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            "content": "Niedersächsischer Landtag — Zwölfte Wahlperiode | Drucksache 12/6112\n\n00111002200\n\nAntwort auf eine Kleine Anfrage\n— Drucksache 12/5867 —\n\nWortlaut der Kleinen Anfrage des Abg. Jahn (CDU) — Drs 12/5867\n\nBetr.: „Soziale Verteidigung‘ der inneren Sicherheit\n\nMit der zunehmenden Kriminalität und Gewalt und ihrer seiner Meinung nach unzu-\nreichenden Bekämpfung befaßte sich — wie schon mehrfach — der frühere Präsident\ndes Oberlandesgerichtes Braunschweig, Rudolf Wassermann.\n\nNach Presseberichten hat er auf der Jahrestagung des Bundeskriminalamtes festgestellt,\ndaß die Gewalt zunehme, die Verbrechen immer brutaler und die Täter im jünger wür-\nden. Wegen zögerlicher Gegenmaßnahmen müsse der Politik „mangelndes Verantwor-\ntungsbewußtsein angekreidet werden‘. Die Politiker müßten ihre Verweigerung der\nAnerkennung der Realitäten und ein Zurückweichen vor der Gewalt — wie es bei ver-\nschiedenen links- und rechtsextremistischen Ausschreitungen zu beobachten gewesen\nsei — aufgeben. Zur Realitätsverleugnung gehöre z.B. auch das Ausblenden der Aus-\nländerkriminalität aus der Statistik. Das Haftrecht mache es in den meisten Fällen un-\nmöglich, Festgenommene auf längere Zeit „aus dem Verkehr zu ziehen“. Ein Skandal\nsei die lange Verfahrensdauer. Schließlich müsse auch er Irrtümer einräumen: Die jetzi-\nge Fassung des Landfriedensbruchtarbestandes (8 125 Strafgesetzbuch), an der er selbst\nmitgewirkt habe, erweise sich angesichts der Gewaltzunahme als unzureichend.\n\nHerr Dr. Wassermann plädiere für ein Konzept der „sozialen Verteidigung“. Darunter\nsei die Mobilisierung der Kräfte von Polizei, Justiz, Politik und Gesellschaft mit dem\nZiel wirksamer Gewährleistung innerer Sicherheit auf der Grundlage des Rechtsstaates\nzu verstehen.\n\nIch frage die Landesregierung:\n\n1. Teilt sie die Auffassung, daß sich die rot-grüne Landesregierung angesichts der von\nihr veranlaßten gesetzlichen und administrativen Änderungen in besonderer Weise\nvon den Vorwürfen gegen die für die innere Sicherheit verantwortlichen Politiker ge-\ntroffen fühlen muß?\n\n2. Wie beurteilt sie das Konzept der „sozialen Verteidigung‘“?\n\n3, Ist sie bereit, sich für die Verwirklichung der Vorschläge von Herrn Dr. Wassermann\n— z.B. Verschärfung des Landfriedensbruchsparagraphen — einzusetzen?\n\nAntwort der Landesregierung\n\nNiedersächsisches Justizministerium Hannover, den 16. 2. 1994\n— 4021 I — 304.120 —\n\nDie in der Kleinen Anfrage dargestellten Presseberichte geben den Inhalt des Referats\n„Gewalt und politische Verantwortung‘ wieder, das der frühere Präsident des Oberlan-",
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