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            "content": "Thüringer Landtag 5. Wahlperiode Drucksache 5/      4122 29.02.2012 Kleine Anfrage der Abgeordneten Rothe-Beinlich (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und Antwort des Thüringer Innenministeriums Planspiel \"Demokratie und Extremismus\" in Thüringer Schulen? - Bildungsarbeit und Informationspolitik trennen! Die Kleine Anfrage 2073 vom 6. Januar 2012 hat folgenden Wortlaut: Der Niedersächsische Verfassungsschutz bedient sich, ebenso wie das Landesamt für Verfassungsschutz Brandenburg, eines Planspiels mit dem Namen \"Demokratie und Extremismus\", um - so die Begründung - Schülerinnen und Schülern die Werte eines demokratischen Systems spielerisch näher zu bringen. Bei der Methode des Planspiels soll es nach Darstellung der Niedersächsischen Extremismus-lnformationsstelle (NEIS) beim Verfassungsschutz darum gehen, dass sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer komplexe Zu- sammenhänge selbst erschließen. Das Spiel wurde in Kooperation mit dem Niedersächsischen Ministeri- um für Inneres und Sport präsentiert und im November 2011 im Rahmen eines vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ausgerichteten Wettbewerbs in Berlin von einer \"Exper- ten-Jury\" als beispielhaftes Präventionsprojekt unter dem Motto: \"Augen auf: Demokratie stärken - (Links) Extremismus verhindern\" ausgezeichnet. Das Planspiel \"Demokratie und Extremismus\" wird von der NEIS seit Ende 2010 für 10. Klassen angeboten. Im Mittelpunkt des Spiels steht folgende Annahme, verbunden mit der Aufgabe, dies nachzuspielen und sich damit auseinander zu setzen: \"Seit Jahren versuchen extre- mistische Gruppen, einen Friedhof für propagandistische Events zu nutzen. Rechtsextremisten veranstal- ten ein Heldengedenken für deutsche Soldaten, Linksextremisten gedenken der Helden der proletarischen Revolution, Islamisten planen eine Ehrung der Helden des wahren Glaubens.\" Ich frage die Landesregierung: 1. Kennt die Thüringer Landesregierung das Planspiel \"Demokratie und Extremismus\" des Niedersächsi- schen Verfassungsschutzes? 2. Wie beurteilt die Thüringer Landesregierung das Planspiel - insbesondere angesichts der aktuellen Er- eignisse - vor dem Hintergrund einer möglichen Kritik dahingehend, dass im Sinne einer Gleichsetzungs- logik Schülerinnen und Schüler in die Rolle von extremistischen Gruppen (Rechtsextremisten, Linksex- tremisten, Islamisten) schlüpfen sollen? 3. Wie steht die Landesregierung grundsätzlich zum so genannten \"Beutelsbacher Konsens\" und zu der Problematik, dass der Verfassungsschutz mit derartigen Angeboten auf den Bildungssektor zugreift? Lässt sie dies auch in Thüringen zu? Wenn ja, warum? 4. Inwiefern sieht die Landesregierung in Punkt 3.3.2 des Thüringer Landesprogramms für Toleranz und Weltoffenheit einen \"geheimdienstlichen Zugriff auf den Bildungssektor\", insofern als Aufgabe des Ver- fassungsschutzes festgeschrieben wird, dass die \"Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit über demokra- tiefeindliche Bestrebungen in Thüringen ... fortentwickelt und intensiviert werden soll\" und dabei explizit die Produktion einer Wanderausstellung genannt wird? Druck: Thüringer Landtag, 7. März 2012",
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