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            "content": "Hessisches Kultusministerium Landesabitur 2018  \nGesundheitsökonomie Thema und Aufgabenstellung \nGrundkurs Vorschlag A \nSeite 2 von 5Prävention/Arzneimittelversorgung/Vergütungssysteme \n \nAufgaben \n \n1 Laut der von der Europäischen Kommission in Auftrag gegebenen und im Jahr 2010 veröffent-\nlichten Studie „Special Eurobarometer 332“ steht der Tabakkonsum bei den vermeidbaren Todes-\nursachen in der Europäischen Union an erster Stelle. Die Zahl der Todesfälle infolge direkten \noder indirekten Tabakkonsums beziffert die EU-Kommission auf etwa 700000 jährlich. In \nDeutschland sind es nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums ca. 110000. Mit \nden zahlreichen durch den Tabakkonsum verursachten Krankheits- und Todesfällen gehen große \nfinanzielle Belastungen für das Gesundheitswesen und die Volkswirtschaft eines Landes einher. \nUmso wichtiger sind daher zielorientierte und zielgruppenspezifische Präventionsmaßnahmen. \n \n1.1 Die tabakbedingten Gesamtkosten für das Gesundheitswesen und die Volkswirtschaft erhält man \ndurch die Addition der direkten, indirekten und intangiblen Kosten. \nOrdnen Sie die in Material 1 aufgeführten Kosten den verschiedenen Kostenarten zu und erläutern \nSie drei mögliche Probleme bei der Ermittlung der oben genannten Kosten. \n(10 BE) \n \n1.2 Stellen Sie die Unterschiede zwischen Verhaltens- und Verhältnisprävention sowie zwischen \nuniverseller und zielgruppenspezifischer Prävention dar und entwerfen Sie für die Verhaltens- und \nVerhältnisprävention jeweils eine zielgruppenspezifische und eine universelle Maßnahme zur \nVermeidung bzw. Reduzierung des Tabakkonsums. \n(10 BE) \n \n1.3 Erläutern Sie drei Gründe für den teilweise geringen Erfolg von Präventionsmaßnahmen bezogen \nauf den Tabakkonsum. \n(6 BE) \n \n1.4 Obwohl Präventionsmaßnahmen das Auftreten von Krankheiten und Todesfällen signifikant \nverhindern können, wird der Prävention im deutschen Gesundheitswesen eine zu geringe \nBedeutung beigemessen. Ein Grund hierfür sind u.a. fehlende finanzielle Anreize für Ärzte zur \nErbringung präventiver Leistungen. \nErläutern Sie die vier Grundvergütungsformen (Einzelleistungsvergütung, Kopfpauschale, Fall-\npauschale und erfolgsabhängige Vergütung) und erörtern Sie jeweils deren Eignung, das Angebot \nan Präventionsmaßnahmen im ambulanten Bereich sowohl in quantitativer als auch in qualitativer \nHinsicht zu fördern. \n(16 BE) \n \n1.5 In Material 2 wird ein internetbasiertes Präventionskonzept vorgestellt, das die hausärztliche \nVersorgung unterstützen soll.  \nStellen Sie auf der Basis von Material 2 die Vorteile des Präventionskonzepts dar. \n(10 BE)",
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            "content": "Hessisches Kultusministerium Landesabitur 2018  \nGesundheitsökonomie Thema und Aufgabenstellung \nGrundkurs Vorschlag A \nSeite 3 von 52 Jedes Jahr erscheint der Arzneimittelreport der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), in dem \ndie Ausgaben- und Verordnungsstruktur von Arzneimitteln statistisch ausgewertet wird. Auch \ndie private Krankenversicherung (PKV) erhebt ihre Arzneimitteldaten in der Studie des Wissen-\nschaftlichen Instituts der PKV. Eine Analyse beider Datensätze zeigt sowohl bei der GKV als \nauch bei der PKV einen enormen Anstieg der Ausgaben für Arzneimittel im Zeitraum zwischen \n1997 und 2012. Dabei stiegen die Arzneimittelausgaben der PKV mit 137,7% im Betrachtungs-\nzeitraum deutlich stärker als die der GKV (Anstieg von 77,7%). \n \n2.1 Hinsichtlich der Zugänglichkeit (Abgabevoraussetzung und -ort) für Patienten lassen sich vier \nverschiedene Arzneimittelgruppen voneinander unterscheiden. \nNennen und beschreiben Sie diese. \n(8 BE) \n \n2.2 Erläutern Sie vier Ursachen für die hohen Ausgaben im Arzneimittelsektor und stellen Sie drei \nder folgenden Instrumente zur Kostenregulierung im Arzneimittelbereich dar: die Kosten-\nNutzen-Bewertung, die Rabattverträge, die Festbetragsregelung und das Richtgrößenbudget.  \n(14 BE) \n \n2.3 Sowohl die GKV als auch die PKV verzeichnen hohe Arzneimittelausgaben. Eine Möglichkeit, \ndie Arzneimittelausgaben zu reduzieren, besteht in der Erhöhung der Generikaquote. \nEntwerfen Sie drei Maßnahmen zur Erhöhung der Generikaquote. \n(6 BE) \n \n \n3 Die Vergütung von niedergelassenen Ärzten unterscheidet sich zwischen der GKV und der PKV. \nStellen Sie die Unterschiede in der Vergütung dar und beurteilen Sie deren Auswirkungen auf \nLeistungserbringer und Versicherte.  \n(20 BE)",
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            "content": "Hessisches Kultusministerium Landesabitur 2018  \nGesundheitsökonomie Thema und Aufgabenstellung \nGrundkurs Vorschlag A \nSeite 5 von 5Im Paket inklusive sind außerdem ein auf Gewicht und Alter abgestimmter Wochen-Essplan sowie \nListen zur Visualisierung, wie viel Sport man gemacht und wie viel Fett, Kohlehydrate und Flüssigkeit\nman zu sich genommen hat. Das alles schriftlich genau nachzuhalten, sei ihm von allen Aufgaben am \nschwersten gefallen, berichtet der Kraftfahrzeugmeister. Ansonsten hatte er keine Probleme. 30 \nBisher hält Girbinger sein neues Gewicht. „Es ist aber nicht so, dass ich nach zwölf Wochen mein \nLebensmuster völlig umgestellt habe“, sagt er. „Die Informationen, die mir über das Coaching ver-\nmittelt wurden, habe ich zwar im Hinterkopf, aber so konsequent schreibe ich nicht mehr alles auf.“ […] \nDer HausMed Coach wird in zwei Varianten angeboten: mit und ohne hausärztliche Betreuung – letztere \nist im Schnitt 30 Euro teurer. Insgesamt rangieren die Preise für das dreimonatige Programm zwischen 35 \n50 und 130 Euro. Einige Kassen erstatten die Kosten, einzelne haben das Angebot auch in den regulären \nHausärztevertrag aufgenommen. \nIn Sachen Compliance zeigen sich laut Frensch deutliche Unterschiede zwischen den zwei Varianten: \n„Bei den selbstständigen Coachings liegt sie bei 50 Prozent, mit ärztlicher Betreuung bei 70 Prozent.“ \nDie Einbindung der Praxis sorgt laut dem HausMed-Geschäftsführer vor allen Dingen dafür, dass die 40 \nMotivation dauerhaft stimmt. Wenn sie sinkt und der Teilnehmer sich beispielsweise länger nicht ein-\ngeloggt hat, können die Praxen das online im „Patienten-Cockpit“ sehen.  \nDie Folge: Ein Praxismitarbeiter kontaktiert den Patienten per Telefonanruf oder SMS und spornt ihn \nerneut an. Unangenehm sei den Patienten dieses Maß an Beobachtung nicht, sagt Frensch: „Sie geben \nvorher ihr Einverständnis, dass der Hausarzt ihr Teilnahmeverhalten nachverfolgen kann. Dass die 45 \nPraxis das sieht, ist quasi das Verkaufsargument und wird von den Patienten positiv aufgenommen.“ \nZurzeit machen 1.800 Hausärzte bei HausMed mit, pro Monat kommen laut Frensch 30 bis 100 dazu. \nMitmachen kann theoretisch jede Praxis in Deutschland. Allgemeinarzt Dr. Heiko Weerda aus Pfaffen-\nhofen ist seit eineinhalb Jahren dabei. Er sei gleich von dem Konzept überzeugt gewesen, erinnert sich \nder 44-Jährige. […] 50 \n„HausMed nutzt die Vorteile des Mediums Internet ideal: Die Patienten können zeitlich und örtlich \nunabhängig und vor allen Dingen selbstständig für ihre Gesundheit aktiv werden und sich trotzdem \nvon ihrem Arzt, der sie gut kennt, an die Hand nehmen lassen“, begründet er. Für die ärztliche Ver-\nsorgung bedeute das seiner Meinung nach eine Verbesserung. \nIm Durchschnitt betreuen Weerda und sein Team pro Monat zwei bis drei Patienten, die ein HausMed 55 \nCoaching durchlaufen. Der Aufwand sei überschaubar. „Meine Hauptaufgabe ist es, den Patienten in das \nProgramm hineinzubringen und mit Einstiegsinformationen zu versorgen. Hat er sich eingeschrieben, \nbekommen wir eine Mitteilung darüber“, erklärt Weerda. „Dann muss man eigentlich nur noch täglich \nMails checken, um nachzuschauen, ob ein Patient kontaktiert werden muss oder einen \nMotivationsschub braucht.“  60 \nIm Schnitt fielen zwei bis drei Anrufe pro Monat, maximal zwei bis drei pro Woche, an. Für seine \nHelferinnen bedeutet das nach Weerdas Angaben einen täglichen Zeitaufwand von fünf Minuten. Für \njeden Patienten sind die HausMed Coachings nach Ansicht des Mediziners nicht geeignet. Eine gewisse \nAffinität zum Internet sollte bestehen. „Dass das nur auf junge Menschen zutrifft, ist jedoch eine Fehl-\nannahme. Wir haben bei uns in der Praxis sogar festgestellt, dass mehr Senioren das Angebot nutzen“, 65 \nso der Mediziner. […] \n \ngeändert nach: Susanne Theisen: Ein Coach für alle Fälle, 15.03.2013, http://www.zm-online.de/starter/brennpunkt/Ein-\nCoach-fuer-alle-Faelle_109964.html (abgerufen am 12.06.2014).",
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