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"content": "Thüringer LandTag 5. Wahlperiode Drucksache 5/ 4234 23.03.2012 Kleine Anfrage der Abgeordneten Renner (DIE LINKE) und Antwort des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit Fünf Jahre Lokale Aktionspläne in Thüringen Die Kleine Anfrage 2047 vom 3. Januar 2012 hat folgenden Wortlaut: Im Rahmen des Bundesprogramms \"Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremis- mus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus\" werden seit Januar 2007 auch in Thüringen so genannte Lokale Aktionspläne (LAP) durch den Bund gefördert. Ich frage die Landesregierung: 1. Wie viele LAP werden nach Kenntnis der Landesregierung durch das Bundesprogramm in Thüringen gefördert (bitte eine Übersicht nach Ort, Träger, Koordinierungsstelle, Zielgruppe, Handlungskonzept)? 2. Wie viele im Rahmen des Bundesprogramms geförderte Modellprojekte zur Erprobung neuer Ideen und Methoden im Kampf gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus existie- ren nach Kenntnis der Landesregierung in Thüringen (bitte eine Übersicht nach Ort, Träger, Zielgruppe Projektbeschreibung und Themencluster bzw. Unterthemen)? 3. In welcher Höhe erhalten die einzelnen LAP sowie Modellprojekte eine Kofinanzierung durch das Land, den Landkreis bzw. die kreisfreie Stadt oder durch Gemeinden (bitte einzeln aufschlüsseln in Prozent und in Tausend Euro)? 4. Wie wurde bislang die Arbeit der einzelnen LAP und Modellprojekte nach Kenntnis der Landesregierung evaluiert und gegebenenfalls mit welchem Ergebnis? 5. In welcher Form beteiligt sich das Land an einer Evaluierung der durch das Bundesprogramm geförder- ten LAP und Modellprojekte bzw. führt selbst eine Evaluierung durch? 6. Wie schätzt die Landesregierung die Wirksamkeit der durch das Bundesprogramm geförderten LAP und Modellprojekte in Thüringen ein und wie begründet sie ihre Auffassung? Insbesondere soll dabei auf folgende Bereiche - orientiert am Punkt 2.2 der Leitlinie zum Programmbe- reich \"Entwicklung, Implementierung und Umsetzung integrierter lokaler Strategien (Lokale Aktionsplä- ne)\" - eingegangen werden: - Vernetzung zivilgesellschaftlicher Akteure untereinander und mit staatlichen Institutionen, - Information und Aufklärung der Öffentlichkeit, - Erreichbarkeit und Erreichung der notwendigen Zielgruppen, - Stärkung demokratischer Kompetenz der Zielgruppe, - Qualifizierung im Bereich Interkultureller Kompetenz zum Abbau von Rassismus und rassistisch be- gründeten Vorurteilen und Stereotypen, - Verankerung eines anwendungsbereiten Wissens über Geschichte und historische Zusammenhänge, - Entwicklung einer emanzipatorischen Jugendkultur als Gegenbewegung zum Lifestyle der extremen Rechten. Druck: Thüringer Landtag, 2. April 2012",
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"content": "Drucksache 5/ 4234 Thüringer Landtag - 5. Wahlperiode 7. In welcher Form wird gegebenenfalls in einzelnen LAP und Modellprojekten nach Kenntnis der Landesre- gierung mit Jugendlichen aus der so genannten rechten Szene gearbeitet (bitte nähere Beschreibung des jeweiligen Projekts mit Darstellung der Zielgruppe und der konkreten Zielstellung derartiger Projekte)? Das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit hat die Kleine Anfrage namens der Landesregierung mit Schreiben vom 21. März 2012 wie folgt beantwortet: Vorbemerkung: Das Bundesprogramm \"VIELFALT TUT GUT\" endete am 31. Dezember 2010. Seit dem 1. Januar 2011 setzt das Bundesprogramm \"TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN\" mit der Förderung der Lokalen Aktionspläne (LAP), der Modellprojekte und Beratungsnetzwerke die Arbeit der beiden Bundesprogramme \"VIELFALT TUT GUT\" und \"kompetent. für Demokratie\" fort. Die Umsetzung und Begleitung des Programms wird durch das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaft- liche Aufgaben umgesetzt. Die Beantwortung der Kleinen Anfrage basiert auf den Informationen, die zum einen durch das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben und zum anderen durch die LAP zur Verfügung gestellt wurden. Darüber hinausgehende Daten liegen der Landesregierung nicht vor. Zu 1.: Im Freistaat Thüringen werden insgesamt 16 LAP gefördert. Davon befinden sich zehn in der Phase der Nachhaltigkeit und sechs werden seit der zweiten Förderperiode \"Toleranz fördern - Kompetenz stärken\" gefördert. Die Angaben zu den zehn LAP aus der ersten Förderperiode \"VIELFALT TUT GUT\" liegen in der Kleinen Anfrage 5/509 vor. Die Angaben zu den sechs LAP, die seit 2011 gefördert werden, befinden sich in der Anlage 1. Weiterfüh- rende Informationen stehen auf der Programmhomepage http://www.toleranz-foerdern-kompetenz-staerken. de zur Verfügung. Zu 2.: Ort Träger Zielgruppe Projekt Themencluster Erfurt Zentralwohlfahrtsstelle Multiplikatoren Perspektivwechsel Auseinandersetzung der Juden in Deutschland - Bildungsinitiativen mit historischem und gegen Antisemitis- aktuellem Antisemi- mus und Fremden- tismus feindlichkeit Jena Drudel 11 e. V. Jugendliche Objektiv - Vorurteils- Arbeit mit rechtsext- reduzierte Bildungs- remistisch gefährde- programme für Ju- ten Jugendlichen gendliche Zu 3.: A. Lokale Aktionspläne Die Förderdaten wurden aus den Anträgen an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) entnommen. LAP Förderung Land/Landkreis/Kommune 1. Landkreis Sonneberg 0,5 VbE Personal, Sachleistungen 2. Eisenach /Wutha-Farnroda 0,5 VbE Personal, Sachkosten 3. Kyffhäuserkreis 0,3 VbE Personal, Sachkosten 4. Unstrut-Hainich-Kreis 0,3 VbE Personal, Sachkosten 5. Stadt Suhl 0,6 VbE Personal, Sachkosten 2",
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"content": "Thüringer Landtag - 5. Wahlperiode Drucksache 5/ 4234 6. Saale-Holzland-Kreis 0,4 VbE Personal, 24 000 Euro Projektmittel 0,5 VbE Personal, Sachkosten, 7. Landkreis Schmalkalden-Meiningen 2 100 Euro Projektmittel 8. Stadt Nordhausen 0,7 VbE Sachkosten 9. Landkreis Eichsfeld 0,6 VbE Personal, Sachkosten 10. Stadt Pößneck 0,5 VbE Personal, Sachkosten 11. Gemeinde Ohrdruf 0,4 VbE Personal, Sachkosten 12. Stadt Gera 0,4 VbE Personal; Sachkosten 0,5 VbE Personal; Sachkosten; 13. Stadt Saalfeld/Landkreis Saalfeld-Rudolstadt 5 000 Euro Projektmittel 14. Stadt Apolda/Landkreis Weimarer Land 0,4 VbE Personal, Sachkosten 0,4 VbE Personal, Sachkosten, 15. Stadt Weimar 15 000 Euro Projektmittel 16. Ilm-Kreis 0,25 VbE Personal, Sachkosten B. Modellprojekte Das Modellprojekt Perspektivwechsel wurde in 2011 in Höhe von 120 000 Euro gefördert, das entspricht ei- nem Anteil von ca. 54 Prozent. Das Modellprojekt Objektiv wurde in 2011 in Höhe von 16 287 Euro geför- dert, das entspricht einem Anteil von 50 Prozent. Zu 4.: Die Lokalen Aktionspläne, die durch den Bund gefördert werden, und die Modellprojekte des BMFSFJ wur- den und werden extern evaluiert. \"TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN\" wird durch das Insti- tut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik Frankfurt/Main und CAMINO gGmbH, Berlin evaluiert. Für die erste Förderperiode \"VIELFALT TUT GUT\" liegt der Bericht zu den LAP und Modellprojekten vor (s. a. links). Be- funde zur zweiten Förderperiode \"TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN\" liegen noch nicht vor. Informationen zu den Abschlussberichten Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik Frankfurt/Main und Camino gGmbH, Berlin sind unter nachfolgenden Links abzurufen: http://www.vielfalt-tut-gut.de/content/e4458/e8279/AbschlussberichtVIELFALTTUTGUT.LokaleAktionsplne.pdf Die Evaluationen der Modellprojekte wurden durch nachfolgende Einrichtungen durchgeführt: Programmsäulen und Themencluster Wissenschaftliche Institute Auseinandersetzung mit historischem und aktu- proVal. Gesellschaft für sozialwissenschaftliche ellem Antisemitismus Analyse - Beratung - Evaluation, Bielefeld Arbeit mit rechtsextremistisch gefährdeten Ju- Internationale Akademie für innovative Pädagogik, gendlichen Psychologie und Ökonomie gGmbH (INA), Berlin Präventions- und Bildungsangebote für die Ein- Internationale Akademie für innovative Pädagogik, wanderungsgesellschaft Psychologie und Ökonomie gGmbH (INA), Berlin Univation, Institut für Evaluation, Früh ansetzende Prävention Dr. Beywl & Associates GmbH, Köln Zu 5.: Eine Beteiligung des Landes an der Evaluation des Bundesprogramms ist nicht vorgesehen. Im Rahmen des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit wird seit 2011 eine eigene Evaluierung durchgeführt. 3",
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"content": "Drucksache 5/ 4234 Thüringer Landtag - 5. Wahlperiode Zu 6.: Insbesondere soll dabei auf folgende Bereiche - orientiert am Punkt 2.2 der Leitlinie zum Programmbereich \"Entwicklung, Implementierung und Umsetzung integrierter lokaler Strategien (Lokale Aktionspläne)\" - ein- gegangen werden: - Vernetzung zivilgesellschaftlicher Akteure untereinander und mit staatlichen Institutionen, - Information und Aufklärung der Öffentlichkeit, - Erreichbarkeit und Erreichen der notwendigen Zielgruppen, - Stärkung demokratischer Kompetenz der Zielgruppe, - Qualifizierung im Bereich Interkultureller Kompetenz zum Abbau von Rassismus und rassistisch begrün- deten Vorurteilen und Stereotypen, - Verankerung eines anwendungsbereiten Wissens über Geschichte und historische Zusammenhänge, - Entwicklung einer emanzipatorischen Jugendkultur als Gegenbewegung zum Lifestyle der extremen Rechten. Grundsätzliches Die zehn LAP in Thüringen, die sich in der Nachhaltigkeitsphase befinden, haben erwiesenermaßen (Bun- desevaluation) das Programmkonzept \"Entwicklung integrierter lokaler Strategien\" (Lokale Aktionspläne) des BMFSFJ entsprechend der Vorgaben umgesetzt. Im internen Ranking aller LAPs in der Bundesrepu- blik Deutschland (min. 51 bis max. 76 Punkte) haben sich die LAPs in Thüringen stetig qualifiziert und ihre Punktzahl steigern können (kein LAP hatte 2010 weniger als 70 Punkte und acht LAPs liegen in der Spit- zengruppe 71 bis 76 Punkte). Für die LAP aus der zweiten Förderperiode \"TOLERANZ FÖRDERN - KOM- PETENZ STÄRKEN\" liegen bisher keine Erhebungen vor. Vernetzung (vgl. auch Programmevaluation des Deutschen Jugendinstitutes Halle im Auftrag des BMFSFJ) Die Aufgabe der Vernetzung wird vor allem durch die Arbeit der Begleitausschüsse (BgA), der Ämternetz- werke sowie auf der Ebene der Umsetzung der Einzelprojekte in den LAP umgesetzt. Die Einzelprojekte der LAP werden durch ein breites Spektrum Freier Träger mit einschlägigen Projekterfahrungen durchge- führt. Viele davon arbeiten mit Regelangeboten der Jugendhilfe zusammen und eröffnen auf diese Weise einen Erfahrungstransfer. Die Zusammensetzung der BgA ermöglicht die partnerschaftliche Kooperation zwischen Verwaltung, Zivil- gesellschaft und Freien Trägern. In den BgA sind in der Regel vertreten: Vereine und Verbände, Bürger, Kirchen, Vertreter aus Ämtern/Politik und Bürgerbündnissen sowie der Freien Träger und Vertreter von Be- troffenenorganisationen (z. B. Migranten) und der Wissenschaft. Auf diese Weise beteiligen die regionalen LAP relevante Gruppierungen der Bevölkerung und der öffentlichen Verwaltung und befördern somit deren Diskurs und Kooperation. In Hinblick auf systematische Kooperation und Abstimmung besteht nach Befun- den der Evaluation des ISS/Frankfurt noch Optimierungsbedarf. In den Ämternetzwerken sind vor allem engagiert: Jugendämter, Schulämter; Integrationsbeauftragte und die Polizei. In Hinblick auf eine prospektive und zielorientierte Planung besteht bei der Koordination und Ab- stimmung im Bereich der Extremismusprävention ein Weiterentwicklungsbedarf. Öffentlichkeitsarbeit Die LAP setzen eine kontinuierliche und systematische Öffentlichkeitsarbeit um. Für sie ist verbindlich vor- geschrieben, dass sie eine eigene Homepage und Veröffentlichungen in den Amtsblättern und den Lokal- medien vorhalten. Diesem Anspruch kommen die LAP auch nach. Die Einzelprojekte sind angehalten, über ihre Projekte auch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit zu gewähr- leisten, was in der Praxis unterschiedlich ausfällt. Die LAP in Thüringen haben 2010/11 einen eigenen kur- zen Trailer zu den LAP und deren Zielen und Inhalten erstellen lassen. Dieser ist als CD verfügbar und kann auch als Vorprogramm in kommunalen Kinos und Einrichtungen gezeigt werden. Grundsätzlich ist zu kons- tatieren, dass die Öffentlichkeitsarbeit in guter Qualität umgesetzt wird, aber laut der Evaluation in Hinblick auf das Erreichen aller Schichten der Bevölkerung noch ausbaufähig ist. 4",
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"content": "Thüringer Landtag - 5. Wahlperiode Drucksache 5/ 4234 Zielgruppen Jeder LAP bezieht sich auf bestimmte Zielgruppen vor Ort. Dazu gehören insbesondere Kinder, Jugendli- che und Schüler, Multiplikatoren, Lehrer, pädagogische Fachkräfte und die Bürger. Projekte und Veranstal- tungen in Schulen, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen und in Vereinen und Verbänden werden umfänglich und fachlich gut durchgeführt. Das Interesse an Veranstaltungen mit und in den Verwaltungen fällt gerin- ger aus. In Hinblick auf die Zielgruppe der breiten Bürgergesellschaft sind noch Strategien und Anstrengun- gen zu unternehmen, bis die Aktivierung und Mitwirkung größerer Teile der Bevölkerung zufriedenstellend und flächendeckend gelingt. Bei den Hauptzielgruppen der Kinder und Jugendlichen und der Multiplikato- ren werden diese gut erreicht. Laut einer Auswertung des BMFSFJ wurden in der ersten Förderperiode vor allem junge Menschen und Kinder und jüngere Jugendliche (zusammen mehr als 50 Prozent beteiligt und 15 Prozent Multiplikatoren sowie neun Prozent Migranten. Demokratische Kompetenzen Zu den Angeboten im Rahmen der LAP gehören Seminare, Trainings- und Workshops zu den Themen de- mokratische Aushandlungsprozesse, Partizipation, Interkulturalität, Zivilcourage, Aufarbeitung des histori- schen Nationalsozialismus, Gedenkstättenarbeit, moderne Strategien der Rechtsextremen, friedliche Kon- fliktlösungsstrategien sowie Antigewaltkurse in Schulen, Vereinen und Verwaltungen. Die Veranstaltungen arbeiten auf theoretischer und erlebnisorientierter Ebene. Diese Form des komplexen Lernens mit einem hohen Identifikationspotential mit den Opfern und Verfolgten befördert bei den Teilnehmern die Integrati- on des Erlernten/Erfahrenen in ihr Alltagsverhalten. Auf diese Weise werden demokratische Kompetenzen kultiviert und gelebt. Interkulturelle Perspektive Es finden entsprechende thematische und inhaltliche Seminare an Schulen, in Freizeit- und Begegnungs- zentren und Kindergärten statt. Die Entwicklung und Stärkung der interkulturellen Perspektive bei den LAP- Zielgruppen wird in Thüringen insbesondere durch Träger der Bildungsarbeit wie beispielsweise BLITZ e. V., durch die MOBITS, durch Träger aus der Säule II (Modellprojekte), durch konfessionell gebundene Träger, das Anne Frank Zentrum und durch Freie Träger umgesetzt. Es werden systematisch Begegnungen zwischen \"Einheimischen\", Asylsuchenden und Migranten \"gestif- tet\", die Informationen und Verständnis für die jeweiligen Kulturen eröffnen und die Beteiligten zu eigen- ständigen Akteuren macht, um weitere Aktionen selbstverantwortet zu planen und umzusetzen. In einigen LAP sind in Kooperation mit Wirtschaftsunternehmen Veranstaltungen zum interkulturellen Dialog geplant bzw. wurde bereits durchgeführt. Geschichte und historische Zusammenhänge Die Qualifizierung von Multiplikatoren zur Geschichte und historischen Zusammenhängen unterstützt und befördert die Vermittlung dieses Wissens in Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie in Vereinen und Ver- bänden. Die umfangreiche Arbeit der LAP mit und an den Schulen ermöglicht die kontinuierliche Auseinan- dersetzung der Kollegien und der Schüler mit dem historischen Nationalsozialismus, seinen Ursachen und Folgen. Mit den Sportverbänden, den Freiwilligen Feuerwehren und dem Thüringer Institut für Lehrerfort- bildung, Lehrplanentwicklung und Medien bestehen Kooperationen und Abstimmungen, um diese Themen sowie die Demokratiestärkung in der Aus- und Weiterbildung zu verankern. Entwicklung Jugendkultur Viele LAP-Projekte begleiten Kinder und Jugendliche bei Partizipationsrechten und -pflichten. So werden Projekte \"wie funktioniert Politik und Mitbestimmung\", \"wie arbeite ich als Schülervertreter\" und \"was kann ich tun, um meine Freunde und Mitschüler zum Wählen zu motivieren\" umgesetzt. Auf diese Weise wird die Mitverantwortung und Gestaltung von Kindern und Jugendlichen an der kommunalen Willensbildung ge- fördert und verstetigt. Neben politischen Mitwirkungsstrategien werden Kinder und Jugendliche durch LAP- Projekte unterstützt, eigene subkulturelle Formen zu kultivieren und der Öffentlichkeit zu präsentieren (im Musik-, Theater- und Tanzbereich). In einigen LAP ist beispielsweise die Entwicklung jugendkultureller Ei- geninitiativen ein eigener Handlungsschwerpunkt. Kinder und Jugendliche werden aber auch dafür sensibi- 5",
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"content": "Drucksache 5/ 4234 Thüringer Landtag - 5. Wahlperiode lisiert, in welcher Weise sie selbst Symbole in ihren subkulturellen Ausformungen benutzen, die aus einem totalitären und ausgrenzenden Kontext stammen. Auf diese Weise soll die Unterwanderung durch rechts- extreme Gruppen und Themen sowie die Adaption deren Symbolik verhindert werden. Zu 7.: Das Programm \"TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN\" ist ein präventiv-pädagogisches Bil- dungsprogramm, somit gehören rechtsextreme Jugendliche nicht zur Zielgruppe. Taubert Ministerin Anlage*) *) Hinweis: Auf den Abdruck der Anlage wurde verzichtet. Ein Exemplar mit Anlage erhielten jeweils die Fraktionen und die Land- tagsbibliothek. Des Weiteren kann sie im Landtagsinformationssystem unter der oben genannten Drucksachennum- mer sowie im Internet unter der Adresse: www.parldok.thueringen.de eingesehen werden. 6",
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"content": "Anlage zur Kleinen Anfrage 2047 Stand: Dezember 2011 Ort Träger und Lokale Ko- Koordinierungsstelle Gesamtförderzeit- Zielgruppe Leitziele ordinierungsstelle Extern raum Stadt Apolda in Stadt Apolda Nichtkommerzielles Lokal- 2011 bis 2013 aktive Bürger; ehrenamtlich Die Demokratie ist gestärkt und Kooperation Markt 1 radio LOTTE in Weimar tätige Jugendliche, Vereine erlebbar. Kulturelle Vielfalt, Hu- mit dem Land- 99510 Apolda e.V. insbesondere im Fußball und manität sowie Solidarität wird in kreis Weimarer Goetheplatz 12 bei der Freiwilligen Feuerwehr; allen gesellschaftlichen Berei- Land 99423 Weimar Multiplikatoren, Eltern, Lehrer, chen gefördert. Die gesellschaft- Erziehern, Sozialpädagogen; lichen Strukturen sind breit auf- Ämternetzwerke bei Polizei und gestellt und gefestigt. In den öffentlicher Verwaltung; Wirt- Arbeitsfeldern Kinder- und Ju- schaft; Aussiedler und auslän- gendarbeit, Schule, Bürgerbünd- dische Mitbürger; nisse und Netzwerke sowie im generationsübergreifenden Ler- nen und Begegnen sind die deu- tungsmächtigen Akteure, politi- schen Vertreter und Bürger ihrer Verantwortung und Vorbildfunk- tion in der demokratischen Bür- gergesellschaft bewusst. Gera Stadt Gera Streetwork GERA e.V. 2010 bis 2013 einflussreiche und zivilgesell- Demokratie braucht Alle. Alle Fachdienst Kinder-und Am Bärenweg 9 schaftliche Akteure; gesell- Bürger sollen erreicht werden. Jugendhilfe 07545 Gera schaftliche Persönlichkeiten; Sensibilisierung der Öffentlich- Gagarinstraße 99-101 Kinder, Senioren; zivilgesell- keit zu den Themen Rechtsex- 07545 Gera schaftliche Akteure aus der tremismus, Intoleranz und Dis- Wirtschaft, Vereinen und Ver- kriminierung. Entwicklung von bänden im ländlichen Raum der Kommunikationsplattformen für Stadt Gera, die Einbindung des Vielfalt und Toleranz. Die aktive Vorschulbereichs, Angebote für Ausein-andersetzung mit Vereine/ Verbände im Bereich Fremdenfeindlichkeit und Aus- Ehrenamt und Sport , rechtsex- grenzung durch Akteure aus treme und demokratiegefährde- der \"Mitte\" der Gesellschaft. te Jugendliche; Eltern und pä- dagogisches Personal; 1",
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"content": "Sonneberg Landratsamt Sonneberg wbm GmbH: 2011 bis 2013 Die Gesamtheit der Bevölkerung Jugendliche/junge Erwachsene, Bahnhofstr. 66 werkstatt bildung und me- bildet eine Gemeinschaft, die Kinder, Zivilgesellschaft (Eltern, 96515 Sonneberg dien von Demokratie, Toleranz und Seniorinnen, Bürgerinnen, etc.) Juttatsraße 29-31 a Multiplikatoren (Vereine, Ver- sozialer Integration geprägt ist. 96515 Sonneberg bände, KiTa, Schule, Jugend- Das Bewusstsein und Engage- arbeit), Politiker und Amtslei- ment in diesen Bereichen wird tungen. Die Projekte beziehen bei allen Bürgern flächende- sich auf alle Schichten und auf ckend geweckt. alle Altersklassen. Es entwickelt sich eine Netz- werkplattform. Installierung einer aktiven Bürgergesellschaft Stadt Saalfeld Stadtverwaltung Saal- Stadtverwaltung Saalfeld 2011 bis 2013 Der LAP soll vorhandene Netz- Die Leitziele des LAP beinhalten in Kooperation feld Markt 1 werke stärken. Dazu gehören hauptsächlich Partizipation, In- mit Landkreis Markt 1 03718 Saalfeld die Qualifizierung von Multipli- tegration auf vielen Ebenen Saalfeld/ 03718 Saalfeld katoren und die Einbeziehung (Herkunft, Alter, Beeinträchti- Rudolstadt zivilgesellschaftlicher Akteure. gungen, Gender...), Vernetzung, Die präventiven Ziele des LAP Stärkung des demokratischen Saalfeld richten sich vorrangig Bewusstseins, zivilgesellschaftli- an Kinder und Jugendliche. ches Engagement, Verantwor- Darüber hinaus tungsübernahme, neue Lernkul- werden Eltern, Migranten, Men- turen und Selbstkompetenzstär- schen mit und ohne Behinde- kung. Diese Ziele bauen auf das rung, Menschen verschiedener bestehende Entwicklungskon- sozialer Herkunft, Frauen, Män- zept der Kultur des Miteinanders ner und andere gleichermaßen auf und ergänzen dieses. Eine einbezogen. starke, selbstbewusst- demokratische Zivilgesellschaft ist ein wichtiger Faktor im Schutz vor menschenverachtenden Ideologien. Landkreis Landkreis Eichsfeld Johannitergut Beinrode 2011 bis 2013 Kinder und Jugendliche; junge Vor allem Kindern und Jugendli- Eichsfeld Friedensplatz 8 Kallmeröder Straße 2 Erwachsene; Bürger; Schüler; chen sollen 37308 Heilbad Heiligen- 37327 Kallmerode Multiplikatoren z. B. Offenheit für Vielfalt und un- stadt Pädagogen, Erzieher; terschiedliche kulturelle Identi- Ehrenamtlich Tätige; Vereine täten vermittelt bekommen, um sich in Toleranz zu üben; Traditionen und Werte erle- ben, um ihnen Wurzeln zu 2",
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"content": "geben und sie stark zu ma- chen für die Anforderungen des Lebens, gleichberechtigtes Mitspra- cherecht und Teilhabe an poli- tischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen ha- ben um ihre Eigenverantwor- tung zu fördern. Landkreis Landratsamt Schmalkal- Neue Arbeit Thüringen e. 2011 bis 2013 Kinder, Jugendliche und junge Unter dem Motto „Vielfalt verste- Schmalkalden- den-Meiningen V. Erwachsene; Multiplikatoren hen - Chancen sehen“ zielt eine Meiningen Obertshäuser Platz 1 Marienstr. 10 (Lehrkräfte, Erzieher, Schulso- umfassenden Bildungsarbeit 98617 Meiningen 98 617 Meiningen zialarbeiter, Jugendbetreuer insbesondere auf die Förderung ehrenamtlich Tätige in der Ver- sozialer und interkultureller Kom- einsarbeit); Lokal einflussreiche petenzen, die Ausprägung de- und deutungsmächtige Akteure mokratischer Werte und die da- im Rahmen der Kommunalpoli- mit verbundene Herausbildung tik, der Wirtschaft, der Vereins- toleranter Einstellungen und und Verbandsarbeit sowie auf Verhaltensweisen. Deutungs- Verwaltungsebene und im mächtige Akteure aus den Be- Rahmen der Netzwerkarbeit reichen Zivilgesellschaft, kom- engagierte Ehrenamtliche; munaler Behörden, Politik, Wirt- schaft, Bildung, Kultur, Medien, Religion und Jugendarbeit betei- ligen sich an der Entwicklung gemeinsamer lokaler Strategien zur Stärkung einer demokrati- schen Bürgergesellschaft und der Förderung ehrenamtlicher Strukturen 3",
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