GET /api/v1/document/229971/?format=api
HTTP 200 OK
Allow: GET, PUT, PATCH, HEAD, OPTIONS
Content-Type: application/json
Vary: Accept

{
    "resource_uri": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/229971/?format=api",
    "id": 229971,
    "site_url": "https://fragdenstaat.de/dokumente/229971-situation-feldmausbefall-und-bekampfung-in-thuringen/",
    "title": "Situation Feldmausbefall und -bekämpfung in Thüringen",
    "slug": "situation-feldmausbefall-und-bekampfung-in-thuringen",
    "description": "",
    "published_at": "2013-11-12T00:00:00+01:00",
    "num_pages": 3,
    "public": true,
    "listed": true,
    "allow_annotation": true,
    "pending": false,
    "file_url": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/02/ac/32/02ac325c09064c6eb2ed34dbbb081d4c/866653c1786df0045018c5216e2680fb3d31aee7.pdf",
    "file_size": 136922,
    "cover_image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/02/ac/32/02ac325c09064c6eb2ed34dbbb081d4c/page-p1-small.png",
    "page_template": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/02/ac/32/02ac325c09064c6eb2ed34dbbb081d4c/page-p{page}-{size}.png",
    "outline": "",
    "properties": {
        "url": "http://parldok.thueringen.de/ParlDok/dokument/50740/situation_feldmausbefall_und_bekaempfung_in_thueringen.pdf",
        "title": null,
        "author": null,
        "_tables": [],
        "creator": "Adobe InDesign CS6 (Windows)",
        "subject": null,
        "producer": "Adobe PDF Library 10.0.1",
        "publisher": "Thüringer Landtag",
        "reference": "5/6866",
        "foreign_id": "th-5/6866",
        "_format_webp": true,
        "publisher_url": "https://www.thueringer-landtag.de"
    },
    "uid": "02ac325c-0906-4c6e-b2ed-34dbbb081d4c",
    "data": {
        "category": null,
        "publisher": "th",
        "document_type": "minor_interpellation",
        "legislative_term": "5"
    },
    "pages_uri": "/api/v1/page/?document=229971",
    "original": null,
    "foirequest": null,
    "publicbody": null,
    "last_modified_at": "2022-09-21 22:18:16.429718+00:00",
    "pages": [
        {
            "document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/229971/?format=api",
            "number": 1,
            "content": "Thüringer Landtag 5. Wahlperiode Drucksache 5/   6866 12.11.2013 Kleine Anfrage des Abgeordneten Dr. Augsten (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und Antwort des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz Situation Feldmausbefall und -bekämpfung in Thüringen Die Kleine Anfrage 3409 vom 20. September 2013 hat folgenden Wortlaut: Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hatte am 23. April 2013 die breitflächige Ausbringung von Ratron-Feldmausködern mit dem Wirkstoff Chlorphacinon zur Feldmausbekämpfung auf Ackerflächen des Freistaats Thüringen für einen Zeitraum von 120 Tagen genehmigt. Insbesondere die Um- weltverbände verweisen auf die beträchtliche Giftigkeit der Wirkstoffe Zinkphosphid und Chlorphacinon und auf die entsprechenden Gefahren, die mit der Ausbringung der Köder auf der Oberfläche verbunden sind. Inzwischen gibt es Informationen aus den Agrarunternehmen, dass es Ende Mai - ohne Bekämpfungsmaß- nahmen - zu einem Zusammenbruch der Feldmauspopulationen in den Problemgebieten gekommen sei. Außerdem scheint es eine ganze Reihe von flächenstarken Agrarbetrieben zu geben, die in den Problem- gebieten auf den Einsatz von Chlorphacinon verzichtet und stattdessen die Mäusebekämpfung mit Zink- phosphid-Giftweizen durchgeführt haben, der mittels Legeflinten verteilt wurde. Ich frage die Landesregierung: 1. Wie haben sich in den Problemgebieten die Feldmauspopulationen vom Beginn der Vegetationsperiode bis jetzt entwickelt? 2. Welche Auswirkungen hatten die Starkregenereignisse bzw. das Hochwasser im Juni sowie die Trocken- zeiten im Sommer auf die Feldmauspopulationen in den Problemgebieten? 3. Welche Konsequenzen ergeben sich aus den Antworten zu den Fragen 1 und 2 für die am 23. April 2013 vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) genehmigte Ausbringung des Wirkstoffs Chlorphacinon im Streuverfahren in einem Zeitraum von 120 Tagen? 4. Wie ist der Stand bei Beantragung, Genehmigung und Vollzug des Einsatzes von Chlorphacinon in Thü- ringen nach der Genehmigung durch das BVL vom 23. April 2013? Wie viel von der genehmigten Menge Chlorphacinon wurde eingesetzt, was geschah gegebenenfalls mit der Restmenge? 5. Sind der Landesregierung Betriebe bekannt, die in den Problemgebieten auf den Einsatz von Chlorphaci- non verzichtet und stattdessen die Mäusebekämpfung mit Zinkphosphid-Giftweizen durchgeführt haben, der mittels Legeflinten verteilt wurde? Wenn ja, wie wird die Wirksamkeit dieser Maßnahme eingeschätzt? 6. Hat die Landesregierung Kenntnis von Funden toter Tiere (Nichtzielorganismen), die auf Rückstände von Chlorphacinon und Zinkphosphid untersucht wurden? Wenn ja, mit welchen Ergebnissen? Druck: Thüringer Landtag, 3. Dezember 2013",
            "width": 2481,
            "height": 3508,
            "image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/02/ac/32/02ac325c09064c6eb2ed34dbbb081d4c/page-p1-{size}.png"
        },
        {
            "document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/229971/?format=api",
            "number": 2,
            "content": "Drucksache 5/      6866                                       Thüringer Landtag - 5. Wahlperiode 7. Welche Konsequenzen zieht die Landesregierung aus der Entwicklung der Mäusepopulationen und den Bekämpfungsmaßnahmen im Jahr 2013 für die Forschung und weitere Beantragungen von Feldmaus- ködern mit dem Wirkstoff Chlorphacinon sowie zur Mäusebekämpfung mit Zinkphosphid-Giftweizen? Das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz hat die Kleine Anfrage namens der Lan­desre­gierung mit Schreiben vom 8. November 2013 wie folgt beantwortet: Zu 1.: Im Herbst 2012 und im Winter 2012/2013 war ein massenhaftes Auftreten von Feldmäusen vor allem in der Thüringer Ackerebene zu verzeichnen. Im März durchgeführte Befallserhebungen zeigten einen weiterhin ho- hen Feldmausbesatz in den Winterkulturen (z. B. Weizen, Gerste, Raps). In der Praxis erfolgten deshalb bei Begehbarkeit in der zweiten Märzhälfte weitere Bekämpfungen mit Giftgetreide per Hand mit der Legeflinte. Ab Mitte April 2013 setzte ein natürlicher und großflächiger Zusammenbruch der Population ein. Innerhalb weniger Wochen ging auf den Starkbefallsflächen nach Feststellungen des Thüringer Pflanzenschutzdiens- tes der Befall von über 2.000 Mäusen/Hektar auf Werte unter fünf Mäuse/Hektar zurück. Dieser natürliche Zusammenbruch der Population ist typisch für Kleinsäuger-Populationen. Der Zeitpunkt dafür ist jedoch mit den derzeit zur Verfügung stehenden Mitteln nicht exakt zu prognostizieren. Beispielsweise sagte das Pro- gnosemodell des Julius Kühn-Instituts noch Anfang 2013 einen anhaltend starken Feldmausbefall in 2013 für Thüringen voraus. Im Weiteren blieb der Befall mit Feldmäusen im Sommer und Herbst 2013 unbedeutend. Flächen mit ehe- mals starkem Befall waren allerdings von großen Bestandeslücken mit nachfolgender Spätverunkrautung gekennzeichnet. Einige wenige Inseln mit stärkerem Feldmausbefall auf dem Grünland sind jedoch geblie- ben. Dort mussten 2013 weiterhin Bekämpfungsmaßnahmen erfolgen. Zu 2.: Nach Erkenntnissen des Thüringer Pflanzenschutzdienstes war der Zusammenbruch der Feldmauspopula- tion zum Zeitpunkt der Starkregenfälle und des Hochwassers im Juni bereits erfolgt. Allerdings haben diese Witterungsereignisse und die Situation in den Hochwassergebieten dazu beigetragen, dass es in den be- troffenen Regionen nicht zu einem erneuten Populationsaufbau gekommen ist. Zu 3.: Aufgrund des Rückgangs der Feldmauspopulation, dem erreichten Entwicklungsstand der Kulturen und den Witterungsverhältnissen waren die Voraussetzungen für den Einsatz von Chlorphacinon im Streuverfahren nur noch auf wenigen Flächen gegeben. Zu 4.: Die Zulassung des BVL für das Pflanzenschutzmittel \"Ratron Feldmausköder\" mit dem Wirkstoff Chlorpha- cinon zur Anwendung auf Starkbefallsflächen ist am 21. August 2013 ausgelaufen. Nach diesem Zeitpunkt war eine Anwendung des Mittels untersagt. Innerhalb des Zulassungszeitraumes von 120 Tagen wurde lediglich von einem Betrieb ein Antrag auf Er- teilung einer Genehmigung für die Ausbringung des Wirkstoffes Chlorphacinon im Streuverfahren gestellt. Dabei handelte es sich um 2,36 Hektar Winterweizen und 3,38 Hektar Winterraps. Der Antrag für den Win- terraps wurde durch die Landesanstalt für Landwirtschaft als zuständige Pflanzenschutzbehörde abgelehnt, der Antrag für den Winterweizen genehmigt. Aufgrund der Witterungsverhältnisse ist es jedoch nicht zur Ausbringung der Feldmausköder auf dieser genehmigten Fläche gekommen. Somit wurde die insgesamt zugelassene Menge von 30 Tonnen Ködermitteln nicht eingesetzt und insoweit auch nicht durch den Pflanzenschutzmittelhandel an die Landwirtschaftsbetriebe ausgeliefert. Zu 5.: Der Landesregierung sind solche Betriebe bekannt. Die Ausbringung von Giftweizen erfolgte aber insbe- sondere deshalb, weil im Frühjahr 2013 weder eine Genehmigung für die Ausbringung von Chlorphacinon bestand noch mit einer solchen Genehmigung zunächst gerechnet werden konnte. Außerdem war im Feb- ruar/März noch nicht abschätzbar, wie sich die Feldmauspopulationen nach dem Gradationsjahr 2012 wei- ter entwickeln wird. Hinsichtlich der Wirksamkeit kann davon ausgegangen werden, dass die Feldmaus- bekämpfung mit Giftweizen ebenso gute Wirkungen erzielt wie die Anwendung von Chlorphacinon. Das 2",
            "width": 2481,
            "height": 3508,
            "image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/02/ac/32/02ac325c09064c6eb2ed34dbbb081d4c/page-p2-{size}.png"
        },
        {
            "document": "https://fragdenstaat.de/api/v1/document/229971/?format=api",
            "number": 3,
            "content": "Thüringer Landtag - 5. Wahlperiode                                            Drucksache 5/    6866 Problem stellen die Arbeitsintensität und der erhebliche Personalaufwand dar, den das Bekämpfungsver- fahren mit Legeflinten erfordert. Zu 6.: Die Landesregierung hat keine Kenntnis von Funden toter Nichtzielorganismen. Zu 7.: Die Erfahrungen im Jahr 2012 haben gezeigt, dass bei einem zyklischen Massenauftreten von Feldmäu- sen auf den Einsatz wirksamer chemischer Präparate nicht verzichtet werden kann. Gegenwärtig stehen zur Feldmausbekämpfung ausschließlich Mittel mit dem Wirkstoff Zinkphosphid zur Verfügung. Geeignete wirksame Streuköder mit alternativen Wirkungsmechanismen, wie beispielsweise der Wirkstoff Chlorphaci- non, sind dagegen nicht zugelassen. In Jahren mit Massenvermehrungen von Feldmäusen werden in Hin- blick auf die dann zu erwartenden Ernteverluste zeitlich befristete Notfallzulassungen unter Beachtung der Erfordernisse des Natur- und Artenschutzes auch künftig ihre Berechtigung haben. Die Landesregierung unterstützt aktiv die Arbeit der Bund-Länder-Arbeitsgruppe \"Feldmausmanagement\". Diese Arbeitsgruppe verfolgt das Ziel, durch ein bundesweites Monitoring sowie durch die Kombination me- chanischer, biologischer und chemischer Managementmaßnahmen hohe Ertragsverluste durch Feldmaus- befall zu vermeiden. Im Bereich der Forschung liegt der Schwerpunkt auf weiteren Untersuchungen zum Populationsmanagement sowie auf der Weiterentwicklung des Prognosemodells \"Feldmaus-Massenver- mehrungen\". Hierbei geht es insbesondere um die möglichst genaue Vorhersage von optimalen Bekämp- fungsterminen in den Hauptbefallsregionen. Reinholz Minister 3",
            "width": 2481,
            "height": 3508,
            "image": "https://media.frag-den-staat.de/files/docs/02/ac/32/02ac325c09064c6eb2ed34dbbb081d4c/page-p3-{size}.png"
        }
    ]
}