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            "content": "Landtag Brandenburg                               Drucksache 6/5960 6. Wahlperiode Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage Nr. 2374 der Abgeordneten Britta Müller der SPD-Fraktion Drucksache 6/5821 Struktur des Brandenburger Erwerbspersonenpotentials (20 bis unter 65) Namens der Landesregierung beantwortet die Ministerin für Arbeit, Soziales, Ge- sundheit, Frauen und Familie die Kleine Anfrage wie folgt: Vorbemerkungen der Fragesteller: Trotz eines kurzeitigen leichten Bevölkerungs- wachstums in Brandenburg, ist bis zum Jahr 2040 mit einem Rückgang der Bevölke- rung um 11,5 Prozent auf dann nur noch 2,2 Millionen Menschen zu rechnen (Amt für Statistik Berlin-Brandenburg). Während der demografiebedingte Bevölkerungs- rückgang etwa ab 2020 spürbar wird, erfolgt die Änderung der Alterszusammenset- zung des gesamtdeutschen Erwerbspersonenpotentials hauptsächlich in den Jahren 2005 - 2020 (Statistisches Bundesamt). Diese Veränderung der Alterszusammenset- zung des Arbeitskräfteangebots schlägt sich auch in betrieblichen Altersstrukturen nieder. Der Anteil der über 50-Jährigen in den Betrieben wird in den nächsten Jahren deutlich steigen. Laut Landesamtamt für Statistik beträgt der Anteil der 55- bis 64- Jährigen im Jahr 2015 bereits 22 Prozent und ist stetig steigend. Diese Veränderun- gen verlaufen jedoch nicht linear, da sehr unterschiedlich stark besetzte Jahrgangs- kohorten – stark besetzte Generation der Baby-Boomer - durch die Altersgruppen hindurch altern. Demgegenüber wird dem Anteil jüngerer Arbeitskräfte (20- bis 30- Jährigen) weiter eine Abnahme prognostiziert. Ein generelles Abnehmen der Bevöl- kerung im Erwerbsalter wird prognostiziert. Vorbemerkung der Landesregierung: Begrifflich gibt es zwischen der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter und dem Erwerbspersonenpotential Unterschiede. Die Bevölke- rung im erwerbsfähigen Alter umfasst alle Menschen, die in einem Alter sind, in der eine aktive Beteiligung am Arbeitsmarkt grundsätzlich möglich wäre. Dies ist unab- hängig von der tatsächlichen Beteiligung am Arbeitsmarkt. Das Erwerbspersonenpo- tential beschreibt dagegen die Summe aus Erwerbspersonen und stiller Reserve und stellt bei gegebenen Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktes die Obergrenze für das zu aktivierende Arbeitsangebot dar. Die Zahl an Erwerbspersonen umfasst dabei das in den offiziellen Arbeitsmarktstatistiken ausgewiesene Arbeitsangebot und setzt sich aus der Zahl der Erwerbstätigen und der Erwerbslosen zusammen. Die stille Reserve hingegen umfasst Personen, die im Konjunkturabschwung den Arbeitsmarkt Datum des Eingangs: 03.02.2017 / Ausgegeben: 08.02.2017",
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            "content": "verlassen, ohne in der Arbeitslosenstatistik aufzutauchen, und im Konjunkturauf- schwung Arbeitsplätze besetzen, ohne vorher arbeitslos bzw. arbeitssuchend gewe- sen zu sein. Frage 1: Wie stellt sich die Struktur des Brandenburger Erwerbspersonenpotentials derzeit dar? (nach Altersgruppen: 20-bis unter 30ig Jährige, 30- bis unter 50ig Jähri- ge und 50-bis unter 65ig Jährige) zu Frage 1: Der Schwerpunkt des Erwerbspersonenpotentials liegt bei der Alters- gruppe der 30- bis unter 50-Jährigen. Diese machen 43 % des gesamten Erwerbs- personenpotentials aus. Die Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Tabel- le. Tab.1: Erwerbspersonenpotential im Land Brandenburg nach Alter in 2015 Geschlecht    15 bis unter 20 bis unter 30 bis unter 50 bis unter 20 bis unter 65 Jahre insgesamt 20 Jahre      30 Jahre     50 Jahre    65 Jahre     65 Jahre     und älter männlich 20.812             100.070      321.212     286.151      707.433 22.066 750.311 weiblich      16.851        84.263       292.556     269.212      646.031 14.210 677.093 insgesamt 37.664            184.333      613.769     555.363      1.353.464 36.276 1.427.404 Quelle: Berechnung der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH (ZAB) auf Basis einer Sonderauswer- tung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg. Frage 2: Wie hoch ist der Anteil des Erwerbspersonenpotentials an der Gesamtbe- völkerung Brandenburgs heute? (nach Altersgruppen aufschlüsseln) zu Frage 2: Bezogen auf die Gesamtbevölkerung sind 57,5 % der Menschen als po- tentielle Erwerbspersonen anzusehen. In der Altersgruppe der 30- bis unter 50- Jährigen beträgt dieser Anteil sogar 97,6%. Für die Einzelheiten wird auf die nachfol- gende Tabelle verwiesen. Tab.2: Anteil des Erwerbspersonenpotentials an der Bevölkerung nach Alter in 2015 15       bis 20       bis 30      bis 50      bis 20       bis 65 Jahre insgesamt unter 20 unter 30 unter 50 unter 65 unter 65 und älter Jahre        Jahre        Jahre       Jahre        Jahre männlich 39,38% 85,96% 99,48% 87,51% 92,32% 8,85%                                        61,09% weiblich      35,33% 83,15% 95,71% 83,44% 88,54% 4,33%                                   53,89% insgesamt 37,46% 84,65% 97,64% 85,49% 90,47% 6,28%                                       57,44% Quelle: Berechnung der ZAB auf Basis einer Sonderauswertung des IAB. Frage 3: Wie wirkt sich der demografische Wandel auf das Erwerbspersonenpotenti- al in Brandenburg bis 2040 aus? (Prognose des zukünftigen Erwerbspersonenpoten- tials, nach Altersgruppen) zu Frage 3: Das Erwerbspersonenpotential in Brandenburg wird sich stärker reduzie- ren als die Bevölkerung insgesamt. Dabei werden die verschiedenen Altersgruppen sehr unterschiedlich betroffen sein. Während das Erwerbspersonenpotential der jün- geren Erwerbsfähigen sich im Landesmaßstab in etwa auf dem bereits heute relativ niedrigen Niveau stabil hält, wird das der mittleren (25 - 45 Jahre) und älteren (45 – 65 Jahre) Erwerbsfähigen im Landesmaßstab sinken. Der Rückgang in der Alters- gruppe der 25- bis 45-Jährigen resultiert u.a. daraus, dass zu dieser Altersgruppe im Jahr 2040 zum Teil die geburtenschwächeren Jahrgänge der 1990-er und 2000-er Jahre gehören werden. Der Rückgang der Gruppe der älteren Erwerbsfähigen wird",
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            "content": "wesentlich vom Hineinwachsen der „Babyboomer-Generation“ (der bis Mitte der 1960-er Jahre Geborenen) ins Rentenalter verursacht. Sofern die Erwerbsquoten der Bevölkerung im Vergleich zum Jahr 2015 konstant bleiben und die Bevölkerungs- prognose die zukünftige Bevölkerungsentwicklung korrekt beschreibt, wird es 2040 im Vergleich zu 2016 zu einem Rückgang des Erwerbspersonenpotentials um ca. 28 % kommen. Die näheren Einzelheiten können der nachfolgenden Tabelle entnom- men werden. Tab.3: Prognose des Erwerbspersonenpotentials im Land Brandenburg insgesamt 15       bis 15    bis 25    bis 35    bis 45    bis 55    bis 65    bis unter 65 unter 25 unter 35 unter 45 unter 55 unter 65 unter 74 Jahre      Jahre     Jahre     Jahre     Jahre     Jahre     Jahre 2016         1.400.023   1.363.947  94.141    247.118   279.174   411.133   332.381   36.076 2020         1.335.050   1.293.683  106.521   193.054   303.582   334.839   355.687   41.367 2025         1.246.536   1.196.030  112.522   140.748   304.467   298.833   339.459   50.505 2030         1.144.909   1.089.366  117.171   156.708   229.018   317.676   268.793   55.543 2035         1.065.902   1.012.578  111.764   166.748   173.332   318.494   242.241   53.324 2040         1.007.420   964.626    98.292    174.667   190.060   243.699   257.907   42.795 Quelle: Berechnung der ZAB auf Basis einer Sonderauswertung des IAB und Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg. Frage 4: Ab Wann nimmt die Bevölkerung im Erwerbsalter in Brandenburg signifikant ab? Und in welchem Umfang? zu Frage 4: Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (15 bis unter 65 Jahre) sinkt seit 1999 mit Ausnahme des Jahres 2015. Hier kam es aufgrund der Zuwanderung zu einem Anstieg. Die Bevölkerungsprognose geht bis 2040 von einem anhaltenden Rückgang aus. Besonders stark wird dieser zwischen 2019 und 2036 mit einem jähr- lichen Rückgang von über 15.000 Personen ausfallen. Zwischen 2016 und 2040 wird ein Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung von ca. 430.000 Menschen oder 27 % erwartet. Wegen der Einzelheiten wird auf die nachstehende Tabelle verwiesen. Tab. 4: Bevölkerungsstand und Bevölkerungsprognose (ab 2016) im Land Brandenburg insgesamt unter      15 15 bis un- 65     Jahre Veränderung Veränderung Jahre       ter 65 Jah- und älter    im Vergleich im Vergleich re                       zum Vorjahr zum Vorjahr in % 1999           2.601.200   366.600     1.848.200    386.400 2014           2.457.872   302.747     1.588.328    566.797     -259.872      -14,06 2015           2.484.826   310.453     1.596.522    577.851     8.194         0,52 2016           2.463.652   305.953     1.568.643    589.056     -27.879       -1,75 2017           2.465.212   307.745     1.556.139    601.328     -12.504       -0,80 2018           2.464.560   308.465     1.542.467    613.627     -13.671       -0,88 2019           2.460.341   308.018     1.526.680    625.643     -15.787       -1,02 2020           2.453.582   307.054     1.509.091    637.436     -17.589       -1,15 2021           2.443.085   304.771     1.490.069    648.246     -19.022       -1,26 2022           2.430.580   300.445     1.471.487    658.648     -18.582       -1,25 2023           2.417.364   295.099     1.452.509    669.756     -18.978       -1,29 2024           2.403.511   289.585     1.429.902    684.023     -22.606       -1,56 2025           2.389.152   282.935     1.407.238    698.980     -22.665       -1,59 2026           2.374.422   276.433     1.382.717    715.272     -24.521       -1,74",
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