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"content": "Thüringer Landtag 5. Wahlperiode Drucksache 5/ 2680 09.05.2011 Kleine Anfrage der Abgeordneten Mühlbauer und Dr. Hartung (SPD) und Antwort des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz Gewerbliche Mastrinderhaltung in Thüringen Die Kleine Anfrage 1357 vom 22. März 2011 hat folgenden Wortlaut: Rinderhaltung hat zur kulturellen Entwicklung des Menschen beigetragen. Durch die traditionelle Weidewirt- schaft ist die Kulturlandschaft Mitteleuropas über Jahrtausende entstanden. Besonders deutlich lässt sich dies im Bereich des Thüringer Waldes erkennen. Rinder können bei artgerechter Haltung Gras und Heu sehr effektiv in Milch und Fleisch umwandeln. Aus ökologischen Gesichtspunkten sollte dies überwiegend bei Weidehaltung geschehen. In Thüringen gibt es neben dieser traditionellen Tierhaltung Rinder in Mast- anlagen, die mit \"Hochleistungsfutter\" (Mais und Soja) ernährt werden. Wir fragen die Landesregierung: 1. Wie viele Anlagen zur Aufzucht und Mast von Schlachtrindern gibt es derzeit in Thüringen (bitte diffe- renziert nach Mast- oder Zuchtbetrieb auflisten und die Standorte der Betriebe benennen) und wie vie- le Rinder werden in traditioneller Freilandhaltung gehalten? 2. Wie viele Tiere können maximal in den oben genannten Anlagen gehalten werden und wie hoch ist die durchschnittliche jährliche Belegung (bitte auflisten nach oben genanten Anlagentypen und -standorten)? 3. Wie viele Angestellte sind in den jeweiligen Betrieben beschäftigt und welche Umsätze wurden durch diese Betriebe im Jahr 2010 erwirtschaftet (bitte auflisten nach Anlagetypen und -standorten)? 4. Wie viele Tonnen Rindfleisch werden in Thüringen jährlich produziert (bitte die Mengen aus ökologischer Produktion gesondert darstellen)? 5. Wie viel Rindfleisch wird jährlich in Thüringen konsumiert? Wie viel Prozent des in Thüringen konsumier- ten Rindfleisches wird in Thüringen produziert und wie viel wird aus anderen Bundesländern oder dem Ausland eingeführt (bitte aufschlüsseln nach Fleisch, dass in Mastanlagen oder ökologisch produziert wurde)? 6. Wie viele Tonnen Kadavermaterial fallen jährlich in den Thüringer Betrieben an (bitte auflisten nach oben genannten Anlagetypen und -standorten)? 7. Wie lang sind die Transportwege aus oben genannten Anlagen zu dem jeweiligen Schlachthof bzw. den weiterverarbeitenden Betrieben (bitte auflisten nach oben genannten Anlagetypen und -standorten)? 8. Wie hoch ist der Flächenverbrauch oben genannter Schweinezucht- und Mastanlagen (bitte auflisten nach oben genannten Anlagetypen und -standorten)? Druck: Thüringer Landtag, 26. Mai 2011",
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"content": "Drucksache 5/ 2680 Thüringer Landtag - 5. Wahlperiode 9. Wie groß ist der Futtermittelanteil, der in Thüringen erzeugt wird? 10.Woher stammen die übrigen Futtermittel (bitte nach Herkunftsort und -anteil aufschlüsseln und GVO- Produkte kennzeichnen)? 11. Ist der Landesregierung bekannt, wohin die anfallenden Reststoffe (Gülle) der oben genannten Rinder- zuchtanlagen und Rindermastanlagen verbracht werden (bitte auflisten nach oben genannten Anlage- typen und -standorten)? Das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz hat die Kleine Anfrage namens der Landesregierung mit Schreiben vom 5. Mai 2011 wie folgt beantwortet: Zu 1.: 2007 befassten sich in Thüringen 2 374 Betriebe mit der Rinderhaltung. Im Vergleich zu Erhebungen im Vorjahr verringerte sich der Rinderbestand. Infolge der Leistungssteigerung bei Milch sank der Milchkuh- bestand weiter. Es wurden 14,7 Milchkühe je 100 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche (LF), bei differen- zierter regionaler Verteilung gehalten. Der Mutterkuh- sowie Mast- und Schlachtrinderbestand erhöhte sich in 2008. Die Bestandserhöhung 2008 gegenüber vergleichbaren Stichtagen 2007 wird vor allem auf die neu eingeführte, veränderte Erhebungsmethodik zurückgeführt. Der Abbau des Milchviehbestandes setz- te sich fort. Separate Angaben zu den Mutterkuhbeständen liegen in der amtlichen Statistik nicht mehr vor. Sie zählen ab 2008 zu den sonstigen Kühen. In der Kategorie Rinder ein bis zwei Jahre lag der Bestand (2008) der weiblichen Schlachtrinder bei 3 757 Tieren, in der Kategorie Rinder zwei Jahre und älter lag der Bestand von Bullen und Ochsen bei 2 481 Tieren, bei Schlachtfärsen bei 645 Tieren und bei Mutterkühen bei 37 567 Tieren. Auf dem Gebiet der Milchrinderzucht waren zum Ende des Berichtszeitraums in Thürin- gen 360 Betriebe, die über Herdbuchtiere verfügten, tätig. 2008 umfassten deren Herdbuchbestände 97 775 Kühe, 25 948 Färsen und 58 408 Jungrinder. Die Anzahl der Mast- und Schlachtrinder veränderte sich von 2007 zu 2006 nur geringfügig. Der starke Zuwachs von 2008 ist auf Unterschiede in der Erhebung zu- rückzuführen. Die Standorte der Betriebe können aus Datenschutzgründen nicht benannt werden. Aktuelle Zahlen zum Berichtszeitraum 2009 bis 2010 liegen voraussichtlich erst Ende Mai vor. Zu 2.: Die maximale Anzahl der gehaltenen Tiere in den Anlagen richtet sich nach den im Zulassungsverfahren (Baurecht oder Bundes-Immissionsschutzgesetz) beantragten bzw. genehmigten Tierplätzen. Die durch- schnittliche Belegung (Auslastung der Anlage) ist marktabhängig und schwankt in Thüringen schätzungs- weise zwischen 75 Prozent und 95 Prozent. Zu 3.: Die Thüringer Ernährungswirtschaft steigerte 2007 gegenüber dem Vorjahr den Gesamtumsatz in Betrie- ben ab 20 Beschäftigten um 8,3 Prozent auf 3 288 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum ging die Anzahl der Arbeitskräfte um ca. 160 auf 17 300 Beschäftigte zurück. Detaillierte Daten über Beschäftigte je Rinderhal- tungsanlage und Umsätze je Betrieb liegen der Landesregierung nicht vor. Auch hier liegen aktuelle Zah- len für den Berichtszeitraum 2008 bis 2010 voraussichtlich erst Ende Mai vor. Zu 4.: Mit Stand vom 23. März 2011 sind in Thüringen 101 Betriebe für die Schlachtung von Haushuftieren zuge- lassen, 67 Betriebe davon für die Schlachtung von Rindern. Von 2007 bis 2008 erfolgten etwa 86 Prozent der gewerblichen Schlachtungen von Schweinen und Rindern in den sechs nach Fleischgesetz meldepflich- tigen Schlachtbetrieben. Im Jahr 2008 wurden in Thüringen rund 1,81 Millionen als tauglich beurteilte Tie- re geschlachtet, darunter ca. 98 Prozent gewerblich. Die Schlachtmenge für Rinder lag in Thüringen 2007 bei 21 370 Tonnen und 2008 bei 23 908 Tonnen. In ökologischer Rinderhaltung standen 2008 ca. fünf Pro- zent des Rinderbestandes Thüringens. Für den Zeitraum 2009 bis 2010 liegen die Zahlen voraussichtlich erst Ende Mai vor. Zu 5.: Der Rind- und Kalbfleischverbrauch in Thüringen je Kopf der Bevölkerung liegt bei jährlich ca. 9,5 Kilogramm Fleischgewicht . Es kann davon ausgegangen werden, dass ca. 60 Prozent des in Thüringen konsumier- ten Rind- und Kalbsfleisches in Thüringen produziert wird. Folglich werden 40 Prozent importiert. Zum An- teil des ökologisch produzierten Rindfleisches liegen keine Angaben vor. 2",
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"content": "Thüringer Landtag - 5. Wahlperiode Drucksache 5/ 2680 Zu 6.: In Thüringen werden aus Betrieben der Rinderhaltung laut Angaben des Beseitigungsbetriebes für tierische Nebenprodukte, der Firma SecAnim GmbH Elxleben, pro Jahr ca. 6 500 Tonnen (2006: 7 407 Tonnen; 2007: 7 024 Tonnen; 2008: 7 005 Tonnen; 2009: 6 595 Tonnen; 2010: 6 583 Tonnen) Rinderkadaver abgeholt und beseitigt. Die Daten je Betrieb liegen bei den Überwachungsbehörden nicht vor. Zu 7.: Diese Frage kann nicht beantwortet werden, da keine Meldepflicht für die Betriebe besteht, wohin sie ihre Rinder liefern. Die Anforderungen zum Transport von Tieren regelt die Verordnung zum Schutz von Tieren beim Transport und zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 des Rates (Tierschutztransportverord- nung - TierSchTrV) vom 11. Februar 2009. Diese werden von den zuständigen Behörden streng überwacht. Zu 8.: Die Fragestellung lässt keine exakte Beantwortung zu, da der Flächenverbrauch abhängig ist von der jewei- ligen technologischen Verfahrensgestaltung (Aufstallungsverfahren, Fütterungsverfahren, Entmistungsver- fahren, biologische Verfahrenskennwerte usw.). Der nationale Bewertungsrahmen für Tierhaltungsverfah- ren in Deutschland beschreibt derzeit 50 grundsätzliche Verfahrenslösungen für die Rinderhaltung. Dabei besteht weiterhin die Möglichkeit, aus den o. g. 50 Verfahrenslösungen einzelne Verfahrenskomponenten miteinander auszutauschen bzw. unterschiedlich zu kombinieren. Zu 9.: Zum Anteil der erzeugten Futtermittel in Thüringen liegen keine Zahlen vor. Die Produktionsmenge von Mischfuttermitteln in Thüringen betrug nach einer Statistik der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernäh- rung (BLE) im Jahr 2009 425 000 Tonnen. Zahlen zu Futtermitteln für einzelne Tierarten sind nicht verfügbar. Zu 10.: Zu den Bezugsquellen der in Thüringen verarbeiteten Futtermittel liegen keine Angaben vor. Es werden sowohl inländische als auch ausländische Rohstoffe verarbeitet. Dabei ist die Möglichkeit gegeben, dass gentechnisch veränderte Bestandteile enthalten sind. Verarbeitet werden dürfen nur zugelassene gentech- nisch veränderte Organismen (GVO). Bei Überschreitung des Schwellenwertes von 0,9 Prozent GVO-An- teil muss eine Kennzeichnung erfolgen. Zu 11.: Nach der geltenden Rechtslage ist Gülle, die nach guter fachlicher Praxis auf landwirtschaftlichen Böden ausgebracht wird, als Wirtschaftsdünger zu qualifizieren, der dem Düngemittelrecht und nicht dem Abfall- recht unterfällt. Gülle ist gerade deshalb kein Reststoff bzw. Abfall, sondern ein Produkt mit einem positiven Marktwert. Daher ist folgerichtig die Gülleausbringung nicht Bestandteil des immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens. Entsprechend § 3 der Düngeverordnung dürfen Düngemittel grundsätzlich nur so angewendet werden, dass ein Gleichgewicht zwischen dem voraussichtlichen Nährstoffbedarf und der Nährstoffversorgung der Pflanzen gewährleistet ist. Auch besteht keine Meldepflicht, auf welche Flächen die Gülleausbringung erfolgt. In Vertretung Richwien Staatssekretär 3",
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