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"content": "Niedersächsischer Landtag — Zwölfte Wahlperiode Drucksache 12/5195\n\nmm see\n\nAntwort auf eine Kleine Anfrage\n— Drucksache 12/5045 —\n\nWortlaut der Kleinen Anfrage der Abg. Frau Vogelsang (CDU) — Drs 1275045\n\nBetr.: Abweichen von vorgeschlagener Berufungsreihenfolge bei Berufungsverfahren\n\nIn Jüngster Zeit wird vermehrt berichtet, daß bei Berufungsverfahren die Wissenschafts-\nministerien von ihren Möglichkeiten Gebrauch machen. die vorgeschlagene Berufungs-\nreihenfolge nicht einzuhalten und Wissenschaftlerinnen, die nicht auf dem ersten Li-\nstenplatz stehen, gleichwohl zu berufen. Dem Vernehmen nach soll dies auch in Nie-\ndersachsen geschehen.\n\nIch frage die Landesregierung:\n\n1. Sınd solche Fälle in Niedersachsen schon vorgekommen. und wenn ja, wo und wıe\nhäufig?\n\n2. Hat das Ministerium für Wissenschaft und Kultur seit 1990 eine Person berufen. die\nsich nicht beworben hat? Wenn ja, wie oft handelte es sich um Bewerber, und wıe\noft um Bewerberinnen?\n\n3. a) In welchem Verhältnis haben sich seit 1990 Wissenschaftlerinnen und Wissen-\nschaftler um eine Professur beworben, wie hoch war der Anteil von Frauen, die\nzum Probevortrag eingeladen wurden und die einen Platz auf der Berufungsliste\nerhalten haben?\n\nb) Welche Listenplätze haben die Frauen eingenommen? (Antwort getrennt nach\nFachgebieten)\n\n4. Wie hoch ist seit 1990 die Anzahl der Berufenen, die die Altersgrenze überschritten\nhaben — getrennt nach Männern und Frauen und nach Umfang der Über-\nschreitung?\n\nAntwort der Landesregierung\n\nNiedersächsisches Ministerium Hannover, den 3. 8. 1993\nfür Wissenschaft und Kultur\n— 401 — 01 420/5 — 12/5045 —\n\nNach $ 57 Abs. 7 Niedersächsisches Hochschulgesetz (NHG) muß der Berufungsvor-\nschlag einer Hochschule mindestens 3 Namen enthalten. Das Ministerium kann von der\nReihenfolge des Berufungsvorschlags abweichen ($ 58 Abs. 1 Satz 2 NHG).",
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"content": "Niedersächsischer Landtag — Zwölfte Wahlperiode Drucksache 12/5195\n\nÄ—€—€—€—€—€—€€LLLL—— Te\n\nAlle in dem Berufungsvorschlag aufgeführten Bewerberinnen und Bewerber müssen ge-\neignet sein, die zu besetzende Professur wahrzunehmen.\n\nIn Ausnahmefällen ist in der Vergangenheit von der vorgeschlagenen Reihenfolge abge-\nwichen worden, und zwar geschlechtsunabhängig. wenn das Ministerium auf Grund der\nvorgelegten Unterlagen und ggf. ergänzender Gutachten zu einer anderen Bewertung\nder Rangfolge der Bewerberinnen und Bewerber gekommen ist.\n\nDies vorausgeschickt. werden die einzelnen Fragen wie folgt beantwortet:\nZu I:\n\nSeit dem Amısancritt der jetzigen Landesregierung bis zum 30. 6. 1993 sind von den\nHochschulen insgesamt 576 Berufungsvorschläge vorgelegt worden.\n\nIn 12 Fällen (= 2.1%) wurden Frauen. in 22 Fällen (= 3.8%) wurden Männer abweı-\nchend von der Reihenfolge der Berufungsliste berufen. In 2 Fällen wurden Männcr be-\nrufen, obwohl Frauen auf Platz 1 der Liste standen.\n\nDie genannten 12 Fälle der Abweichungen zugunsten von Frauen betrafen folgende\nHochschulen:\n\n— Universität Göttingen (2 x).\n\n— Universität Oldenburg (3 x).\n\n— Technische Universität Braunschweig (2 x).\n\n— Universität Hannover (2 x),\n\n— Universität Lüneburg (1 x).\n\n— Fachhochschule Osnabrück (1 x),\n\n— Fachhochschule Hildesheim / Holzminden {1 x).\n\nZu 2:\n\nNein.\n\nZu 3a:\n\nIn der Zeit vom 1. 1. 1990 bis 31. 12. 1992 legten die Hochschulen insgesamt 589 Beru-\nfungsvorschläge vor. Auf die Stellenausschreibungen gingen 10669 Bewerbungen ein.\ndarunter befanden sich 9893 Bewerbungen von Männern (= 92.7%) und 776 von\nFrauen (7,3 %). Auf den Berufungslisten waren insgesamt 1527 Personen plaziert. dar-\nunter 110 Frauen (= 7,2%).\n\nDie Zahl der Frauen, die zu einem Probevortrag eingeladen wurden, kann nur mit ci-\nnem unverhältnismäßig hohen Verwaltungsaufwand recherchiert werden. Im Hinblick\nauf die für die Beantwortung von Kleinen Anfragen vorgegebene kurze Frist ist hiervon\nabgesehen worden.",
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"content": "Niedersächsischer Landtag — Zwölfte Wahlperiode Drucksache 12/5195\n——— m II nn ee nn\n\nZu 3b:\nDie Frauen nahmen folgende Listenplätze ein:\n\nUniversitäten:\n\n \n\nFachrichtung Listenplatz\nl 2 3\n\nMathematik _ lx Ix\nInformatik Lx _ _\nBiologie 4x Ix _\nPhysik lx Ix —\nGeowissenschaften _ _ I x\nWirtschaftswissenschaften lx 2x Ix\nRechtswissenschaften lx 3x _\nGermanistik 3x 2x 2x\nAnglistik —_ _ Ix\nLatein ıx _ —_\nPhilosophie _ —_ Ix\nEv. Theologie 2x 2x Ix\nÄgyptologie —_ _ Ix\nArchäologie _ —_ Ix\nGeschichte _ lx Ix\nKunstgeschichte 1x 1x Ix\nSoztalwissenschaften _ Ix _\nAngew. Kulturwissenschaften _ lx —\nFachübersetzen —_ lx _\nVölkerkunde lx _ _\nPädagogik _ lx _\nPsychologie _ I x _\nMusik lx 1x lx\nFrauenforschung 2x 2x 2x\nHauswirtschaft ıx ıx lx\nBauingenieurwesen _ _ Ix\nGartenbau lx _ _\nAgrarwissenschaft _ Ix _\nForstwirtschaft _ —_ lx\nMedizin lx 3x _\nTiermedizin 2x lx _\nPharmazie _ _ 1x\n\n24x 28x 19 x\nKünstlerisch-Wissenschaftliche Hochschulen:\nFachrichtung Listenplatz\n\n1 2 3\n\nKlavier x _ lx\nBildhauerei lx —_ a\nFilm l x —_ —_\nFotografie _ _ lx\nSpiel und Bühne lx _ _\nFreie Kunst —_ lx _\nFlöte ix lx Ix\nTanz ix _ _\nSzenenarbeit Ix lx 1x",
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"content": "Niedersächsischer Landtag — Zwölfte Wahlperiode Drucksache 12/5195\n\n[ee L—u——\n\nFachhochschulen:\n\nFachrichtung Listenplatz\nI 2 3\nWirtschaft 4x 2x _\nArchitektur ix 3x ix\nMaschinenbau Ix —_ —_\nPhysik _ _ Ix\nInformatik 2x _ _\nBibliochekswesen Ix —_ _\nMedienpädagogik _ ıx _\nChemie _ _ Ix\nElektrotechnik Ix _ _\nBauingeniceurwesen _ _ lx\nSozialwesen lx ıx ıx\nPhysik-. Meß- und Feinwerktechnik Ix _ _\nLandwirtschaft _ lx —_\n12x 8x $x\nZu 4:\n\nEine gesetzlich oder im Erlaßwege vorgeschriebene Altersgrenze für die Berufung von\nProfessorinnen oder Professoren in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit gibt es in Nie-\ndersachsen nicht. Der Kabinettsbeschluß über die Altersgrenze nach $ 48 Abs. 1 LHO\nvom 19. 4. 1988 (Nds. MBl. 5. 403). demzufolge über 50 Jahre alte Bewerberinnen und\nBewerber grundsätzlich nicht in das Beamtenverhältnis eingestellt werden dürfen,\nnimmt diesen Personenkreis ausdrücklich aus. Allerdings wird bei älteren Bewerberin-\nnen oder Bewerbern in jedem Einzelfall sorgfältig geprüft. ob das Landesinteresse die\nBerufung zur Professorin oder zum Professor im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit trotz\nder damit verbundenen Versorgungslasten rechtfertigt.\n\nLediglich für die Berufung von Professorinnen und Professoren in das Beamtenverhält-\nnis auf Zeit gilt gem. $ 59 Abs. 2 NHG als Höchstalter das 55. Lebensjahr. Eine Aus-\nnahme von dieser Altersgrenze gibt es nicht.\n\nFerner ıst bei der Besetzung von Professuren im Rahmen des Fiebiger-Programms eine\nspezielle Altersgrenze (45. Lebensjahr) festgelegt, da dieses Programm ausschließlich\nder Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses dient. Eine Ausnahme von der Al-\ntersgrenze ist vorgesehen, wenn der wissenschaftliche Werdegang u.a. durch eine Fami-\nlienphase unterbrochen worden ist: bislang wurde von dieser Ausnahmemöglichkeit\nnoch kein Gebrauch gemacht.\n\nIn Vertretung\n\nDr. Reinhardt\n\n4 (Ausgegeben am 20. 8. 1993)",
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