstellen muß. Das gilt insbesondere unter dem Vorzeichen des europäischen Binnenmarktes.\nNiedersachsen ist — vielleicht mehr noch als andere Bundesländer — vorwiegend mittelstän-\ndisch geprägt. Dies muß sich in Bemühungen niederschlagen, mittelständische Unternehmen\nan die Börse heranzuführen. Dabei kommt es darauf an, werbend über die Vorteile eines\ndirekten Zugangs zum organisierten Kapitalmarkt zu informieren. Eine Bereitstellung von\nRisikokapital (Wagniskapital) über die Börse ist allerdings nur in Grenzen möglich, weil für\nein Going Public aus naheliegenden Gründen bestimmte Anforderungen erfüllt werden\nmüssen. Notwendig ist deshalb eine Zusammenarbeit mit Beteiligungsgesellschaften. Das\nWirtschaftsministerrtum bemüht sich gegenwärtig um die Gründung einer Venture Capital\nGesellschaft in Hannover. Die bevorstehende Einführung des Systems XETRA und des\nNeuen Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse wird die niedersächsische Bötse aller-\ndings einem erhöhten Wettbewerbsdruck aussetzen.\n\nZu 5:\n\nDie niedersächsische Börse ist — wie in anderen Bundesländern auch — eine öffentlich-\nrechtliche Einrichtung, deren Errichtung und Schließung aufgrund des Börsengesetzes der\nZustimmung des Wirtschaftsministeriums als Börsenaufsichtsbehörde bedarf. Sie wird von\neinem Verein getragen, dessen satzungsmäßiger Zweck es ist, seinen Mitgliedern aus dem\nBankgewerbe den Handelsverkehr mit Wertpapieren zu erleichtern und ihre Interessen zu\nfördern. Als Markt ist sie abhängig vom Zuspruch der Marktteilnehmer. Diese Struktur\nmacht die Grenzen für die Landesregierung deutlich, auf die Entwicklung der Börse Einfluß\nzu nehmen. Die Landestegierung unterstützt jedoch alle Bemühungen, die darauf ausgerich-\ntet sind, die Existenz der Börse zu sichern und die Attraktivität des Börsenplatzes zu stei-\ngern. Sie hat deshalb die Gründung der Warenterminbörse in Hannover — auch finanziell —\ngefördert, an deren Trägergesellschaft die niedersächsische Börse beteiligt ist.\n\nDr. Fischer\n\n(Ausgegeben am 12. 5, 1997) 5",
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