GET /api/v1/document/220023/
HTTP 200 OK
Allow: GET, PUT, PATCH, HEAD, OPTIONS
Content-Type: application/json
Vary: Accept

{
    "resource_uri": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/220023/",
    "id": 220023,
    "site_url": "https://fragdenstaat.de/dokumente/220023-baumanahmen-an-der-aller-in-celle/",
    "title": "Baumaßnahmen an der Aller in Celle",
    "slug": "baumanahmen-an-der-aller-in-celle",
    "description": "",
    "published_at": "1984-10-15T00:00:00+01:00",
    "num_pages": 3,
    "public": true,
    "listed": true,
    "allow_annotation": true,
    "pending": false,
    "file_url": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/b5/24/f7/b524f7ae313e4776be7350334092cb56/8e27881d54f6c6987e6f920473f95bac0e5867f7.pdf",
    "file_size": 91895,
    "cover_image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/b5/24/f7/b524f7ae313e4776be7350334092cb56/page-p1-small.png",
    "page_template": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/b5/24/f7/b524f7ae313e4776be7350334092cb56/page-p{page}-{size}.png",
    "outline": "- [Niedersachsen Drucksache 10/3336 (Seite 1)](#page-1)\n",
    "properties": {
        "url": "https://www.landtag-niedersachsen.de/Drucksachen/Drucksachen_10_5000/3001-3500/10-3336.pdf",
        "title": null,
        "author": null,
        "_tables": [],
        "creator": null,
        "subject": null,
        "producer": "PDFlib+PDI 6.0.0p1 (JDK 1.4/Linux)",
        "publisher": "Landtag Niedersachsen",
        "reference": "10/3336",
        "foreign_id": "ni-10/3336",
        "_format_webp": true,
        "publisher_url": "https://www.landtag-niedersachsen.de/"
    },
    "uid": "b524f7ae-313e-4776-be73-50334092cb56",
    "data": {
        "category": null,
        "publisher": "ni",
        "document_type": "minor_interpellation",
        "legislative_term": "10"
    },
    "pages_uri": "/api/v1/page/?document=220023",
    "original": null,
    "foirequest": null,
    "publicbody": null,
    "last_modified_at": "2022-09-21 20:43:28.877983+00:00",
    "pages": [
        {
            "document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/220023/",
            "number": 1,
            "content": "Niedersächsische Landtag — Zehnte Wahlperiode Drucksache 10/3336\n\n1 nn\n\nAntwort auf eine Kleine Anfrage\n— Drucksache 10/2910 —\n\nBetr.: Baumaßnahmen an der Aller in Celle\n\nWortlaut der Kleinen Anfrage des Abg. Dr. Riege (SPD) vom 22. 6. 1984\n\nDie Stadt Celle führt zur Zeit ein Planfeststellungsverfahren für Wasserbau- und Land-\nschaftsveränderungsmaßnahmen über mehrere Kilometer an der Ober- und Unteraller\nim Gebiet der Stadt durch. Erhebliche Landesmittel sollen dafür eingestellt werden,\nweil sich u. a. das Allerwehr im Stadtzentrum im domänenfiskalischen Besitz befindet.\nZiel der Maßnahmen ist die Verminderung des Überschwemmungstisikos bei einem so-\ngenannten Jahrhunderthochwasser durch Umbau in ein bewegliches Wehr, durch Be-\ngradigungen und Vertiefungen sowie durch Uferbefestigungen, die in Einzelfällen bis\nzur Uferbetonierung gehen. Außerdem sollen Abwasserverbesserungen für einige An-\nlieger erreicht, eine Uferpromenade angelegt und Landschaftsschutzmaßnahmen anläß-\nlich der Wasserbaumaßnahmen durchgeführt werden. Die Unterliegergemeinde Ham-\nbühren befürchtet dadurch eine erhöhte Überschwemmungsgefahr. Anlieger sowie\nNatur- und Landschaftsschützer sorgen sich um eine mögliche Verwandlung der städti-\nschen Aller-Landschaft in einen „beronierten Kunstfluß“ mit einem im Normalfall tie-\nfergelegten Oberallerpegel mit entsprechend unnatürlichem Gesicht.\n\nIch frage daher die Landesregierung:\n\n1. Wird sie die Vergabe der Landesmittel vom positiven Ausgang noch vorzunchmen-\nder ausreichender Landschafts- und Umweltverträglichkeitsprüfungen abhängig ma-\nchen, die neben den rein wasserbau- und strömungstechnischen Gutachten des\nBraunschweiger Leichtweiß-Institutes nötig sind?\n\nDa nach dem landschaftspflegerischen Begleitplan (Teil II b Werkmeister & Hei-\nmer) der Verlust gliedernder und belebender Landschaftselemente sowie negative\nAuswirkungen auf Klima, Bodenbildung Hydrologie, Tierwelt und Biotope durch\ndie Baumaßnahme zu erwarten sind: Warum wurden die im Begleitplan empfohle-\nnen umfangreichen prognostizierenden Berechnungen nicht durchgeführt?\n\n2. Können die vorgesehenen Abwasserverbesserungen, die Uferpromenade und sonsti-\ngen Landschaftsplanungen auch ohne die erheblichen Wasserbau-Eingriffe erfolgen?\n\n3, Welche natur- und landschaftserhaltenden Alternativen sind geprüft worden, bei\ndenen ohne die erheblichen Eingriffe in Natur und Landschaft der Umbau in ein be-\nwegliches Wehr möglich ist oder bei denen evtl. mit Rückhaltebecken an der Oberal-\nler das Überschwemmungsrisiko eines „Jahrhunderthochwassers“ gemindert werden\nkann?\n\n4. Welchen Baulandgewinn bringt die Verkleinerung des Überschwemmungsgebietes\nim Stadtgebiet, und wie werden die Eigentumswertsteigerungen erfaßt und abge-\nschöpft?\n\n5. Warum hat die Stadt Celle die Bitte der Gemeinde Hambühren auf Übersendung\nder Projektunterlagen nicht erfüllt?",
            "width": 2480,
            "height": 3509,
            "image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/b5/24/f7/b524f7ae313e4776be7350334092cb56/page-p1-{size}.png"
        },
        {
            "document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/220023/",
            "number": 2,
            "content": "Niedersächsischer Landtag — Zehnte Wahlperiode Drucksache 10/3336\n\nUNI ln m nn\n\nAntwort der Landesregierung\n\nDer Niedersächsische Minister Hannover, den 15. 10. 1984\nfür Ernährung, Landwirtschaft und Forsten\n— 101.1 — 01425/16 — 371 —\n\nBei Hochwasserabflüssen der Aller und der Fuhse sind in der Stadt Celle Wohngebiete\nvon mindestens 15 000 Einwohnern, etliche öffentliche Anlagen sowie Gewerbegebiete\nstark hochwassergefährdet. Die Schmutzwasserkanalisation für 150000 Einwohner-\ngleichwerte ist in solchen Fällen bereits bis zum Totalausfall beeinträchtigt worden. Die\nStadt Celle hat deshalb Planungen zur Planfeststellung vorgelegt, die die dringend er-\nforderliche Verbesserung des Hochwasserschutzes in Celle vorsehen. Dazu müssen auch\ndie dort befindlichen landeseigenen Wehranlagen in der Aller umgebaut werden.\n\nDies vorausgeschickt, beantworte ich die einzelnen Fragen wie folgt:\n\nZu 1.\n\nDie Abstimmung mit der zuständigen Naturschutzbehörde hat ergeben, daß der Ein-\ngriff in Natur und Landschaft, der mit den Hochwasserschutzmaßnahmen in Celle ver-\nbunden ist, mit Durchführung von landschaftspflegerischen Maßnahmen ausgeglichen\nwerden kann. Auch die beteiligten anerkannten Naturschutzverbände haben deshalb\ndem Vorhaben zugestimmt. Es bestehen keine Bedenken, die Maßnahmen mit Landes-\nmitteln finanziell zu fördern. Der Landschaftsarchitekt Dr. Werkmeister benennt in sei-\nnem landschaftspflegerischen Begleitplan prognostizierende Berechnungen als eine\nMethode, Auswirkungen des Vorhabens z. B. auf Klima, Boden und Hydrologie möglı-\ncherweise quantitativ zu erfassen. Aber auch ohne diesen den Rahmen eines land-\nschaftspflegerischen Begleitplans bei weitem übersteigenden Aufwand ist der Eingriff\nabschätzbar und sind die notwendigen Ausgleichsmaßnahmen bestimmbar.\n\nZu 2.\n\nUm jederzeit einen störungsfreien Abwasserabfluß zu gewährleisten, muß u. a. der Ein-\nstau der Kanalisationsanlagen infolge Hochwassers beseitigt werden. Die Einrichtung\nvon Uferpromenaden und sonstige Landschaftsgestaltungen sind auch ohne wasserbau-\nliche Maßnahmen grundsätzlich möglich.\n\nZur Freihaltung des Hochwasserabflußprofils ist ein Unterhaltungsweg erforderlich.\nDieser soll nach den Vorschlägen der Landschaftsplanung gleichzeitig als Uferpromena-\nde hergerichtet werden.\n\nDie sonstigen Landschaftsplanungen sind Bestandteil des landschaftspflegerischen Be-\ngleitplanes und dienen dem Ausgleich der wasserbaulichen Maßnahmen.\n\nZu 3.\n\nDer gefährliche Hochwasseranstieg wird durch die Einschnürung der Talaue der Aller in\nCelle sowie durch nicht ausreichende Leistungsfähigkeit des Flußbetts und der Wehran-\nlagen hervorgerufen. Diesen Ursachen muß örtlich begegnet werden. Als Alternativen\nsind geringere Ausbauten des Allerprofils in Celle untersucht worden. Entsprechend ge-\ntinger ergab sich die erreichbare Hochwassersicherheit und damit der angestrebte Erfolg\nder Gesamtmaßnahme. Der Bau von Hochwasserrückhaltebecken ist nicht geeignet, die\nörtlichen Hochwasserprobleme in Celle auf wirtschaftlich vertrerbare Weise zu lösen.",
            "width": 2480,
            "height": 3509,
            "image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/b5/24/f7/b524f7ae313e4776be7350334092cb56/page-p2-{size}.png"
        },
        {
            "document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/220023/",
            "number": 3,
            "content": "Niedersächsische Landtag — Zehnte Wahlperiode Drucksache 10/3336\n\n1 ———\n\nZu 4.\n\nDie künftig hochwassergeschützten, bisher unbebauten Flächen wird die Stadt Celle\nnicht insgesamt als neue Baufläche ausweisen. Lediglich eine rd. 2 ha große Fläche zwi-\nschen Aller und Bundesbahn, auf der Bodenaushub vom Gewässerausbau unterge-\nbracht werden soll, ist zur Entwicklung als Gewerbegebiet vorgesehen. Es ist nicht Auf-\ngabe des Landes Niedersachsen, etwaigen Eigentumswertsteigerungen in diesem Zu-\nsammenhang nachzugehen.\n\nZu 5.\n\nDie von der Stadt Celle mit den Planungen beauftragte Neubauabteilung des damalı-\ngen Wasserwirtschaftsamts Celle hat die Gemeinde Hambühren bereits im Jahre 1983\numfassend über das Vorhaben unterrichtet und entsprechende Planunterlagen überlas-\nsen. Die Planfeststellungsunterlagen sind der Gemeinde am 6. 6. 1984 von der Bezirks-\nregierung Lüneburg übersandt worden.\n\nGlup\n\n(Ausgegeben am 29. 10. 1984) 3",
            "width": 2480,
            "height": 3509,
            "image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/b5/24/f7/b524f7ae313e4776be7350334092cb56/page-p3-{size}.png"
        }
    ]
}